
Anwendung von RFID-Systemen
Description
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Die Radio-Frequenz-Identifikation (RFID) ist ein Teil der Telekommunikation. Sie ermöglicht einen drahtlosen Informationsaustausch zwischen Objekten, Personen, Tieren und dem IT-Netzwerk. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass Objekte, Personen oder Tiere selbst zu Datenträgern werden. Das öffentliche Interesse für RFID ist sehr groß, denn mit der Veränderung von Prozessen ist auch eine Änderung der Arbeitsbedingungen zu erwarten. Das Buch beschreibt aktuelle Anwendungen, in denen diese Änderungen beobachtet werden können. Es bietet darüber hinaus Technologiegrundlagen sowie eine Beschreibung der Möglichkeiten und Grenzen von RFID. Der Leser wird in die Lage gebracht, eine RFID-Anwendung von der Idee bis zur Praxis aufzubauen und die richtigen Ressourcen zusammenzustellen. Wie aktuell das Thema und entsprechend groß die Nachfrage ist, zeigt das Erscheinen der zweiten Auflage nach nur einem Jahr. Das Buch wird auch zukünftig den Einstieg in die Technologie für Unternehmer, Techniker oder Interessierte erleichtern.
Reviews / Votes
Aus den Rezensionen zur 2. Auflage:
"Ausgehend von der Entwicklungsgeschichte werden alle gängigen Auto-ID-Systeme vorgestellt. . Der Verfasser nimmt eine Klassifizierung der Anwendungstypen vor und diskutiert Standardisierung, Middleware, Herstellungs [sic] sowie Testverfahren. Als Leser erhält man Einblick in die Datenschutz-Problematik sowie die derzeitige Marktentwicklung. Hervorzuheben sind die im Anhang genannten Firmen, Gremien und Institute, die sich auf RFID spezialisiert haben."
(in: IT-Mittelstand, 2007, Issue 4, S. 66)
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Person
Dr. Christian Kern, geb. 1961, studierte Agrarwissenschaften an der TU München. Ab 1991 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bayerischen Landesanstalt für Landtechnik in Freising tätig. 1997 promovierte er mit dem Thema RFID-Einsatz in der Tierhaltung zum Doktor der Agrarwissenschaften. Er führte zahlreiche technische Untersuchungen zum Leseverhalten von Transpondern durch. Ab 1998 übernahm er eine Position als Marketingleiter und arbeitete mit am Aufbau einer RFID-Abteilung der Deutsch-Schweizerischen Sihl AG (2001 umfirmiert zur X-ident GmbH). 2002 war er Gründungsmitglied und am Aufbau der Firma Bibliotheca RFID Library Systems AG in Zug (CH) beteiligt. 2004 erfolgte die Gründung der InfoMedis AG für RFID-Anwendungen im Spitalbereich, 2006 die Gründung der Bibliotheksberatung RFID. Christian Kern ist Mitglied in Normungs- und Fachbereichsgremien.
Content
8 Herstellung von Transpondern (S. 185-186)
Bei der Herstellung von Transpondern sind in den letzten Jahren grosse Fortschritte erzielt worden. Diese beziehen sich sowohl auf die Vorprodukte (Chips) als auch die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse. Im Folgenden sollen die Schritte zur Herstellung am Beispiel der Glastransponder und der RFID-Etiketten (flexible Transponder) erläutert werden.
Die Herstellung von Glastranspondern und Etiketten ist bereits weitgehend etabliert. Aufgrund der längeren Entwicklungszeit ist sie bei Glastranspondern am stärksten ausgereift. Weitere Transponder in Form von Plastikmarken sind ebenfalls in der Herstellung etabliert und werden nicht näher behandelt, da es dazu eine Vielzahl von Sonderformen und entsprechend vielfältige Herstellungsverfahren gibt.
Bei den Etiketten sind noch Weiterentwicklungen, vor allem was gedruckte integrierte Schaltungen anbelangt, zu erwarten (PolyTech). Über den zeitlichen Horizont zur Verfügbarkeit dieser Technologie herrscht allerdings noch Uneinigkeit. Etwa 5 Jahre erscheinen als realistisch, bis sie marktreif ist.
8.1 Glastransponder
Glastransponder waren eine der ersten Formen moderner Transponder. Das Material erwies sich in den ersten Versuchen, bei denen sie unter die Haut von Tieren injiziert wurden, als körperverträglich und widerstandsfähig. Die Glasröhrchen wurden an beiden Enden verschmolzen. Die wesentlichen Produktionsschritte sind in Abb. 8-1 zusammengefasst.
Alle Transponderteile, die in das Röhrchen eingebracht werden, müssen zuvor zusammengesetzt (assembliert) werden. Dies umfasst den Chip mit internem oder externem Kondensator, die Ferritantenne, den Draht der Antenne und eine Halterung zwischen Antenne und Chip. Der Chip wird über Lötstellen mit dem Draht der Ferritantenne verbunden. Als Puffer gegenüber Stosseinwirkungen wird meist ein Silikonmaterial verwendet, in das die Elektronik eingebettet wird. Wenn das ganze Innenleben des Transponders zusammengesetzt ist, wird dieses in ein Glasröhrchen eingebracht. Das Röhrchen ist bereits an einem Ende verschlossen. Im Anschluss daran wird das andere Ende entweder über eine Flamme oder einen Laserstrahl verschmolzen.
Der Laser hat eine geringere Wärmeauswirkung auf die innen liegende Elektronik. Sein Einsatz bedingt jedoch auch, dass das Glas eine gewisse Einfärbung aufweist, um das Licht gut in Wärme umzusetzen. Für die Verschmelzung mittels einer Flamme muss entsprechend Raum über der Elektronik vorgehalten werden.
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