
Prüfungswissen Fachkraft/Servicekraft für Schutz und Sicherheit Band 2
Description
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Optimale Prüfungsvorbereitung ...
Das Werk bietet einen umfassenden Überblick über den Prüfungsbereich »Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste«, der einen wesentlichen Anteil an der Abschlussprüfung zur Fach- und Servicekraft für Schutz und Sicherheit ausmacht.
... mit diesen Schwerpunkten:
- Lösungsstrategien bei der Anwendung von Rechtsgrundlagen
- Strafrechtliche Fallbearbeitung
- Zivilrechtliche Fallbearbeitung
- Fallbeispiele auf Prüfungsniveau mit Musterlösungen
Klausurlösung leicht gemacht
Zur Prüfungsvorbereitung steht nun erstmals eine direkte Heranführung der Leserinnen und Leser an die konkreten Prüfungsanforderungen bereit. Zahlreiche Fallbeispiele auf Prüfungsniveau mit Musterlösungen machen das notwendige Wissen transparent und zeigen, wie komplexe Klausursachverhalte erfolgreich bearbeitet werden können.
Kompetent und verständlich
Neben dem fachlich versierten Autor hat der bundesweite Arbeitskreis der Lehrer/-innen an beruflichen Schulen für Schutz und Sicherheit einen erheblichen Beitrag zum Gelingen dieses Werkes geleistet.
Besonders empfehlenswert
Zudem enthält das Werk Ausführungen zur vorgeschriebenen Zwischenprüfung in der Berufsausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit. Damit verfügen Prüflinge, Lehrkräfte, Prüfer/-innen sowie andere Interessierte über eine hervorragende Grundlage zur Vorbereitung auf diesen spezifischen Teilbereichen der Berufsabschluss- bzw. Zwischenprüfung.
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Person
Dipl.-Wirtschaftsjurist (FH) Torsten Katschemba, Master of Business Law
Content
2 Prüfungsbereich Anwendung von Rechtsgrundlagen
2.1 Anforderungen
Der Prüfungsbereich "Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste" ist Bestandteil der schriftlichen Abschlussprüfung der Berufe "Fach- und Servicekraft für Schutz und Sicherheit". Um die Aufgabenstellungen im Recht entsprechend lösen zu können, ist zunächst das Anforderungsprofil an die Prüfung zu analysieren. Die "Verordnungen über die Berufsausbildung zur Fach- bzw. Servicekraft für Schutz und Sicherheit" vom 21. Mai 2008 enthalten dazu folgende Vorgaben5:
"Der Prüfling soll nachweisen, dass er
a) Gefährdungssituationen und Rechtsverstöße erkennen und rechtlich bewerten sowie
b) Handlungsmöglichkeiten unter Berücksichtigung der Rechte von Personen und Institutionen darstellen kann; ."
In beiden Prüfungsverordnungen befindet sich der wortgleiche Text, weshalb es bisher auch typisch war, dass die Prüfungsaufgaben für beide Berufe identisch ausfielen. In der jeweils 90 Minuten andauernden Prüfung sollen berufstypische Rechtsaufgaben bearbeitet werden Der Prüfungsbereich hat allerdings jeweils unterschiedliche Auswirkungen auf das Prüfungsergebnis. Bei der "Servicekraft für Schutz und Sicherheit" wird er zum einem mit 30 Prozent von 100 gewichtet und zum anderen müssen zum Bestehen mindestens ausreichende Ergebnisse (50 Punkte von 100) erzielt werden.6
Bei der "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" beträgt die Wichtung 20 Prozent von 100. Weitere Einschränkungen gibt es hier nicht.7 Dies ist wohl insbesondere dem Umstand geschuldet, dass der rechtliche Prüfungsbereich im ersten Teil der zweigeteilten Abschlussprüfung zur Fachkraft stattfindet. Das führt in der Praxis hin und wieder zu erklärungsbedürftigen Nachfragen von Ausbildenden, die beide Berufe anbieten.
Fachkraft
für Schutz und Sicherheit
Servicekraft
für Schutz und Sicherheit
Teil 1 der Abschlussprüfung
Abschlussprüfung
Gewichtung: 20 Prozent
Gewichtung: 30 Prozent
Mindestanforderung: Keine
Mindestanforderung: Ausreichend (4)
Darstellung 5: Unterschiede in den Anforderungen im Prüfungsteil "Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste"
Neben den genannten Unterschieden gibt es natürlich in erster Linie eine Menge von Gemeinsamkeiten in den Anforderungen. Die Prüfungen beinhalten grundsätzlich zwei Sachverhalte mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen. Jeder Sachverhalt ist auf fünfzig Punkte angelegt, so dass jede Prüfung einhundert erreichbare Punkte beinhaltet.
Fachkraft
für Schutz und Sicherheit
Servicekraft
für Schutz und Sicherheit
- 90 Minuten Bearbeitungszeit
- Zwei Fälle, die sich inhaltlich nach jeder Frage fortführen
- Je Fall drei bis sechs Aufgabenstellungen/Fragen
- Je Aufgabenstellung 6 bis 30 Punkte
- 100 erreichbare Punkte (50 Punkte je Fall)
Darstellung 6: Gemeinsamkeiten in den Anforderungen im Prüfungsteil "Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste"
Wer sich ernsthaft mit den Prüfungsanforderungen auseinandersetzen möchte, kommt nicht um die Literatur der "Prüfungskataloge für die IHK-Abschlussprüfungen" herum. Durch die Zentralstelle für Prüfungsaufgaben der Industrie- und Handelskammern (ZPA Nord-West) wurden für jeden der beiden Ausbildungsberufe Schutz und Sicherheit solche Kataloge erstellt und herausgegeben. Die Inhalte konkretisieren die Themenkreise und sind in Hinblick auf eine gezielte Prüfungsvorbereitung von besonderer Bedeutung.
Lernfeldbezug
Themenbereiche
Rechtsgrundlagen des Handlungsrahmens für Sicherheitsdienste beachten und anwenden.
Lernfelder 3,5
Gewerbeordnung, Bewachungsverordnung
Berufsgenossenschaftliche Vorschriften
Strafgesetzbuch
Rechte von Personen und Institutionen beachten.
Lernfeld 5
Grundgesetz
Kunsturhebergesetz
Arbeitsschutzgesetze
Selbsthilferechte
Bürgerliches Gesetzbuch
Gefährdungssituationen rechtlich bewerten.
Lernfeld 5
Berufsgenossenschaftliche Vorschriften
Rechtsverstöße erkennen und beurteilen.
Lernfeld 5
Rechtsgrundlagen des Straf- und Strafverfahrensrechts
Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches
Darstellung 7: Inhalte des Prüfungskataloges des ZPA Nord-West
Die Themenkreise ergeben sich aus der Interpretation des Ausbildungsrahmenplans sowie der Zuordnung der Inhalte durch den zuständigen Fachausschuss. Die genannten Gesetze, Verordnungen, Abkommen und sonstigen Regelungen sind jeweils in der zum Prüfungstermin gültigen Fassung anzuwenden. Sie sind auch dann zu beachten, wenn dies nicht ausdrücklich vermerkt ist. Fragenkomplexe, die auf Arbeitsvorgänge in den jeweiligen Ausbildungsbetrieben abstellen sind nur insofern für den schriftlichen Teil der Prüfung relevant, als es sich um allgemein gültige Zusammenhänge handelt.8
Der Prüfungskatalog ist nach einem bestimmten Schema aufgebaut. Er unterscheidet nach Fragenkomplex, Themenkreis/Inhalte/Erläuterungen und gibt Beispiele für betriebliche Handlungen. Der Aufbau soll an dem nachfolgenden Auszug aus dem Prüfungsbereich "Anwendung von Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste" visualisiert werden.
Fragenkomplex
Themenkreis, Inhalte, Erläuterungen
Beispiele für betriebliche Handlungen
Rechtsverstöße erkennen und beurteilen
LF 5
Rechtsgrundlagen des Straf- und Strafverfahrensrechts und ergänzende Vorschriften des bürgerlichen Rechts
Sachverhalt auf
- tatbestandsmäßiges,
- rechtswidriges und
- schuldhaftes
Verhalten prüfen.
Des Weiteren:
- Begehungs- und Unterlassungstatbestände kennen
- Straftaten, rechtswidrige Taten und unerlaubte Handlungen rechtlich bewerten
- Detaillierte Beschreibung der Tatbestandsmerkmale.
.
Darstellung 8: Beispieltext aus dem Prüfungskatalog für die IHK-Abschlussprüfung FKSS
Bereits der Blick auf diese grobe Übersicht lässt die mögliche Vielfalt von Sachverhalten und Aufgabenstellungen für einen solchen Prüfungssachverhalt erahnen. Bei jeder Prüfung erhält der Prüfling einen Aufgabenbogen mit zwei sich fortschreibenden Sachverhalten, die in der Prüfung vollständig zu bearbeiten sind. Zu jedem Sachverhalt gibt es bis zu sechs Fragestellungen in unterschiedlichen Anforderungsbereichen.
Bezeichnung
Inhalt
Umfang
Aufgabenbogen
Zwei sich...
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