
Sprache in Interaktion
Description
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Lange Zeit lag der Fokus in den Sprachwissenschaften auf einer implizit an der geschriebenen Norm orientierten Sprachverwendung. Eine Alternative besteht darin, Sprache im interaktionalen Gebrauch in den Mittelpunkt der Analyse zu stellen.
Auf theoretischer und empirischer Basis werden in diesem Buch geeignete linguistische Modelle und Beschreibungsverfahren erarbeitet, die für eine Analyse von sowohl gesprochener als auch geschriebener interaktionaler Sprache notwendig sind. Zudem werden mit der Grammatikschreibung, der Diskussion des Einflusses der computervermittelten Kommunikation auf das Deutsche sowie der Didaktik des Deutschen als Fremdsprache drei Bereiche diskutiert, die von der Neuausrichtung der Linguistik auf Sprache-in-Interaktion betroffen sind. Im empirischen Teil wird anhand dreier ausgewählter Phänomene (Partikelgebrauch, Einheitenbildung und Sequenzmuster/Gattungen) gezeigt, wie das Beschreibungsinventar für Sprache-in-Interaktion aussehen kann. Im Anschluss daran werden diese drei Phänomene jeweils unter den Aspekten der Analyse computervermittelter Kommunikation, des Verfassens von Referenzgrammatiken und der Vermittlung des Deutschen als Fremdsprache diskutiert.
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Content
2 - 2 Die deutsche Gegenwartssprache im Kontext aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen [Seite 16]
3 - 3 Kommunikation, Diskurs, Dialog, Interaktion: Eine Begriffsbestimmung [Seite 31]
3.1 - 3.1 Kommunikation [Seite 32]
3.2 - 3.2 Diskurs und Dialog [Seite 38]
3.2.1 - 3.2.1 Die Diskursanalyse/Funktionale Pragmatik nach Ehlich/Rehbein/Redder [Seite 41]
3.2.2 - 3.2.2 Die Dialoganalyse nach Hundsnurscher/Weigand [Seite 45]
3.2.3 - 3.2.3 Die Dialogic Syntax nach Du Bois und der Dialogism nach Linell [Seite 50]
3.3 - 3.3 Interaktion [Seite 56]
3.3.1 - 3.3.1 Interaktion nach Kieserling [Seite 57]
3.3.2 - 3.3.2 Interaktion in der Konversationsanalyse / Interaktionalen Linguistik [Seite 61]
4 - 4 Sprache-in-Interaktion [Seite 69]
4.1 - 4.1 Grundannahmen der Forschung zu Sprache-in-Interaktion [Seite 70]
4.1.1 - 4.1.1 Das übergeordnete Prinzip: Reflexivität [Seite 71]
4.1.2 - 4.1.2 Das erste fundamentale dialogische Prinzip: Sequenzialität [Seite 74]
4.1.3 - 4.1.3 Das zweite fundamentale dialogische Prinzip: Gemeinsames Hervorbringen von Bedeutung und Struktur ("joint construction") [Seite 77]
4.1.4 - 4.1.4 Das dritte fundamentale dialogische Prinzip: Sprache ist in Kontext eingebettet [Seite 79]
4.2 - 4.2 Theoretische Ansätze: Gesprächsanalyse, Interaktionale Linguistik und die Analyse kommunikativer Gattungen [Seite 81]
4.2.1 - 4.2.1 Gesprächsanalyse [Seite 81]
4.2.2 - 4.2.2 Interaktionale Linguistik [Seite 87]
4.2.3 - 4.2.3 Die Analyse kommunikativer Gattungen [Seite 94]
4.3 - 4.3 Kann man Kommunikation lehren? [Seite 98]
4.4 - 4.4 Getippte Gespräche? Sprache-in-Interaktion in den Neuen Medien [Seite 104]
4.5 - 4.5 Sprache-in-Interaktion und normierte Sprache [Seite 110]
4.6 - 4.6 Sprache-in-Interaktion und Deutsch als Fremdsprache [Seite 117]
4.6.1 - 4.6.1 Rahmenbedingungen: Die Anforderungen an DaF im Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen [Seite 118]
4.6.2 - 4.6.2 Interaktionskompetenzen: Lehrbuchinteraktionen und Arbeiten zur Vermittlung von Strukturen gesprochener Sprache und computervermittelter Kommunikation im DaF-Kontext [Seite 125]
4.6.3 - 4.6.3 Wie viel Wissen über Sprache-in-Interaktion vertragen DaF-Lehrende? [Seite 132]
4.6.4 - 4.6.4 Wie viel Wissen über Sprache-in-Interaktion vertragen DaF-Lernende? [Seite 142]
5 - 5 Die Arbeit mit Gesprächsdaten [Seite 150]
5.1 - 5.1 Was sind und wozu brauchen wir authentische Gesprächsdaten? [Seite 152]
5.2 - 5.2 Datenkorpora des gesprochenen Deutsch [Seite 155]
5.3 - 5.3 Das Transkriptionssystem [Seite 161]
6 - 6 Von der Theorie zur Empirie: Sprache-in-Interaktion [Seite 166]
6.1 - 6.1 Sprache-in-Interaktion und Partikelgebrauch [Seite 168]
6.1.1 - 6.1.1 ja als Modalpartikel [Seite 169]
6.1.2 - 6.1.2 ja als Responsiv [Seite 171]
6.1.3 - 6.1.3 ja als Hörersignal [Seite 184]
6.1.4 - 6.1.4 ja als Zögerungs- und Planungssignal bzw. als Diskursmarker [Seite 186]
6.1.5 - 6.1.5 ja als Beendigungssignal [Seite 194]
6.1.6 - 6.1.6 ja als Vergewisserungssignal [Seite 201]
6.1.7 - 6.1.7 ja als Teil von Erkenntnisprozessmarkern [Seite 203]
6.1.8 - 6.1.8 Zusammenfassung der Ergebnisse [Seite 205]
6.2 - 6.2 Sprache-in-Interaktion und Einheitenbildung [Seite 210]
6.2.1 - 6.2.1 Äußerungserweiterungen [Seite 212]
6.2.2 - 6.2.2 Projektionen [Seite 223]
6.2.3 - 6.2.3 Fragmente und Zäsurierungen [Seite 230]
6.2.4 - 6.2.4 Zusammenfassung der Ergebnisse [Seite 242]
6.3 - 6.3 Sprache-in-Interaktion und Sequenzmuster/Gattungen [Seite 247]
6.3.1 - 6.3.1 Vorschläge annehmen und ablehnen [Seite 247]
6.3.2 - 6.3.2 Gesprächseinstieg und Gesprächsausstieg [Seite 258]
6.3.3 - 6.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse [Seite 278]
7 - 7 Ausblick: Sprache-in-Interaktion in unterschiedlichen Anwendungsfeldern [Seite 279]
7.1 - 7.1 Sprache-in-Interaktion in computervermittelter Kommunikation [Seite 279]
7.1.1 - 7.1.1 Partikelgebrauch in der computervermittelten Kommunikation [Seite 281]
7.1.2 - 7.1.2 Einheitenbildung in computervermittelter Kommunikation [Seite 287]
7.1.3 - 7.1.3 Sequenzmuster/Gattungen in computervermittelter Kommunikation [Seite 291]
7.2 - 7.2 Sprache-in-Interaktion in Referenzgrammatiken [Seite 295]
7.2.1 - 7.2.1 Partikelgebrauch in Referenzgrammatiken [Seite 296]
7.2.2 - 7.2.2 Einheitenbildung in Referenzgrammatiken [Seite 298]
7.2.3 - 7.2.3 Sequenzmuster/Gattungen in Referenzgrammatiken [Seite 301]
7.3 - 7.3 Sprache-in-Interaktion und Deutsch-als-Fremdsprache [Seite 302]
7.3.1 - 7.3.1 Partikelgebrauch im DaF-Unterricht [Seite 302]
7.3.2 - 7.3.2 Einheitenbildung im DaF-Unterricht [Seite 306]
7.3.3 - 7.3.3 Sequenzmuster/Gattungen im DaF-Unterricht [Seite 308]
8 - 8 Fazit [Seite 315]
9 - Literatur [Seite 318]
10 - Anhang: Das vollständige Transkript eines privaten Telefongesprächs [Seite 345]
11 - Sachregister [Seite 362]
12 - Personenregister [Seite 364]
System requirements
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