
Digitale Freunde
Description
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In ihrem Buch erklärt Sophie Hundertmark zunächst, was Chatbots bzw. Conversational Interfaces eigentlich sind und wo sie technologisch aktuell stehen. Sie zeigt, wo Chatbots eingesetzt werden und stellt einige erfolgreiche Usecases aus dem deutschsprachigen Bereich mit interessanten Erfolgszahlen und Learnings vor. Dabei wird deutlich, dass Chatbots keine Wunderlösung für alle "Probleme" im Unternehmen sind, sondern das der Einsatz gut durchdacht sein muss. Der Leser lernt hier die Vorteile und Einsatzmöglichkeiten von Chatbots kennen und kann abschätzen, ob die neue Technologie zu seinem Unternehmen und Geschäftsmodell passt oder welche anderen Grundlagen zunächst geschaffen werden müssen.
Im zweiten Teil lernt der Leser, wie er für sich oder sein Unternehmen ein erfolgreiches Chatbot-Konzept erstellen kann und wie er bei der Entwicklung vorgehen sollte. Welche Voraussetzungen müssen geschaffen sein, welche Schritte sind nötig bis zum erfolgreichen Konzept? Und welche Möglichkeiten in der Umsetzung und Weiterentwicklung sind üblich? Dabei verdeutlicht Sophie Hundertmark, wie wichtig ein gutes Chatbot-Konzept für den Erfolg des Bots ist. Und sie zeigt, dass der Erfolg des Bots nicht von der technischen Umsetzung abhängt.
Auf diesem Weg bekommen Sie eine realistische Einschätzung der Potenziale von Chatbots und können so genau einschätzen, ob oder wann Sie selbst in die neuen Technologien investieren sollten. Sie lernen, welche Schritte Sie für ein erfolgreiches Chatbot-Konzept gehen müssen, welche Ressourcen hierzu benötigt werden und wie hoch der zeitliche Aufwand ist.
Reviews / Votes
" ... Sophie Hundertmark eröffnet ihren Lesern die Welt der Chatbots und zeigt, dass nahezu jeder Website-Betreiber von den Vorteilen der Technologie profitieren kann."(Roter Reiter; 2. Januar 2021)
"... In ihrem auch für Laien verständlichen Ratgeber zeigt sie Vor- und Nachteile von Chatbots sowie Anwendungsszenarien auf. Sie berät, veranschaulicht an einem fiktiven Beispiel aus dem Online-Handel, bei der Konzepterstellung und der Umsetzung sowohl mit vorhandenen Tools als auch durch Eigenentwicklung. ..."
(EKZ im Januar 2021)
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Person
Neben ihrer Tätigkeit als Beraterin ist Sophie auch Dozentin an verschiedenen Hochschulen im DACH-Raum. Darunter unter anderem die Züricher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW), die Hochschule für Wirtschaft Zürich (HWZ), Hochschule Luzern (HSLU), die Fachhochschule Graubünden (FHGR) und die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR).
Zudem ist Sophie Gründerin von ai-zurich und unterstützt damit die AI for Business Community in Zürich und im Raum DACH. Mit ai-zurich organisiert Sophie regelmäßige Meetups und Konferenzen zum Thema AI for Business und hat innerhalb von zwei Jahren eine enorme Community rund um das Thema Künstliche Intelligenz im Business aufgebaut.
Content
Vorwort 9
1 Kapitel: Wie könnten sich Chatbots entwickeln? - ein Ausblick 13
2 Kapitel: Definition von Chatbots und Conversational Interfaces 19
3 Kapitel: Wo sind die Bots? - Integrationsmöglichkeiten von Chatbots 29
Integriert auf einerWebseite 29
Als eine separate Landingpage 32
Integriert in einer Applikation 33
In Messenger Apps 35
Im Facebook Messenger 35
Im WhatsApp Messenger 37
ImWeChat 39
Im Microsoft Teams oder Skype 40
Im Slack 41
Im Telegram Messenger 42
In anderen Messenger Apps, wie Kik, Viber etc 43
In digitalen Advertisements 44
In Voice-Assistenten wie Amazon Alexa oder Google Home 45
4 Kapitel: Vor- und Nachteile von Chatbots - Warum Bots? 49
Vorteile von Chatbots 49
Einfache Nutzung 49
Transport von Persönlichkeit und Emotionen 50
Aufbau einer Beziehung 51
24/7-Erreichbarkeit 52
Kombination von Medien 53
Nachteile von Chatbots 55
5 Kapitel: Einsatzmöglichkeiten und Usecases 57
Einsatzmöglichkeiten 57
Beantwortung von sich wiederholenden Fragen 57
Automatisierung von Prozessen 61
Intern für Mitarbeiter 64
Digitale Assistenten 67
Marketing und Sales 69
Employer Branding 75
Führen von anonymen Gesprächen 76
Umfragen 79
Nachrichten und Updates 81
Display-Anzeigen im Internet 82
Usecases und Erfolgsgeschichten von und mit Chatbots 84
Kundenanfragen mit einemWhatsApp Bot beantworten 84
Hybrid Chats imCustomer Service - Chatbot verknüpft mit Livechat 88
Chatbots als Marketing- und Lead-Generierungs-Tools 97
ai-zurich - Mehr verkaufte Tickets dank Chatbot 101
EinChatbot zur Beantwortung von sich wiederholenden Fragen im Versicherungssektor 104
Optimierung der Customer Journey 108
Ein Chatbot als fixer Bestandteil der Marketing-Kampagne 114
Mehr Stellenanfragen dank einesWhatsApp Chatbots 120
Chatbots für die betriebsinterneWissensvermittlung 126
Ein Produktivitäts-Chatbot in einer Applikation 131
Mehr Zeit für Beratung und Upselling 137
6 Kapitel: Ein Chatbot-Konzept erstellen 143
Motivation für ein Chatbot-Konzept 143
Das Konzept 144
Bedarfsanalyse 144
Usecase-Definition 145
Zieldefinition 148
Zielgruppen 150
Persönlichkeit des Chatbots 154
Funktionen und Features 157
Dialoginhalte 165
Umsetzung und Testing 176
Veröffentlichung 178
Weitere Rahmenbedingungen 182
Mein Chatbot-Canvas für Chatbot-Konzepte 183
Vertiefung: Chatbot-Persönlichkeiten 185
Studie: Stimme einer Marke als Basis für den Chatbot 197
Motivation für die Studie 197
Ablauf der Studie 199
Ergebnisse der Studie: Invisible Interface ist nicht faceless 200
7 Kapitel: Die Umsetzung von Chatbots 203
Allgemeines zur Umsetzung 203
Umsetzung mit einem Chatbot-Tool 203
aiaibot 204
Collect.chat 207
Landbot.io 207
MessengerPeople 209
Userlike 210
Drift 210
Manychat 212
Flow.xo 213
Flow.ai 214
SAP 215
Google Dialogflow 216
IBM 216
Chatfuel 217
Microsoft Bot Framework 218
Eigenentwicklungen 218
Chatbot-Komponenten bei einer Eigenentwicklung 219
Einen Chatbot aufsetzen 225
Analytics 227
DieWeiterentwicklung: Lernen Chatbots dazu? 228
Zusätzlicher Gesprächsstrang 230
Weitere Schnittstellen 230
Erweiterung der NLP-Datenbank 231
Weiterentwickeln mit Hilfe von Algorithmen 231
Entwicklung eines Master-Bots 232
8 Kapitel: Beispiel-Usecase 235
Konzeptphase 235
Bedarfsanalyse 235
Usecase-Definition 238
Zieldefinition 241
Zielgruppendefinition 243
Chatbot-Persona und -Persönlichkeit 247
Features 252
Umsetzungs-Methode 255
Testverfahren 257
Launch-Aktivitäten 259
Umsetzungsaktivitäten 262
Die Dialoggestaltung 262
Umsetzung 267
Testing und Veröffentlichung 268
Weitere Anmerkungen 269
9 Kapitel: Datenschutz und Datensicherheit 271
Datensicherheit 271
Datenschutz 272
10 Kapitel: Historische Entwicklung von Chatbots 275
Fragebogen 289
Über die Autorin 291
Stichwortverzeichnis 293
2
Definition von Chatbots und Conversational Interfaces
Bevor ich auf die Einsatzmöglichkeiten, Vorteile und Risiken sowie auf den Prozess der Chatbot-Erstellung eingehe, möchte ich zunächst erklären, worum es sich bei Chatbots eigentlich handelt, wo der Begriff herkommt und was er bedeutet.
Das Wort "Chatbot" setzt sich aus den Begriffen "Chat" und "Robot" zusammen. Häufig wird das Wort "Bot" als Abkürzung für "Chatbot" verwendet.
Ursprünglich stand der Ausdruck "Chatbot" für ein Computerprogramm, das mit Hilfe von einem hinterlegten textbasierten Dialogsystem die menschliche Sprache simulieren kann. Chatbots beinhalten eine Textein- und -ausgabemaske, über welche die Nutzer mit der dahinterstehenden Software kommunizieren können und dabei das Gefühl vermittelt bekommen, mit einem realen Menschen, also mit einer natürlichen Person zu chatten.1
Chatbots ermöglichen es ihren Nutzern demnach in natürlicher Sprache, also in der Sprache, in der wir Menschen typischerweise reden, mit einem Computer zu kommunizieren, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen oder sogar ganze Prozesse auszulösen.
Anders ausgedrückt sind Chatbots nur ein Stück Software, das ein anderes Interface hat, als wir es von klassischen Computerprogrammen gewöhnt sind.
Betrachtet man die Entwicklung der User Interfaces, dann haben Chatbots aktuell die natürlichsten Interfaces, beziehungsweise die Nutzung dieser Art von Interface ist wesentlich intuitiver als wir es bisher von anderen Interfaces gewöhnt sind.
Abb. 2.1: Computer Interface mit Code (eigene Darstellung)
Abbildung 2.1 zeigt, wie eine der ersten Benutzeroberflächen eines Computers ausgesehen haben könnte. Nutzer sahen hier eigentlich nur Textzeilen, zum Teil sogar Codezeilen, also reine Computersprache.
Für die Verwendung dieser ersten Computer beziehungsweise Interfaces mussten die User jeden Befehl auswendig können. Sie konnten sich nicht einfach wie mit einem Menschen unterhalten, sondern mussten genau wissen, welchen Befehl oder welche Codezeilen sie eingeben mussten, um die gewünschte Antwort vom Computer zu erhalten. Gleiches galt, wenn sie Prozesse auslösen wollten. Auch hier mussten sie den genauen Befehl kennen, bevor der Computer etwas erledigt hat. Es wird schnell deutlich, dass diese Art von Interfaces nur von Leuten genutzt werden konnte, die sich auch mit dem Thema Software auskannten oder sich zumindest dafür interessierten. Für alle anderen war diese Art von Interface nutzlos.
Abb. 2.2: Windows 95 (eigene Aufnahme)
Einige Jahre später entwickelten Firmen wie Microsoft Computer mit einer, wie es heute genannt wird, grafischen Oberfläche und einer Menüführung, wie in Abbildung 2.2 dargestellt. User konnten sich durch ein vordefiniertes Menü bewegen, fanden so ihre Antworten oder konnten Prozesse ausführen.
Die Nutzung dieser Computer war wesentlich einfacher, als die der ersten Generation von Computern. Es wurde versucht alles grafisch darzustellen, sodass Nutzer sich nur noch durch ein Menü klicken mussten. Programme bekamen Buttons, die im Idealfall ein Icon enthielten, das auf die Funktion des Programmes schließen ließ. Intuitiv war es aber noch nicht. Nur Nutzer, die wussten, was der Computer kann und wo die jeweiligen Programme und Befehle versteckt waren, konnten diese Art von Computern nutzen. Für andere war es weiterhin schwierig, sich auf Anhieb zurechtzufinden. Nur wer Ausdauer hatte und gewillt war, sich einmal durch das gesamte Menü zu klicken, um zu prüfen, welche Funktionen der Computer eigentlich besitzt, konnte hier weiterarbeiten. Andere waren weiterhin ausgeschlossen.
Als 2007 der erste iPod Touch erhältlich war, war das der Beginn der Touch-Oberflächen-Ära, die es den Usern erlauben, direkt mit dem Finger auf den Bildschirm zu tippen und Aktionen auszulösen. Nach dem iPod Touch folgten Smartphones und Tablets, die ebenfalls mittels Touch bedient werden können. Die Nutzung eines Touchbildschirms ist für die meisten Nutzer intuitiver, als mit einem Mauszeiger über den Bildschirm zu fahren und den passenden Menüpunkt zu finden. Beim Touch können wir einfach draufdrücken und eine Aktion, wie das Öffnen eines Programms oder das Vergrößern eines Bildes, wird ausgelöst. Heute lassen sich die meisten Laptops über einen Touchbildschirm steuern. User sind es gewohnt, auf den Bildschirm zu tippen, um eine Funktion, wie das Öffnen einer weiteren Seite auszulösen. Diese Entwicklung der Interfaces führte bereits das erste Mal zu einer wesentlichen intuitiven Benutzung von Computern und ermöglicht es auch wenig technikaffinen Nutzern sehr einfach mit Technologie umzugehen.
Chatbots beziehungsweise Conversational Designs sind aktuell der Höhepunkt der intuitiven Benutzerführung. Sie ermöglichen es den Nutzern entweder mittels klassischer Texteingabe oder sogar durch Spracheingabe Aktionen mit dem Computer auszuführen oder ihm eine Frage zu stellen.
Nutzer können nun auf einfache und natürliche Art und Weise, wie sie es seit Jahren von SMS oder einfachen Telefongesprächen gewohnt sind, mit dem Computer kommunizieren und dadurch Prozesse und Aktionen auslösen.
Chatbots beherrschen sogar Dialekte wie Schweizerdeutsch. Hierzu müssen sie allerdings entsprechend trainiert beziehungsweise programmiert sein. Weiteres zur Funktionsweise folgt in späteren Kapiteln.
Abgesehen von Text und Sprache können Chatbots auch weitere Medien verwenden und dem Nutzer so auf unterschiedliche Arten antworten, zum Beispiel in Form von Bildern oder Videos (siehe Abbildung 2.3). Wenn der Chatbot beispielsweise bei einer Produktberatung unterstützen oder den Anwender durch ein unbekanntes Gebiet navigieren muss, kann er Produktbilder oder Kartenausschnitte schicken. Anleitungen übermittelt er optimal durch einzelne Videosequenzen. Es besteht auch die Möglichkeit, dass er direkt mit einer Videobotschaft antwortet. Hier sieht es für den User dann so aus, als hätte er den sprechenden Roboter, also den Chatbot direkt vor sich. User sind dies bereits von Videochats mit realen Menschen, wie Skype oder Google Meet, gewöhnt.
Abb. 2.3: Chatbot von der Webseite www.hundertmark.ch (eigene Aufnahme)
Auf welche Art und Weise der Chatbot antwortet, ist abhängig von dem Anwendungsfall beziehungsweise vom User selbst. Es gibt Fälle, da eignen sich Videos oder Bilder besser als klassische Textnachrichten und umgekehrt.
Abbildung 2.3 zeigt einen Chatbot, der Text, Emoticons, Buttons und sogar ein Bild integriert. User können mit ihm, wie sie es von WhatsApp und anderen Messenger Apps gewöhnt sind, ganz einfach chatten.
Ein großer Vorteil der sogenannten Conversational Interfaces ist die Barrierefreiheit. User müssen keine Befehle oder komplexe Menüführungen lernen, denn sie kommunizieren mit dem Computer, wie sie es von der Kommunikation mit Menschen gewohnt sind. Dies führt dazu, dass Bots auch von Usern genutzt werden, die sonst nicht technikaffin sind. Messenger Apps, wie WhatsApp, haben nahezu alle Smartphone-Nutzer an das Chatten gewöhnt. Chatten kann quasi jeder und so kann auch jeder auf eine sehr natürliche Art und Weise mit einem Chatbot kommunizieren.
Viele Menschen haben immer noch unklare Vorstellungen davon, was ein Chatbot oder kurz gesagt Bot eigentlich ist.
Viele halten das kleine Chatfenster auf der rechten Seite einer jeden Internetseite für einen Chatbot. Bei vielen dieser Chatfenster handelt es sich jedoch um einen Livechat, das heißt um einen Chat mit einem realen Menschen. Nur wenn auf der anderen Seite kein Mensch, sondern eine Software steht, die automatisch antwortet, handelt es sich bei dem Chatfenster um einen Chatbot.
Chatbots müssen aber auch nicht zwingend das Chatfenster auf der rechten Ecke der Website sein. Chatbots können genauso gut in Messenger Apps integriert sein. Hierzu mehr im folgenden Kapitel.
Der nächste Irrtum ist, dass Chatbots immer zwingend intelligente Computersysteme sein müssten. Ein Chatbot ist nur ein Interface, das über eine klassische Dialogform arbeitet. Es ist aber nicht automatisch ein intelligentes Computersystem und schon gar nicht darf man, wie es viele fälschlicherweise tun, Künstliche Intelligenz (KI) mit Chatbots gleichsetzen.
Exkurs: Künstliche Intelligenz (KI):
Mit KI ist die Erforschung "intelligenten" Problemlösungsverhaltens sowie die Erstellung "intelligenter" Computersysteme gemeint. Künstliche Intelligenz (KI) beschäftigt sich mit Methoden, die es einem Computer ermöglichen, solche Aufgaben zu lösen, die, wenn sie vom Menschen gelöst werden, Intelligenz erfordern.
Zu Anfang bis Mitte der 1950er-Jahre hatte die Künstliche Intelligenz ihren Anfang in den Vereinigten Staaten. So wurde bereits zu diesem Zeitpunkt bei einer wissenschaftlichen Konferenz in Dartmouth von M. Minsky, J. McCarthy, A. Newell, H.A. Simon von einer artificial intelligence gesprochen.
Marvin Minsky,...
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System requirements:
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