
Kampf um die Erde
Description
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DAS FINALE
Was als letzter, verzweifelter Versuch begann, die Menschheit vor den Psychlos zu retten, verwandelte sich in eine verheerende Ausbreitung über die ganze Galaxie, bei der unzählige Alienrassen nun ein übelwollendes Auge auf die Erde warfen ...
Und während ein paar verstreute Überreste der Menschheit sich an die Hoffnung klammern, so etwas wie eine Gesellschaft zu etablieren, finden sich Jonnie Goodboy Tyler und seine zusammengewürfelte Mannschaft schottischer Highlander im Zentrum eines uneingeschränkten intergalaktischen Krieges, den sie nie kommen sahen.
Ihre einzige Hoffnung ist verschleiert in einem Jahrtausende alten Geheimnis der uralten »Siater« und erreicht ihren Höhepunkt in einer Enthüllung, die die gesamte Machtstruktur des Kosmos verändern kann.
Werden die Psychlos einen letzten Schlag inszenieren ... oder werden intergalaktische Banker die Letzten der Menschheit zu endloser Sklaverei verdammen? Wird der kommende intergalaktische Krieg die Erde endgültig zerstören ... oder wird die Menschheit schließlich eine Festung errichten, von der aus sie überleben kann?
Verpassen Sie nicht den Ausgang von Kampf um die Erde - der bahnbrechenden New York Times-Bestseller-Saga über Intrigen und Ungewissheit, Liebe und Krieg, Macht und Vision. Es ist Ihre Zukunft. Verpassen Sie sie nicht.
Als ein BESTÄNDIGER INTERNATIONALER BESTSELLER wurde Kampf um die Erde von der Random House Modern Library Leserabstimmung unter die ersten drei der hundert besten englischsprachigen Romane des 20. Jahrhunderts gewählt und hat weltweit Lob von Kritikern geerntet, einschließlich der US Golden Scroll und der Saturn Awards, Italiens renommierter Auszeichnung Tetradramma d'Oro (für die der Geschichte innewohnende Friedensbotschaft) und Frankreichs Gutenberg-Auszeichnung für den außergewöhnlichen Beitrag des Romans zum Genre.
Diese 21.-Jahrhundert-Ausgabe enthält:
Nie zuvor veröffentlichte handschriftliche Notizen des Autors
Ein exklusives Interview mit dem Autor
Original Liedtexte für den Roman, geschrieben von L. Ron Hubbard
Umschlagbild vom legendären Frank Frazetta
Erleben Sie das epische Abenteuer, das die Form der Science-Fiction für immer veränderte.
»Kampf um die Erde ist mehr als reine Science-Fiction, es ist reines GOLD.« - BARNES & NOBLE
»Ohne Punkt und Komma. Jedes Kapitel hat einen großen Knalleffekt.« - KEVIN J. ANDERSON Autor im Dune-Universum
»Ein hervorragender Geschichtenerzähler mit absoluter Beherrschung von Plot und Tempo.« - PUBLISHERS WEEKLY
Auszug aus Kampf um die Erde [Teil 20, Kapitel 9]
»In diesem Schützengraben haben vor über tausend Jahren siebenundsechzig Offiziersanwärter im letzten Gefecht gegen die Psychlo-Invasoren ihr Leben gelassen. Als ich diesen Ort zum ersten Mal gesehen habe, hat mir das Hoffnung gegeben. Nicht, dass sie im Kampf unterlagen. Dass sie gekämpft haben, in hoffnungsloser Lage, gegen eine gewaltige Übermacht, das ist das Entscheidende. Sie sind nicht vergebens gestorben. Denn jetzt stehen wir hier, und wir setzen den Kampf fort. Ihr und eure Pilotenkameraden beherrscht den Himmel über der Erde.
Wenn die Zeit gekommen ist, werde ich den einen oder anderen von euch brauchen, und ich werde euch rufen. Werdet ihr kommen, wenn ihr gerufen werdet?«
- Jonnie Goodboy Tyler
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TEIL 19
Kapitel 2
Es herrschte mondlose Dunkelheit. Die Lichter rund um den Käfig waren gelöscht worden. Der Posten hatte Anweisung, sich anderswo aufzuhalten.
Brown Limper saß auf dem Boden. Terl kroch dicht an die Gitter heran. Lars Thorenson saß mit einer abgeschirmten Minitaschenlampe zwischen ihnen, um gegebenenfalls im Wörterbuch nachschlagen zu können.
Sie sprachen leise. Nichts von dem, was sie zu bereden hatten, durfte mitgehört werden. Dies war die entscheidende Nacht!
Terls Klauen zuckten. Vor lauter Anspannung durchfluteten ihn kleine, heiße Wogen. Diese Besprechung war ungeheuer wichtig, von ihrem glücklichen Ausgang hing alles ab. Er bekam kaum Luft. Doch er musste gleichmütig klingen, gelassen und hilfsbereit (ein neues Wort aus dem Lexikon). Der Sache nicht dienliche Regungen mussten rigoros unterdrückt werden - zum Beispiel die, plötzlich durch das Gitter zu fassen (das er, ohne dass sie es wussten, mittels der Fernbedienung, die im Käfig unter den Steinen verborgen war, vom Strom genommen hatte). Das Vergnügen, sie mit den Klauen in Stücke zu reißen, war absolut zweitrangig im Verhältnis zu dem, was er sich für diese Nacht vorgenommen hatte. Er zwang sich, sich voll und ganz auf die Aufgabe zu konzentrieren, die vor ihm lag.
Flüsternd erzählte ihm Brown Limper, dass es ihm gelungen war, einen eklatanten Skandal im Rat offenzulegen. Er hatte jeden der vier Generalbevollmächtigten beiseitegenommen und ihnen bestimmte Aufzeichnungen gezeigt, und sie hatten einsehen müssen, dass ihr Verhalten unvereinbar mit dem von ihnen einmütig beschlossenen Gesetz war. Jeder Einzelne von ihnen hatte sich Perversionen treiben sehen, von denen er früher, ehe die Brigantenmädchen - bis zu vier auf einmal - sich seiner angenommen hatten, nicht einmal geahnt hatte, dass es sie gibt. Und sie hatten beschämt eingestehen müssen, dass sie mit ihrem Verhalten dem Rat zur Schande gereichten. (Lars hatte einige Mühe, das Wort »Schande« im Psychlo-Wörterbuch zu finden; schließlich entdeckte er es in der Rubrik Archaische Ausdrücke im Anhang, wo es als altes, nicht mehr in Gebrauch befindliches Wort der Hockner-Sprache verzeichnet war.)
Per Resolution war Brown Limper zum Bevollmächtigten des Rates ernannt worden, assistiert durch einen Sekretär (der es nach einiger Übung inzwischen fertigbrachte, seinen Namen unter ein Dokument zu krakeln, im Übrigen aber des Lesens und Schreibens unkundig war). Die gesamte Autorität des Rates hatte jetzt für immer und ewig das verdienstvollste und kompetenteste Ratsmitglied, Brown Limper, als Planetarischer Generalbevollmächtigter inne. Die anderen hatten ihre sieben Sachen gepackt und waren heimgeflogen. Brown Limpers Wort war nun Gesetz auf dem ganzen Planeten.
Terl hätte gedacht, bei so viel Erfolg müsste das Menschending sich doch freuen; das wäre jedenfalls seine Reaktion gewesen. Flüsternd drückte er seine Anerkennung aus und lobte das vorbildliche staatsmännische Verhalten. Aber Brown Limpers Miene wollte sich nicht erhellen. »Gibt's sonst noch was, womit ich behilflich sein kann?«, erkundigte sich Terl flüsternd.
Brown Limper holte tief Luft; es hörte sich fast wie ein verzweifelter Seufzer an. Er hatte eine Liste der Verbrechen und Vergehen dieses Jonnie Goodboy Tyler aufgestellt.
»Gut«, sagte Terl so leise wie möglich, »du hast nun die Macht, mit ihm abzurechnen. Handelt es sich um schwerwiegende Anklagepunkte?«
»Oh ja!«, flüsterte Brown Limper und seine Züge hellten sich auf. »Er hat die vom Rat angeordnete Umsiedlung eines Stammes sabotiert, Koordinatoren gekidnappt, einige Stammesangehörige ermordet, ihnen Hab und Gut gestohlen und ihr Stammesrecht verletzt.«
»Ich denke doch, das wiegt schwer genug!«, flüsterte Terl.
»Und das ist noch nicht einmal alles!«, fuhr Brown Limper fort. »Er hat einem Konvoi der Psychlos aufgelauert, die Psychlos erbarmungslos niedergemetzelt, kein Pardon gegeben und ihnen obendrein die Fahrzeuge gestohlen.«
»Kannst du das alles beweisen?«, flüsterte Terl.
»Was den Stamm betrifft, so befinden sich die Zeugen hier. Und von diesem hinterhältigen Überfall werden drüben in der Akademie - du weißt schon, ein Stück hinter den Hügeln - Nacht für Nacht Aufnahmen gezeigt. Lars hat Kopien davon angefertigt.«
»Da möchte ich aber meinen, das ist mehr als hinreichend, um der Gerechtigkeit Genüge zu tun«, sagte Terl. Das Wort »Gerechtigkeit« war wieder so eins, das er erst im Wörterbuch hatte nachschlagen müssen.
»Und sogar das ist noch nicht alles!«, fuhr Brown Limper fort. »Als er die zwei Milliarden Galaktische Credits übergeben hat, die hier gefunden worden sind, da fehlten mehr als dreihundert Credits! Das ist schwerer Diebstahl, ein Kapitalverbrechen!«
Terl rang nach Luft. Aber nicht wegen der Fehlmenge. Zwei Milliarden Galaktische Credits, das nahm ihm den Atem. Dagegen waren seine Särge auf Psychlo kümmerliches Kerbango-Kleingeld.
Er brauchte ein paar Minuten, um das zu verdauen. Um Zeit zu gewinnen, behauptete er, er brauche eine frische Druckpatrone für die Atemgasmaske. Lars besorgte ihm eine und legte den Stromschalter um, ohne zu bemerken, dass er den Strom so in Wirklichkeit einschaltete. Terl musste blitzschnell die Fernbedienung drücken, sonst wäre der Schwachkopf am Gitter verkohlt!
Während er die Patrone einsetzte, überschlugen sich Terls Gedanken. Steckte der alte Numph dahinter? So musste es wohl sein. Schau an, der alte Stümper war gar nicht so ein Stümper gewesen! Er hatte also noch andere Schwindeleien am Laufen gehabt und zwar über . über dreißig Jahre? Ja, das musste wohl hinkommen. Zwei Milliarden Galaktische Credits! Terl revidierte unverzüglich seinen Plan. Er wusste genau, was mit den zwei Milliarden zu geschehen hatte. Diese zwei Milliarden würden in drei oder vier Särgen auf schnellstem Wege auf seinen Friedhof verfrachtet werden. Wenn er die Särge mit dem Vermerk »Strahlentote« versah, würde niemand wagen, sie zu öffnen. Seine bisherigen Pläne waren viel weniger praktikabel. Er gab sie ohne Zögern auf und ein ganzes Spektrum völlig neuer Möglichkeiten tat sich vor ihm auf. Der neue Plan war nicht nur absolut narrensicher, sondern versprach auch enormen Gewinn. Im Nu hatte er alles neu zusammengesetzt. Der Plan war weitaus sicherer als der frühere. Viel realistischer. Und über jeden Zweifel erhaben.
Das geheime nächtliche Gespräch konnte fortgesetzt werden.
»Was ist denn nun wirklich dein Problem?«, fragte Terl flüsternd. Er wusste doch genau, wo diesen Idioten der Schuh drückte. Er konnte das Menschending Tyler nicht zwischen die Klauen kriegen, das war's!
Brown Limper sank wieder wie ein Häufchen Elend in sich zusammen. »Die Anklagepunkte sind das eine. Tyler zu fassen zu bekommen ist eine ganz andere Geschichte.«
»Mhm«, machte Terl und hoffte, dass es sich nachdenklich und besonnen (auch so ein neu gelerntes Wort) anhörte. »Lass mich überlegen . tja . mhm . Das Wichtigste ist, ihn auf irgendeine Weise hierherzulocken.« So weit war das eine Binsenweisheit, Grundwissen für jeden Sicherheitschef. »Du kannst nicht einfach losziehen und ihn einsacken. An den Kerl ist nicht ranzukommen, entweder entwischt er dir oder er wird zu gut geschützt. Also musst du ihn herlocken, weg von denen, die ihn schützen. Und dann musst du zuschlagen.«
In Brown Limper keimte Hoffnung auf. Was für eine brillante Idee!
»Das letzte Mal, das er hier aufgetaucht ist, war, als die Teleportationsanlage betätigt wurde«, flüsterte Terl und versuchte, das nervöse Zucken so gut wie möglich zu unterdrücken. »Wenn er erfahren würde, dass eine weitere Teleportation bevorstünde, dann wäre er schneller als der Blitz hier. Dann könntest du zuschlagen.«
Das leuchtete Brown Limper ein.
»Aber da ist noch ein anderes Problem«, sagte Terl. »Er benutzt Eigentum der Minengesellschaft. Flugkörper, Maschinen und alle möglichen Ausrüstungsgegenstände. Wenn das alles dir persönlich überschrieben würde, könntest du ihn wegen Diebstahls in ganz großem Stil drankriegen.«
Brown Limper kam nicht mehr mit. Lars musste alles wiederholen und genau erklären. Aber Brown Limper kapierte es immer noch nicht ganz.
»Und er verfügt über den Planeten, als ob er ihm gehören würde«, fuhr Terl in aller Ruhe fort. »Ich weiß nicht, ob dir bekannt ist, dass die Intergalaktische Minengesellschaft der Imperialen Regierung von Psychlo viele Billionen Credits für diesen Planeten bezahlt hat. Er gehört der Minengesellschaft!«
Lars musste zuerst einiges in Psychlo nachschlagen und dann in einem alten englischen Wörterbuch, um klarzumachen, wie viel eine Billion war; schließlich schrieb er die Zahl für Brown Limper auf einen Zettel. Brown Limper begriff zu guter Letzt, dass es sich um eine unvorstellbare Menge Geld handelte.
»Aber der Planet ist fast vollständig ausgebeutet«, sagte Terl. Das war zwar eindeutig gelogen, aber die beiden Menschendinger konnten das ja nicht beurteilen. Ein Planet war so lange nicht ausgebeutet, bis man zum flüssigen Kern vorgedrungen war. »So wie die Dinge jetzt liegen, ist er nur noch ein paar Milliarden Credits wert.« In Wahrheit waren es noch rund vierzig Billionen. Heilige Supernova! Er musste unbedingt dafür sorgen, dass von diesem Kuhhandel niemals auch nur ein Sterbenswörtchen bekannt wurde! Aber er war genial.
»Ich bin der zuständige örtliche Vertreter und Bevollmächtigte der Minengesellschaft«, flüsterte...
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