
Warehouse Management
Description
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Warehouse Management Systeme sind State-of-the-Art in der innerbetrieblichen Materialflusskontrolle. Neben den elementaren Funktionen einer Lagerverwaltung wie Mengen- und Lagerplatzverwaltung, Fördermittelsteuerung und -disposition gehören auch Methoden und Mittel zur Kontrolle der Systemzustände sowie Betriebs- und Optimierungsstrategien dazu. Dem Buch liegt eine CD-ROM mit einem voll lauffähigen WMS bei (Open Source). Die zugehörige Simulationsumgebung ermöglicht den autarken Betrieb auf einem Standard-PC (Windows).
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Persons
Professor Dr. Michael ten Hompel ist Inhaber des Lehrstuhls für Förder- und Lagerwesen an der Universität Dortmund und Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Er studierte Elektrotechnik an der RWTH Aachen und promovierte an der Universität Witten/Herdecke. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Professor ten Hompel auch als Unternehmer tätig gewesen.So gründete er 1988 die GamBit GmbH und führte das Unternehmen, das sich vorrangig mit der Entwicklung und Realisierung von Warehouse-Management-Systemen beschäftigt, bis zu seinem Ausscheiden im Februar 2000 als geschäftsführender Gesellschafter.
Dr.-Ing. Thorsten Schmidt, M.S. (USA). Geboren 1966, studierte Maschinenbau mit der Vertiefung Maschinentechnik an der Universität Dortmund und Industrial Engineering am Georgia Institute of Technology. 2000-2004 Oberingenieur am Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen an der Universität Dortmund mit dem Arbeitsschwerpunkt innerbetriebliche Materialflusstechnik. Seit April 2004 Abteilungsleiter Maschinen und Anlagen am Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund.
Content
Der optimale Betrieb eines Lager- oder Distributionssystems ist dann erreicht, wenn Kundenaufträge jederzeit pünktlich und vollständig bearbeitet am Warenausgang zum Versand bereit stehen, und auch unter wechselnden Anforderungen alle dazu erforderlichen operativen Abläufe mit dem geringstmöglichen Zeit- und Ressourcenaufwand erbracht werden. Um diese Anforderungen erfüllen zu können, ist eine vorausgehende Planung und Abstimmung, d.h. eine Disposition dieser Abläufe notwendig. Die Auftragsdisposition in einem Warehouse Managementsystem hat damit die Aufgabe, alle Warenbewegungen im Lager vor der Ausführung den leistungserbringenden Ressourcen zuzuordnen sowie die Zeitpunkte und die Reihenfolge der Auftragsbearbeitung so zu bestimmen, dass eine fristgerechte Auftragsbearbeitung und eine gleichmäßige Systemauslastung ohne Engpässe erreicht und der Anteil unproduktiver Nebenzeiten auf ein Minimum reduziert wird. Im vorliegenden Kapitel werden die Methoden der rechnergestützten Auftragsdisposition und die zugrundeliegenden Algorithmen und Heuristiken an typischen Problemstellungen in einem Lager einführend beschrieben.
3.1 Optimierung in der Übersicht
Die Optimierung betrieblicher Abläufe in einem Lager- oder Distributionssystem ist eine notwendige Konsequenz aus wirtschaftlichen und technischorganisatorischen Zielsetzungen. Jeder im Lager auszuführende Arbeitsschritt ist an eine oder mehrere Ressourcen, d.h. an Personal und Betriebsmittel gebunden, die Kosten- und Zeitverbräuche bedingen. Dabei gilt es, die gesamte, aus allen einzelnen Arbeitsschritten zusammengesetzte Umschlagsleistung zwischen dem Wareneinund-ausgang mit dem geringstmöglichem Aufwand an verfügbaren Ressourcen zu erbringen. Darüber hinaus entstehen durch den Verbund mit Lieferanten und Kunden weitere Randbedingungen, die ebenfalls bei einer betrieblichen Optimierung zu berücksichtigen sind: vorab vereinbarte Zeitfenster für die Anlieferung sowie ur den Versand kundenseitig bestellter Güter am Warenausgang geben einen Rahmen für die im Verlauf eines Arbeitszeitraumes auszuführenden Tätigkeiten vor. Die Auskunftsfähigkeit über Waren und Liefer- bzw. Abholtermine gegenüber Kunden wird umgekehrt erst durch eine vorausgehende Disposition ermöglicht.
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