
Social Software im Customer Relationship Management
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Content
1.1 - Abstract [Seite 3]
1.2 - Inhaltsverzeichnis [Seite 4]
1.3 - Abbildungsverzeichnis [Seite 6]
1.4 - Abkürzungsverzeichnis [Seite 7]
1.5 - 1 Einleitung [Seite 8]
1.5.1 - 1.1 Problemstellung [Seite 8]
1.5.2 - 1.2 Zielsetzung [Seite 8]
1.5.3 - 1.3 Aufbau des Buchs [Seite 8]
1.6 - 2 Grundlagen [Seite 10]
1.6.1 - 2.1 Die Begriffe Web 2.0 und Social Software [Seite 10]
1.6.1.1 - 2.1.1 Historie [Seite 10]
1.6.1.2 - 2.1.2 Web 2.0 [Seite 11]
1.6.1.3 - 2.1.3 Social Software [Seite 13]
1.6.1.4 - 2.1.4 Implementierung [Seite 15]
1.6.1.5 - 2.1.5 Medien und ihre Besonderheiten [Seite 16]
1.6.1.5.1 - 2.1.5.1 Podcasts / Vodcasts [Seite 16]
1.6.1.5.2 - 2.1.5.2 RSS Feeds [Seite 17]
1.6.1.5.3 - 2.1.5.3 Weblogs / Foren [Seite 18]
1.6.1.5.4 - 2.1.5.4 Wikis [Seite 21]
1.6.1.5.5 - 2.1.5.5 Social Networking / Communities / SocialTagging [Seite 23]
1.6.1.5.6 - 2.1.5.6 Exkurs: Second Life im unternehmerischen Einsatz [Seite 24]
1.6.2 - 2.2 Der Begriff Customer Relationship Management [Seite 26]
1.6.3 - 2.3 Charakteristika der chemischen Industrie in Deutschland [Seite 27]
1.6.3.1 - 2.3.1 Die chemische Industrie in Deutschland [Seite 27]
1.6.3.2 - 2.3.2 Produktionsbereiche [Seite 28]
1.6.3.3 - 2.3.3 Chemie in Deutschland im Vergleich zum Weltmarkt [Seite 29]
1.7 - 3 Anforderungen an ein Customer Relationship Management und dieUmsetzung mit Hilfe von Social Software im Unternehmen [Seite 30]
1.7.1 - 3.1 Customer Relationship Management [Seite 30]
1.7.1.1 - 3.1.1 Ziele des CRM [Seite 30]
1.7.1.2 - 3.1.2 Anforderungen an ein CRM [Seite 33]
1.7.1.3 - 3.1.3 Implementierung eines CRM [Seite 34]
1.7.1.4 - 3.1.4 Komponenten eines CRM-Systems [Seite 36]
1.7.1.4.1 - 3.1.4.1 Analytisches CRM [Seite 37]
1.7.1.4.2 - 3.1.4.2 Operatives CRM [Seite 39]
1.7.1.4.3 - 3.1.4.3 Kollaboratives CRM [Seite 39]
1.7.1.5 - 3.1.5 Kosten des CRM [Seite 39]
1.7.2 - 3.2 Einsatz von Social Software im CRM [Seite 40]
1.7.2.1 - 3.2.1 Problemstellung [Seite 40]
1.7.2.2 - 3.2.2 Anforderungen an Social Software im CRM [Seite 41]
1.7.2.3 - 3.2.3 Einsatzmöglichkeiten von Social Software im CRM [Seite 43]
1.7.2.3.1 - 3.2.3.1 Vorgehensmodell zur Implementierung von Social Software [Seite 43]
1.7.2.3.2 - 3.2.3.2 Nutzen, Chancen und Risiken desunternehmerischen Einsatzes [Seite 45]
1.7.2.3.3 - 3.2.3.3 Anwendungsbeispiele [Seite 46]
1.8 - 4 Potentielle Anwendungsmöglichkeitenvon Social Software innerhalb der chemischen Industrie [Seite 53]
1.8.1 - 4.1 Kundenanforderungen Wasch- und Reinigungsmittel [Seite 54]
1.8.2 - 4.2 Einsatz von Social Software im Bereich Wasch und Reinigungsmittel [Seite 56]
1.8.3 - 4.3 Kundenanforderungen Pharma und Kosmetik [Seite 60]
1.8.4 - 4.4 Einsatz von Social Software im Bereich Pharmaund Kosmetik [Seite 63]
1.8.5 - 4.5 Konzept einer Kundenplattform in der chemischen Industrie [Seite 68]
1.8.6 - 4.6 Einführungshemmnisse [Seite 72]
1.9 - 5 Fazit des Buchs [Seite 74]
1.10 - Literaturverzeichnis [Seite 76]
Kapitel 4., Potentielle Anwendungsmöglichkeiten von Social Software innerhalb der chemischen Industrie
In Kapitel 3 wurden bereits erste Versuche dargestellt, Social Software innerhalb der Chemie zu nutzen. Die bisher verwendeten Möglichkeiten zielen aber eher in die Richtung der Öffentlichkeitsarbeit, als das diese für potentielle oder existierende Kunden von Nutzen sein können. In diesem Kapitel soll daher die Möglichkeit untersucht werden, inwiefern ein Unternehmen der chemischen Industrie die Möglichkeiten der Social Software innerhalb der Geschäftsbeziehungen nutzen kann.Da auch innerhalb der chemischen Industrie je nach Einsatzzweck unterschiedliche Kundenanforderungen bestehen, welche sich vor allem in den Serviceerwartungen der Kunden widerspiegeln, werden in dieser Arbeit zwei unterschiedliche Bereiche der chemischen Industrie untersucht. Zum einen ist dies der Bereich Wasch- und Reinigungsmittel, zum anderen der Bereich Pharma- und Kosmetikrohstoffe als Bestandteil der Spezialchemikalien.
Diese beiden Beispielbereiche werden im weiteren Verlauf der Arbeit die unterschiedlichen Kundenanforderungen verdeutlichen. Die Arbeit soll ein eventuelles Konzept zur Errichtung einer Unternehmensplattform mit Hilfe von Social Software ausarbeiten, die auf die Bedürfnisse, Anforderungen und Erwartungen der Kunden angepasst ist. Über beide Produktionsbereiche werden zunächst die Kundenanforderungen herausgestellt. Eine Prüfung und Bewertung dieser zum Einsatz und zur Umsetzung in der Social Software erfolgt im Anschluss.
Die Kundenanforderungen wurden mit Hilfe dreier – voneinander unabhängiger – Interviews mit Führungskräften der jeweiligen Bereiche herausgearbeitet.Zunächst werden die Anforderungen des Bereichs Wasch- und Körperpflegemittel untersucht, sowie allgemein deren Einsatzfähigkeit für Social Software beurteilt. Danach analog der Bereich Pharma und Kosmetik bevor ein Konzept zur Erstellung einer Unternehmensplattform herausgearbeitet wird. Die Medien der Social Software beschränken sich dabei auf die unter Kapitel 2.1.5 vorgestellten Bereiche. Die Interviews zielten dabei auf den aktuellen Stand sowie die Erwartungen an die Anforderungen innerhalb der nächsten fünf Jahre ab.Kundenanforderungen Wasch- und Reinigungsmittel.
Der Bereich Wasch- und Reinigungsmittel zeichnet sich dadurch aus, dass ein hoher Konkurrenzdruck besteht, da es relativ viele Anbieter gibt. Die Produkte sind häufig relativ leicht durch Konkurrenzprodukte austauschbar, so dass auch ein hoher Preiswettbewerb in diesem Produktionsbereich besteht. Die Kundenanforderungen begründen sich daher wie folgt: hohe Qualität des Service, hohe Qualität der Produkte, schnelle Reaktionszeit beziehungsweise Antwortzeit bei jeglichen Anfragen, gute Zusammenarbeit zwischen Kunde und Lieferant, wettbewerbsfähiger Preis, gute Kostensituation, hohe Lieferbereitschaft beziehungsweise Lieferfähigkeit und gut ausgebaute Logistik.
Aufgrund des hohen Wettbewerbs ist eine entsprechend schnelle Antwortzeit bei allen Arten von Anfragen (wie zum Beispiel Preisanfragen, Lieferfähigkeit oder Lieferterminen) unumgänglich. In der Regel werden Antworten ad hoc erwartet beziehungsweise innerhalb eines Arbeitstages. Bei Engpässen erwarten Kunden ebenfalls eine prompte Lieferfähigkeit der Lieferanten, so dass eine entsprechend gut ausgebaute Logistik zwingend erforderlich ist. Bereits heute zeichnet sich bei vielen Kunden eine Konzentration auf wenige Lieferanten ab. Die Lieferanten bauen dabei auf gute und enge Geschäftsbeziehungen, welche vor allem durch persönlichen Kontakt geprägt sind. Dieser Produktionsbereich ist vor allem durch den Rohstoff Erdöl geprägt, welcher Basismaterial für die entsprechenden Rohstoffe in diesem Produktionsbereich ist. Die Konzentration auf wenige Lieferanten lässt sich deswegen aus den über die letzten Jahre stark gestiegenen Energiepreisen ableiten. Die Kunden versuchen aus diesem Grund ihre eigene Kostensituation zu verbessern, indem höhere Mengen oder mehrere Produkte von wenigen Lieferanten bezogen werden und dadurch entsprechende Rabatte generiert werden können. Diese Konzentration ist in der Chemie auch für mittelständische Unternehmen von Bedeutung. Die Erwartung ist demzufolge, dass der Handel innerhalb der chemischen Industrie an Bedeutung gewinnt, da gerade kleine und mittelständische Kunden ihren Bedarf über den Handel decken werden. An die produzierenden Betriebe wird folglich die Anforderung gestellt, hinsichtlich der eigenen Kostenstruktur, entsprechend ausgerichtet zu sein. Bei den Rohstoffen ist aufgrund des Basismaterials Rohöl in den nächsten Jahren eher mit weiteren Preiserhöhungen zu rechnen, die nicht zwingend weitergegeben werden können (zum Beispiel aufgrund weitergehender, langfristiger Vereinbarungen der Kunden mit Endverbrauchern wie zum Beispiel dem Einzelhandel respektive Discountern). Um weiterhin wettbewerbsfähig am Markt zu bestehen ist es für die produzierenden Unternehmen erforderlich, eine entsprechend gute Logistik mit optimierten Lagerungs- und Transportmöglichkeiten zu schaffen, da nur in diesem Bereich entsprechende Einsparpotentiale gesehen werden.
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