
Think Limbic!
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Think Limbic verrät Ihnen, warum Menschen sich in manchen Situationen nach einem bestimmten Muster verhalten. Der Grund dafür liegt im Aufbau unseres Gehirns. Das eigentliche Steuerungs- und Machtzentrum des Menschen liegt nämlich nicht in seinem Großhirn, sondern in einer entwicklungsgeschichtlich weit älteren Hirnregion, dem limbischen System.
Dieser Teil des Hirns übernimmt durch limbische Befehle einen Großteil der Steuerungs- und Koordinationsaufgaben. Dabei werden Verhaltensweisen bevorzugt, die sich in der Entwicklungsgeschichte des Menschen als erfolgreich bewährt haben. Wer diese limbischen Befehle kennt, kann die Muster, die unbewussten Handlungen zu Grunde liegen, besser verstehen und nutzen.
Die praktischen Tipps und Maßnahmen bringen beim Verkaufen, bei der Mitarbeiterführung und im beruflichen Alltag erstaunliche Erfolge. Inklusive Audiodateien!
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Ein für uns Menschen häufiges und wichtiges Problem ist die Einschätzung anderer Menschen, insbesondere von Fremden, denen wir erstmals begegnen. Die Frage, die wir uns - ausgelöst durch unser limbisches System - stellen, lautet: Handelt es sich um einen gefährlichen Feind oder um einen guten Freund?
Es ist ja hinlänglich bekannt, dass wir Menschen schnell zu Vorurteilen neigen, getreu dem alten Sprichwort: "Der erste Eindruck zählt." Weniger bekannt ist, welche Funktion mit diesen Vorurteilen verbunden war und ist: Die schnelle und richtige Freund-/Feinderkennung entschied bei unseren Vorfahren nämlich oft über Leben und Tod, wenn fremde Stämme aufeinander trafen. Hier war es wichtig, sofort, ohne den langen Umweg über den Neocortex, schnelle Entscheidungen zu treffen. Unser limbisches System arbeitet deshalb mit einem höchst einfachen Mechanismus, um die mit der Freund-/Feindentscheidung verbundene kognitive Unsicherheit zu reduzieren. Es orientiert sich an Merkmalen unseres Gegenübers, die unseren eigenen gleichen, wie Hautfarbe, Kleidung und Sprache etc. Je mehr diese äußeren Merkmale mit unseren eigenen übereinstimmen, desto sympathischer finden wir ihn. Je weiter sie von unseren eigenen abweichen, desto größer ist die unbewusste Ablehnung, die sich in unserem Bewusstsein durch Gefühle wie Angst oder Antipathie bemerkbar macht. Dieser Freund-/Feind-Mechanismus erfüllt gleichzeitig noch einen weiteren wichtigen Zweck. Weil das Leben in Gruppen, wie wir gesehen haben, auch den egoistischen Genen hohe Vorteile bietet, wird durch die Sympathie, die ähnliche Menschen aufgrund dieses unbewussten Mechanismus in uns auslösen, der Zusammenhalt von Gruppen gefördert. Uniformen, gemeinsame Zeichen, Stammestätowierungen, Vereinsfarben und Kriegsbemalungen sind aus diesem Mechanismus heraus entstanden.
Zurück nun in die Gegenwart: In den Business-Alltag. Ziel ist ja hier, mit Fremden schnell ins Geschäft zu kommen. Ungebremst würde die Freund-/Feind-Kennung aber manches Geschäft verhindern. In der Praxis hat sich deshalb ein Trick bewährt, der das angeborene Misstrauen elegant aushebelt: Alle tragen die gleiche Kleidung - nämlich einen grauen oder schwarzen Anzug. Damit wird dem anderen vorgegaukelt, dass man zur gleichen Sippe wie er selbst gehört. Unbewusst baut sich so ein Vertrauensvorschuss für den Geschäftspartner auf. Ob dieser dann hält, was uns das Unbewusste verspricht, steht auf einem anderen Blatt.
Ein zentrales Ziel der Balance-Kraft ist, wie wir gerade gesehen haben, kognitive Unsicherheit zu vermeiden und für schnelle Orientierung zu sorgen. Offensichtlich gibt es in unserem limbischen System also spezielle unbewusste Programme, die genau diesen Zweck erfüllen. Ein weiteres, für uns Menschen sehr wichtiges Programm lernen wir nun kennen.
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