
Patientenintegration
Description
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Dr.Wolfgang George, Diplom-Psychologe und Krankenpfleger, Gründer und Leiter des Medizinischen Seminars Dr. George" in Gießen mit den Arbeitsschwerpunkten Integrierte Versorgung, Beratung, Personalentwicklung, Aufbau der Initiative Betroffenenintegration im Gesundheitswesen"
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Content
2 - Vorwort [Seite 12]
3 - Einleitung [Seite 14]
4 - 1 Patientenintegration als beständige Herausforderung [Seite 18]
4.1 - 1.1 Einführung [Seite 18]
4.2 - 1.2 Patientenverständnis [Seite 20]
4.3 - 1.3 Systembezug und Patientenintegration [Seite 23]
4.4 - 1.4 Patientenintegration ist nicht nur Patienteninformation [Seite 24]
4.5 - 1.5 Ziele der Patientenintegration [Seite 25]
4.6 - 1.6 Widerstände [Seite 28]
4.7 - 1.7 Patientenintegration und Qualitätsmanagement [Seite 35]
4.8 - 1.8 Auswirkungen unzureichender Integration: die Situation in der ambulanten Pflege und Betreuung [Seite 36]
5 - 2 Richtungsweisende Projekte [Seite 38]
5.1 - 2.1 Projekt Gesundheitsziele [Seite 38]
5.2 - 2.2 Der Patient als Partner im medizinischen Entscheidungsprozess [Seite 41]
5.3 - 2.3 Patienteninformationen und Patientenberatungen im Internet und durch unabhängige Beratungsstellen [Seite 44]
5.4 - 2.4 Kommunale Aktivitäten [Seite 48]
6 - 3 Praxis der Patientenintegration [Seite 51]
6.1 - 3.1 Vorbemerkungen [Seite 51]
6.2 - 3.2 Patientenaufnahme [Seite 52]
6.3 - 3.3 Informationsgespräche [Seite 55]
6.4 - 3.4 Die Überleitung [Seite 64]
6.5 - 3.5 Informationen und Betreuungen über das Internet [Seite 66]
7 - 4 Die Bedeutung des Angehörigen [Seite 67]
7.1 - 4.1 Die Bedeutung des Angehörigen für den Patienten [Seite 67]
7.2 - 4.2 Patientenintegration bedeutet immer auch die Integration des Angehörigen [Seite 69]
7.3 - 4.3 Trialog und trialogische Medizin [Seite 70]
8 - 5 Assessment-Verfahren [Seite 73]
8.1 - 5.1 Einführung [Seite 73]
8.2 - 5.2 Die Verwendung von Assessments im Gesundheitswesen [Seite 73]
8.3 - 5.3 Assessments in der Geriatrie [Seite 75]
8.4 - 5.4 Resident Assessment Instrument (RAI) [Seite 75]
9 - 6 Evidenzbasierte Gesundheitsversorgung [Seite 79]
9.1 - 6.1 Das Prinzip der evidenzbasierten Behandlung [Seite 79]
9.2 - 6.2 Evidenzbasierte Informationen für Patienten [Seite 80]
9.3 - 6.3 Entwicklung einer Leitlinie [Seite 81]
9.4 - 6.4 Übertragung des evidenzbasierten Prinzips auf die Patientenintegration [Seite 83]
10 - 7 Evidenzbasierte Patientenintegration [Seite 86]
10.1 - 7.1 Herleitung des eigenen Ansatzes [Seite 86]
10.2 - 7.2 Der sechsstufige Prozess und die Zielansprüche der evidenzbasierten Patientenintegration [Seite 89]
10.3 - 7.3 Weitere Merkmale einer evidenzbasierten Patientenintegration [Seite 91]
11 - 8 Das Patientenassessment [Seite 94]
11.1 - 8.1 Erster Schritt der evidenzbasierten Patientenintegration: Ermittlung von Anforderungsprofilen [Seite 94]
11.2 - 8.2 Ziele des Patientenassessment [Seite 94]
11.3 - 8.3 Zweiter Schritt der evidenzbasierten Patientenintegration: Das Patientenassessment [Seite 98]
12 - 9 Integrationsplan, Behandlungsbündnis und Organisation der evidenzbasierten Patientenintegration [Seite 106]
12.1 - 9.1 Dritter Schritt der evidenzbasierten Patientenintegration: Der Integrationsplan [Seite 106]
12.2 - 9.2 Vierter Schritt der evidenzbasierten Patientenintegration: Behandlungsbündnis in Form einer Zielvereinbarung [Seite 108]
12.3 - 9.3 Fünfter und sechster Schritt der evidenzbasierten Patientenintegration: Monitoring und Evaluation [Seite 112]
12.4 - 9.4 Organisation der evidenzbasierten Patientenintegration [Seite 113]
13 - 10 Rechtliche Aspekte der Patientenintegration [Seite 116]
13.1 - 10.1 Vorbemerkung [Seite 116]
13.2 - 10.2 Rechtsgebiete und resultierende Verantwortungen [Seite 116]
14 - 11 Patienten sind Kunden! Sind Patienten Kunden? [Seite 122]
14.1 - 11.1 Argumente, weshalb Patienten Kunden sind [Seite 122]
14.2 - 11.2 Argumente, weshalb Patienten keine Kunden sind [Seite 123]
14.3 - 11.3 Resümee [Seite 125]
14.4 - 11.4 Das psychoanalytische Übertragungskonzept [Seite 126]
15 - 12 Patientenintegration durch biographische Arbeitsorganisation [Seite 128]
15.1 - 12.1 Einführung [Seite 128]
15.2 - 12.2 Erweiterung und Abgrenzung des biographischen Arbeitsansatzes [Seite 130]
15.3 - 12.3 Methoden und Verfahren biographischer Arbeit [Seite 130]
15.4 - 12.4 Soziale Unterstützung [Seite 131]
15.5 - 12.5 Voraussetzungen in der Pflege [Seite 132]
15.6 - 12.6 Voraussetzungen in den Krankenhäusern [Seite 132]
15.7 - 12.7 Biographische Arbeitsansätze als Ausdruck von Patientenintegration [Seite 132]
16 - 13 Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe und Aufbau einer Patienten- und Angehörigengruppe [Seite 134]
16.1 - 13.1 Selbsthilfegruppen [Seite 134]
16.2 - 13.2 Aufbau einer Patienten- und Angehörigengruppe [Seite 135]
17 - 14 Kosten-Nutzen-Abwägung und Integrationsprognose [Seite 142]
17.1 - 14.1 Kosten- und Nutzenanalysen [Seite 142]
17.2 - 14.2 Chancen und Risiken im Gesundheitswesen [Seite 147]
18 - Literatur [Seite 155]
19 - Sachregister [Seite 159]
In über 50% wird die Aufnahme im Vorfeld organisiert. Im Krankenhaus wird dann nur noch eine eventuell fehlende Information auf der Station erhoben. Findet die Aufnahme im Krankenhaus statt, ist diese am Ein- checken in einem Hotel orientiert und findet kurzfristig, auf nur wenige Punkte bezogen, statt. Der Wartebereich ist mit bequemen Sitzmöglichkeiten versehen. Wer eine weite Anreise hat, kann sich in einem Buffetbereich erfrischen.
3.2.1 Die Bedeutung der Zimmer
Alle Zimmer sind freundlich gestaltet. Es existieren ausschließlich Einoder Zwei-, für ganz wenige Ausnahmesituationen 3-Bett-Zimmer mit eigenem Sanitärbereich. Telefon, TV und Internet sind in jedem Zimmer zugänglich. Die Patienten haben Wahlfreiheit der zur Verfügung stehenden Betten. Eventuelle Präferenzen wurden bereits erhoben und werden, wenn möglich, ebenso berücksichtigt wie die Zusammensetzung des Zimmers nach Alter und Schwere der Krankheit. Der Patient wird mit seinen Angehörigen eingewiesen. Bei Bedarf wird beim Auspacken geholfen. Die Zimmernachbarn werden für alle verständlich vorgestellt. Die Zimmerausstattung ist so gestaltet, dass eine ungestörte Nachtruhe möglich ist. Sobald es den Beteiligten möglich und recht ist, wird eine Stationsbegehung zur Orientierung durchgeführt.
3.2.2 Kontaktgespräche
Eine prägende Wirkung auf den Verlauf des Aufenthaltes haben die ersten Gespräche. So sollten sich diese weniger durch das Erheben fehlender Daten als durch einen Aufbau einer stabilen Beziehungsebene auszeichnen. Ein Abarbeiten der Checkliste "Aufnahme" kann sich dauerhaft störend auswirken. Dagegen wird sich die für einen gelungenen Erstkontakt verwendete Zeit positiv auf das Arbeitsbündnis auswirken. Der Patient wird grundsätzlich mit Namen angesprochen. Die Mitarbeiter eines Bereiches stellen sich vor und tragen ein gut lesbares einheitliches Namensschild.
3.2.3 Anamnestische Gespräche
Diese Gespräche sind so zu gestalten, dass eine Einbindung des Patienten ermöglicht wird. Die Bedeutung der Anamnese als Methode, die zur Behandlung notwendigen Informationen zu erheben (1), die Beziehung zu den Helfern zu konsolidieren (2) und das Krankheitsverständnis des Patienten zu erkennen (3), kann nicht überbewertet werden. In jedem Arbeitsbereich wird festgelegt, welche Anteile des Anamnesegespräches im Einzelgespräch mit dem Patienten, im gemeinsamen Dialog mit den Angehörigen bzw. ausschließlich mit den Angehörigen geführt werden. Durch das Anamnesegespräch wird die Art der Beziehung zwischen Patient und Angehörigen eingeschätzt. Es wird geklärt, wer den Patienten pflegen und betreuen wird. Wer übernimmt für ihn die Care-Giver-Funktion? Es gilt festzustellen, auf welchen Angehörigen das Team die Aufmerksamkeit richten muss.
Der Patient wird nach der Bedeutung seiner Familie für seine Genesung befragt. Wichtig ist, dass die Betroffenen durch das Gespräch auf das gemeinsame Arbeitsbündnis vorbereitet werden. Im Rahmen dessen bzw. im Anschluss daran werden die Informationen so geordnet, dass eine individuelle Patientenintegration möglich ist, in der sich Bedürfnisse, Fähigkeiten und Alter der Betroffenen ebenso ausdrücken wie die Anforderungen, die sich aus der Krankheitsdiagnose ergeben. In der Anamnese wird der Grundstein für die evidenzbasierte Betroffenenedukation gelegt, deren Ausführlichkeit sich an der Behandlungsnotwendigkeit ergibt. Alle Erfahrung zeigt, wie wichtig es ist, die Anamnese, gerade im Hinblick auf die sich an diese anschließenden häufig standardisierten Vorgehensweisen, in höchstmöglicher Sorgfalt durchzuführen.
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