
Raumplanungsrecht
Für Architekten, Ingenieure, Juristen, Städteplaner
Max-Emanuel Geis(Author)
Nomos (Publisher)
1st Edition
Published on 31. May 2022
197 pages
978-3-8452-7798-1 (ISBN)
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Description
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Das Planungsrecht
wird in aller Regel nur als Annex in den gängigen Lehrbüchern zum Baurecht behandelt und in seinem ganzen Facettenreichtum selten bis gar nicht ausgeleuchtet. Dabei ist insbesondere die Raumplanung nicht nur für Juristinnen und Juristen, sondern für Studierende der Architektur, der Stadtplanung und der Ingenieurwissenschaften an den Technischen Universitäten und Technischen Hochschulen zentral für das Verständnis des eigenen Fachgebietes.
Das Lehrbuch zum Planungsrecht
zeigt die gesamte Vielfalt dieses Rechtsgebiets nicht lediglich rechtsdogmatisch, sondern praktisch und anwendungsbezogen mit vielen Karten und Schaubildern auf. Kleine Fallbeispiele erleichtern das Verständnis und Wiederholungs- und Vertiefungsfragen helfen beim Rekapitulieren.
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Language
German
Place of publication
Baden-Baden
Germany
File size
59,81 MB
ISBN-13
978-3-8452-7798-1 (9783845277981)
DOI
10.5771/9783845277981
Schweitzer Classification
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Book
04/2022
1st Edition
Nomos
€28.90
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Person
Content
- Cover
- § 1 Einführung
- I. Was ist Raumplanung?
- 1. Definition der Raumplanung
- 2. Aufgabe und Leitvorstellung der Raumordnung: Nachhaltige Raumentwicklung
- 3. Funktionen der Raumordnung
- insb. das "Gegenstromprinzip"
- 4. Umweltverträglichkeit als integrativer Bestandteil der Raumordnung
- II. Die europäische Dimension
- 1. Von Bananen und Sternen
- a) Die "Bananen"
- b) Der "Blaue Stern"
- 2. Europäische Infrastruktur an zwei Beispielen
- a) Die Alpentransversalen
- b) Energieversorgung und -wende
- 3. Europäische Agenden
- a) EUREK
- b) Die Zehnjahresprogramme
- c) INTERREG-Programme, Territoriale Agenda der Europäischen Union (TAEU)
- d) Die Leipzig Charta (LC)
- III. Planung als verwaltungsrechtliche Handlungsform
- 1. Konditionalnormen und Finalnormen
- 2. Grundsatz der Konfliktbewältigung
- § 2 Eine kurze Geschichte der Raumordnung in Deutschland
- I. Erste Ansätze einer "Raumordnung"
- II. Raumplanung im 19. Jahrhundert
- III. Raumplanung im frühen 20. Jahrhundert
- IV. Raumordnung im Nationalsozialismus
- V. Raumplanung in der Nachkriegszeit
- VI. Das Raumordnungsgesetz (ROG) als Kind der "Planungseuphorie"
- VII. Raumplanung nach der Wiedervereinigung
- VIII. Raumplanung nach der Föderalismusreform
- § 3 Akteure der Raumordnung und Landesplanung
- I. Allgemeines
- II. Organisation auf Bundesebene
- 1. Zuständiges Ministerium
- 2. Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
- 3. Weitere mit Themen der Raumordnung befasste Bundesoberbehörden
- 4. Private/Privatisierte Träger (§ 4 Abs. 1 S. 2 ROG)
- 5. Beirat für Raumentwicklung (§ 23 ROG)
- 6. Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO)
- III. Organisation auf Landesebene
- 1. Baden-Württemberg
- 2. Bayern
- 3. Berlin/Brandenburg
- 4. Bremen/Niedersachsen
- 5. Hamburg/Schleswig-Holstein/Metropolregion Hamburg
- 6. Hessen
- 7. Mecklenburg-Vorpommern
- 8. Nordrhein-Westfalen
- 9. Rheinland-Pfalz
- 10. Saarland
- 11. Sachsen
- 12. Sachsen-Anhalt
- 13. Thüringen
- IV. Forschungsinstitutionen
- 1. Inländische Forschungseinrichtungen
- 2. Ausländische Forschungseinrichtungen, ESPON
- § 4 Rechtsgrundlagen der Raumordnung
- I. Das Raumordnungsgesetz von 1965
- II. Raumordnung auf Bundesebene
- 1. Bundesraumordnungspläne (§ 17 ROG)
- 2. Raumordnungspläne für die ausschließliche Außenwirtschaftszone (AWZ)
- 3. Raumordnungspläne für länderübergreifende Standortkonzepte
- 4. Raumordnungspläne für die räumliche Entwicklung des Bundesgebietes
- III. Raumordnung auf Landesebene (Landesplanung)
- 1. Die Landesplanungsgesetze
- 2. Landesentwicklungsprogramme/-pläne
- 3. Exemplarisch: Der "Alpenplan"
- 4. Umweltprüfung und -bericht
- IV. Raumordnung auf regionaler Ebene (Regionalplanung)
- 1. Regionen und Regionalpläne
- 2. Der regionale Flächennutzungsplan
- 3. Der sachliche Teilflächennutzungsplan
- V. Influenzierende Planung
- § 5 Instrumente der Raumordnung
- I. Erfordernisse der Raumordnung
- 1. Ziele der Raumordnung
- 2. Grundsätze der Raumordnung (§ 2 ROG)
- 3. Sonstige Erfordernisse der Raumordnung
- II. Festlegungen zur Raumstruktur
- 1. Das System der zentralen Orte
- a) Genese
- b) Umsetzung im deutschen Recht
- c) Kritik
- 2. Gebietstypen
- a) Vorranggebiete
- aa) Innergebietliche Ausschlussfunktion
- bb) Zielcharakter
- cc) Keine außergebietliche Ausschlusswirkung
- dd) Praxisbeispiel: Syrgenstein
- b) Vorbehaltsgebiete
- aa) Allgemeines
- bb) Einordnung als Ziel oder Grundsatz der Raumordnung
- cc) Vergleich mit Vorranggebieten
- dd) Praxisbeispiel: Friedberg
- c) Eignungsgebiete
- d) Eignungsgebiete für den Meeresbereich (§ 7 Abs. 3 S. 2 Nr. 4 ROG)
- e) Ausschlussgebiete
- aa) Allgemeines
- bb) Zielcharakter
- cc) Praxisbeispiel: Nördlinger Ries
- f) "Weiße Flächen"
- g) "Verhinderungsplanung"
- h) Weitere Festsetzungen
- aa) Ballungsräume
- bb) Verdichtete Räume
- cc) Ländliche Räume
- dd) Strukturschwache Räume
- § 6 Verfahren der Raumplanung
- I. Verfahrensprinzipien der Raumordnung
- 1. Das Gegenstromprinzip (§ 1 Abs. 3 ROG
- Art. 1 Abs. 3 BayLplG)
- a) Allgemeines
- b) Gesamtraum und Teilräume
- c) Das "Sich-Einfügen"
- d) Verfahrensrechtliche und materiellrechtliche Bedeutung
- 2. Das Beteiligungsgebot (§ 9 ROG
- Art. 16 BayLplG)
- 3. Das Zusammenarbeits- bzw. Abstimmungsgebot (§ 14 ROG)
- 4. Das Abwägungsgebot (§ 7 Abs. 2 ROG
- Art. 17 BayLplG)
- a) Grundlinien der Abwägungsdogmatik
- b) Raumordnerische Abwägung
- c) Berücksichtigungen
- d) Grundsatz der Planerhaltung (§ 11 Abs. 1 ROG
- Art. 23 BayLplG)
- 5. Bindungswirkung (§ 4 ROG
- Art. 3 Abs. 1 BayLplG)
- a) Ziele der Raumordnung
- b) Abgrenzung Ziele - Grundsätze der Raumordnung
- c) Beschränkung der Bindungswirkung gem. § 5 ROG
- d) Ausnahmen, § 6 Abs. 1 ROG
- e) Zielabweichungsverfahren
- 6. "Verknüpfungsnormen" in anderen Gesetzen - sog. Raumordnungsklauseln
- a) § 1 Abs. 4 BauGB (kommunale Bauleitplanung)
- b) § 16 Abs. 2, § 17 S. 2 BFStrG: Planung von Bundesfernstraßen
- c) Straßenplanung auf Landesebene (z. B. Art. 35 Abs. 2 BayStrWG)
- d) § 10 Abs. 1 S. 2, Abs. 3 BNatSchG: Landschaftsplanung
- e) § 50 BImSchG: Immissionsschutz
- Erhaltung der bestmöglichen Luftqualität
- f) § 15 Abs. 2 S. 2 Nr. 5 KrWG, § 30 Abs. 5 KrWG: Abfallbeseitigung und -wirtschaftsplanung
- g) Art. 28 BayEUG: Errichtung und Betrieb von Schulen
- II. Bindung der kommunalen Ebene
- 1. Vorrang von Fachplanungen (§ 38 BauGB)
- a) Privilegierte Fachplanung und Bauleitplanung
- b) Fachplanung und Raumordnung
- 2. Bindung der kommunalen Bauleitplanung
- a) Das Anpassungsgebot in der Bauleitplanung (§ 1 Abs. 4 BauGB)
- b) Anpassungspflicht bei Änderung und Aufhebung von Plänen
- c) Anpassungspflicht und -gebot bei bestehenden Plänen
- d) Erstplanungspflicht der Gemeinden nach § 1 Abs. 3 BauGB?
- e) Voraussetzungen der Planungspflicht
- f) Durchsetzung der Anpassungspflicht im Aufsichtsweg
- III. Bindungswirkung für Private (z.B. Grundstückseigentümer)
- 1. Keine unmittelbare Rechtswirkung der Ziele und Grundsätze der Raumordnung
- 2. Keine Einwirkung auf konkrete Genehmigungsverfahren
- 3. Relevanz für § 34 und § 35 BauBG (insb. für "Konzentrationszonen" im Außenbereich nach Abs. 3 S. 3 BauGB)
- IV. Abstimmung, Ausnahmen, Abweichungen
- 1. Abstimmung mit Planungen anderer Länder
- 2. Bindungswirkung für Bundesbehörden (§ 5 ROG iVm Art. 3 Abs. 3 BayLplG)
- 3. Ausnahmen von den Zielen der Raumordnung (§ 6 Abs. 1 ROG
- nicht in Bayern!)
- 4. Zielabweichung und Zielabweichungsverfahren (§§ 6, 19 ROG, Art. 4 BayLplG)
- § 7 Sicherung der Raumordnung
- I. Raumordnungsverfahren (§ 15 ROG
- Art. 24 ff. BayLplG)
- 1. Funktion und Bedeutung
- 2. Verfahren und Ergebnis
- a) Raumordnungsverfahren
- b) Ergebnis des Raumordnungsverfahrens
- 3. Vereinfachtes Raumordnungsverfahren, § 16 Abs. 1 ROG
- a) § 16 Abs. 1 ROG
- b) Art. 24 BayLplG
- II. Untersagung raumordnungswidriger Planungen und Maßnahmen (§ 12 ROG)
- 1. Unbefristete Untersagung, § 12 Abs. 1 ROG
- 2. Befristete Untersagung, § 12 Abs. 2 ROG
- 3. Teilweise Untersagung
- 4. Rechtsnatur und Zuständigkeit
- III. Weitere Instrumente staatlicher Kontrolle
- 1. Mitteilungs- und Auskunftspflichten
- 2. Raumbeobachtung (Monitoring)
- 3. Aufsicht über regionale Planungsverbände
- 4. Kommunalaufsicht
- 5. Unterrichtung des Landtags
- § 8 Rechtsschutz
- I. Allgemeines
- 1. Verfassungsrechtlicher Rahmen
- 2. Raumordnung als "Binnenrecht"
- II. Mögliche Beteiligte
- 1. Bund und Länder
- 2. Planungsverbände
- 3. Gemeinden
- 4. Sonstige Planungsträger
- 5. Bürger
- III. Streitgegenstand und Statthaftigkeit verwaltungsgerichtlicher Klagen
- 1. Ziele und Grundsätze der Raumordnung
- 2. Ergebnisse eines Raumordnungsverfahrens
- 3. Untersagung raumordnungswidriger Maßnahmen
- 4. Normerlassklagen?
- 5. Klagen auf Beteiligung am Planungsverfahren?
- IV. Klage- bzw. Antragsbefugnis
- 1. Allgemeines
- 2. Antragsbefugnis natürlicher oder juristischer Personen
- 3. Antragsbefugnis der Behörden
- 4. Klagebefugnis bei Klage gegen die raumordnerische Untersagung
- V. Begründetheit
- 1. Formelle Rechtmäßigkeit: Zuständigkeit und Verfahren
- 2. Materielle Rechtmäßigkeit
- a) Übereinstimmung mit höherrangiger Planung
- b) Beachtung des Abwägungsgebots
- die Abwägungsfehlerlehre
- aa) Formelle Abwägungsfehler
- bb) Materielle Abwägungsfehler
- c) Rücksichtnahmegebot
- d) Systemgerechtigkeit
- VI. Inzidente Kontrolle
- Stichwortverzeichnis
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