
Christianitas
Eine Wortgeschichte von der Spätantike bis zum Mittelalter
Tim Geelhaar(Author)
Vandenhoeck & Ruprecht (Publisher)
1st Edition
Published on 15. July 2015
557 pages
978-3-647-36725-5 (ISBN)
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Das Wort >christianitas< fand als Chiffre für die mittelalterliche Idee der Christenheit Einzug in die Geschichtserzählungen zu Christentum, Papst- und Kaisertum, Kreuzzügen und Europa. Tatsächlich wurde >christianitas< in der Spätantike und in der Karolingerzeit in verschiedenen anderen Sinnzusammenhängen verwendet. Tim Geelhaar entkoppelt Begriff und Idee und lotet Gebrauchssituationen, Umsemantisierungen und Politisierungen des Wortes aus. Die historische Semantik von >christianitas<, so zeigt diese Studie anschaulich, macht die Pluralität eines christlichen, lateinischen Europas selbst sichtbar.
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Series
Thesis
Doctoral thesis
Universität Frankfurt am Main
Edition
Aufl.
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
File size
4,34 MB
ISBN-13
978-3-647-36725-5 (9783647367255)
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07/2015
1st Edition
Vandenhoeck & Ruprecht
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Author
Dr. Tim Geelhaar ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Goethe Universität Frankfurt am Main und geisteswissenschaftlicher Koordinator des Projekts »Historical Semantic Corpus Managment« im BMBF-Projekt »Computational Historical Semantics«.
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Content
- Cover
- Title Page
- Copyright
- Table of Contents
- Body
- Einleitung: Von einer Ideen- zu einer Wortgeschichte
- 1. Christenheitsidee christianitas
- 2. Ideengeschichte herausfordern
- 3. Wortgeschichte umsetzen
- I. Reden mit christianitas in der Spätantike
- 1. Ein später Neologismus
- 2. Bedingungen des Sprachgebrauchs
- 3. Verteilung des Wortgebrauchs
- 4. Verwendungen und Verwendungsmuster
- II. Wahre und falsche Christen
- 1. Verwandte Worte: christianismus - christianitas
- 2. Was es heißt, Christ zu sein
- 3. Der christliche Name
- 4. Dynamisierung eines Wortgebrauchs
- III. Das Schweigen des Augustinus
- 1. Was Augustinus sagte
- 2. "Was habt Ihr mit den Königen .?"
- 3. Der Kampf um die Worte
- 4. Ein Schweigen ohne Konsequenzen?
- IV. Kaiserliche Edikte und kanonisches Recht
- 1. Die Kaiser haben das Wort: der Codex Theodosianus
- 2. Fortführung der Begründungslogik: die Collectio Dionysiana
- V. Die Kreativität des Übersetzens
- 1. Kaiserliche Christlichkeit
- 2. Neue Vielfalt: Die Historia ecclesiastica tripartita
- 3. Erzählen mit christianitas nach Epiphanius
- VI. Eine Eigenschaft als Mittel politischer Kommunikation
- 1. Zwischen Eigenschaft und Anrede
- 2. Stabilisierung und Politisierung
- 3. Der politische Gebrauch der Anrede
- VII. Ein Wort in vielen Christenheiten
- 1. Im westgotischen Spanien: Weiterleben eines Wortgebrauchs
- 2. Unter Angelsachsen: Adaption und Rückkehr zur Konvention
- 3. christianitas - ein Wort der Spätantike
- VIII. Reden mit christianitas in der karolingischen Welt
- 1. Ein altes Wort in einer neuen Welt
- 2. Das Latein der Karolinger
- 3. Verteilung des Wortgebrauchs
- 4. Sprachliche Merkmale in Spätantike und Karolingerzeit
- IX. Eine Anrede wird aufgegeben
- 1. Das fränkisch-päpstliche Bündnis
- 2. Was Hadrian anders machte
- X. Eine Missionsvokabel?
- 1. Bonifatius und die Briefe des Zacharias
- 2. Die Viten des 8. Jahrhunderts
- 3. Die Bekehrung der Sachsen
- XI. Eine karolingische christianitas?
- 1. christianitatis imperium - ein halber Versuch
- 2. populus christianus und das apokalyptische nomen christianitatis
- 3. christianitas als politische Tugend
- 4. Divergierende Semantisierungen
- Schlussbetrachtung
- Abkürzungsverzeichnis
- 1. Bibliographische Abkürzungen
- 2. Sonstige Abkürzungen
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- 1. Quellen
- 2. Literatur
- Quellensynopsis
- Erläuterungen zur Sammlung von Verwendungsnachweisen
- Phase 1: Spätantike (360-490)
- Phase 2: Spätantike (491-605)
- Phase 3: Spätantike (606-740)
- Phase 4: Karolingerzeit (741-814)
- Namensregister
- Sachregister
- Ortsregister
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