
Patentmanagement
Description
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Dieses Buch richtet sich an Führungskräfte in den Bereichen Innovation, F&E und Patentmanagement. Wissenschaftlern und Studenten bietet das Buch anwendungsorientierte Impulse zu den Ausprägungen des Patentmanagements von innovativen Unternehmen im hoch kompetitiven Umfeld.
Ziel des Buches ist es, einen Überblick über gängige Konzepte und Bausteine des Patentmanagements zu geben. Diese werden anhand zahlreicher Fallstudien erfolgreicher Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen vertieft. Das Buch basiert auf einer Analyse von mehr als 70 technologieintensiven Unternehmen aus West- und Osteuropa, den USA sowie Japan, China und Taiwan in den Jahren 2003 bis 2006.
Reviews / Votes
Aus den Rezensionen:
". Das Buch von Gassmann und Bader ist gut strukturiert, optisch ansprechend gestaltet und in einer guten Balance zwischen 'Theorie und Praxis'. Es eignet sich für relevante Funktionen in der Industrie und Dienstleistung als auch für Studierende. Empfehlenswert!"
(in: GfPMagazin, März 2007, S. 6)
Aus den Rezensionen:
"... ein spannendes Nachschlagewerk für Führungskräfte in den Bereichen Innovation, Forschung, Entwicklung und Patentmanagement . Das Buch bietet Wissenschaftlern und Studierenden anwendungsorientierte Impulse zu den Ausprägungen des Patentmanagemets innovativer Unternehmen. Zudem wird anhand zahlreicher Fallstudien über erfolgreiche Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen ein Überblick über gängige Konzepte und Bausteine des Patentmanagements gegeben."
(in: alma - Aluminiumzeitung der Uni St. Gallen, 2006, Issue 4, S. 40)
Aus den Rezensionen:
". Patentmanagement, das merkt der Leser dieses Buchs schon auf den ersten Seiten, ist ein grundlegend interdisziplinäres Thema . Umso dankenswerter ist es, dass sich Oliver Gassmann . und Martin Bader dieser Fragestellung so umfangreich angenommen haben. . Besonders interessant ist die Darstellung der verschiedenen Ansätze zum Patentmanagement in Abhängigkeit von Einflussfaktoren . Das Buch schließt mit einem umfangreichen Anhang ab, wo hilfreiche Statistiken, Analysen . zusammengefasst sind. . Zusammenfassend ist das Buch ein wichtiger und lesenswerter Beitrag zur aktuellen und anhaltenden Diskussion, was erfolgreiches Patentmanagement ausmacht ."
(Prof. Dr. Alexander J. Wurzer, in: Mitteilungen der Deutschen Patentanwälte, 2007, Issue 3-4, S. 190)
Aus den Rezensionen zur 2. Auflage:
"Generieren, Bewerten und Verwerten von Patenten stehen hier im Mittelpunkt. Zusätzlich wird das Organisieren dieser Prozesse eingehend erläutert, sodass hier ein umfassendes Manager-Handbuch vorliegt. Es wird anschaulich durch Beispiele aus weltweit agierenden Unternehmen und aus internationalen Studien zum strategischen Technologiemanagement. Sie erleichtern den Zugang zu Konzepten und Bausteinen des Patentmanagements. Wertvolle Ergänzung bieten Abbildungen und Tabellen sowie ein Anhang mit Fakten und zu erwartenden Trends." (www.buchkatalog.de, Juni 2008)
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Generierung, Bewertung, Verwertung von Patenten (S. 27-28)
Die Generierung, Bewertung und kommerzielle Verwertung von Patenten sind Bestandteil des strategischen Technologie- und Innovationsmanagements. Generierung, Bewertung und Verwertung erfolgen dabei im Spannungsfeld zwischen dem internen, bestehenden unternehmenseigenen Patentportfolio und externen Patentportfolien anderer Unternehmen (vgl. Ernst 2002b).
Generierung.
Die Generierung eines unternehmenseigenen Patentportfolios kann intern durch eigene Patentanmeldungen stattfinden. Darüber hinaus kann ein Unternehmen durch Kauf oder Einlizenzierung auch an externe Schutzrechte beziehungsweise die entsprechenden Rechte gelangen. Ein besonderer Fall sind Joint Ventures und Kooperationen, in denen interne und externe Generierung ineinander übergehen.
Bewertung.
Ein wesentlicher Bestandteil des Intellectual Property Managements ist die Bewertung von Patenten und Patentportfolien. Bereits in der Generierungsphase liefert eine Bewertung die Grundlage für erforderliche Entscheidungsfindungen. Sei es bei der Frage, ob eine Erfindung zum Patent angemeldet werden soll oder ob für ein bestehendes Patent weiterhin die Jahresgebühren entrichtet werden sollen oder sei es bei der Preisfindung für die Lizenz an einem externen Patentportfolio. Bewertungsmethoden können aufgrund ihrer Informationsfunktion auch zur Technologiefrüherkennung eingesetzt werden, um Wettbewerbsaktivitäten zu verfolgen.
Verwertung.
Die Verwertung des unternehmenseigenen Patentportfolios kann einerseits intern erfolgen, indem das Primärgeschäft des Unternehmens, das heißt Produkte, Technologien und Prozesse direkt unterstützt wird. Andererseits zielt eine externe Verwertung vielmehr auf ein eigenes Geschäftsmodel ab, indem eine zusätzliche finanzielle Wertschöpfung erfolgt. Hierzu zählt der Verkauf und das Auslizenzieren von Intellectual Property, in den USA können durch die Spende von Patenten und anderen Schutzrechten an gemeinnützige Organisationen wie Universitäten sogar Steuervorteile geltend gemacht werden (Donation).
Patente werden von Unternehmen zudem häufig regelrecht als Handelsgut eingesetzt, um sich in vergleichbare oder andere Technologien „einzukaufen". Bei der Gestaltung von Technologiestandards ist es für Unternehmen häufig sogar erforderlich, eigenes relevantes Intellectual Property, wie Marken oder Patente mit einzubringen, um am Standard ohne Lizenzzahlungen partizipieren zu können.
Schaffung von Wettbewerbsvorteilen
Durch das Patentmanagement sollen über die Optimierung des Patentportfolios Wettbewerbsvorteile geschaffen werden. Die Art und Weise, wie Unternehmen das Patentmanagement systematisieren und umsetzen können, lässt sich mittels der folgenden vier Kategorien Strategie, Prozesse, Struktur und Kultur analysieren:
Strategie.
Setzen das Management und die Mitarbeiter eines Unternehmens Intellectual Property als Schutz oder für den Zugang zu neuen Geschäftsfeldern ein? Werden faktische Schutzrechtsstrategien systematisch verbunden mit Patent- und Markenschutz? Werden unter Kosten- Nutzen-Überlegungen alternative Wege der Sicherung der Handlungsfreiheit überprüft? Werden Patente aktiv extern kommerzialisiert? Ist die Intellectual Property Strategie eng verzahnt mit der Geschäfts- und Innovationsstrategie?
Prozesse. Stützt sich ein Unternehmen nur auf wenige Solitäre oder ist es in der Lage sein volles Netzwerk für das Management von Intellectual Property einzusetzen? Findet ein systematisches Ideen- und Wissensmanagement statt, welches mit dem Patentmanagement gekoppelt ist? Gibt es klare Meilensteine für das Abfassen von Erfindungsmeldungen? Findet eine systematische Abstimmung der Erfinder und Ingenieure mit den Patentanwälten statt? Welche weiteren Schnittstellen existieren, z.B. zur Marketingabteilung, und werden diese gepflegt?
Struktur.
Wird die Verfahrensführung der Patentanmeldungen über eine eigene Patentabteilung durchgeführt oder an externe Patentanwälte ausgelagert? Wo ist die Patentabteilung organisatorisch angegliedert? Ist die Organisation des Patentwesens eher top-down oder eher bottom-up strukturiert? Hat die breite Organisation Zugang zu den für sie relevanten Informationen betreffend Intellectual Property? Wird das kreative Potential im Unternehmen genutzt?
Kultur. Wie wird mit Routinevorgängen, wie mit Veränderungsvorgängen umgegangen? Wie hoch ist die Bereitschaft, Wissen frühzeitig zu teilen und strategische Patente anzumelden? Wie sind die Interaktionen zwischen Erfindern und Patentabteilung? Wie hoch ist die Wertschätzung von geistigem Eigentum im Unternehmen?
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