
Das kindliche Entwicklungstrauma
Description
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»Das Buch zeigt, wodurch Entwicklungstraumatisierungen entstehen, welche neurobiologischen Prozesse bei der Reizverarbeitung ablaufen und welche Folgen Traumatisierungen für die Entwicklung des Selbst der heranwachsenden Persönlichkeit haben. Vor allem aber bietet es ein konkretes und von Therapieschulen unabhängiges Vorgehen an, wie pädagogisch und therapeutisch mit Betroffenen gearbeitet werden kann, damit diese in ihrer Beziehungsfähigkeit gefördert werden und Lösungen für das gegenwärtige Leben finden können. ... Das Buch richtet sich an alle PraktikerInnen in Jugendhilfeeinrichtungen, Heimen, Kliniken und Praxen. ... Aber auch Jugendliche und Erwachsene mit entwicklungstraumatischen Erfahrungen und ihre Angehörigen können von der Lektüre dieses Buches profitieren. Elke Garbe schildert auf einfühlsame Weise ihr reiches Erfahrungs- und Expertinnenwissen als langjährige Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin .... Die Autorin bewegt sich auf einem breiten, fachlichen Fundament. Es gelingt ihr, medizinische und neurobiologische Grundlagen in einem tiefenpsychologisch orientierten Erklärungsansatz zu verknüpfen und daraus einen schlüssigen Behandlungsansatz zur Traumaintegration abzuleiten, der sowohl für die Traumapädagogik als auch für die Traumatherapie gleichermaßen gilt. Wie ein roter Faden zieht sich dieses Gemeinsame der beiden Disziplinen durch das Buch, wobei Garbe immer wieder auf die Notwendigkeit der Kooperation zwischen den einzelnen Disziplinen und Professionen verweist.« Michael Laaber, socialnet.de, Dezember 2015More details
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ISNI: 0000 0000 3839 8035 GND: 123786215
Content
- Das kindliche Entwicklungstrauma
- Inhalt
- Vorwort von Karl Heinz Brisch
- A. Theoretischer Teil
- 1. Einführung
- 2. Das Entstehen kindlicher Entwicklungstraumatisierungen
- Die posttraumatische Belastungsstörung (PTBS)
- Symptome einer PTBS
- Diagnose einer PTBS
- Die Traumatypen I und II
- Traumatyp I - Monotraumatisierungen
- Traumatyp II - Komplextraumatisierungen
- Das Traumatisierungsmilieu in der kindlichen Entwicklung und seine Folgen
- Kriterien für traumatisierende Entwicklungsbedingungen
- Folgen traumatisierender Entwicklungsbedingungen
- Formen kindlicher Traumatisierungen
- Misshandlungen
- Sexueller Missbrauch
- Vernachlässigung
- Häufige Bindungsabbrüche
- Migration und Flucht
- Bewältigungsmöglichkeiten von Entwicklungstraumatisierungen
- Resilienz und Bewältigung
- Ressourcen
- Risikofaktoren
- 3. Neurobiologische Prozesse - das Gehirn als Überlebenswächter
- Das Gedächtnis
- Das menschliche Gehirn und Traumabewältigung
- Das Stammhirn (Medulla oblongata)
- Das Limbische System
- Die Bedeutung von Transmittern und Hormonen bei normaler und traumatischer Reizverarbeitung
- Der Kortex (Großhirn)
- Die Amygdala (Mandelkern)
- 4. Die Entwicklung des Selbst - Traumatisierung und Dissoziation
- Das Selbst nach Heinz Kohut
- Das Selbst - Entwicklung unter normalen Bedingungen
- Frühe Entwicklung (1 - 3 Jahre)
- Vorschulentwicklung (4 - 6 Jahre)
- Latenzphase
- Pubertät und Adoleszenz
- Das Selbst - Entwicklung unter traumatisierenden Bedingungen
- Entwicklungsreaktionen traumatisierter Kinder, die Bildung traumaassoziierter Selbstanteile
- Der Panische
- Der Wütende
- Der Anpasser
- Der Widersprecher
- Der Schuldige
- Der Beobachter
- Der Wissende
- Der Fühlende
- Der Sehnsüchtige
- Der Beschützer
- Der Gute
- Der Bewältiger
- Bewältigungsstrategien
- Defensive Reaktivität
- Selbstverletzung
- Überlebensstrategien nach Ende der Traumatisierung
- Das traumatisierte, fragmentierte Selbst
- 5. Dissoziation
- Dissoziation als Ichstärke
- Dissoziation als Bewältigungsmechanismus - Die peritraumatische Reaktion
- Erklärungsansätze zum Vorgang der Dissoziation
- Der Begriff der Dissoziation
- Die Ego-State-Therapie
- Anscheinend normaler Persönlichkeitsanteil (ANP) und Emotionaler Persönlichkeitsanteil (EP)
- Folgen der Dissoziation
- Täterintrojekte oder täterimitierende Anteile
- Reviktimisierung
- Reinszenierung
- Übertragungs-Gegenübertragungsgeschehen
- Projektionen, projektive Identifikation
- B. Praktischer Teil
- 6. Institutionelle Hilfen und Kooperation
- Jugendhilfe - Die wichtigsten Hilfsformen
- Ambulante Hilfen
- Erziehungsberatung
- Teilstationäre Hilfen, Tagesbetreuungen
- Der Schutzauftrag der Jugendhilfe
- Pflegefamilien
- Stationäre Hilfen und Gewaltenschutzgesetz
- Inobhutnahme
- »Sichere Orte« bereitstellen
- Jugendhilfe - Wichtige rechtliche Grundlagen
- Das Grundgesetz
- Bürgerliches Gesetzbuch
- Das Sozialgesetzbuch
- Das Kinderschutzgesetz
- Umsetzungsgebot
- Notwendige fachliche Ergänzungen und Kooperationen in der Arbeit mit traumatisierten Kindern
- Kooperation und Netzwerkarbeit
- Die Schweigepflicht
- Traumapädagogik
- Psychotherapie
- Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
- Traumatherapie
- Psychiatrie
- 7. Das Gemeinsame von Sozialpädagogen und Psychotherapeuten
- Aspekte der traumafokussierten sozialpädagogischen und therapeutischen Arbeit
- Das Besondere pädagogischer Traumahilfe
- Die gemeinsamen Arbeitsbereiche von Traumapädagogen und Traumatherapeuten
- Das Besondere traumafokussierter Psychotherapie
- 8. Praxis der Traumatherapie und Traumapädagogik
- Der erste Schritt: Äußere Sicherheit herstellen
- Äußere Sicherheit - Die Trennung vom Täter
- Unterstützende Bezugspersonen
- Die Bedeutung von Gerichtsprozessen
- Rechtslage und Aufenthaltsstatus
- Finanzierung
- Der zweite Schritt: Innere Sicherheit aufbauen
- Was ist innere Sicherheit?
- Voraussetzungen für das Entstehen innerer Sicherheit
- Arbeitskontrakt
- Psychoedukation
- Der Aufbau einer tragfähigen therapeutischen Beziehung
- Stabilisierungsmethoden und -übungen
- Imagination und Erinnern
- Der gute innere Begleiter
- Den inneren sicheren Ort aufbauen
- Ressourcen reaktivieren und aktivieren
- Integratives Arbeiten mit Selbstanteilen
- Affektregulation entwickeln
- Zusammenfassung
- Der dritte Schritt: Traumaintegration aus psychotherapeutischer, tiefenpsychologisch-orientierter Sicht
- Voraussetzungen und wichtige Prinzipien
- Wichtige Arbeitsinstrumente für die Traumaintegration
- Kindheitserinnerungen als Ausdruck des kindlichen Selbst von damals
- Die Methode der »Integration traumaassoziierter Selbstanteile« in zwölf Schritten
- Einführung
- Vorbereitung
- 1. Schritt: Das Ich-Selbst im Hier und Jetzt
- 2. Schritt: Das Ich-Selbst im Hier und Jetzt und das biosoziale Netzwerk
- 3. Schritt: Das Ich-Selbst im Hier und Jetzt und die inneren Ressourcen
- 4. Schritt: Das Ich-Selbst und Schwierigkeiten im Hier und Jetzt
- 5. Schritt: Das Ich-Selbst und die Zukunftsvision
- 6. Schritt: Die Anerkennung von Zeiträumen
- 7. Schritt: Das Ich-Selbst im Dort und Damals
- 8. Schritt: Das Ich-Selbst im Dort und Damals und die inneren Ressourcen
- 9. Schritt: Das Ich-Selbst im Dort und Damals und die äußeren Ressourcen
- 10. Schritt: Das Ich-Selbst und die traumatische Situation im Dort und Damals
- 11. Schritt: Täterintrojekte und täteridentifizierte Selbstanteile in ihrer Überlebensleistung verstehen und würdigen
- 12. Schritt: Das Bearbeiten traumaassoziierter und traumaverarbeitender Gefühle
- Besonderheiten in der traumatherapeutischen Arbeit mit jüngeren Kindern
- Entwicklungsentsprechende Ausdrucksformen
- Sprache und Gefühle
- Körperkontakt
- Zeitabstand
- Angst, Vermeidung und Kontrolle
- Bindungsverhalten
- Die Bindungspersonen
- Psychoedukation
- Posttraumatisches Spiel
- Interventionen
- Vier Fallberichte: Traumatherapie mit jüngeren Kindern
- Mussa (5 Jahre)
- Nelli (7 Jahre)
- Anna (6 Jahre)
- Jasmin (6 Jahre)
- 9. Schlussbetrachtung
- Verarbeitung und Integration
- Was ist Traumaintegration und was nimmt der Klient mit?
- Abschied und Trennung
- Glossar
- Diagnosematerialien
- Literatur
- Dank
- Über die Autorin
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