
Der Priester Pinhas in Jerusalem und auf dem Berg Garizim
Description
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Die literarische Figur des Pinhas wurde von priesterlichen Gruppen JHWH-Gläubiger in hellenistischer Zeit konstruiert und verwendet, um in Konkurrenz mit anderen Priesterschaften sowie nicht-priesterlichen Gruppierungen den sowohl kultischen als auch profanen (inklusive militärischen) Machtanspruch ihres Hohepriesters als Führer des Tempelstaates zu legitimieren (Num 25,6-13; 31,6; Sir 45,23; 50,24; 1Makk 2,26). Inschriftenfunde vom Berg Garizim belegen die herausragende Rolle des Pinhas für die dort ansässige JHWH-Gemeinschaft und legen seinen Status als genealogische Identifikationsfigur nahe. Eine sich ändernde Einstellung gegenüber der Figur des Priesters Pinhas kann anhand von Unterschieden in den hebräischen, griechischen und lateinischen Textzeugen nachgewiesen werden.
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Content
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Kapitel 1: Fragestellung und Ziel dieser Studie
- Kapitel 2: Methodik
- 2.1. Intertextualität
- 2.1.1. Definition von "Intertextualität"
- 2.1.2. Zitat und Anspielung
- 2.1.3. Die Unterscheidung zwischen intertextuell und intratextuell
- 2.1.4. Die Methodik der Intertextualitätsforschung
- 2.1.5. Die Frage nach der Richtung der Abhängigkeit
- 2.1.6. Funktionen von Intertextualität
- 2.1.7. Das Verhältnis zur klassischen historisch-kritischen Methode
- 2.1.8. Eine Abgrenzung zum Begriff "Midrasch"
- 2.1.9. Verhältnis von "Midrasch" und "Inner-biblical Exegesis"
- 2.2. Sozial- und Religionsgeschichte
- 2.2.1. Definition "Sozialgeschichte"
- 2.2.2. Definition "Religionsgeschichte"
- 2.3. Zum Aufbau der Arbeit
- Kapitel 3: Die Quellen in ihrer intertextuellen Verflechtung
- 3.1. Pinhas im Alten Testament
- 3.1.1. Num 25
- 3.1.1.1. "Der Text"
- 3.1.1.2. Strukturelle Analyse von Num 25
- 3.1.1.3. Exkurs: Der Name "Schittim"
- 3.1.1.4. Exkurs: Der Name "Peor"
- 3.1.1.5. Exkurs: Der Name "Pinhas"
- 3.1.1.6. Literarkritik von Num 25
- 3.1.1.7. Intertextuelle Analyse von Num 25
- 3.1.1.8. Ergebnis
- 3.1.2. Num 31
- 3.1.2.1. "Der Text"
- 3.1.2.2. Strukturelle Analyse von Num 31
- 3.1.2.3. Literarkritik von Num 31
- 3.1.2.4. Intertextuelle Analyse von Num 31
- 3.1.2.5. Ergebnis
- 3.1.3. Jos 22
- 3.1.3.1. "Der Text"
- 3.1.3.2. Strukturelle Analyse von Jos 22
- 3.1.3.3. Literarkritik von Jos 22
- 3.1.3.4. Intertextuelle Analyse von Jos 22
- 3.1.3.5. Ergebnis
- 3.1.4. Jos 24,33
- 3.1.4.1. "Der Text"
- 3.1.4.2. Ergebnis
- 3.1.5. 1Sam 1-4 - Pinhas ben Eli
- 3.1.5.1. "Der Text"
- 3.1.5.2. Struktur von 1Sam 1-4
- 3.1.5.3. Literarkritik von 1Sam 1-4
- 3.1.5.4. Intertextuelle Analyse von 1Sam 1-4
- 3.1.5.5. Ergebnis
- 3.1.6. Ri 20,27-28
- 3.1.6.1. "Der Text"
- 3.1.6.2. Literarkritische Beobachtungen zum Richterbuch
- 3.1.6.3. Intertextuelle Beobachtungen zu Ri 20
- 3.1.6.4. Ergebnis
- 3.1.7. Sonstige Pinhaserwähnungen in der Hebräischen Bibel
- 3.1.7.1. Ps 106,28-31
- 3.1.7.2. 1Chr 9,20
- 3.1.7.3. Genealogische Texte (Ex 6
- 1Sam 14,3
- Esr 7.8
- 1Chr 5.6)
- 3.2. Pinhas in den Inschriften vom Garizim und in der samaritanischen Tradition
- 3.2.1. Pinhas in den Inschriftenfragmenten vom Berg Garizim
- 3.2.2. Exkurs: Pinhas in der samaritanischen Tradition
- 3.2.3. Das Problem der Nutzung der samaritanischen Traditionsliteratur
- 3.3. Pinhas in der zwischentestamentlichen Literatur
- 3.3.1. Pinhas im Buch Ben Sira/Sirach
- 3.3.1.1. "Der Text"
- 3.3.1.2. Literarkritische Beobachtungen zum "Lob der Väter"
- 3.3.1.3. Intertextuelle Analyse im Vergleich zur "proto-kanonischen" Pinhastradition
- 3.3.2. Pinhas im griechischen Sirachbuch
- 3.3.2.1. "Der Text"
- 3.3.2.2. Unterschiede zwischen hebräischem und griechischem Sirach in den Pinhasabschnitten
- 3.3.3. Pinhas im 1. Makkabäerbuch
- 3.3.3.1. "Der Text"
- 3.3.3.2. Literarkritische Beobachtungen zu 1Makk (besonders 1Makk 1-2)
- 3.3.3.3. Pinhas im 1Makk im Vergleich zur proto-kanonischen Pinhastradition - intertextuelle Analyse
- 3.3.3.4. Parallelen zum "Lob der Väter" (Sir 44-50)
- 3.3.3.5. Rückschlüsse auf die literarische Entstehung des 1Makk
- 3.3.4. Pinhas und Anspielungen auf Num 25 in Funden der Judäischen Wüste
- 3.3.4.1. Nennung und Rekonstruktion von Pinhas
- 3.3.4.2. Anspielungen auf Pinhas und Num 25.31
- 3.3.4.3. Die Kriegskonzeption von 1QM im Vergleich zu Num 31/Dtn 20
- Kapitel 4: Literargeschichtliche Einordnung der Pinhastexte in die Debatte um Hexateuch und Pentateuch sowie die Formation der Hebräischen Bibel
- 4.1. Die Konkurrenz der Hexateuch- und der Pentateuchkonzeption
- 4.1.1. Das pan-israelitische Profil der Hexateuchkonzeption
- 4.1.2. Das exklusivistische Profil der Pentateuchkonzeption
- 4.2. Die spät-priesterliche Bearbeitung des Hexateuchs/Pentateuchs - die literarische Konstruktion des Priesters Pinhas ben Eleasar
- 4.2.1. Das hierokratische Profil der spät-priesterlichen Bearbeitung in Numeri
- 4.2.2. Das Verhältnis von Num 25-36 zu den priesterlichen Texten bzw. der spät-priesterlichen Bearbeitung im Josuabuch
- 4.2.3. Spät-priesterliche Bearbeitungen außerhalb des Hexateuchs?
- 4.3. Vergleich des theologischen Profils des hebräischen Sirachbuches mit den spät-priesterlichen Bearbeitungen des Hexateuchs
- 4.4. Die Formation der Hebräischen Bibel - ein "Enneateuch" auf Ebene des proto-MT
- 1. Theologisches Profil des proto-MT
- 2. Vergleich des proto-MT mit dem theologischen Profil des 1Makk
- Kapitel 5: Sozial- und religionsgeschichtliche Einordnung der Konstruktion und Rezeption des Pinhas
- 5.1. Die Konkurrenz der Konzeptionen des Hexateuchs und des Pentateuchs in spät-persischer Zeit um 400 v. Chr
- 5.1.1. Das Verhältnis von Jehud und Samerina in spät-persischer Zeit
- 5.1.2. Die sozial- und religionsgeschichtliche Verortung der Hexateuch-/ Pentateuchkonzeption
- 5.1.2.1. Die Abwendung von der "Reichsautorisationsthese"
- 5.1.2.2. Der Pentateuch als Produkt für die oder aus der Diaspora?
- 5.1.2.3. Der Pentateuch als Kompromiss zwischen Jerusalem u. Garizim?
- 5.1.2.4. Der Hexateuch als Produkt für den Norden oder aus dem Norden?
- 5.1.3. Schlussfolgerungen
- 5.2. Die Hierokratie und die "spät-priesterliche Bearbeitung" des Penta-/Hexateuchs in früh-hellenistischer Zeit um 300 v. Chr
- 5.2.1. Das Verhältnis von Judäa und Samaria in früh-hellenistischer Zeit
- 5.2.2. Die sozial- und religionsgeschichtliche Verortung der spät-priesterlichen Bearbeitung
- 5.2.2.1. Der terminus ante quem für die "Endredaktion" des Pentateuchs
- 5.2.2.2. Die kultische und profane Autorität der Priesterschaft
- 5.2.2.3. "Midian" als Chiffre für die Nabatäer
- 5.2.2.4. Die spät-priesterliche Bearbeitung in Jerusalem?
- 5.2.2.5. Verortung der spät-priesterlichen Bearbeitung auf dem Garizim
- 5.2.3. Schlussfolgerungen
- 5.3. Die Verortung des Hebräischen Sirachbuches um 200 v. Chr
- 5.3.1. Das Verhältnis von Judäa und Samaria in seleukidischer Zeit
- 5.3.2. Die sozial- und religionsgeschichtliche Verortung des hebräischen Sirachbuches
- 5.3.3. Schlussfolgerungen
- 5.4. Die Formation der Hebräischen Bibel als "Enneateuch" auf der Ebene des proto-MT unter hasmonäischer Herrschaft um 100 v. Chr
- 5.4.1. Das Verhältnis von Judäa und Samaria in hasmonäischer Zeit
- 5.4.2. Die sozial- und religionsgeschichtliche Verortung der Formation der Hebräischen Bibel
- 5.4.2.1. Die soziale Zusammensetzung der Makkabäischen Bewegung und die historische Verortung des 1. Makkabäerbuchs
- 5.4.2.2. Der Enneateuch des proto-MT als Legitimation hasmonäischer Expansionspolitik
- 5.4.2.3. Die Kritik an den Hasmonäern durch die Pharisäer und mögliche Verbindungen zur Levitradition
- 5.4.2.4. Anmerkungen zum Verhältnis der Qumrangemeinschaft zu den Hasmonäern anhand des "Pinhasschweigens" in den Schriften der Judäischen Wüste
- 5.4.2.5. Anmerkungen zum Verhältnis zwischen Qumrangemeinschaft und JHWH-Gläubigen auf dem Berg Garizim
- 5.4.3. Schlussfolgerungen
- 5.5. Offene Fragen
- Kapitel 6: Synthese
- Literaturverzeichnis
- Stellenregister
- Namenregister
- Sachregister
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