
Contergan
Eine genealogische Studie des Zusammenhangs wissenschaftlicher Diskurse und biographischer Erfahrungen
Walburga Katharina Freitag(Author)
Waxmann Verlag GmbH
1st Edition
Published on 1. June 2005
454 pages
978-3-8309-6503-9 (ISBN)
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Description
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Als Genealogie bezeichnet Foucault eine Analyse der Geschichte der Gegenwart, die die Konstitution des Subjekts im historisch-kulturellen Zusammenhang zu erklären vermag. Diese Denkfigur greift die Autorin in ihrer Studie auf, hält sich jedoch nicht an die foucaultsche Regel, sich dabei vom konstituierenden Subjekt zu befreien. Stattdessen gibt sie ihm einen angemessenen Ort, indem sie sich der Frage zuwendet, welche biographische Bedeutung die von orthopädischen, sonder- und heilpädagogischen Disziplinen entwickelten Normalisierungspraktiken aus der Perspektive derjenigen gewonnen haben, denen der Diskurs galt.
Die biographischen Erzählungen contergangeschädigter Frauen und Männer, so ein zentrales Ergebnis, lassen ihrerseits Regeln erkennen, nach denen biographisch 'wahres' Wissen entwickelt wird und Ablehnungen und Modifikationen der Bezeichnungs- und Normalisierungspraktiken verlaufen. Zudem geben sie Hinweise auf Bildung von gesellschaftlichen Gegenentwürfen, die kurz davor sind, in moralisch motivierte Kämpfe zu fließen.
Dr. Walburga Katharina Freitag, Erziehungswissenschaftlerin, leitet den Arbeitsbereich Lebenslanges Lernen am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Hannover. Ihre gegenwärtigen Forschungsfragen sind, wie Hochschulen und andere relevante Institutionen die Anforderung umsetzen, Strukturen für Lebenslanges Lernen im hochschulischen Kontext zu schaffen und wie sich Lernverhältnisse für berufstätige Studierende ausgestalten. Öffnung der Hochschulen, Durchlässigkeit, Selektionsprozesse, Heterogenität und Gender sind wichtige analytische Kategorien.
Die biographischen Erzählungen contergangeschädigter Frauen und Männer, so ein zentrales Ergebnis, lassen ihrerseits Regeln erkennen, nach denen biographisch 'wahres' Wissen entwickelt wird und Ablehnungen und Modifikationen der Bezeichnungs- und Normalisierungspraktiken verlaufen. Zudem geben sie Hinweise auf Bildung von gesellschaftlichen Gegenentwürfen, die kurz davor sind, in moralisch motivierte Kämpfe zu fließen.
Dr. Walburga Katharina Freitag, Erziehungswissenschaftlerin, leitet den Arbeitsbereich Lebenslanges Lernen am Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), Hannover. Ihre gegenwärtigen Forschungsfragen sind, wie Hochschulen und andere relevante Institutionen die Anforderung umsetzen, Strukturen für Lebenslanges Lernen im hochschulischen Kontext zu schaffen und wie sich Lernverhältnisse für berufstätige Studierende ausgestalten. Öffnung der Hochschulen, Durchlässigkeit, Selektionsprozesse, Heterogenität und Gender sind wichtige analytische Kategorien.
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Language
German
File size
5,14 MB
ISBN-13
978-3-8309-6503-9 (9783830965039)
Schweitzer Classification
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Walburga Katharina Freitag
Contergan
Eine genealogische Studie des Zusammenhangs wissenschaftlicher Diskurse und biographischer Erfahrungen
Book
04/2015
1st Edition
Waxmann
€49.90
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Content
1 - Vorwort [Seite 5]
2 - Inhalt [Seite 7]
3 - 1 Einleitung [Seite 11]
4 - 2 Methodologische Anmerkungen zur ersten Studie [Seite 17]
4.1 - 2.1 Diskurs, Wissen, Macht und Körper bei Foucault [Seite 17]
4.1.1 - 2.1.1 Diskurse als Ordnungsprinzipien des Wissens [Seite 18]
4.1.2 - 2.1.2 Diskursanalyse [Seite 20]
4.1.3 - 2.1.3 Körperpolitik: Körper und Gefühle [Seite 21]
4.1.4 - 2.1.4 Wissen und Macht [Seite 23]
4.1.5 - 2.1.5 Vom 'Wissen - Objekt' zum 'Wissen - Subjekt' oder: Lust und Begehren als Positivitäten der Macht [Seite 24]
4.2 - 2.2 Sortierung des Materials der ersten Studie [Seite 26]
4.3 - 2.3 Disziplinen, Forschungs- und Publikationsphasen - ein Überblick [Seite 28]
5 - 3 Konstruktion des 'Dysmelie-Kindes' [Seite 32]
5.1 - 3.1 Prolog: Das unsichtbare Phänomen 'Thalidomid-Polyneuritis' [Seite 33]
5.2 - 3.2 Zeichensuche: Das sichtbare/unsichtbare Phänomen 'Thalidomid-Embryopathie' [Seite 36]
5.3 - 3.3 Bezeichnungspraktiken [Seite 44]
5.4 - 3.4 Naturalisierungspraktiken [Seite 48]
5.5 - 3.5 Juristische Absicherung der medizinisch (an-)erkannten Zeichen und Schädigungen [Seite 50]
5.6 - 3.6 Folgen der Ein- und Ausschlusspraktiken [Seite 53]
6 - 4 Medizinische Habilitationspraktiken [Seite 54]
6.1 - 4.1 Dominanz des orthopädischen Blicks [Seite 56]
6.2 - 4.2 Wortführer des Diskurses [Seite 59]
6.3 - 4.3 Orthopädisches Behandlungsprogramm [Seite 63]
6.3.1 - 4.3.1 Normalisierung durch Richten der Glieder, Arm- und Beinprothesen [Seite 63]
6.3.2 - 4.3.2 Frühprothetisierung als neues Behandlungsdispositiv [Seite 65]
6.3.3 - 4.3.3 Prothesen und Operationen zur Korrektur der unteren Extremitäten [Seite 70]
6.4 - 4.4 Thematisierung des Einflusses externer Akteure auf die Behandlungspraktiken [Seite 72]
6.4.1 - 4.4.1 Thematisierung der Eltern [Seite 72]
6.4.1.1 - 4.4.1.1 Integration ins Elternhaus [Seite 73]
6.4.1.2 - 4.4.1.2 Die Mutter als 'beste Therapeutin' [Seite 77]
6.4.1.3 - 4.4.1.3 Behandlungswünsche der Eltern [Seite 78]
6.4.1.4 - 4.4.1.4 Zuweisung von Verantwortung und Zuständigkeit bei Misserfolgen [Seite 80]
6.4.2 - 4.4.2 Beziehungen zu politischen Akteuren und Finanziers von Projekten [Seite 82]
6.4.3 - 4.4.3 Wissenschaftliche Forschungsförderung [Seite 85]
6.5 - 4.5 Funktion des Diskurses [Seite 86]
6.6 - 4.6 Legitimation und Absicherung der Behandlungspraktiken [Seite 87]
7 - 5 Psychosoziale Habilitationspraktiken [Seite 88]
7.1 - 5.1 Dominanz des heil- und sonderschulpädagogischen Blicks [Seite 89]
7.2 - 5.2 Wortführer des Diskurses [Seite 91]
7.2.1 - 5.2.1 Mental-Health-Gruppe München e.V. [Seite 91]
7.2.2 - 5.2.2 Heilpädagogisches Institut der Pädagogischen Hochschule Hannover [Seite 97]
7.2.3 - 5.2.3 Forschungsgemeinschaft 'Das körperbehinderte Kind' e.V., Köln [Seite 104]
7.2.4 - 5.2.4 Institut für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Reutlingen [Seite 112]
7.2.5 - 5.2.5 Schulpsychologischer Dienst der Hamburger Behörde für Schule, Jugend und Berufsausbildung [Seite 120]
7.2.6 - 5.2.6 Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Hör- und Sprachgeschädigten [Seite 122]
7.2.7 - 5.2.7 Sonderforschungsbereich 88 der Universität Münster [Seite 125]
7.3 - 5.3 Funktion und Legitimation des Diskurses [Seite 129]
7.4 - 5.4 Umsetzungsprobleme [Seite 131]
7.5 - 5.5 Einflussnahme medizinischer Habilitationspraktiken [Seite 133]
8 - 6 Berufsbildungsdiskurs [Seite 136]
8.1 - 6.1 Zentrale Themen und Gestalter des Diskurses [Seite 138]
8.1.1 - 6.1.1 Berufsfähigkeit und Vermittelbarkeit aus der Sicht der Sonderschulpädagogik [Seite 138]
8.1.2 - 6.1.2 Berufseignungsdiagnostik und Kritik an der Berufswahlvorbereitung [Seite 141]
8.1.3 - 6.1.3 Berufsberatung durch die Bundesanstalt für Arbeit [Seite 145]
8.1.4 - 6.1.4 Arbeitserprobung und Berufsausbildung in Berufsbildungswerken [Seite 147]
8.1.5 - 6.1.5 Berufsverbleibsstudien: "Was aus ihnen wurde" [Seite 152]
8.2 - 6.2 Funktion und Wirkung des Berufsbildungsdiskurs [Seite 159]
9 - 7 Methodologische Anmerkungen zur zweiten Studie [Seite 163]
9.1 - 7.1 Von der Prothetisierung des Körpers zur Hermeneutik des Subjekts [Seite 163]
9.2 - 7.2 Biographieforschung und das interpretative Paradigma [Seite 166]
9.2.1 - 7.2.1 Die idealtypische Gestaltung der Interviewsituation [Seite 170]
9.2.2 - 7.2.2 Die formale Analyse biographischer Narrationen [Seite 171]
9.3 - 7.3 Interviews mit contergangeschädigten Frauen und Männern [Seite 177]
10 - 8 Geschichten der biographischen Auseinandersetzung mit 'wahrem' Wissen [Seite 179]
10.1 - 8.1 Elisabeth Henze [Seite 179]
10.1.1 - 8.1.1 Kurzbiographie [Seite 179]
10.1.2 - 8.1.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 183]
10.1.3 - 8.1.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 185]
10.1.3.1 - 8.1.3.1 Hoher Preis für den Zugang zum Regelschulsystem [Seite 185]
10.1.3.2 - 8.1.3.2 In den Fängen der Medizin: Normalisierung der Beine [Seite 192]
10.1.3.3 - 8.1.3.3 Trennungen, Misstrauen und Orientierungslosigkeit [Seite 197]
10.1.3.4 - 8.1.3.4 Ausbildung und Studium [Seite 204]
10.1.3.5 - 8.1.3.5 Opfer eines Überfalls und Jahre "Out of Space" [Seite 210]
10.1.4 - 8.1.4 Handlungskapazitäten und Handlungsverluste oder 'Psychotherapie und Wen-Do als Wege der 'Sorge um sich' [Seite 216]
10.2 - 8.2 Heiner Offel [Seite 221]
10.2.1 - 8.2.1 Kurzbiographie [Seite 221]
10.2.2 - 8.2.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 225]
10.2.3 - 8.2.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 228]
10.2.3.1 - 8.2.3.1 Kindheit im Krankenhaus [Seite 228]
10.2.3.2 - 8.2.3.2 Körperbehindertenschule und Trennung von den anderen 'Contis' [Seite 234]
10.2.3.3 - 8.2.3.3 Berufsvorbereitung und Ausbildung im Rehazentrum [Seite 237]
10.2.3.4 - 8.2.3.4 Verwirklichung der Interessen durch Hundezucht [Seite 246]
10.2.4 - 8.2.4 Handlungskapazitäten oder 'Gesellschaftliche Partizipation und Anerkennung (nur) durch Hundezucht' [Seite 250]
10.3 - 8.3 Vera Nickel [Seite 254]
10.3.1 - 8.3.1 Kurzbiographie [Seite 254]
10.3.2 - 8.3.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 257]
10.3.3 - 8.3.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 259]
10.3.3.1 - 8.3.3.1 Entwicklung einer biographischen Identität als contergangeschädigte Frau [Seite 259]
10.3.3.2 - 8.3.3.2 Erwachsenenzeit: Kampf um das Zutrauen, Kinder groß zu ziehen und Kritik an den "Normis" [Seite 270]
10.3.3.3 - 8.3.3.3 Schul- und Berufsausbildung: Biographisch relevante Entscheidungen [Seite 277]
10.3.3.4 - 8.3.3.4 Erfahrungen mit dem medizinischen (Rehabilitations-)System [Seite 281]
10.3.4 - 8.3.4 Handlungskapazitäten oder 'Pfeffer ans Leben geben' [Seite 291]
10.4 - 8.4 Stefan Neumann [Seite 295]
10.4.1 - 8.4.1 Kurzbiographie [Seite 295]
10.4.2 - 8.4.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 298]
10.4.3 - 8.4.3 Analyse der Erzählung [Seite 299]
10.4.3.1 - 8.4.3.1 Widerstand gegen medizinische Normalisierungspraktiken und ein unhinterfragtes Leben mit kurzen Armen [Seite 299]
10.4.3.2 - 8.4.3.2 Schul- und Berufsausbildung [Seite 302]
10.4.4 - 8.4.4 Handlungskapazitäten oder 'Rückhalt in der Herkunftsfamilie' [Seite 310]
10.5 - 8.5 Susanne Grün [Seite 313]
10.5.1 - 8.5.1 Kurzbiographie [Seite 313]
10.5.2 - 8.5.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 316]
10.5.3 - 8.5.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 317]
10.5.3.1 - 8.5.3.1 Erfahrungen mit dem medizinischen Rehabilitationssystem [Seite 317]
10.5.3.2 - 8.5.3.2 Problemloser Zugang zu normalen Bildungseinrichtungen [Seite 321]
10.5.3.3 - 8.5.3.3 Erste Beziehung und Studienbeginn [Seite 328]
10.5.3.4 - 8.5.3.4 Ausbildung und Berufstätigkeit beim Finanzamt [Seite 333]
10.5.3.5 - 8.5.3.5 Studium der Psychologie [Seite 338]
10.5.3.6 - 8.5.3.6 Nachschlag: Kritik an der Schulmedizin und noch einmal Prothesen [Seite 341]
10.5.4 - 8.5.4 Handlungskapazitäten oder 'Die Feldenkrais-Methode als Weg zur Selbstwahrnehmung und Selbstsorge' [Seite 349]
10.6 - 8.6 Bernd Kreienbrink [Seite 352]
10.6.1 - 8.6.1 Kurzbiographie [Seite 352]
10.6.2 - 8.6.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 355]
10.6.3 - 8.6.3 Feinanalyse der Erzählung [Seite 356]
10.6.3.1 - 8.6.3.1 Initiative der Mutter zur Umsetzung des Rechts auf Bildung [Seite 356]
10.6.3.2 - 8.6.3.2 Medizinische Verweigerungs- und Normalisierungspraktiken [Seite 361]
10.6.3.3 - 8.6.3.3 Sportliche Höchstleistungen [Seite 367]
10.6.3.4 - 8.6.3.4 Studium der Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Schwerbehindertenarbeit [Seite 369]
10.6.4 - 8.6.4 Handlungskapazitäten oder 'Sport als Weg zur Körperbeherrschung und Selbstentwicklung' [Seite 374]
10.7 - 8.7 Annette Migula [Seite 377]
10.7.1 - 8.7.1 Kurzbiographie [Seite 378]
10.7.2 - 8.7.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 380]
10.7.3 - 8.7.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 381]
10.7.3.1 - 8.7.3.1 Erfahrungen mit dem medizinischen Rehabilitationssystem [Seite 381]
10.7.3.2 - 8.7.3.2 Unkomplizierte Schulzeit im Regelschulsystem [Seite 395]
10.7.3.3 - 8.7.3.3 Ausbildung zur Erzieherin oder zur Beamtin? [Seite 397]
10.7.3.4 - 8.7.3.4 Bedeutung der Berufstätigkeit als Erzieherin im Heimbereich [Seite 402]
10.7.4 - 8.7.4 Handlungskapazitäten oder 'Berührt werden und Gespräche als Wege der Selbsterkenntnis und 'Sorge um sich' [Seite 409]
11 - 9 Dispositive, biographische Erfahrungen, Macht, Lust und die 'Sorge um sich' [Seite 413]
11.1 - 9.1 Eltern unterstützen ihre Kinder und entscheiden gemeinsam ohne Rücksprache mit Disziplinen [Seite 413]
11.2 - 9.2 Biographische Bedeutsamkeit der Normalisierungspraktiken [Seite 415]
11.3 - 9.3 Wissenschaftliches versus biographisch 'wahres' Wissen [Seite 419]
11.4 - 9.4 Epilog: Anerkennung als zentrales biographisches Thema [Seite 423]
12 - Literatur [Seite 429]
13 - Anhang [Seite 451]
13.1 - Anhang 1: Medizinische Fachbegriffe [Seite 451]
13.2 - Anhang 2: Siglen der Schriften von Michel Foucault [Seite 453]
13.3 - Anhang 3: Siglen der Dysmelie-Arbeitstagungen (nach Tagungsjahr) [Seite 453]
13.4 - Anhang 4: Transkriptionsnotation [Seite 454]
2 - Inhalt [Seite 7]
3 - 1 Einleitung [Seite 11]
4 - 2 Methodologische Anmerkungen zur ersten Studie [Seite 17]
4.1 - 2.1 Diskurs, Wissen, Macht und Körper bei Foucault [Seite 17]
4.1.1 - 2.1.1 Diskurse als Ordnungsprinzipien des Wissens [Seite 18]
4.1.2 - 2.1.2 Diskursanalyse [Seite 20]
4.1.3 - 2.1.3 Körperpolitik: Körper und Gefühle [Seite 21]
4.1.4 - 2.1.4 Wissen und Macht [Seite 23]
4.1.5 - 2.1.5 Vom 'Wissen - Objekt' zum 'Wissen - Subjekt' oder: Lust und Begehren als Positivitäten der Macht [Seite 24]
4.2 - 2.2 Sortierung des Materials der ersten Studie [Seite 26]
4.3 - 2.3 Disziplinen, Forschungs- und Publikationsphasen - ein Überblick [Seite 28]
5 - 3 Konstruktion des 'Dysmelie-Kindes' [Seite 32]
5.1 - 3.1 Prolog: Das unsichtbare Phänomen 'Thalidomid-Polyneuritis' [Seite 33]
5.2 - 3.2 Zeichensuche: Das sichtbare/unsichtbare Phänomen 'Thalidomid-Embryopathie' [Seite 36]
5.3 - 3.3 Bezeichnungspraktiken [Seite 44]
5.4 - 3.4 Naturalisierungspraktiken [Seite 48]
5.5 - 3.5 Juristische Absicherung der medizinisch (an-)erkannten Zeichen und Schädigungen [Seite 50]
5.6 - 3.6 Folgen der Ein- und Ausschlusspraktiken [Seite 53]
6 - 4 Medizinische Habilitationspraktiken [Seite 54]
6.1 - 4.1 Dominanz des orthopädischen Blicks [Seite 56]
6.2 - 4.2 Wortführer des Diskurses [Seite 59]
6.3 - 4.3 Orthopädisches Behandlungsprogramm [Seite 63]
6.3.1 - 4.3.1 Normalisierung durch Richten der Glieder, Arm- und Beinprothesen [Seite 63]
6.3.2 - 4.3.2 Frühprothetisierung als neues Behandlungsdispositiv [Seite 65]
6.3.3 - 4.3.3 Prothesen und Operationen zur Korrektur der unteren Extremitäten [Seite 70]
6.4 - 4.4 Thematisierung des Einflusses externer Akteure auf die Behandlungspraktiken [Seite 72]
6.4.1 - 4.4.1 Thematisierung der Eltern [Seite 72]
6.4.1.1 - 4.4.1.1 Integration ins Elternhaus [Seite 73]
6.4.1.2 - 4.4.1.2 Die Mutter als 'beste Therapeutin' [Seite 77]
6.4.1.3 - 4.4.1.3 Behandlungswünsche der Eltern [Seite 78]
6.4.1.4 - 4.4.1.4 Zuweisung von Verantwortung und Zuständigkeit bei Misserfolgen [Seite 80]
6.4.2 - 4.4.2 Beziehungen zu politischen Akteuren und Finanziers von Projekten [Seite 82]
6.4.3 - 4.4.3 Wissenschaftliche Forschungsförderung [Seite 85]
6.5 - 4.5 Funktion des Diskurses [Seite 86]
6.6 - 4.6 Legitimation und Absicherung der Behandlungspraktiken [Seite 87]
7 - 5 Psychosoziale Habilitationspraktiken [Seite 88]
7.1 - 5.1 Dominanz des heil- und sonderschulpädagogischen Blicks [Seite 89]
7.2 - 5.2 Wortführer des Diskurses [Seite 91]
7.2.1 - 5.2.1 Mental-Health-Gruppe München e.V. [Seite 91]
7.2.2 - 5.2.2 Heilpädagogisches Institut der Pädagogischen Hochschule Hannover [Seite 97]
7.2.3 - 5.2.3 Forschungsgemeinschaft 'Das körperbehinderte Kind' e.V., Köln [Seite 104]
7.2.4 - 5.2.4 Institut für Sonderpädagogik der Pädagogischen Hochschule Reutlingen [Seite 112]
7.2.5 - 5.2.5 Schulpsychologischer Dienst der Hamburger Behörde für Schule, Jugend und Berufsausbildung [Seite 120]
7.2.6 - 5.2.6 Deutsche Gesellschaft zur Förderung der Hör- und Sprachgeschädigten [Seite 122]
7.2.7 - 5.2.7 Sonderforschungsbereich 88 der Universität Münster [Seite 125]
7.3 - 5.3 Funktion und Legitimation des Diskurses [Seite 129]
7.4 - 5.4 Umsetzungsprobleme [Seite 131]
7.5 - 5.5 Einflussnahme medizinischer Habilitationspraktiken [Seite 133]
8 - 6 Berufsbildungsdiskurs [Seite 136]
8.1 - 6.1 Zentrale Themen und Gestalter des Diskurses [Seite 138]
8.1.1 - 6.1.1 Berufsfähigkeit und Vermittelbarkeit aus der Sicht der Sonderschulpädagogik [Seite 138]
8.1.2 - 6.1.2 Berufseignungsdiagnostik und Kritik an der Berufswahlvorbereitung [Seite 141]
8.1.3 - 6.1.3 Berufsberatung durch die Bundesanstalt für Arbeit [Seite 145]
8.1.4 - 6.1.4 Arbeitserprobung und Berufsausbildung in Berufsbildungswerken [Seite 147]
8.1.5 - 6.1.5 Berufsverbleibsstudien: "Was aus ihnen wurde" [Seite 152]
8.2 - 6.2 Funktion und Wirkung des Berufsbildungsdiskurs [Seite 159]
9 - 7 Methodologische Anmerkungen zur zweiten Studie [Seite 163]
9.1 - 7.1 Von der Prothetisierung des Körpers zur Hermeneutik des Subjekts [Seite 163]
9.2 - 7.2 Biographieforschung und das interpretative Paradigma [Seite 166]
9.2.1 - 7.2.1 Die idealtypische Gestaltung der Interviewsituation [Seite 170]
9.2.2 - 7.2.2 Die formale Analyse biographischer Narrationen [Seite 171]
9.3 - 7.3 Interviews mit contergangeschädigten Frauen und Männern [Seite 177]
10 - 8 Geschichten der biographischen Auseinandersetzung mit 'wahrem' Wissen [Seite 179]
10.1 - 8.1 Elisabeth Henze [Seite 179]
10.1.1 - 8.1.1 Kurzbiographie [Seite 179]
10.1.2 - 8.1.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 183]
10.1.3 - 8.1.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 185]
10.1.3.1 - 8.1.3.1 Hoher Preis für den Zugang zum Regelschulsystem [Seite 185]
10.1.3.2 - 8.1.3.2 In den Fängen der Medizin: Normalisierung der Beine [Seite 192]
10.1.3.3 - 8.1.3.3 Trennungen, Misstrauen und Orientierungslosigkeit [Seite 197]
10.1.3.4 - 8.1.3.4 Ausbildung und Studium [Seite 204]
10.1.3.5 - 8.1.3.5 Opfer eines Überfalls und Jahre "Out of Space" [Seite 210]
10.1.4 - 8.1.4 Handlungskapazitäten und Handlungsverluste oder 'Psychotherapie und Wen-Do als Wege der 'Sorge um sich' [Seite 216]
10.2 - 8.2 Heiner Offel [Seite 221]
10.2.1 - 8.2.1 Kurzbiographie [Seite 221]
10.2.2 - 8.2.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 225]
10.2.3 - 8.2.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 228]
10.2.3.1 - 8.2.3.1 Kindheit im Krankenhaus [Seite 228]
10.2.3.2 - 8.2.3.2 Körperbehindertenschule und Trennung von den anderen 'Contis' [Seite 234]
10.2.3.3 - 8.2.3.3 Berufsvorbereitung und Ausbildung im Rehazentrum [Seite 237]
10.2.3.4 - 8.2.3.4 Verwirklichung der Interessen durch Hundezucht [Seite 246]
10.2.4 - 8.2.4 Handlungskapazitäten oder 'Gesellschaftliche Partizipation und Anerkennung (nur) durch Hundezucht' [Seite 250]
10.3 - 8.3 Vera Nickel [Seite 254]
10.3.1 - 8.3.1 Kurzbiographie [Seite 254]
10.3.2 - 8.3.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 257]
10.3.3 - 8.3.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 259]
10.3.3.1 - 8.3.3.1 Entwicklung einer biographischen Identität als contergangeschädigte Frau [Seite 259]
10.3.3.2 - 8.3.3.2 Erwachsenenzeit: Kampf um das Zutrauen, Kinder groß zu ziehen und Kritik an den "Normis" [Seite 270]
10.3.3.3 - 8.3.3.3 Schul- und Berufsausbildung: Biographisch relevante Entscheidungen [Seite 277]
10.3.3.4 - 8.3.3.4 Erfahrungen mit dem medizinischen (Rehabilitations-)System [Seite 281]
10.3.4 - 8.3.4 Handlungskapazitäten oder 'Pfeffer ans Leben geben' [Seite 291]
10.4 - 8.4 Stefan Neumann [Seite 295]
10.4.1 - 8.4.1 Kurzbiographie [Seite 295]
10.4.2 - 8.4.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 298]
10.4.3 - 8.4.3 Analyse der Erzählung [Seite 299]
10.4.3.1 - 8.4.3.1 Widerstand gegen medizinische Normalisierungspraktiken und ein unhinterfragtes Leben mit kurzen Armen [Seite 299]
10.4.3.2 - 8.4.3.2 Schul- und Berufsausbildung [Seite 302]
10.4.4 - 8.4.4 Handlungskapazitäten oder 'Rückhalt in der Herkunftsfamilie' [Seite 310]
10.5 - 8.5 Susanne Grün [Seite 313]
10.5.1 - 8.5.1 Kurzbiographie [Seite 313]
10.5.2 - 8.5.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 316]
10.5.3 - 8.5.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 317]
10.5.3.1 - 8.5.3.1 Erfahrungen mit dem medizinischen Rehabilitationssystem [Seite 317]
10.5.3.2 - 8.5.3.2 Problemloser Zugang zu normalen Bildungseinrichtungen [Seite 321]
10.5.3.3 - 8.5.3.3 Erste Beziehung und Studienbeginn [Seite 328]
10.5.3.4 - 8.5.3.4 Ausbildung und Berufstätigkeit beim Finanzamt [Seite 333]
10.5.3.5 - 8.5.3.5 Studium der Psychologie [Seite 338]
10.5.3.6 - 8.5.3.6 Nachschlag: Kritik an der Schulmedizin und noch einmal Prothesen [Seite 341]
10.5.4 - 8.5.4 Handlungskapazitäten oder 'Die Feldenkrais-Methode als Weg zur Selbstwahrnehmung und Selbstsorge' [Seite 349]
10.6 - 8.6 Bernd Kreienbrink [Seite 352]
10.6.1 - 8.6.1 Kurzbiographie [Seite 352]
10.6.2 - 8.6.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 355]
10.6.3 - 8.6.3 Feinanalyse der Erzählung [Seite 356]
10.6.3.1 - 8.6.3.1 Initiative der Mutter zur Umsetzung des Rechts auf Bildung [Seite 356]
10.6.3.2 - 8.6.3.2 Medizinische Verweigerungs- und Normalisierungspraktiken [Seite 361]
10.6.3.3 - 8.6.3.3 Sportliche Höchstleistungen [Seite 367]
10.6.3.4 - 8.6.3.4 Studium der Sozialpädagogik mit Schwerpunkt Schwerbehindertenarbeit [Seite 369]
10.6.4 - 8.6.4 Handlungskapazitäten oder 'Sport als Weg zur Körperbeherrschung und Selbstentwicklung' [Seite 374]
10.7 - 8.7 Annette Migula [Seite 377]
10.7.1 - 8.7.1 Kurzbiographie [Seite 378]
10.7.2 - 8.7.2 Struktur und Themen des Interviews [Seite 380]
10.7.3 - 8.7.3 Strukturelle Analyse der Erzählung [Seite 381]
10.7.3.1 - 8.7.3.1 Erfahrungen mit dem medizinischen Rehabilitationssystem [Seite 381]
10.7.3.2 - 8.7.3.2 Unkomplizierte Schulzeit im Regelschulsystem [Seite 395]
10.7.3.3 - 8.7.3.3 Ausbildung zur Erzieherin oder zur Beamtin? [Seite 397]
10.7.3.4 - 8.7.3.4 Bedeutung der Berufstätigkeit als Erzieherin im Heimbereich [Seite 402]
10.7.4 - 8.7.4 Handlungskapazitäten oder 'Berührt werden und Gespräche als Wege der Selbsterkenntnis und 'Sorge um sich' [Seite 409]
11 - 9 Dispositive, biographische Erfahrungen, Macht, Lust und die 'Sorge um sich' [Seite 413]
11.1 - 9.1 Eltern unterstützen ihre Kinder und entscheiden gemeinsam ohne Rücksprache mit Disziplinen [Seite 413]
11.2 - 9.2 Biographische Bedeutsamkeit der Normalisierungspraktiken [Seite 415]
11.3 - 9.3 Wissenschaftliches versus biographisch 'wahres' Wissen [Seite 419]
11.4 - 9.4 Epilog: Anerkennung als zentrales biographisches Thema [Seite 423]
12 - Literatur [Seite 429]
13 - Anhang [Seite 451]
13.1 - Anhang 1: Medizinische Fachbegriffe [Seite 451]
13.2 - Anhang 2: Siglen der Schriften von Michel Foucault [Seite 453]
13.3 - Anhang 3: Siglen der Dysmelie-Arbeitstagungen (nach Tagungsjahr) [Seite 453]
13.4 - Anhang 4: Transkriptionsnotation [Seite 454]
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