
Risikoentscheidungen im Rechtsstaat
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Content
- Cover
- Titel
- Vorwort
- Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- Einleitung
- A. Verwaltungsrecht im Wandel
- B. Das Arzneimittelrecht als Referenzgebiet
- C. Risikoentscheidungen als Leitproblem
- Erster Teil Das Verwaltungsrecht und die Entwicklung des Staatszwecks der Gefahrenabwehr
- § 1 Entwicklungsetappen des Verwaltungsrechts
- A. Die Idee des klassischen Verwaltungsrechts und ihre Beziehung zur staatlichen Gefahrenabwehr
- B. Die Subjektivierung des Verwaltungsrechts
- C. Herausforderungen des Verwaltungsrechts durch komplexe Entscheidungen
- § 2 Restriktion und Renaissance des Staatszwecks der Gefahrenabwehr
- A. Die Trennung von eudämonistischen und sekuritativen Staatszwecken
- B. Der restriktive Polizeibegriff seit dem Kreuzberg-Urteil
- C. Die Sonderrolle polizeilicher Gefahrtatbestände im Kanon der Staatszwecke
- D. Der Rang des Staatszwecks "Gefahrenabwehr" und seine Renaissance in der Gegenwart
- § 3 Die Staatspflicht zur Risikominderung
- A. Subjektive Rechte auf Sicherheit
- I. Die Thematisierung von Sicherheit als Grundrechtsfunktion
- II. Die Do-ut-des-Begründung staatlicher Schutzpflichten
- 1. Staatliches Gewaltmonopol als Ausgangspunkt
- 2. Begründung von Schutzpflichten aus dem Wertgehalt von Grundrechten
- 3. Anspruch auf Sicherheitsgewährung bei staatlicher Garantenstellung
- 4. Die Begründung subjektiver Schutzansprüche als Überschreitung des Subjektivitätsparadigmas
- III. Der Zusammenhang zwischen Schutzpflichtgedanke und Erweiterung staatlicher Gefahrenabwehr
- IV. In dubio pro securitate?
- B. Soziologische Deutungsversuche moderner Risikowahrnehmungen
- I. Risiko als Problem- und Deutungskategorie
- II. Die Gesellschaft in der Risikoperspektive
- 1. Die Rede von der Risikogesellschaft
- 2. Versuche der Begriffsklärung
- 3. "Gefahr" und "Risiko" als Bezeichnungen für Zurechnungsmodi
- 4. Zwischenergebnis
- III. Die Kontingenz von Risikoentscheidungen
- 1. Gesellschaftliche Komplexität und die Zunahme von Selektionszwängen
- 2. Die Selektivität der Risikodiskussion
- Zweiter Teil Der Umgang mit Risiken im Verwaltungsrecht
- § 4 Die Ausdehnung staatlicher Gefahrenabwehr zur Risikovorsorge im Atom- und Immissionsrecht
- A. Die Theoretisierung der Gefahrschwelle im Atomrecht
- I. Besonderheiten kerntechnischer Genehmigungen: Komplexe Technologien, hohes Schadenspotential und öffentliche Aufmerksamkeit
- II. Die Gefahrprognose im Atomrecht - Grenzen des gefahrrechtlichen Wahrscheinlichkeitsurteils
- 1. Der Kausalnexus der Schadensprognose
- 2. Die normative Flexibilisierung des Wahrscheinlichkeitsurteils
- 3. Die Verbindung von Gefahr- und Vorsorgegesichtspunkten in § 7 Abs. 2 Nr. 3 AtG
- a) Gefahrenabwehr, Schadensvorsorge und Restrisiko - Reaktion auf den Verlust von Beurteilungssicherheit
- b) Die Verbindung von Rechts- und Wissensfragen
- c) Mangelnde Einpassung des Risikobegriffs
- III. Risikovorsorge jenseits traditionell begründeter Wahrscheinlichkeitsprognosen
- 1. Der Risikobegriff im Atomrecht
- 2. Wahrscheinlichkeitsprognose auf der Grundlage nur theoretischer Annahmen
- 3. Die Wissenschaftsabhängigkeit der atomrechtlichen Risikoabschätzung
- a) Der Übergang vom Erfahrungswissen zur theoretischen Schadensermittlung
- b) Rechtsentscheidung im wissenschaftlichen Meinungsstreit?
- c) Die Rolle des wissenschaftlichen Sachverstandes im Atomrecht
- IV. Die atomrechtliche Schadensvorsorge als singuläre Kombination der Begriffe "Gefahr" und "Risiko"
- B. Der Vorsorgebegriff im Immissionsschutzrecht
- I. Die Besonderheit immissionsschutzrechtlicher Risikovorsorge
- II. Immissionsschutzrechtliche Risikominimierung im Übergangsbereich zwischen Gefahrenabwehr und staatlicher Bewirtschaftung
- C. Die Ausdehnung staatlicher Gefahrenabwehr zur Risikovorsorge als Ursache für Zurechnungs- und Rationalitätsprobleme des Verwaltungsrechts
- § 5 Konturen und Probleme eines allgemeinen Risikobegriffs im Verwaltungsrecht
- A. Der Risikobegriff im Entwurf eines Umweltgesetzbuches
- I. Umweltgefahren und Umweltrisiken als Eingriffsvoraussetzungen
- II. Die Verselbständigung des Risikobegriffs und sein Avancement zum Oberbegriff
- III. Übereinstimmung des Risikobegriffs im UGBE-AT mit den Leitlinien zur Umweltvorsorge
- IV. Legalitätsprinzip für die Gefahrenabwehr und Eingriffsermächtigung unterhalb des Gefahrenverdachts
- B. Der Risikobegriff im Drei-Stufen-Konzept
- C. Kritik am Drei-Stufen-Konzept
- D. Wertungsabhängigkeit und Gestaltungstendenz des Risikobegriffs
- E. Zwischenergebnis
- § 6 Neue Modelle staatlicher Risikoentscheidungen
- A. Der Begriff "Risikoentscheidung" und seine Modellausprägungen
- B. Die staatliche Beurteilung der Risiken der Gentechnik
- I. Staatliche Kontrolle ohne ausreichende Erfahrungsgrundlage
- II. Die staatliche Risikoorganisierung nach dem GenTG
- 1. Risk-Assessment und -Management im Sicherheitsstufensystem
- 2. Mehrfach differenzierte Kontrolle
- 3. Die materiellen Risikoentscheidungen im Gentechnikrecht und die Technik der Risikoeinordnung
- a) Schwerpunkte materieller Risikoentscheidungen im Gentechnikrecht
- b) Die Bedeutung der GenTSV bei der Einordnung in Sicherheitsstufen
- c) Die Risikoabwägung bei Freisetzungen und Inverkehrbringen
- d) Die Nutzen-Risiko-Bilanz als Typmerkmal von Risikoentscheidungen
- 4. Risikoermittlung und Risikobewertung als Dreiecksentscheidung zwischen Antragsteller, Behörde und Kommission
- 5. Die Kommission
- a) Zusammensetzung, Aufgabe und Arbeitsweise der Kommission
- b) Unabhängigkeit der Kommissionsmitglieder
- c) Kompetenzprobleme zwischen Kommission und Behörde
- 6. Öffentlichkeitsbeteiligung
- III. Resümee: Gentechnikrecht als Risikoverwaltungsrecht
- C. Risikoerfassung und Risikosteuerung im Chemikalienrecht
- I. Das Komplexitätsproblem der staatlichen Chemikalienüberwachung
- II. Die Ausdehnung des gesetzlichen Schutzzwecks zur Risikovorsorge und die Absenkung der Eingriffsschwelle
- III. Risikobeobachtung und -datensammlung
- IV. Risikobewertung
- V. Das begriffliche Systematisierungsdefizit des Chemikalienrechts
- VI. Grenzwerte am Beispiel des gefahrstoffrechtlichen Arbeitsschutzes
- 1. Schutzpflichten des Arbeitgebers anhand von Konzentrations-Grenzwerten
- 2. Idee und Problematik von Grenzwertkonzepten
- 3. Der Gefahrstoffausschuß als Beispiel für eine Kombination von Sachverstand und Interessenpluralisierung
- VII. Typenbildende Charakteristika des Chemikalienrechts
- D. Die Überwachung von Pflanzenschutzmitteln als präventive Produktkontrolle im Verdachtsbereich
- I. Das Pflanzenschutzrecht als Beispiel produktbezogener Risikoentscheidungen
- II. Die pflanzenschutzrechtliche Zulassungsentscheidung
- 1. Die Zulassungsvoraussetzungen
- 2. § 15 Abs. 1 Nr. 3 PflSchG - Gefahr- und Vorsorgetatbestand
- 3. Definition der Verdachtsschwelle in § 15 Abs. 1 Nr. 3 lit. b PflSchG durch das BVerwG
- III. Die schwache Bestandswirkung von Zulassungsentscheidungen im Ungewißheitsbereich
- IV. Zwischenergebnis
- Dritter Teil Referenzgebiet Arzneimittelsicherheit: Entscheidungsprobleme und Überwachungsverfahren
- § 7 Die arzneimittelrechtliche Risikoentscheidung
- A. Der Modellcharakter der staatlichen Arzneimittelüberwachung
- B. Arzneimittelrechtliche Maßnahmen als Risikoentscheidungen
- I. Der gesetzliche Auftrag zur Schaffung und Erhaltung von Arzneimittelsicherheit
- II. Kontrolle im Bereich des Gefahrenverdachts und unausweichlicher Risiken
- III. Die Spezifik arzneimittelrechtlicher Risikoentscheidungen
- 1. Mangelnde Erprobungserfahrung bei präventiver Zulassung
- 2. Wirksamkeitsfeststellung
- a) Problemabmessungen
- b) Nachweismethode zwischen Wissenschaftsverweis und Tendenzschutz
- c) Abwägungsgesteuerte Auslegung des Risikotatbestandsmerkmals "therapeutische Wirksamkeit"
- 3. Nebenwirkungsrisiko - Informations- und Abwägungsproblem
- a) Nebenwirkungsbeurteilung als Verdachtsentscheidung
- b) Die Nutzen-Risiko-Abwägung
- IV. Die Besonderheit arzneimittelrechtlicher Nutzen-Risiko-Abwägungen
- § 8 Präventive Arzneimittelüberwachung
- A. Das Zulassungsverfahren
- I. Vor- und Nachmarktkontrolle
- II. Das Antragsverfahren als Unterlagenprüfverfahren
- III. Externe Vorkontrolle durch Sachverständigenvoten des Herstellers
- IV. Die Ausgestaltung des behördlichen Zulassungsverfahrens
- 1. Generalisierende Unterscheidungen nach der Größe des Risikopotentials
- 2. Differenzierung des Kontrollverfahrens nach der Risikointensität von Arzneimitteln
- V. Die Rolle externer Sachverständiger im Zulassungsverfahren
- 1. Die Zulassungskommissionen
- 2. Die Aufbereitungskommissionen
- 3. Bindungswirkung der Kommissionsvoten auf die zuständige Bundesoberbehörde
- VI. Personelle Zusammensetzung der Kommission und arzneimittelrechtliche Risikoabwägung
- VII. Beweislastproblem im Zulassungsverfahren
- 1. Positionen zur Beweislastfrage im Arzneimittelrecht
- 2. Unterschiede der Beweislastverteilung bei repressivem und präventivem Verbot
- 3. Die besondere Stellung von Risiko-Rechtsverhältnissen
- 4. Veränderungen der Beweislastgrundsätze durch Mehrdimensionalität des Rechtsverhältnisses?
- 5. Der Zusammenhang zwischen Absenkung der Eingriffsschwelle und Beweislast
- B. Die klinische Arzneimittelerprobung am Menschen - Rechtslage und Schutzpflichtfragen
- I. Die Bedeutung der klinischen Erprobung für die präventive Arzneimittelüberwachung
- II. Rechtliche Regelung und Ablauf der klinischen Erprobung
- III. Konfligierende Interessen und Rechte bei der Arzneimittelerprobung am Menschen
- IV. Nutzen-Risiko-Abwägung bei Arzneimittelversuchen am Menschen
- V. Die Ethik-Kommissionen
- 1. Grundlagen und Zusammensetzung
- 2. Vereinbarkeit der Ethik-Kommissions-Verfahren mit den §§ 40, 41 AMG
- 3. Eingriffe in die Berufsfreiheit durch Selbstverwaltungsnormen?
- VI. Zur Verfassungspflicht einer gesetzlichen Regelung zur staatlichen Überwachung klinischer Versuche am Menschen
- 1. Der Verzicht auf ein staatliches Überwachungsverfahren als Rechtsproblem
- 2. Schutzpflicht zur Einrichtung eines Genehmigungsverfahrens?
- a) Die Zusammenführung grundrechtlicher Ansprüche auf Verfahrenteilhabe mit Ansprüchen auf staatlichen Schutz
- b) Die Konturlosigkeit eines allgemeinen Schutzpflichttatbestandes
- c) Schutzpflicht aus Garantenstellung?
- d) Staatliche Ingerenz für klinische Arzneimittelversuche am Menschen
- 3. Die Bestimmung des Inhalts der Schutzpflicht
- 4. Prüfung der bestehenden Rechtslage zur klinischen Arzneimittelerprobung am Maßstab der Schutzpflicht
- VII. Zwischenergebnis
- § 9 Die Überwachung der im Verkehr befindlichen Arzneimittel
- A. Bedeutung und Probleme der Nachmarktkontrolle
- B. Die Erfassung und Sammlung von Risikodaten
- I. Zentrale Erfassung von Arzneimittelrisiken
- II. Information durch behandelnde Ärzte
- III. Informationspflichten des pharmazeutischen Unternehmers
- C. Risikoentscheidungen im Stufenplanverfahren
- I. Rechtsnatur und Stufenkonzept
- II. Gefahrstufe I
- III. Gefahrstufe II
- 1. Die Organisierung des Verdachtsverfahrens
- 2. Kritik an der Ausgestaltung des arzneimittelrechtlichen Risikoverdachtsverfahrens
- a) Zulassung der Fachöffentlichkeit bei Sondersitzungen der Gefahrstufe II
- b) Gebot sozialer Pluralisierung des Stufenplanverfahrens?
- D. Der "begründete Verdacht unvertretbarer Nebenwirkungen" als wertungsoffene Eingriffsermächtigung
- I. Systematische Stellung des Verdachtsbegriffs im allgemeinen Recht der Gefahrenabwehr und im Arzneimittelrecht
- II. Bestimmung des arzneimittelrechtlichen Verdachtsbegriffs
- 1. Verdachtsbegriff
- 2. Verdachtsgrundlage
- 3. Vertretbarkeitsabwägung
- 4. Die Arteparon-Entscheidungen des VG und OVG Berlin als Beispiele für die Rechtskontrolle behördlichen Handelns bei arzneimittelrechtlichen Verdachtslagen
- § 10 Beurteilungsspielräume bei arzneimittelrechtlichen Entscheidungen
- A. Wissenschaftsverweise als Indikator für Probleme der Verantwortungszurechnung
- I. Die grundsätzliche Bedeutung der Letztverantwortung für Risikoentscheidungen
- II. Quis judicabit: Wer entscheidet wissenschaftsabhängige Risikofragen?
- B. Administrative Beurteilungsspielräume, insbesondere im technischen Sicherheitsrecht
- I. Verweisungen auf außerrechtliche Standards als Unterfall der Lehre vom Beurteilungsspielraum
- II. Die Rechtsprechung des BVerwG zu administrativen Beurteilungsspielräumen
- 1. Ursprünge und Fallgruppenkonturen
- 2. Die Paraquat-Entscheidung
- III. Die Rechtsprechung des BVerfG zum Beurteilungsspielraum
- IV. Bewertung
- C. Übertragbarkeit auf das Arzneimittelrecht
- I. Kriterien für eine gesetzliche Beurteilungsermächtigung
- II. Wissenschafts- und Konzeptabhängigkeit von Risikobeurteilungen als maßgebliche Kriterien
- 1. Willensbekundung des Gesetzgebers
- 2. Wissenschaftsabhängigkeit arzneimittelrechtlicher Risikobeurteilung
- 3. Die gesetzliche Rolle der Sachverständigenkommissionen als Indikator für Beurteilungsermächtigungen
- 4. Funktioneller Gestaltungsvorrang der Exekutive bei der Entwicklung von Risikokonzepten
- Vierter Teil Die Handlungsformen der Risikoverwaltung - am Beispiel des Arzneimittelrechts
- § 11 Bedeutung und Bewegung der Handlungsformen in der Risikoverwaltung
- A. Bedeutung der Handlungsformen in der Risikoverwaltung
- B. Vertikale und horizontale Regelungsverlagerungen
- C. Vorläufige und indirekte Entscheidungen
- § 12 Einzelfallregelung durch Verwaltungsakt
- A. Die Zulassung als Verwaltungsakt
- I. Die Rolle des Verwaltungsakts im Zulassungsverfahren
- II. Aufhebung und Änderung der Zulassung als Problem der Bestandskraft von Verwaltungsakten
- 1. Aufhebung und Vertrauensschutz
- 2. Das Bestandskraftproblem bei Risikoentscheidungen
- B. Die Vorläufigkeit arzneimittelrechtlicher Zulassungs- und Nachmarktentscheidungen
- I. Materielle und formelle Vorläufigkeit von Risikoentscheidungen
- II. Anordnung des Ruhens der Zulassung als vorläufige Entscheidung
- III. Die sog. Arzneimittel-Schnellzulassung
- C. Die dogmatische Figur des vorläufigen Verwaltungsakts
- I. Dynamisierung der Regelung
- II. Ungewißheit als Rechtfertigung vorläufiger Regelungen
- III. Zulässigkeit vorläufiger Regelungen
- IV. Leistungen und Probleme des vorläufigen Verwaltungsakts im Arzneimittelrecht
- D. Die Allgemeinverfügung im Übergangsbereich zwischen Verwaltungsakt und abstrakt-genereller Norm
- § 13 Der Verwaltungsvertrag - Handlungsform zur kooperativen Risikogestaltung?
- A. Eignung und Probleme des Verwaltungsvertrages im Ungewißheitsbereich
- B. Dogmatische Defizite bei der Abgrenzung von Verwaltungsverträgen und unverbindlichen Absprachen
- I. Unklare Trennlinien zwischen Verwaltungsvertrag und informalen Absprachen
- II. Zur Auslegung des § 57 VwVfG in institutionalisierten Risikorechtsverhältnissen
- C. Die Dynamik von Risikoentscheidungen als Problem der Vertragsanpassung
- § 14 Normative Regelungsformen
- A. Normen als Handlungsformen
- B. Die Rechtsverordnung im Arzneimittelrecht
- I. Die arzneimittelrechtlichen Verordnungsermächtigungen
- II. Die Standardzulassung als Beispiel des Handelns durch Rechtsverordnung
- III. Beratung durch externen Sachverstand
- IV. Rechtswirkung der Sachverständigenvoten nach § 53 AMG: Unverbindlichkeit oder faktische Bindungswirkung?
- C. Verwaltungsvorschriften
- I. Das Verhältnis von Rechtsverordnung und Verwaltungsvorschrift in der Risikoverwaltung
- II. Arzneimittelrechtliche Verwaltungsvorschriften
- 1. Übersicht
- 2. Arzneimittelprüfrichtlinien
- 3. Grundsätze für die klinische Prüfung von Arzneimitteln am Menschen gem. § 40 AMG
- 4. Grenzwertempfehlungen als Verwaltungsvorschriften
- 5. Das System der Aufbereitungs-Monographien als Verwaltungsvorschrift?
- 6. Fragen nach den Rechtswirkungen arzneimittelrechtlicher Verwaltungsvorschriften
- III. Die normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift
- 1. Die Funktion der Normkonkretisierung als Ausgangspunkt der Wyhl-Entscheidung des BVerwG
- 2. Übertragbarkeit der Wyhl-Entscheidung auf andere Risikoentscheidungen
- 3. Kritik an der Idee normkonkretisierender Verwaltungsvorschriften
- a) Gesetzesvorbehalt
- b) Verstoß gegen das Rechtsstaatsgebot?
- 4. Normsystematische Einordnung der gesetzeskonkretisierenden Verwaltungsvorschrift
- a) Die bisherige Einordnung der Verwaltungsvorschrift in das System der Rechtsnormen
- b) Normunterscheidungen nach dem Geltungsgrund: Staatsunmittelbares und staatlich mediatisiertes Recht
- c) Die normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift als Rechtssatz eigener Art
- 5. Rechtsschutzprobleme normkonkretisierender Verwaltungsvorschriften
- a) Konsequenzen der Loslösung vom Rechtsquellenstatus i.e.S. für die Rechtsschutzgewährung
- b) Rechtsschutz gegen belastende Verwaltungsvorschriften
- c) Kritik an der Fixierung der Rechtsschutzdebatte auf § 47 VwGO
- d) Leistungsklage gerichtet auf Änderung von Verwaltungsvorschriften
- e) Übertragbarkeit auf das Arzneimittelrecht und Entgegenstehen des § 44 a VwGO
- f) Der Zusammenhang von Rechtsschutz und Eingriffswirkung am Beispiel der Aufbereitungsmonographien
- D. Zwischenergebnis
- § 15 Staatliche Informationsakte als Handlungsform des öffentlichen Rechts?
- A. Die Bedeutungszunahme informationellen Staatshandelns
- B. Probleme der Begriffsbildung
- C. Informationsakte und Informationssteuerungen im Arzneimittelrecht
- I. Thematische Verbundenheit von Risikoentscheidung und Informationssteuerung
- II. Adressaten von Arzneimittelinformationen
- III. Arzneimittelrechtliche Informationsakte
- 1. Überblick
- 2. Informationsakte im Stufenplanverfahren
- 3. Die Arzneimittel-Schnellinformation
- 4. Allgemeine Informationsakte der für Arzneimittelsicherheit zuständigen Behörden
- 5. Transparenzlisten
- a) Marktübersichtlichkeit als Sicherheitsfaktor
- b) Die Idee der Transparenzkommission und BVerwGE 71, 183
- c) Die gesetzliche Regelung zur Arzneimittel-Transparenz
- d) Die Konkurrenz der Kommissionen
- D. Informationsakte als rechtlich umgrenzte Handlungsform
- I. Rechtsvoraussetzungen und Rechtsgrenzen für staatliche Informationsakte
- II. Gesetzesvorbehalt
- III. Eingriffsmerkmale staatlicher Informationsakte
- 1. Notwendigkeit einer allgemeinen Eingriffsdogmatik
- 2. Der klassische Eingriffsbegriff
- 3. Rückgriff auf die Funktion des Eingriffsbegriffs
- 4. Eingriffsmerkmale staatlicher Informationsakte
- 5. Eingriffsbeurteilung im Kontext der Risikoverwaltung - am Beispiel der Arzneimittel-Schnellinformationen
- a) Absenkung der Eingriffsvoraussetzungen bei nichtfinalen Ermittlungsmaßnahmen in Risikorechtsverhältnissen
- b) Korrespondierende Absenkung der Voraussetzungen für die Erfüllung des Gesetzesvorbehalts?
- 6. Resümee der Eingriffsdiskussion bei Informationsakten
- IV. Sorgfaltspflichten bei der Sachaufklärung - Zur Anwendbarkeit des § 24 VwVfG auf Informationsakte
- V. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
- VI. Folgenbeseitigungslast als Fehlerfolge von Informationsakten?
- Fünfter Teil Risikoentscheidungen und rechtsstaatliches Verwaltungsrecht
- § 16 Der Wandel in der Dogmatik des öffentlichen Rechts
- A. Rechtsstaatliches Verwaltungsrecht im Präventions-Staat
- B. Änderungen im Gefüge verwaltungsrechtlicher Institutionen
- I. Gründe für Herausforderung und Wandel der Dogmatik
- 1. Der Stand der Wandlungsdiskussion
- 2. Die Rückführbarkeit des Wandlungsprozesses auf die Ausdehnung der Gefahrenabwehr zur Risikogestaltung
- a) Der bereichsübergreifende Trend: Vorverlagerung der Gefahrenabwehr
- b) Der Übergang vom Kausalitäts- zum Möglichkeitszusammenhang
- c) Ausdehnung der Schutzgüter und Übergang vom Schadens- zum Vertretbarkeitszusammenhang
- d) Risikoentscheidungen als kooperativer Gestaltungsauftrag für Verwaltung und inkorporierten Sachverstand
- e) Die Dynamisierung gesetzlicher Aufträge zur Risikominderung
- f) Die Vergleichsabhängigkeit von Risikoentscheidungen
- g) Abwägungszwänge bei Risikoentscheidungen
- 3. Wandel im Modell der Eingriffsverwaltung
- a) Das Grundmodell der Eingriffsverwaltung
- b) Von der eingreifenden zur gestaltenden Gefahrenabwehr
- c) Kooperative Risikogestaltung
- d) Positionstausch zwischen Eingriffstitel und privatem Freiheitsrecht
- e) Funktionsverluste subjektiven Rechtsschutzes
- f) Vom Eingriffstatbestand zum gestaltungsabhängigen Verdachtstatbestand - Wandel der Gesetzessteuerung
- II. Konsequenzen für die verwaltungsrechtliche Dogmatik
- 1. Lockerung der Gesetzesbindung und Änderung der Kontrollmaßstäbe
- 2. Beurteilungsspielraum und Risikogestaltung
- 3. Beurteilungsspielraum als behördliche Pflichtenzuweisung
- 4. Die Zukunft der Lehre vom Beurteilungsspielraum
- 5. Normkonkretisierende Verwaltungsvorschriften als ausgeübte Beurteilungsermächtigung
- 6. Kontextualisierung der Anforderungen zur Erfüllung des Gesetzesvorbehalts
- 7. Modifikationen prozessualer Sachurteilsvoraussetzungen
- 8. Das Verwaltungsverfahren
- 9. Die Handlungsformen
- C. Verwaltungsrecht und Verfassungsrecht
- Literaturverzeichnis
- Sachverzeichnis
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