
System und Selbst
Description
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»Eichler zeigt in seiner informativen, theoretisch gehalt- und anspruchsvollen Studie die Notwendigkeiten der weiteren Zusammenarbeit der Sozialphilosophie, der Soziologie und der Sozialpsychologie angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen überzeugend auf und arbeitet wichtige Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung von Gesellschaftstheorie und -kritik in der Tradition der Kritischen Theorie kenntnisreich und kompetent heraus.«More details
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Person
Lutz Eichler, Universität Erlangen-Nürnberg, Deutschland
Lutz Eichler (Dr. phil.) lehrt und forscht am Institut für Soziologie an der Universität Erlangen-Nürnberg. Seine Forschungsschwerpunkte sind Arbeitssoziologie, Gesellschaftstheorie, Zeitdiagnose und Sozialisations- und Biographieforschung.
ISNI: 0000 0000 0931 4816
Content
- Cover System und Selbst
- Inhalt
- Einleitung
- TEIL I. ZUR REKONSTRUKTION KRITISCHER THEORIE
- 1. Der Maßstab der Kritik
- 1.1 Die Eigenart Kritischer Theorie
- 1.2 Die Kritik Kritischer Theorie
- 1.3 Vernunftkritik
- 1.4 Anerkennungstheorie
- 2. Gesellschaftstheorie
- 2.1 Adornos Materialismus
- 2.2 Herrschaft und Freiheit
- 2.3 Menschheit
- 2.4 Die 'Anatomie' der Gesellschaft
- 2.5 Werttheorie und Realabstraktion
- 2.6 Geld
- 2.7 Verkehrungen der Gesellschaft
- 2.8 Automatisches Subjekt als reales Oxymoron
- 2.9 Integration und Desintegration
- 3. Subjekttheorie
- 3.1 Dialektik von Individuum und Gesellschaft
- 3.2 Monadenlehre
- 3.3 Rationalität und Psychologie des Ichs
- 3.4 Narzissmus als Anthropologie des postbürgerlichen Zeitalters
- TEIL II. GESCHICHTE UND METHODOLOGIE DES MODERNEN SOZIALCHARAKTERS
- 1. Die Sozialcharakterologie und der Aufstieg des modernen Individuums
- 1.1 Max Webers historische Soziologie des Subjekts
- 1.2 Handlung und Rationalität
- 1.3 Affektuelles Handeln und Psychologie
- 1.4 Herrschaft als System
- 1.5 Legitimität
- 1.6 Protestantische Ethik
- 1.7 Geist und Struktur
- 2. Fordismus. Begriff und Geschichte
- 2.1 Das kurze zwanzigste Jahrhundert
- 2.2 Sozialökonomie des Fordismus
- 3. Sozialpsychologie des Fordismus
- 3.1 Fromms Begründung einer analytischen Sozialcharakterologie
- 3.2 Die Studien über Autorität und Familie
- 3.3 Die Studien zum autoritären Charakter
- 3.4 Der Sozialcharakter in der Blütezeit des Fordismus
- 4. Der spätfordistische Sozialcharakter
- 4.1 Herbert Marcuse: Narzissmus als Versöhnung
- 4.2 Richard Sennett: Narzissmus als Kult der Innerlichkeit
- 4.3 Christopher Lasch: Narzissmus als regressive Gemeinschaftsillusion
- 4.4 Heinz Kohut: Narzissmus als Ambivalenz von Omnipotenz und Minderwertigkeit
- 4.5 Otto Kernberg: Narzissmus als verleugnete Abhängigkeit
- 4.6 Zum Verhältnis von Individual- und Sozialpsychologie des Narzissmus
- 4.7 Zum Verhältnis von Autoritarismus und Narzissmus
- 4.8 Mario Erdheim: Adoleszenter Narzissmus als Motor kulturellen Wandels
- TEIL III. ARBEIT, KULTUR, PSYCHE. DER POSTFORDISTISCHE SOZIALCHARAKTER
- 1. Die Wendung zum Subjekt. Die 1980er und 1990er Jahre
- 1.1 Die methodologische Wende: Vom Bewusstsein zur individuellen Subjektivität
- 1.2 Ulrich Beck: Individualisierung der Lebenswelt, Universalisierung des Marktes
- 1.3 Martin Baethge: Normative Subjektivierung
- 1.4 Gerhard Schulze: Erlebnisrationaler Konsum des Selbst
- 2. Die Rückkehr des Systems. Die 2000er Jahre
- 2.1 System und Selbst zur Jahrtausendwende
- 2.2 Subjektivierung der Arbeit
- 2.3 Theoriepanorama und Methodik der Rekonstruktion
- 2.4 Flexibilität
- 3. Der Arbeitskraftunternehmer. Weber auf dem Arbeitskraftmarkt
- 3.1 Theorie der Lebensführung
- 3.2 Der Arbeitskraftunternehmer
- 3.3 Die Erwerbsorientierungen des Arbeitskraftunternehmers
- 3.4 Der Arbeitskraftunternehmer als homo oeconomicus
- 3.5 Leistung und Spaß
- 3.6 Leistung und Sicherheit
- 3.7 Die Gesellschaft des Arbeitskraftunternehmers
- 4. Die Herrschaft der Person. Marx im vermarktlichten Unternehmen
- 4.1 Falsche Aneignung der Charaktermaske
- 4.2 Indirekte Steuerung im Activity Based Costing
- 4.3 Die soziale Einbettung von Entgrenzung
- 5. Der Communication & Accounting Man. Habermas im Controlling
- 5.1 Rückblick: System und Kommunikation bei Habermas
- 5.2 Die 'Verlebensweltlichungen' des Systems
- 5.3 Kalkulation und Kommunikation im Accounting
- 5.4 Human Accounting. Vom Calculating zum Calculated Man
- 5.5 Abnehmende Rollendistanz in der Kommunikationsarbeit
- 6. Das unternehmerische Selbst. Foucault auf dem Humankapitalmarkt
- 6.1 Poststrukturalismus und Kritische Theorie
- 6.2 Das Gouvernementalitäts-Konzept
- 6.3 Autonomie als Gouvernementalität?
- 6.4 Erfahrungsgehalt der Theorie. Macht, Kapital, Gesellschaft
- 6.5 Genealogien des Selbstunternehmers
- 6.7 Gouvernementalitätstheorie und Ideologiekritik
- 6.8 Selbstökonomischer Idealismus oder Realismus
- 7. Der Projektmensch. Der Kampf um die Wertrationalität
- 7.1 Zeitgeschichte der Wirtschaftsethik
- 7.2 Vom zweiten zum dritten Geist des Kapitalismus
- 7.3 Die Kapitalismuskritik als Motor der Veränderung
- 7.4 Kritik der Moralsoziologie
- 8. Das kreativ-konsumtorische Selbst. Der Kampf um die Ästhetik des Subjekts
- 8.1 Kulturalisierung von Subjekt und Gesellschaft
- 8.2 Kulturgeschichte des ästhetischen und expressiven Subjekts
- 8.3 Der postmoderne Kulturcharakter
- 8.4 Kritik der poststrukturalistischen Kultursoziologie
- 9. Die intersubjektive Seele. Postfordistischer Narzissmus und Anerkennung
- 9.1 Rückblick: Protestantischer, liberaler und fordistischer Narzissmus
- 9.2 Postfordistischer Narzissmus
- 9.3 Narzissmus als Männlichkeit
- 9.4 Narzissmus und Realität
- 9.5 Narzissmus und die Figur des Dritten
- Schluss
- Literatur
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