
Erinnerung - Reflexion - Geschichte
Description
Alles über E-Books | Antworten auf Fragen rund um E-Books, Kopierschutz und Dateiformate finden Sie in unserem Info- & Hilfebereich.
Dr. Heide von Felden ist Professorin für Erziehungswissenschaften (Erwachsenenbildung) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Dr. Regina Klein ist ist Professorin für Handlungsfelder und -kompetenzen der Sozialen Arbeit an der FH Kärnten, Österreich.
Dr. Hildegard Macha ist Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Augsburg.
Dr. Winfried Marotzki ist Professor für Allgemeine Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Otto von Guericke-Universität Magdeburg.
Reviews / Votes
"Für Interessierte gibt dieser Sammelband einen guten Überblick über andere Zugänge zu Erinnerung und Gedächtnis. Diese werden nicht nur theoretisch vorgestellt, sondern mit Hilfe von Ergebnissen aus konkreten Forschungsprojekten erläutert. Ein anregendes Buch!" Der Newsletter der AG EPIK, 4-2009"21 Autoren geben sich einer altmodischen Beschäftigung hin: sie überlegen, was ihre Wissenschaft zu den anderen beiträgt, sie fragen sich, wie Pädagogik und Psychoanalyse heute zusammenarbeiten können. Sie nehmen nicht nur zur Kenntnis, sondern versuchen zu verarbeiten, was heutige Geschichtsauffassung über das feuilleton hinaus zur Identitätsbildung und auch manchmal zur Heilung verletzter Seelen beitragen kann. [...] Der Leser wird garantiert belohnt." www.socialnet.de, 22.05.2009
More details
Other editions
Additional editions

Persons
Dr. Heide von Felden ist Professorin für Erziehungswissenschaften (Erwachsenenbildung) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
Dr. Regina Klein ist ist Professorin für Handlungsfelder und -kompetenzen der Sozialen Arbeit an der FH Kärnten, Österreich.
Dr. Hildegard Macha ist Professorin für Allgemeine Pädagogik an der Universität Augsburg.
Dr. Winfried Marotzki ist Professor für Allgemeine Pädagogik am Institut für Erziehungswissenschaft der Otto von Guericke-Universität Magdeburg.
Content
Zu einem Tagtraum DESCARTES'
In seinem so beeindruckend autobiographisch durchwirkten Discours de la méthode aus dem Jahre 1637 stellt sich DESCARTES als ein Mann vor, dem in seiner Jugend, neben anderem, der Mangel an Einheitlichkeit der Werke des Menschen Anlass zum Unmut gewesen sei.
Um wie viel schöner, so sei seine Überlegung gewesen, könnten Bauten sein, wenn sie auf einen einzigen, von einer und nur einer Person erdachten Plan hin angelegt wären statt im Laufe der Zeit von vielen Personen mit vielen Plänen, und dies gelte ebenso von Städten, politischen Verfassungen sowie wissenschaftlichem Wissen.
Der Unübersichtlichkeit einer Vielzahl von handwerklichen, stadtplanerischen, gesetzgebenden oder forschenden Autoren habe er, DESCARTES, die Idee eines Entwurfs 'aus einer Hand' vorgezogen, was sachlich ohne weitere Erläuterung evident sei, man brauche sich nur die "rues courbés et inégales (VI, S. 11) vor Augen halten, um die Unterschiede in Schönheit und Vernunft abmessen zu können.
Als ein letztes Beispiel ästhetisch oder rational unbezweifelbarer Überlegenheit nur eines einzigen Autors statt derer viele fügt DESCARTES die Polypragmosyne befördernde Vielzahl der kindlichen Bestrebungen und autoritativen Lehrpersonen an, die in vergleichbarer Weise den Geist des aufwachsenden Kindes beschäftigten und verwirrten, wie es Architekten oder Stadtplaner von alters her mit dem Grundriss von Häusern oder Städten täten. Im Gegensatz zu manchen Meinungen zieht DESCARTES daraus aber nicht die Konsequenz auf eine Inferiorität der Kindheit überhaupt!
Im Anschluss an eine Unterscheidung von "deux sortes d'esprits (VI, S. 15), Möchtegernen einerseits und Braven andererseits, heißt es nämlich weiter: "Et pour moy, j'aurois esté sans doute du nombre de ces derniers, si je n'avois jamais eu qu' un seul maistre, ou que je n'eusse point sceu les differences qui ont esté de tout tems entre les opinions des plus doctes (VI, S. 16).
Es ist eben weder anstößig noch unvernünftig, gediegenen Meinungen zu folgen. - Damit könnte man nun die Sache auf sich beruhen lassen: Viele Köche verderben den Brei. Indes weicht DESCARTES an einer Stelle von diesem Muster ab, indem er sich eine Art eidetischer Variation von "Kindheit erlaubt, ein "wie wäre es, wenn.?.
Er schreibt: "Et ainsi encore je pensay que, pource que nous avons tous esté enfans avant que d'estre hommes, &, qu'il nous a fallu long tems estre gouvernez par nos appetis &, nos Precepteurs, qui estoient souvent contraires les uns aux autres, &, qui, ny les uns ny les autres, ne nous conseilloient peutestre pas toujours le meilleur, il est presqu' impossible que nos jugemens soient si purs, ny si solides qu'ils auroient esté, si nous avions eu l'usage entier de nostre raison dés le point de nostre naissance, &, que nous n'eussions jamais esté conduits que par elle (VI, S. 13).
Was könnte uns erspart bleiben und was wäre uns möglich, wenn wir vollständigen Gebrauch von unserer Vernunft seit dem Tage unserer Geburt machen könnten! Keine Doxa, also keine verworrenen und dunklen (confus et obscurs) Vorstellungen, sondern klar und deutlich die Sachen erkennen können (clairement et distinctement), ohne dabei Übereilung durch Eitelkeit und Gehorsam durch Bravheit eine Rolle einräumen zu müssen.
System requirements
File format: PDF
Copy protection: Watermark-DRM (Digital Rights Management)
System requirements:
- Computer (Windows; MacOS X; Linux): Use the free software Adobe Reader, Adobe Digital Editions, or any other PDF viewer of your choice (see eBook Help).
- Tablet/Smartphone (Android; iOS): Install the free app Adobe Digital Editions or another reading app for eBooks, e.g., PocketBook (see eBook Help).
- E-reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino and many more (only limited: Kindle).
The file format PDF always displays a book page identically on any hardware. This makes PDF suitable for complex layouts such as those used in textbooks and reference books (images, tables, columns, footnotes). Unfortunately, on the small screens of e-readers or smartphones, PDFs are rather annoying, requiring too much scrolling.
This eBook uses Watermark-DRM, a „soft” copy protection. This means that there are no technical restrictions to prevent illegal distribution. However, there is a personalised watermark embedded in the eBook that can be used to identify the purchaser of the eBook in the event of misuse and to provide evidence for legal purposes.
For more information, see our eBook Help page.