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Der visionäre Weltbestseller aus dem Jahr 1936 neu übersetzt
In einer Bucht vor Sumatra entdeckt Kapitän Jan van Toch eine ungewöhnlich intelligente und lernfähige Spezies von Riesenmolchen. Er richtet sie darauf ab, Perlen zu fischen, und baut schnell ein florierendes und expandierendes Geschäft auf. Nach seinem Tod verkaufen seine Geschäftspartner die sich schnell vermehrenden Molche als billige Unterwasser-Arbeitskräfte in die ganze Welt. Mittlerweile haben sie schon zu sprechen und den aufrechten Gang gelernt - und wurden sogar für gefährliche Kriegseinsätze trainiert und mit Waffen ausgestattet. Plötzlich wendet sich das Blatt, und die Molche lehnen sich gegen die Menschen auf: ein unbarmherziger Krieg beginnt. Mit seinem beißenden Witz und Erfindungsreichtum sowie seiner großen stilistischen Bandbreite lässt sich Karel Capeks überraschend aktueller Klassiker von 1936 in Doris Koubas verspielter Neuübersetzung als eindringliche Warnung nicht zuletzt vor blindwütigem Fortschrittsglauben, kapitalistischer Ausbeutung und aufziehendem Faschismus lesen.
Zum Gastlandauftritt Tschechiens auf der Frankfurter Buchmesse 2026
Mit einem Nachwort von Katja Lange-Müller
»Lange hat mich keine Erzählung mehr so gefesselt und gepackt. Ihr satirischer Blick für die abgründige Narrheit Europas hat etwas absonderlich Großartiges.«
Thomas Mann über »Der Krieg mit den Molchen«
Edition
Language
Place of publication
ISBN-13
978-3-10-492097-9 (9783104920979)
Schweitzer Classification
Author
Karel Capek kam 1890 in Malé Svatonovice im damaligen Österreich-Ungarn zur Welt und starb 1938 in Prag. Er gilt als einer der wichtigsten tschechischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Nach einem Philosophiestudium in Prag, Berlin und Paris arbeitete er als Journalist und später als Regisseur und Dramaturg. Er verfasste zahlreiche phantastische, philosophische und satirische Romane, Theaterstücke, Erzählungen, Essays, Reiseberichte und Kinderbücher. In seinen Werken warnte er wiederholt vor totalitären Regimen und übermächtigen Industriekonzernen. In den Jahren 1925 bis 1933 war er der erste Vorsitzende des tschechoslowakischen PEN-Clubs. Zu seinen Ehren vergibt der tschechische P.E.N.-Club seit 1994 alle zwei Jahre den Karel-Capek-Preis.
ISNI: 0000 0001 2127 202X GND: 118668250
Afterword
Katja Lange-Müller, geboren 1951 in Ostberlin, lernte Schriftsetzerin und arbeitete als Hilfspflegerin auf psychiatrischen Stationen. Sie lebte ein Jahr in der Mongolei und verließ die DDR 1984. 1986 erhielt sie den Ingeborg-Bachmann-Preis, 1995 den Alfred-Döblin-Preis, 2002 den Preis des ZDF, des Senders 3sat und der Stadt Mainz, 2005 den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, 2008 den Preis der LiteraTour Nord, den Gerty-Spies-Preis und den Wilhelm-Raabe-Preis. In den Jahren 2012/2013 war sie Stipendiatin der Villa Massimo, erhielt den Kleist-Preis und war 2013/2014 Stipendiatin der Kulturakademie Tarabya Istanbul. 2017 erhielt sie den Günter-Grass-Preis, 2023 den Turmschreiberpreis der Stadt Deidesheim. Ihr Roman »Böse Schafe« war auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis. Darüber hinaus sind im Fischer Taschenbuch Verlag lieferbar die Bände »Drehtür«, »Die Letzten. Aufzeichnungen aus Udo Posbichs Druckerei« und »Die Enten, die Frauen und die Wahrheit«.
ISNI: 0000 0001 0858 9567 GND: 115583556
Translation
Doris Kouba, geb. 1974 in Darmstadt, arbeitet seit ihrem Studium an der Universität Hamburg als Übersetzerin aus dem Tschechischen, Slowakischen und Englischen. Sie hat unter anderem Petra Hulová, Josef Pánek, Marek Sindelka und David Zábranský ins Deutsche übertragen und wurde vielfach ausgezeichnet. Sie lebt in Prag und Hamburg.