
Frame-Semantik
Description
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Das Frame-Modell ist eine der wichtigsten Neuentwicklungen in der Sprachtheorie der letzten Jahrzehnte und zu einem Bindeglied zwischen Linguistik, Kognitionspsychologie, allgemeiner Kognitionswissenschaft und KI-Forschung geworden. In dieser handbuchartigen Einführung werden die wichtigsten theoretischen Grundlagen der Frame-Semantik erstmals aus linguistischer Perspektive umfassend dargestellt, diskutiert und weiterentwickelt. Neben Begründern wie Fillmore, Minsky, Schank/Abelson und wichtigen theoretischen Vorläufer wie Bartlett werden neuere Konzeptionen (wie Barsalou) ebenso behandelt wie Weiterentwicklungen in der angewandten linguistischen Forschung. Im Anschluss an die einführende Darstellung und Diskussion frame-theoretischer Ansätze und Forschungspraktiken wird ein umfassendes integratives Arbeitsmodell zur Frame-Semantik vorgestellt und werden die verschiedenen linguistischen Anwendungsmöglichkeiten einer Frame-Analyse demonstriert. Das Buch schließt eine empfindliche Lücke auf dem Buchmarkt, da bis jetzt weder im deutschsprachigen Bereich noch in der internationalen Literatur eine zusammenfassende Darstellung und Einführung in diese Forschungsrichtung und theoretische Perspektive der Semantik existiert.
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Content
2 - Vorwort [Seite 8]
3 - 1. Einführung in die Thematik [Seite 10]
3.1 - 1.1 Warum Frame-Semantik? [Seite 10]
3.2 - 1.2 Ein Märchen - Semantik, wie sie am schönsten (und einfachsten) wär [Seite 13]
3.3 - 1.3 Zum Aufbau des vorliegenden Buches [Seite 20]
4 - 2. Die Erfindung des Frame-Gedankens in der Linguistik - Der Denkweg von Charles J. Fillmore [Seite 24]
4.1 - 2.1 Was ist in einem Satz oder Text semantisch "enthalten"? [Seite 27]
4.2 - 2.2 Valenz-Modell und Kasus-Rahmen [Seite 35]
4.3 - 2.3 Zwischen Kasus-Grammatik und Lexikalischer Semantik: Auf dem Weg zur Frame-Theorie [Seite 43]
4.4 - 2.4 Die "scenes-and-frames" -Semantik [Seite 54]
4.5 - 2.5 Die Aufgaben einer linguistischen Semantik [Seite 82]
4.6 - 2.6 "Frame-Semantik" und die Bedingungen des Verstehens: Die "interpretive" oder "understanding"-semantics [Seite 93]
4.7 - 2.7 Anwendungsbereiche und Leistungen des Frame-Modells [Seite 133]
4.8 - 2.8 Ein "technisches" Modell: Prädikative Frames (FrameNet) [Seite 141]
4.9 - 2.9 Fillmores linguistische Frametheorie: Zusammenfassender Überblick [Seite 210]
5 - 3. Die Begründung der Frame-Theorie in der Kognitionswissenschaft - Die Frame-Idee bei Marvin Minsky [Seite 252]
5.1 - 3.1 Kognitive Frames: Minskys Startschuss [Seite 253]
5.2 - 3.2 Minskys Überlegungen zu Frames in Sprache und Textverstehen [Seite 265]
5.3 - 3.3 Weitere Aspekte von Frames, Frame-Strukturen und -Aktivierung [Seite 274]
5.4 - 3.4 Ein kognitives Modell des Denkens: Minskys "Society of mind" [Seite 283]
5.5 - 3.5 Zusammenfassung und Diskussion von Minskys Frame-Konzept [Seite 305]
6 - 4. Frühe Anfänge und theoretische Fundierungen der Frame-Idee - Die Schema- und Gedächtnistheorie von Frederic C. Bartlett [Seite 312]
6.1 - 4.1 Psychologische Evidenzen für Frames: Bartletts "Remembering" [Seite 312]
6.2 - 4.2 Konsequenzen aus Bartletts Schema- und Gedächtnistheorie für ein linguistisches Frame-Modell [Seite 332]
7 - 5. Frame-theoretische Ausdifferenzierungen [Seite 337]
7.1 - 5.1 Das Scripts-, Pläne-, Ziele-Modell von Schank & Abelson [Seite 338]
7.2 - 5.2 Systematisierungsversuche des Frame-Modells bei L. Barsalou [Seite 362]
7.3 - 5.3 Diskussion der Modelle und Konsequenzen für die linguistische Semantik [Seite 415]
7.4 - 5.4 Zur weiteren Diskussion um Frames [Seite 421]
8 - 6. Anwendungen und Weiterentwicklungen der Frame-Theorie in der linguistischen Semantik [Seite 441]
8.1 - 6.1 Fillmores FrameNet [Seite 442]
8.2 - 6.2 Lexikologisch-lexikographische Ansätze in Deutschland [Seite 452]
8.3 - 6.3 Frame-Analysen in der Formalen Linguistik [Seite 496]
8.4 - 6.4 Frame-Analyse als satz-, text- und kontext-semantische Methode [Seite 503]
9 - 7. Frame-Semantik: Ein Arbeitsmodell [Seite 534]
9.1 - 7.1 Sprachliche Frames oder kognitive Frames? Eine Entscheidung [Seite 534]
9.2 - 7.2 Frames als Format der Organisation und Rekonstruktion des verstehensrelevanten Wissens [Seite 540]
9.3 - 7.3 Frame-Typen (I): Prädikative Frames vs. Konzept-Frames [Seite 551]
9.4 - 7.4 Die innere Struktur von Frames [Seite 554]
9.5 - 7.5 Merkmale von Frames: Prototypikalität, Konventionalität, Default-Werte, Iterativität, Rekursivität, Vernetzbarkeit, Perspektivierung, Fokussierung und Frame-Dynamik [Seite 596]
9.6 - 7.6 Die Struktur von Frame-Systemen und -Netzen [Seite 628]
9.7 - 7.7 Evokation oder Invokation von Frames? (Was gehört zu einem Frame?) [Seite 645]
9.8 - 7.8 Typen von Frames (II) und Frame-Aktivierung [Seite 671]
9.9 - 7.9 Epistemische Prädikation als Grundstruktur von Frames und verstehensrelevantem Wissen? [Seite 688]
9.10 - 7.10 Ein Frame-gestütztes Modell des Sprachverstehens? [Seite 705]
9.11 - 7.11 Frames praktisch: Modelle der Darstellung [Seite 706]
9.12 - 7.12 Anwendungsmöglichkeiten der Frame-Analyse [Seite 743]
10 - 8. Frame-Analyse und linguistische Epistemologie - Resümee und Ausblick [Seite 788]
10.1 - 8.1 Kognitive Semantik: Ein Wort an die Gebildeten unter ihren Verächtern [Seite 789]
10.2 - 8.2 Frame-Analyse als Teil einer linguistischen Epistemologie [Seite 806]
10.3 - 8.3 Ausblick und Anschlussmöglichkeiten [Seite 814]
10.4 - 8.4 Statt einer Zusammenfassung: 66 Thesen zu Frames und Frame-Semantik [Seite 819]
11 - Bibliographie [Seite 829]
12 - Anhang [Seite 845]
13 - Register [Seite 878]
14 - Detailliertes Gesamt-Inhaltsverzeichnis [Seite 885]
System requirements
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