
Verletzungspotenziale
Kritische Studien zur Vulnerabilität im Neoliberalismus
Psychosozial-Verlag
1st Edition
Published on 1. October 2022
238 pages
978-3-8379-7859-9 (ISBN)
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Description
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Infolge der gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Veränderungen seit der »neoliberalen Wende« ab den 1970er und 1980er Jahren wandeln sich soziale und individuelle Verletzbarkeiten in besonderer Weise. Der Begriff der Verletzungspotenziale verweist in diesem Kontext auf Gefährdungen, Risiken und Krisen, aber auch auf den machtförmigen Zugriff auf vulnerable Dynamiken.
Die Autor*innen des interdisziplinär angelegten Bandes zeigen, inwiefern es sich bei Vulnerabilität um ein sozial konstitutives, kontextabhängiges und sich stets ausdifferenzierendes Phänomen handelt: In psychoanalytischer, bildungs-, geschlechter- und gesellschaftstheoretischer Perspektive wird dabei deutlich, wie tief moderne Gesellschaften von Optimierung als Subjektivierungsform und Vergesellschaftungsmodus geprägt sind und welche Vulnerabilitäten dadurch entstehen oder verstärkt werden.
Mit Beiträgen von Daniel Burghardt, Markus Dederich, Ramona Franz, Benigna Gerisch, Günter Gödde, Stefanie Hürtgen, Vera King, Moritz Krebs, Aaron Lahl, Katharina Lux, Benedikt Salfeld, Matthias Steffel, Hans-Jürgen Wirth und Jörg Zirfas
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Series
Edition
1. Auflage 2022
Language
German
Place of publication
Gießen
Germany
File size
4,17 MB
ISBN-13
978-3-8379-7859-9 (9783837978599)
DOI
10.30820/9783837978599
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Daniel Burghardt | Moritz Krebs
Verletzungspotenziale
Kritische Studien zur Vulnerabilität im Neoliberalismus
Book
10/2022
Psychosozial-Verlag
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Editor
Daniel Burghardt lehrt Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt soziale Ungleichheit und politische Bildung an der Universität Innsbruck. Seine Forschungsbereiche sind Kritische Theorie, Erziehungs- und Bildungsphilosophie, psychoanalytische Pädagogik sowie antisemitismus- und rassismuskritische Bildungsarbeit.
Stand: März 2024
ISNI: 0000 0004 2621 7865
ISNI: 0000 0004 2621 7865
Moritz Krebs ist als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Arbeitsbereich Allgemeine Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogische Anthropologie an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Pädagogische Anthropologie, Erziehungs- und Bildungsphilosophie, Fragestellungen im Spannungsfeld von Gesellschaftstheorie und Bildungstheorie, kritische Pädagogik und ästhetische Bildung
Contributions
Markus Dederich ist Professor für Allgemeine Heilpädagogik - Theorie der Heilpädagogik und Rehabilitation an der Universität zu Köln.
ISNI: 0000 0003 8417 8887
ISNI: 0000 0003 8417 8887
Benigna Gerisch ist Psychologische Psychotherapeutin, Psychoanalytikerin (DPV/IPA); Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse an der International Psychoanalytic University in Berlin. Studienschwerpunkte: Klinische Psychologie, Interventionen und Psychodynamische Beratung. Publikationen und Forschungsprojekte unter anderem zur Suizidalität und Geschlechterdifferenz, Psychotherapieprozessforschung, zu psychoanalytischen Körperkonzepten und (autodestruktiven) Körperpraktiken. Laufendes transdisziplinäres Projekt zu »Aporien der Perfektionierung in der beschleunigten Moderne. Gegenwärtiger kultureller Wandel von Selbstentwürfen, Beziehungsgestaltungen und Körperpraktiken«, geleitet von V. King, B. Gerisch, H. Rosa (gefördert von der VolkswagenStiftung).
Stand: November 2015
ISNI: 0000 0003 8544 2707
ISNI: 0000 0003 8544 2707
Günter Gödde ist psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis, Dozent, Supervisor, Lehrtherapeut und Leiter des Schwerpunkts Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie an der Berliner Akademie für Psychotherapie. Arbeitsschwerpunkte: Theorie, Praxis und Ausbildung der psychodynamischen Psychotherapie, Geschichte und Kulturtheorie der Psychoanalyse, Ideengeschichte des Unbewussten, Verhältnis von Psychoanalyse und Philosophie sowie von Therapeutik und Lebenskunst. Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher. Mitherausgeber der Buchreihe "Schriften zur kritischen Lebenskunst".
Letzte Buchveröffentlichungen: »Unbewusstes« (mit M.B. Buchholz, 2011); »Der Besen, mit dem die Hexe fliegt. Wissenschaft und Therapeutik des Unbewussten« (2 Bde., Mithg. mit M.B. Buchholz, 2012); »Takt und Taktlosigkeit« (Mithg. mit J. Zirfas, 2012); »Lebenskunst im 20. Jahrhundert. Stimmen von Philosophen, Künstlern und Therapeuten« (Mithg. mit J. Zirfas, 2014); »Nietzsche und die Lebenskunst« (Mithg. mit J. Zirfas, 2016); »Therapeutik und Lebenskunst« (mit J. Zirfas, 2016); »Die therapeutische Beziehung in der psychodynamischen Psychotherapie« (Mithg. mit S. Stehle, 2016); »Mit dem Unbewussten arbeiten« (2018); »Kritische Lebenskunst« (Mith. mit J. Zirfas, 2018); »Kritische Lebenskunst«. Themenheft von Psychosozial 162 (Mithg. mit J. Zirfas und H.-J. Wirth, 2020); »Therapieziel Selbstsorge« (mit J. Zirfas, 2021); »Entwicklungslinien psychodynamischer Psychotherapie« (2021); »Supervision in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie« (mit A. Bergner und G. Kurz, 2022); »Psychodynamisch denken lernen« (Mithg. mit E. Püschel und S. Schneider, 2022).
ISNI: 0000 0000 2978 4284
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Stefanie Graefe, Soziologin und Privatdozentin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Langjährige freiberufliche Tätigkeit in der gewerkschaftspolitischen Erwachsenenbildung. Arbeits- und Forschungsschwerpunkte: Politische Soziologie, Subjektivität und Arbeit, Kritische Gesellschaftstheorie und Zeitdiagnose, qualitative Sozialforschung.
(Stand: Juli 2016)
Vera King, Prof. Dr. phil., ist Professorin für psychoanalytische Sozialpsychologie und Soziologie an der Goethe-Universität Frankfurt und geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts, zuvor war sie Professorin für Sozialisations- und Entwicklungsforschung an der Universität Hamburg. Sie forscht zu Folgen gesellschaftlichen Wandels für Kultur und Psyche, z.B. im Kontext von Beschleunigung, Optimierung und Digitalisierung, zu Dynamiken des neuen Autoritarismus und befasst sich mit methodologischen Fragen sozialpsychologischer Analysen. Zahlreiche Publikationen und Projekte befassen sich überdies mit Theorie und Erforschung der Adoleszenz, des Wandels von Generationenbeziehungen und der Generativität.
Stand: Juli 2022
ISNI: 0000 0000 3026 0971
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Aaron Lahl ist Psychologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Psychologischen Hochschule Berlin, psychologischer Psychotherapeut (AP/TP) in Ausbildung und promoviert zur Bedeutung von Masturbation und Pornografie in der männlichen Sexualität. Er ist Redakteur der psychoanalytischen Zeitschrift RISS und veröffentlichte zum Themenfeld von Psychoanalyse und Geschlechter-/Sexualforschung.
Stand: November 2024
ISNI: 0000 0004 7977 4024
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Hans-Jürgen Wirth ist Psychoanalytiker, Psychologischer Psychotherapeut, arbeitet als Psychoanalytiker (DPV, IPA, DGPT) und psychoanalytischer Paar-, Familien- und Sozialtherapeut (BvPPF) in eigener Praxis in Gießen.
Er hat Psychologie und Soziologie in Gießen studiert. Von 1976 bis 1992 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter und Hochschulassistent am »Zentrum für Psychosomatische Medizin« der Universität Gießen als Mitarbeiter von Horst-Eberhard Richter. 1985 erfolgte die Promotion zum Dr. rer. soc. am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen, 1997 die Habilitation am Fachbereich 11 Human- und Gesundheitswissenschaften der Universität Bremen. Von 1997 bis 2004 war er Privatdozent, von 2004 bis 2009 außerplanmäßiger Professor für das Fachgebiet »Psychoanalyse mit dem besonderen Schwerpunkt der Prävention, Psychotherapie und psychoanalytischen Sozialpsychologie« an der Universität Bremen. Seit 2010 ist er außerplanmäßiger Professor für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Er ist Begründer des Psychosozial-Verlages.
Hier sehen Sie die Aufzeichnung eines Vortrags zum Thema »Zeitenwende - Der Krieg in der Ukraine und seine sozialpsychologischen Ursachen und Folgen«, den Hans-Jürgen Wirth im Januar 2023 in Gießen gehalten hat:
https://www.horst-eberhard-richter-institut.de/aktuelles/videoordner-ausgeblendet/wirth-ukraine-vortrag-2023-01-18
Foto: © Jan Will
Stand: November 2012
ISNI: 0000 0000 5133 313X
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Jörg Zirfas hat den Lehrstuhl für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogische Anthropologie an der Universität zu Köln inne. Er ist Vorsitzender der Kommission Pädagogische Anthropologie (DGfE) und der Gesellschaft für Historische Anthropologie an der FU Berlin.
Stand: April 2016
ISNI: 0000 0001 1071 6844
ISNI: 0000 0001 1071 6844
Content
Verletzungspotenziale. Über Optimierung und Vulnerabilität in der Gegenwart - ein Vorwort
Daniel Burghardt & Moritz Krebs
Das neue Bewusstsein der Verletzlichkeit
Hans-Jürgen Wirth
Kritik der Verletzbarkeit. Versuch über eine Kritische Theorie der Vulnerabilität
Daniel Burghardt
Kritik der Optimierung. Versuch über die politische Ökonomie der Zeitlichkeit
Moritz Krebs
Unsicherheit, Angst und Risiko. Zur humanwissenschaftlichen und pädagogischen Formierung von Vulnerabilität
Markus Dederich & Jörg Zirfas
Vulnerabilität und Rationalisierung. Über reflexive Verstrickungen im beschädigten Leben
Matthias Steffel
Glokale Produktion, Dauerkrise in der Arbeitswelt und strukturell erschöpfte Subjekte
Stefanie Hürtgen
Das Leid der Sprachlosigkeit. Versöhnung und Unversöhnlichkeit in der feministischen Kritik der neuen Frauenbewegung
Katharina Lux
Selbstoptimierung oder Selbstsorge? Fallbeispiele aus psychodynamischer Sicht
Günter Gödde
Zwischen vulnerabler Empfänglichkeit und vermeidender Abgrenzung. Eine psychoanalytische Untersuchung der psychischen Verarbeitung von Selftracking bei Frauen mit Bulimie
Ramona Franz, Benigna Gerisch, Vera King & Benedikt Salfeld
Männliches, Allzumännliches. Fallrekonstruktion zur psychischen Bedeutung von »NoFap«
Aaron Lahl
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