
PNF in der Praxis
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"Die Autoren - selbst PNF-Instruktoren - bieten eine eine detaillierte Darstellung des praktisch-technischen Vorgehens. Alle üblicherweise angewandten PNF-Techniken und Bewegungsabläufe werden in Bildfolgen dokumentiert, der Text enthält genaue Anleitungen zur Ausführung.Durch die Fülle der darstellten Möglichkeiten ist das Buch die ideale Grundlage für die Behandlungsplanung in der physiotherapeutischen Praxis: zum Lernen, zum Nachschlagen und zur Verbesserung des eigenen therapeutischen Vorgehens für diejenigen, die wissen wollen, wie man's richtig macht." Physiotherapie
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3 Techniken (S. 23-24)
3.1 Einführung
Ziel der PNF- Techniken ist, die funktionelle Bewegung durch Fazilitation, Inhibition, Kräftigung und Entspannung von Muskelgruppen zu fördern. Hierzu werden konzentrische, exzentrische und statische Muskelkontraktionen eingesetzt. Sie werden mit einem sorgfältig abgestimmten Widerstand und geeigneten fazilitierenden Maßnahmen kombiniert. Die Techniken werden dabei individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Patienten abgestimmt.
Dies kann anhand folgender Beispiele erläutert werden: Beispiel Erweiterung und Verbesserung des Bewegungsausmaßes und Stärkung der Muskelkraft in einem neu erworbenen Bewegungsbereich Der Einsatz von Entspannungstechniken (Relaxationstechniken), z. B. Spannen – Entspannen (»Contract Relax«), dient der Erweiterung des Bewegungsausmaßes. Werden direkt daran anschließend fazilitierende Techniken wie Dynamische Umkehr (»Dynamic Reversal/Slow Reversal«) oder Kombination isotonischer Bewegungen (»Combination of Isotonics«) eingesetzt, erreicht man eine Stärkung der Muskelkraft und eine Verbesserung der Bewegungskontrolle in dem neu erworbenen Bewegungsausmaß.
Die Ermüdung der Muskulatur während der Muskelkräftigungsübungen vermindern. Nach dem Einsatz von Techniken, die die Muskelkraft verstärken, wie Wiederholter Stretch (»Repeated Stretch«), sollte sofort die Technik Dynamische Umkehr (»Dynamic Reversal/Slow Reversal«) eingesetzt werden, um eine Ermüdung der beanspruchten Muskulatur zu mindern. Der wiederholte Stretchre. ex verhindert eine vorzeitige Ermüdung der Muskulatur, so dass diese länger arbeiten kann. Die alternierenden Kontraktionen der antagonistischen Muskeln verringern ebenfalls Ermüdungserscheinungen, die durch wiederholtes Üben ein und derselben Muskelgruppe hervorgerufen werden.
Die PNF-Techniken werden nach gleichartigen Aktivitäten oder Funktionen gegliedert. Bei der Einführung neuer Begriffe wurde berücksichtigt, dass ihr Name die Aktivität bzw. die Art der Muskelkontraktion beschreibt. In den Fällen, in denen die von uns verwandten Begriffe von der Terminologie von Knott u. Voss (1968) abweichen, werden beide Begriffe angegeben, die Begriffe von Knott und Voss sind in Klammern gesetzt. Der erläuternde Text zu den einzelnen Techniken beinhaltet eine kurze Charakterisierung der jeweiligen Technik und deren Ziele, eine Erläuterung der Anwendungsmöglichkeiten und eine Au. istung der Indikationen bzw. Kontraindikationen und eine ausführliche Erläuterung hinsichtlich der Ausführung, einschließlich Beispielen und möglichen Modi. kationen.
Beispielsweise wird unter Antagonistischer Umkehrbewegung (»Reversal of Antagonists«) eine Gruppe von Techniken verstanden, bei denen der Patient agonistische und antagonistische Bewegungen ohne Entspannung direkt abwechselnd aufeinanderfolgend ausführt, wobei es weder eine Pause noch eine Entspannung gibt. Innerhalb dieser Gruppe von Techniken ist die Dynamische antagonistische Umkehrbewegung (»Dynamic reversal of Antagonists«) eine isotonische Technik, in der sich der Patient ohne Anzuhalten erst in die eine Richtung und dann in die Gegenrichtung bewegt. Unter Rhythmischer Stabilisation (»Rhythmic Stabilization«) versteht man eine isometrische Kontraktion der antagonistischen Muskelgruppen, wobei weder Patient noch Therapeut eine Bewegung beabsichtigen. Diese Technik hilft dem Patienten u. a., eine Haltung besser einnehmen zu können und diese dann zu stabilisieren.1 Beide Umkehrtechniken werden zur Kräftigung der Muskulatur und zur Erweiterung des Bewegungsausmaßes eingesetzt.
Übersicht: , Die PNF-Techniken
Rhythmische Bewegungseinleitung = »Rhythmic Initiation«,
Kombination isotonischer Bewegungen = »Combination of Isotonics« (Johnson u. Saliba 1988, nicht publiziert). (Auch Agonistische Umkehr = »Reversal of Agonists« genannt, Sullivan et al. 1982),
Antagonistische Umkehr = »Reversal of Antagonists«:
– Dynamische Umkehr = »Reversal of Antagonists« (»Slow Reversal«),
– Stabilisierende Umkehr = »Stabilizing Reversals«,
– Rhythmische Stabilisation = »Rhythmic Stabilization«, Wiederholter Stretch = »Repeated Stretch« (»Repeated Contraction«):
– Wiederholter Stretch am Anfang der Bewegung = »Repeated Stretch from beginning of the range«,
– Wiederholter Stretch während der Bewegung = »Repeated Stretch through range«,
Anspannen – Entspannen = »Contract Relax «,
Halten – Entspannen = »Hold Relax«,
»Replication«.
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