
Die Kunst der Intervention
22 Therapeutinnen und Therapeuten im Gespräch
Uwe Britten(Editor)
Psychosozial-Verlag
1st Edition
Published on 1. February 2023
156 pages
978-3-8379-7932-9 (ISBN)
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Therapeut*innen ist es nicht möglich, nicht zu intervenieren. Die bloße leibliche Anwesenheit in ihrem Bezug auf die Patient*innen und den Hilfeauftrag ist therapeutisch unhintergehbar. Jede körperliche Bewegung, jedes Räuspern, jedes Schweigen stehen im Kontext des therapeutischen Kontakts. Die Kunst der Intervention besteht also darin, jede Regung, Handlung und Verhaltensweise so zu nutzen, dass bewusste Impulse gesetzt werden können, die den Patient*innen weiterhelfen. Gleichwohl können Interventionen ins Leere laufen oder verpuffen, wenn sie zu einer ungünstigen Zeit kommen, verfrüht sind oder aus anderen Gründen als unangemessen oder zumindest zunächst wirkungslos erscheinen. Die 22 erfahrenen Therapeut*innen geben Auskünfte über ihre Arbeit und zeigen: Auch sie entkommen ihrem eigenen Setting nicht.
Das Buch enthält Interviews mit Hartmut Berger, Brigitte Boothe, Silke B. Gahleitner, Mathias Hirsch, Gitta Jacob, Matthias Klosinski, Andreas Knuf, Hans-Ludwig Kröber, Claas-Hinrich Lammers, Georg Milzner, Klaus Obert, Ewald Rahn, Brigitte Schigl, Friederike Schmidt-Hoffmann, Ulrich Schultz-Venrath, Günther Schwarz, Timo Storck, Bernhard Strauß, Tobias Teismann, Roland Voigtel, Stefan Weinmann und Wolfgang Wöller
More details
Series
Edition
1. Aufl. 2023
Language
German
Place of publication
Gießen
Germany
File size
2,93 MB
ISBN-13
978-3-8379-7932-9 (9783837979329)
DOI
10.30820/9783837979329
Schweitzer Classification
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Book
02/2023
Psychosozial-Verlag
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Persons
Editor
Uwe Britten studierte Philosophie und Germanistik und arbeitet seit vielen Jahren als Lektor, Herausgeber und Publizist in den Bereichen Psychotherapie, Psychiatrie und Jugendhilfe.
Stand: November 2022
ISNI: 0000 0003 8515 545X
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Contributions
ISNI: 0000 0005 1564 2185
Brigitte Boothe ist Psychoanalytikerin (DGPT, DPG) und Psychotherapeutin (FSP). Sie war Inhaberin des Lehrstuhls für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Psychoanalyse an der Universität Zürich. Wichtige Veröffentlichungen zur Psychoanalyse der frühen weiblichen Entwicklung und zu Modellen des Glücks in Märchentexten.
Boothe ist Mitglied in diversen psychoanalytischen, psychotherapeutischen und internationalen wissenschaftlichen Vereinigungen: Society for Psychotherapy Research (SPR), Schweizerische Gesellschaft für Psychologie (SGP), Deutsche psychoanalytische Gesellschaft (DPG), Föderation Schweizerischer PsychologInnen (FSP), Europäische Föderation Psychoanalytischer Psychotherapie (EFPP).
ISNI: 0000 0001 1695 769X
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Silke B. Gahleitner studierte Sozialarbeit und Sozialpädagogik in Wien und promovierte in Klinischer Psychologie an der Freien Universität Berlin. Sie ist Professorin für Klinische Psychologie und Sozialarbeit an der Alice Salomon Hochschule in Berlin.
ISNI: 0000 0003 6757 866X
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Mathias Hirsch ist Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker, affiliiertes Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung und Gruppenanalytiker. Er übt Supervisions- und Seminartätigkeiten in Berlin und Moskau aus. Seine Forschungsschwerpunkte sind sexueller Missbrauch in der Familie, psychoanalytische Traumatologie, Psychoanalyse des Körpers, Psychoanalyse und Kultur sowie Psychoanalyse und Film.
(Stand: Jan. 2020)
ISNI: 0000 0001 0858 6067
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Ulrich Schultz-Venrath, Arzt für Psychotherapeutische Medizin und Nervenheilkunde, Psychotherapie/Psychoanalyse (DPV/IPA) und Gruppenanalyse/Organisationsanalyse (GRAS/DAGG). Er ist Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Evangelischen Krankenhaus Bergisch Gladbach, Fakultätsmitglied und Fachvertreter für Psychotherapeutische Medizin an der Universität Witten/Herdecke. Veröffentlichungen zur Psychosomatik und Psychotherapie neurologischer Erkrankungen.
ISNI: 0000 0000 1114 6575
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Timo Storck ist Psychoanalytiker und Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin.
Stand: Oktober 2025
ISNI: 0000 0000 5833 1321
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Bernhard Strauß ist Psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker. Er ist Direktor des Instituts für Psychosoziale Medizin, Psychotherapie und Psychoonkologie am Universitätsklinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Stand: März 2024
ISNI: 0000 0001 0936 1505
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Roland Voigtel, geb. 1951, ist Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker (DGPT, DPG) und Supervisor in eigener Praxis in Berlin. Er war zwölf Jahre lang (1988-1999) Wissenschaftlicher Leiter eines Modellprojekts des Berliner Senats zur Suchtpävention an Schulen. Voigtel arbeitet seit vielen Jahren mit Suchtmittel-abhängigen Patient*innen in ambulanter psychodynamischer Einzeltherapie. Zugleich ist er sowohl für Kolleg*innen mit eigener Praxis als auch für psychiatrische Klinikabteilungen und Teams aus Einrichtungen der Suchthilfe als Supervisor tätig. Er hatte Lehraufträge zu den Themen Psychoanalyse und Sucht an verschiedenen Fachbereichen der Berliner Universitäten, hat zur Psychoanalyse der Sucht, zu Jugendproblematiken und zu Fragen der psychodynamischen Behandlungsführung publiziert und Vorträge gehalten. Roland Voigtel arbeitete und arbeite noch in der psychoanalytischen und tiefenpsychologischen Ausbildung und ist derzeit Mitglied des Leitungsgremiums Tiefenpsychologie an der Berliner Akademie für Psychotherapie.
Stand: August 2021
ISNI: 0000 0000 0872 7133
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Wolfgang Wöller, Priv.-Doz. Dr. med., ist Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie und für Neurologie und Psychiatrie sowie Psychoanalytiker, Lehranalytiker und EMDR-Supervisor. Er war von 2004 bis 2017 Leitender Abteilungsarzt und ab 2011 auch Ärztlicher Direktor der Rhein-Klinik in Bad Honnef. Seit 2017 ist er im Bereich Forschung und Weiterbildung tätig.
Stand: Jan. 2020
ISNI: 0000 0003 8218 5645
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Content
Wahrnehmen, verstehen, intervenieren
Interventionen
Brigitte Schigl:
»Ein kreativer, fast künstlerischer Prozess«
Sprechen, kommunizieren, in Kontakt kommen
Biografisches Erzählen
Brigitte Boothe:
»Im persönlichen Erzählen steckt immer ein Wunschdenken«
Ausdruck von Gefühlen
Andreas Knuf:
»Wer tief in einer Gefühlsregung steckt, der schweigt«
Eingeschränkte Kommunikation
Günther Schwarz:
»Gute Gespräche sind für Demenzkranke immer hilfreich«
Therapiefallen
Gitta Jacob:
»Gute Therapiebeziehung und Konfrontationen schließen sich nicht aus«
Psychotische Erfahrungen
Friederike Schmidt-Hoffmann:
»Hilfeangebote schreiben oft negativ erlebte Erfahrungen fort«
Migrationserfahrungen von Kindern und Jugendlichen
Matthias Klosinski:
»Wir müssen unsere Selbstreflexion mitdenken«
Therapeutisch(e) Räume öffnen
Soziale Kontexte
Silke B. Gahleitner:
»Wir sollten mehr über soziale Beziehungen sprechen«
Therapeutische Settings
Stefan Weinmann:
»Psychotherapeuten müssen raus aus ihren Therapiezimmern«
Ortswechsel
Klaus Obert:
»Hausbesuche tragen zum Entstehen von Vertrauen bei«
Süchtige Menschen
Roland Voigtel:
»All das sind Momente von Beziehung«
Narzisstische Menschen
Claas-Hinrich Lammers:
»Neugierig auf narzisstische Patientinnen und Patienten«
Mentalisieren des Anderen
Ulrich Schultz-Venrath:
»Affektfokussierte Fragen stellen, statt besserwisserische Antworten zu geben«
Leiblichkeit
Timo Storck:
»Der Köper ist eben nicht allein unser >Werkzeug<«
Dissoziationen
Wolfgang Wöller:
»Bei schweren dissoziativen Störungen finden wir sogar ein gespaltenes Persönlichkeitssystem«
Borderline
Ewald Rahn:
»Vieles in der Borderlineerkrankung basiert auf Resignation«
Suizidalität
Tobias Teismann:
»Präventiv sein, ohne hellsehen zu können«
Schuld und Schuldgefühle
Mathias Hirsch:
»Der ursprüngliche Täter hat häufig zahlreiche Nachfolger«
Mörder
Hans-Ludwig Kröber:
»Mehr Gewalterfahrungen als die durchschnittlichen Inhaftierten«
Folter- und Isolationserfahrung
Hartmut Berger:
»Was immer noch bleibt, ist Containment«
Glauben an Gott
Georg Milzner:
»Ein Gefühl dafür, dass es noch etwas Anderes in der Welt gibt«
Zum Schluss
Methodenvielfalt
Bernhard Strauß:
»Das Mehrperspektivische wird sich durchsetzen«
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