
Im Wahn
Description
Alles über E-Books | Antworten auf Fragen rund um E-Books, Kopierschutz und Dateiformate finden Sie in unserem Info- & Hilfebereich.
Die Vereinigten Staaten befinden sich mitten in einem neuen Bürgerkrieg, der mit den Waffen der Mediengesellschaft ausgetragen wird - und erleben in der Weltkrise 2020 eine multiple Katastrophe. Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby berichten von den zahlreichen Fronten.
Nach vier Jahren einer fatalen Präsidentschaft sind die USA eine wütende, nur noch im Hass vereinte Nation. Die unterschiedlichen politischen Lager haben ihre diplomatischen Beziehungen abgebrochen und stehen sich auf medialen Schlachtfeldern gegenüber. Die Kombattanten sind das Weiße Haus, Fox News, rechte Trolle und ultrakonservative Radiomoderatoren auf der einen, CNN, New York Times, Washington Post und progressive Blogger auf der anderen Seite. Apokalyptische Szenarien, wahnhafte Verdrehungen und permanente Attacken gegen den Feind bestimmen den politischen Alltag.
Die beiden Spitzenjournalisten Klaus Brinkbäumer und Stephan Lamby begannen im Juni 2019 mit ihren Recherchen, als Donald Trump seine Kampagne für die Wiederwahl eröffnete. Sie waren beim Vorwahlkampf der Demokraten dabei und beim Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump. Immer wieder recherchierten Brinkbäumer und Lamby im Weißen Haus und trafen die Stars der amerikanischen Medienwelt von heute. Sie spürten zudem auf, wie sich die USA seit Jahrzehnten von ihren eigenen Idealen entfernten, und warum aus der ehemals so angesehenen Nation ein Land wurde, das so viele Feinde hat.
Von Januar 2020 an verfolgten sie die Ausbreitung des Corona-Virus in den USA und wurden schließlich Zeugen, wie der gewaltsame Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz eine landesweite Protestwelle gegen Rassismus und Polizeigewalt auslöste. Ihr Buch ist eine investigative Kriegsreportage über ein zerfallendes Land, das seinen Kompass und seine Wahrheiten verloren hat.
More details
Other editions
Persons
Klaus Brinkbäumer ging 2007 als Korrespondent des SPIEGEL nach New York. Von 2015 bis 2018 war er Chefredakteur des SPIEGEL. Er gewann u.a. den Egon-Erwin-Kisch-Preis, den Henri-Nannen-Preis und wurde 2016 Chefredakteur des Jahres. Seit 2018 schreibt er für DIE ZEIT und den Tagesspiegel. Zu seinen Büchern zählen "Der Traum vom Leben - Eine afrikanische Odyssee","Nachruf auf Amerika" und "Das kluge, lustige, gesunde, ungebremste, glückliche, sehr lange Leben" (zusammen mit Samiha Shafy). Er lebt in New York.
Stephan Lamby ist Fernsehautor und Produzent und war als freier Journalist in New York tätig. Er hat mit zahlreichen ARD-Dokumentationen das politische Deutschland abgebildet, darunter "Nervöse Republik", "Im Labyrinth der Macht", "Die Notregierung". Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Fernsehpreis, der Goldmedaille der New York Festivals, der Goldenen Kamera und als Journalist des Jahres 2018. Ein Teil seiner Familie lebt in Amerika.
Content
- Cover
- Titel
- Zum Buch
- Über die Autoren
- Widmung
- Motto
- Impressum
- Inhalt
- Prolog
- 1. Verfeindete Staaten
- «Sie sind hinter euch her»
- Der ältere Herr Biden
- Der Korrespondent
- Worte und Taten
- Ursünde
- 2. Senderkrieg
- Das Monster nährt sich selbst
- The Enemy of the American People
- Drei Goldgräber und eine Goldgräberin
- 3. Parteienkrieg
- Ein Telefonat
- Gewaltenerosion
- 4. Hurensöhne und Einbrecher
- Nixons Tricks
- Die Madman-Strategie
- Der Kampfsport Politik
- Dirty Job
- «Spiel es hart»
- 5. Stellvertreterkrieg
- Rückkehr der Alphamänner
- Ein aufrechter Republikaner
- Patrioten
- 6. Sweet Tweets
- Boom . Breaking News!
- Agendasetting 2020
- Die Toreintreter
- 7. Die Stunde der Amateure
- Drohnenschlag
- Echt oder unecht, Hauptsache Rolex
- «Hängt sie auf!»
- Winners and losers
- Schatten
- Es gibt sie doch, die eine Wahrheit
- 8. Outbreak
- Viele Spitzen vieler Eisberge
- Netflix-Politik
- Worum es geht
- Ein Wunder
- Wer entscheidet, was stimmt?
- Methode Attacke
- Im Weltkrisenzentrum
- Der Doktor und die Trump-Show
- Bruderliebe
- Besuch bei «The Donald»
- Säuberung
- Freiheitskämpfer
- Das Netzwerk
- Führungskraft
- 9. Trauma
- Im Weltkrisenzentrum II
- .-gate
- «Sie waren wir»
- «I can't breathe»
- Das Schlachtfeld
- Kollaborateure
- 10. Duell
- Aufmacher
- Lähmungszustände
- 11. Wenn Demokratien sterben
- Unabhängigkeitstag
- Eheprobleme
- Buddha, Gandhi, Obama, Trump
- Der atlantische Graben
- Genuin katastrophal
- 12.Epilog
- Dank
- Register
- Bibliographie
- Editorische Notiz
- Bildteil
1 Die Architekten amerikanischer Realpolitik: Richard Nixon und Henry Kissinger an Bord der Airforce One, Juni 1974. Die entspannte Pose des Präsidenten täuscht.Nixon kämpft in diesen Wochen um sein politisches Überleben.
© picture alliance/AP Images
2 Abschied von der Macht. Richard Nixon hat soeben seinen Rücktritt als US-Präsident erklärt. Er ist einem Amtsenthebungsverfahren zuvorgekommen. Vizepräsident Gerald Ford (links) wird in wenigen Minuten als sein Nachfolger vereidigt.
© Corbis via Getty Images
3 Ein höfliches Treffen: 1976, drei Jahre nach dem gewaltsamen Tod des chilenischen Präsidenten Salvador Allende, besucht Außenminister Kissinger den neuen Machthaber in Santiago. Augusto Pinochet war verantwortlich für Folter und Mord von tausenden Regimegegnern. © Bettmann Archive via Getty Images
4 Medienunternehmer Rupert Murdoch (rechts) mit dem langjährigen Chef von Fox News Roger Ailes (links). Im Jahr 2016 trat Ailes zurück. Mehrere Mitarbeiterinnen von Fox News hatten ihm öffentlich vorgeworfen, sie sexuell belästigt zu haben.
© picture alliance/AP Images
5 John Roberts, Chefkorrespondent von Fox News für das Weiße Haus. Bei Pressekonferenzen von Donald Trump darf Roberts häufig die erste Frage stellen.
© Mathieu Mazza/ECO Media
6 Weijia Jiang, CBS, und Jim Acosta, CNN. Die beiden Hauptstadtkorrespondenten werden von Präsident Trump wegen ihrer kritischen Fragen oft mit Sprüchen attackiert. Bei Wahlkampfveranstaltungen benötigt Jim Acosta inzwischen Personenschutz. © Mathieu Mazza/ECO Media
7 Sebastian Gorka war Redakteur der rechtsextremen Nachrichtenseite Breitbart. Nach dem Wahlsieg von Donald Trump wechselte er mit dem ehemaligen Breitbart-Chef Steve Bannon vorübergehend in Trumps Beraterstab. Inzwischen arbeitet er als Radiomoderator und erneut im Beraterstab des Weißen Hauses. © Mathieu Mazza/ECO Media
8 Judd Legum gründete die linksliberale Nachrichtenseite ThinkProgress. Heute veröffentlicht er den unabhängigen Newsletter «Popular Information» und schreibt als Blogger über Politik und Medien. © Mathieu Mazza/ECO Media
9 Bei den Wahlveranstaltungen von Donald Trump werden Journalistinnen und Journalisten als «Feinde des Volkes» angebrüllt. Besonders die Reporter von CNN haben dort einen schweren Stand. © Mathieu Mazza/ECO Media
10 Wildwood, New Jersey, im Januar 2020. Einige Trump-Fans haben zwei Tage lang auf die Ankunft des Präsidenten gewartet. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt.
© Rob Langhammer/ECO Media
11 Anthony Scaramucci war im Sommer 2017 elf Tage lang Kommunikationsdirektor des Weißen Hauses. Nach seinem Rauswurf ist er wieder als Hedgefonds-Manager in New York tätig. Inzwischen zählt er zu Donald Trumps schärfsten Kritikern.
© Rob Langhammer/ECO Media
12 Die beiden Fox News-Moderatoren Bret Baier und Martha MacCallum bei der Vorwahl der Demokraten in Des Moines, Iowa, Anfang Februar 2020. Die Auszählung der Wählerstimmen verlief chaotisch. Die ganze Nacht über konnten die Journalistinnen und Journalisten kein Ergebnis vermelden. © Kevin McKinney/ECO Media
13 Anhörung im Repräsentantenhaus vor dem Impeachment-Verfahren. Gordon Sondland, US-Botschafter bei der Europäischen Union, belastet Präsident Trump schwer. Wenige Wochen später, nach dem Freispruch durch den Senat, entlässt Trump Sondland. © Mathieu Mazza/ECO Media
14 Donald Trump feiert im Weißen Haus seinen Freispruch im Impeachment-Verfahren. Ausnahmsweise beschimpft er die Washington Post an diesem Tag nicht als «Fake-News»-Zeitung. © White House
15 Große Ehre für Rush Limbaugh. Der Talk-Radio-Moderator wird von Präsident Trump bei der «State of the Union»-Rede mit der Presidential Medal of Freedom ausgezeichnet. First Lady Melania Trump darf die Verleihung vornehmen.
© C-Span/ECO Media
16 Im April 2020 ist New York die Stadt mit den meisten Corona-Infektionen weltweit. Polizisten kontrollieren, ob die strengen Ausgangsbeschränkungen befolgt werden.
© Rob Langhammer/ECO Media
17 Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben der USA ist während der Corona-Pandemie zeitweise nahezu lahmgelegt. Besonders betroffen sind Solo-Selbständige wie Kellner, Schauspieler und Künstler. Der Times Square von New York ist wochenlang menschenleer. © Rob Langhammer/ECO Media
18 Donald Trump muss wegen der Pandemie lange auf Wahlkampfveranstaltungen verzichten. Stattdessen präsentiert er sich im März und April 2020 regelmäßig mit der Corona-Taskforce im Fernsehen. Die Gesundheitsexperten sind nicht über alle Wortbeiträge des Präsidenten begeistert. © Mathieu Mazza/ECO Media
19 Während des Shutdowns formiert sich in vielen Bundesstaaten Protest. Als die Parlamentarier in Lansing, Michigan, über eine Verlängerung der Corona-Schutzmaßnahmen debattieren, kommt es zu Tumulten. Präsident Trump hatte den Unmut angeheizt. Auf Twitter schrieb er: «Befreit Michigan!» © AFP via Getty Images
20 In Richmond, Virginia, protestieren Bewohner in Autos gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Viele fürchten um ihren Arbeitsplatz oder den Fortbestand ihrer Unternehmen. © Mathieu Mazza/ECO Media
21 Nach dem gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis gehen im ganzen Land Menschen auf die Straße, um gegen Polizeigewalt zu demonstrieren. Auch in der Hauptstadt Washington, D. C. Der Anfang einer Bewegung.
© Ralf Oberti/ECO Media
22 Die Polizei hat Mühe, das Weiße Haus vor Demonstranten zu schützen. In diesen Tagen sucht Präsident Trump den Bunker unter seinem Wohnsitz auf. Er sei aber nur «ganz kurz, für eine Inspektion» dort gewesen, behauptet er später. © Ralf Oberti/ECO Media
...
System requirements
File format: ePUB
Copy protection: Watermark-DRM (Digital Rights Management)
System requirements:
- Computer (Windows; MacOS X; Linux): Use a reading software that can process the file format ePUB: e.g., Adobe Digital Editions or FBReader – both free (see eBook Help).
- Tablet/Smartphone (Android; iOS): Before downloading, install the free app Adobe Digital Editions (see eBook Help).
- E-reader: Bookeen, Kobo, Pocketbook, Sony, Tolino and many more (not Kindle).
The file format ePUB works well for novels and non-fiction books – i.e., „flowing” text without complex layout. On an e-reader or smartphone, line and page breaks automatically adjust to fit the small displays.
This eBook uses Watermark-DRM, a „soft” copy protection. This means that there are no technical restrictions to prevent illegal distribution. However, there is a personalised watermark embedded in the eBook that can be used to identify the purchaser of the eBook in the event of misuse and to provide evidence for legal purposes.
For more information, see our eBook Help page.

