
Neue Trends im E-Learning
Description
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E(lectronic)- und M(obile)-Learning - das Lernen und Lehren auf Basis moderner Informations- und Kommunikationstechnologien - wird heute bereits in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt: in Schulen und Hochschulen sowie mehr und mehr auch in der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung von Auszubildenden bis zu Top-Managern. Ziel dieses Sammelbandes ist es, den Status Quo und aktuelle Projekte zu beschreiben. In Verbindung damit sollen auch wichtige E-Learning-Trends und zukunftsgerichtete Entwicklungen identifiziert und analysiert werden. Dabei stehen Aspekte der Betriebswirtschaftslehre und Informatik, die oft interdisziplinär beleuchtet werden, im Vordergrund. Die 29 ausgewählten Artikel decken viele derzeit wichtige E-Learning-Trends ab, wie z. B. (echtes) M-Learning, Geschäftsmodelle für Hochschulen und Unternehmen, Ansätze zur Integration von E-Learning, Qualitätssicherungsverfahren und -instrumente sowie die Konvergenz von Lern-, Wissens-, und Personalmanagementsystemen.
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Aus den Rezensionen:
". In 29 Beiträgen wird der erreichte Stand in Sachen E-Learning dokumentiert, darüber hinaus werden Trends identifiziert und analysiert. . Die Beiträge sind für wissenschaftliche Arbeiten erstaunlich nah an der Praxis . Die jeweils 15-seitigen Beiträge beginnen mit einem schnell erfassbaren Abstract - auch Fazite und Ausblicke strukturieren die Kapitel sinnvoll für diejenigen Leser, die sich schnell einen überblick verschaffen wollen. Der Band zeigt vorbildlich, wie Wissenschaft mit einem engagierten Praxisbezug funktionieren kann." (http://www.buecher.de/show/Fachbuch-Vergleichstest/Wirtschaft-Recht-Steuern/E-Learning/236669/)
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Markus Grüne, Alexander Nikolopoulos, Roland Holten1
Professur für Information Systems Engineering,
Johann Wolfgang Goethe Universität Frankfurt am Main,
Mertonstr. 17, 60325 Frankfurt,
{gruene, nikolopo, holten}@wiwi.uni-frankfurt.de
Zusammenfassung. Durch den Einsatz von E-Learning kann die Betreuung Studierender bei universitären Großveranstaltungen intensiviert werden. Das von der Professur für Information Systems Engineering (ISE) initiierte Projekt "Computerbased Advanced Learning and MAnagement of REsources" (CALAMARES) zeigt, dass mit vertretbarem Aufwand Blended-Learning-Konzepte die Lehre aus Sicht der Lehrenden und Studierenden verbessern können. Im Rahmen des Projektes wurde trotz begrenzter Personalressourcen die Betreuung von Vorlesungen im Grund- und Vertiefungsstudium der Wirtschaftsinformatik durch den Einsatz von Software-Werkzeugen und Lernmodulen bereichert. In diesem Beitrag werden die Ausgangssituation am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt und die Durchführung des CALAMARESProjekts dargestellt. Ein wichtiges Projektergebnis stellt die entwickelte Software- Architektur dar. Auf Basis dieser Architektur wurden unterschiedliche Lernumgebungen entwickelt, die es den Studierenden ermöglichten, individuelle Übungsaufgaben auf professionellen Softwaresystemen unter praxisnahen Bedingungen durchzuführen. Ausgewählte Ergebnisse einer Umfrage unter Studierenden werden beschrieben und, darauf aufbauend, das weitere Vorgehen zur nachhaltigen Verankerung [1-3] des neuen Blended-Learning-Konzepts [4, 5] am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften skizziert.
Key words. E-Learning, Hochschule, Evaluation Blended-Learning
1 Einleitung
Die Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (JWGU) zählt mit zirka 36.000 Studierenden zu den größten Hochschulen in Deutschland. Die Teilnehmendenzahlen in Großveranstaltungen des Grund- und Vertiefungsstudiums am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften mit bis zu 900 Studierenden führen dazu, dass eine persönliche, bedürfnisgerechte Betreuung der Studierenden durch die Dozenten und Mitarbeiter der Professuren unter den gegebenen organisatorischen und finanziellen Rahmenbedingungen kaum gewährleistet werden kann, obwohl diese eine hochschulpolitische Forderung darstellt [6]2. Der verstärkte Einsatz von E-Learning-Angeboten gilt als ein Lösungsansatz für die am Fachbereich vorliegenden Probleme [7, 8].
Zur Förderung des Einsatzes von E-Learning wurde an der Universität Frankfurt das Kompetenzzentrum Neue Medien in der Lehre3 geschaffen. Es unterstützt Lehrende bei der Einführung von E-Learning-Angeboten durch Beratungsdienstleistungen, Schulungen und Vermittlung von Kontakten. Weiterhin wurden verschiedene Förderungsprojekte zur universitätsweiten Verbreitung des Einsatzes neuer Medien im Lehrbetrieb ausgeschrieben. Unter dem Begriff E-Learning wird in diesem Bericht jede Art des Lernens verstanden, zu deren Durchführung ein Computersystem benötigt wird [9, 10]. Das in dieser Arbeit vorgestellte Projekt CALAMARES wurde durch das Förderprogramm zur Entwicklung von ELearning- Angeboten der hessischen Hochschulen ermöglicht. Seit dem Sommersemester 2005 wird die E-Learning-Strategie der Universität durch das BMBFfinanzierte Förderprojekt megadigitale4 weiter voran getrieben. Hierzu sollen fachbereichsweite Konzepte für eine nachhaltige Verankerung der E-Learning- Angebote eingeführt werden. Das Ziel von CALAMARES und megadigitale ist es, soweit wie möglich auf Neuentwicklungen zu verzichten und auf bereits vorhandene Ressourcen, z. B. die vom Rechenzentrum der Universität bereitgestellten Infrastrukturdienste, zurückzugreifen.
In dieser Arbeit werden das Projekt CALAMARES und die Erfahrungen beim Einsatz von E-Learning-Angeboten dargestellt. Dazu werden im folgenden Abschnitt zuerst die Situation am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und sich daraus abzuleitende Anforderungen für das E-Learning beschrieben. Im dritten Abschnitt wird das Blended-Learning-Konzept der Professur für Information Systems Engineering, das im Projekt CALAMARES zur Anwendung kam, und dessen Umsetzung in Lehrveranstaltungen beschrieben.
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