
Design durch Gebrauch
Description
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Diese Publikation erforscht und analysiert eine ganz besondere Form von Design: das ebenso normale wie wunderbare Phänomen, dass Menschen ohne Designanspruch bereits gestaltete Dinge umnutzen, anders nutzen, im besten Sinne "missbrauchen". Nicht Intentionales Design (NID) findet täglich, in jeder Lebenssphäre, in allen Teilen der Welt statt. Diese Umgestaltung durch Umnutzung macht die Dinge multifunktional, kombiniert mit kluger Erfindung neue Funktionen. Sie ist häufig reversibel, ressourcenschonend, improvisierend, innovativ, preiswert. Für das Design kann es zu einer Quelle der Inspiration werden, wenn die professionellen Designer erst einmal wahrnehmen, was im praktischen Gebrauch mit all den gestalteten Dingen tatsächlich geschieht.
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Content
2 - Elastisches Design in der Forschung [Seite 5]
2.1 - Design als Forschungsparadigma [Seite 7]
2.1.1 - Design als transitorische Disziplin [Seite 8]
2.2 - Die Dinge im Design [Seite 9]
2.3 - Die Herstellung der Dinge durch den Gebrauch [Seite 10]
2.4 - Forschungsrelevanz [Seite 13]
2.4.1 - Streifzüge [Seite 14]
3 - Disziplinäre Annäherung [Seite 17]
3.1 - Gebrauch und Umnutzung in der Literatur [Seite 19]
3.1.1 - Designgeschichtlicher Abriss unter der Perspektive des Nutzens [Seite 19]
3.1.2 - Kulturgeschichte des Dinggebrauchs [Seite 20]
3.1.3 - Design-Publikationen [Seite 23]
3.2 - Gebrauch und Nutzen in den Gesellschaftswissenschaften [Seite 25]
4 - Verwandte Findungsstrategien [Seite 27]
4.1 - Kunst und Literatur [Seite 29]
4.2 - Architektur [Seite 30]
4.3 - Naturwissenschaften [Seite 31]
5 - Intentionales Umgestalten [Seite 33]
5.1 - Design als Manifest [Seite 35]
5.2 - Mangelgesellschaften [Seite 41]
5.2.1 - DDR: Selbermachen mit Anleitung [Seite 42]
5.2.2 - Nachkriegszeit: Stahlhelme zu Nachttöpfen [Seite 43]
5.2.3 - «Dritte Welt»: Recycling von Wohlstandsmüll [Seite 44]
5.3 - Ökologisches Design [Seite 45]
5.4 - Bewusster Produktverzicht [Seite 48]
5.5 - Kommerzielle Verwertung [Seite 49]
5.6 - Heimwerker und Hobbybastler [Seite 49]
5.7 - Aneignungsstrategien [Seite 50]
6 - Nicht Intentionales Design - empirisch gesehen [Seite 53]
6.1 - Widersprüche im Objekt zwischen Designanspruch und Gebrauch [Seite 55]
6.1.1 - Form und Funktion als Eigenarten der Benutzung [Seite 55]
6.1.2 - Der Umgang mit den Bedeutungen [Seite 56]
6.2 - Alltagsgebrauch - Designanspruch [Seite 58]
6.3 - Privatraum Wohnung [Seite 60]
6.4 - Öffentlicher Raum [Seite 74]
6.5 - Neue Medien [Seite 89]
6.5.1 - Personal Computer [Seite 89]
6.5.2 - NID in der Computer-Software am Beispiel des Internet [Seite 96]
7 - Die Subjekte: Umnutzungsobjekte und -motive [Seite 103]
7.1 - Methodisches Vorgehen [Seite 105]
7.1.1 - Das Sample [Seite 106]
7.2 - Räume [Seite 108]
7.2.1 - Genderspezifische Umnutzungen innerhalb der Räume [Seite 108]
7.3 - Umnutzungsobjekte [Seite 112]
7.3.1 - Umnutzungen im Geschlechtervergleich [Seite 112]
7.3.2 - Eigene NIDs und Lieblings-NIDs [Seite 115]
7.4 - Umnutzungsmotive [Seite 115]
7.4.1 - Präferenzen [Seite 115]
7.4.2 - Umnutzungsmotive im Geschlechtervergleich [Seite 116]
7.5 - Exemplarische Zielgruppendifferenzierung: Nationalität, Beruf, Alter [Seite 117]
7.5.1 - Beispiel Nationalität [Seite 117]
7.5.2 - Beispiel Beruf [Seite 118]
7.5.3 - Beispiel Altersgruppen [Seite 118]
8 - Die Objekte [Seite 121]
8.1 - Die einfachen Dinge [Seite 124]
8.2 - Billig- und Wegwerfprodukte [Seite 126]
8.3 - Multifunktionale Produkte [Seite 132]
8.4 - Mediale Produkte [Seite 136]
8.4.1 - Radio und Fernsehen [Seite 137]
8.5 - Das Auto [Seite 138]
8.6 - Architekturelemente: Wand, Boden, Treppe [Seite 142]
8.6.1 - Die Wand: Informationsträger und Stütze [Seite 142]
8.6.2 - Der Boden: Sitzalternative innen und außen [Seite 144]
8.6.3 - Die Treppe: Sitz-, Spiel- und Sportplatz [Seite 144]
9 - Der Findungsprozess [Seite 147]
9.1 - Produkteigenschaften: Form, Material, Wert und Verfügbarkeit [Seite 149]
9.2 - Zeitfaktor: Lösungsdauer und dauerhafte Umnutzung [Seite 150]
9.3 - Reversibilität: Rückkehrmöglichkeit in den Ursprungszustand [Seite 151]
9.4 - Ein Beispiel: Regenschutz ohne Regenschirm [Seite 152]
9.5 - Die Persönlichkeit: Pro- oder Contra-Typen [Seite 154]
10 - Nicht Intentionales Design im öffentlichen Raum [Seite 155]
10.1 - Geplante Umwelt [Seite 157]
10.2 - Urbane Passagiere [Seite 158]
10.3 - Die Dinge im öffentlichen Raum [Seite 158]
10.4 - Privatobjekte und Allgemeingut [Seite 159]
10.5 - Umnutzungen: Sitzen, Informieren, Objektsicherung [Seite 160]
10.5.1 - Sitzen [Seite 160]
10.5.2 - Informieren [Seite 164]
10.5.3 - Fahrräder anschließen [Seite 166]
10.6 - Konstruktive und destruktive Umnutzung [Seite 166]
10.6.1 - Aneignung [Seite 168]
10.6.2 - Selbstbestimmtheit [Seite 168]
10.7 - Public man - private woman? [Seite 170]
11 - Design zwischen Subjekt und Objekt [Seite 175]
11.1 - Das Schöne und das Gute nach Platon [Seite 177]
11.2 - Von der Idee zum Objekt: Design [Seite 178]
11.3 - Vom Objekt zu der Idee: Nicht Intentionales Design [Seite 180]
12 - Design als angewandte Philosophie [Seite 181]
12.1 - Die Bedeutung der Begriffe [Seite 183]
12.2 - Autorität des Design - Autonomie im Gebrauch [Seite 184]
12.3 - NID als Grundlage offener Gestaltung [Seite 184]
13 - Literaturverzeichnis [Seite 186]
14 - Die Autorinnen [Seite 190]
15 - Bildnachweise [Seite 191]
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