
Textgenese in der digitalen Edition
Description
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Die Genese literarischer Texte und damit ihre dritte, zeitliche Dimension darzustellen, das stieß im zweidimensionalen Buch notgedrungen an Grenzen. Dagegen eröffnen sich mit der Digitalisierung neue Perspektiven: Die dritte Dimension der Textgenese wird durch Hyperlinkstrukturen und neue bild- und textgebende Verfahren erfahrbar. Dabei werden nicht nur die hohen Standards, die die Buchedition für die Tiefenerschließung der Makro- wie der Mikrogenese literarischer Texte entwickelt hat, adäquat in das digitale Medium überführt; vielmehr generiert die digitale Edition auch einen zusätzlichen Mehrwert, indem sie eine deutlich benutzerfreundlichere Gestaltung für die intuitive Erfassung durch das Auge und Optimierungen für maschinelle Nutzungen bietet. Allerdings müssen digitiale Editionen mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt halten und Lösungen für das dringende Problem ihrer Langzeitexistenz finden und umsetzen.
Der Band bietet Beiträge zu grundsätzlichen theoretisch-konzeptionellen Fragestellungen, zu methodisch-technologischen Machbarkeiten sowie Einblicke in aktuelle Projekte zur Darstellung von Textgenese in der digitalen oder der Hybrid-Edition.
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Content
- Intro
- Inhaltsverzeichnis
- Vorwort. Wozu Textgenese in der digitalen Edition? Fragestellungen und Lösungsmodelle
- Methodologische Fragestellungen und Lösungen
- Textgenese analog und digital: Ziele, Standards, Probleme
- Archiv - Text - Zeit. Überlegungen zur Modellierung und Visualisierung von Textgenese im analogen und digitalen Medium
- Visualisierung textgenetischer Phänomene in digitalen Editionen
- Digitale genetische Editionen aus der Nutzerperspektive
- Gerrit Brüning Was ist und wozu kodiert man Textgenese?
- Das digitale 'dossier génétique'. Digitale Materialität, Textgenese und historischkritische Edition
- Digitale Editionspraxis. Vom pluralistischen Textbegriff zur pluralistischen Softwarelösung
- Fallbeispiele
- Schreiberische Sorgfalt: Der Einsatz digitaler Verfahren für die textgenetische Analyse mittelalterlicher Handschriften
- Briefkonzepte im digitalen Medium. Zur Darstellung komplexer Überlieferung in der Edition Johann Wolfgang von Goethe. Briefwechsel mit Friedrich Wilhelm Riemer
- Zur digitalen Variantendarstellung im Projekt Beethovens Werkstatt am Beispiel des Duetts mit zwei obligaten Augengläsern WoO 32 - Ein Werkstattbericht
- Verschränkte Wege zum Ziel. Zum Workflow der Hybridedition Richard Wagner Schriften (RWS)
- Blumen, neu arrangiert. Die historisch-kritische Ausgabe von Arthur Schnitzlers Frühwerk auf dem Weg von der Buch- zur Hypridedition. Am Beispiel des Bandes Blumen
- Titel- und Werkgenese in Pessoas Projekten und Publikationen
- Die textgenetische Darstellung des Romans Der Mann ohne Eigenschaften von Robert Musil auf MUSIL ONLINE
- Une édition numérique génétique: Robinson de Paul Valéry
- Digitale Edition von Hermann Burgers Lokalbericht
- Wenn sich ein digitaler Sturm zusammenbraut. TEI markup und seine Verarbeitung: Die Pilotstudie handke-app zu den Textfassungen von Peter Handkes Immer noch Sturm
- "Die Wortmaschine . wird jetzt in Betrieb genommen". Schreibszene, Überlappungszone und Schreib-Szene bei Josef Winkler
- Angaben zu den Beiträger*innen
- Namenregister
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