
Systeme der Regelungstechnik mit MATLAB und Simulink
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Content
2 - Inhalt [Seite 10]
3 - 1 Einleitung [Seite 18]
4 - 2 Einführung in MATLAB [Seite 28]
4.1 - 2.1 Eingaben [Seite 29]
4.2 - 2.2 Kommandos, Operationen, Werte, Funktionen [Seite 32]
4.3 - 2.3 Matrizen [Seite 40]
4.4 - 2.4 Vektoren [Seite 52]
4.5 - 2.5 Polynome [Seite 62]
4.6 - 2.6 Graphische Darstellungen [Seite 67]
4.7 - 2.7 Function Handles [Seite 72]
5 - 3 Einführung in Simulink [Seite 74]
5.1 - 3.1 Der Funktionsblock [Seite 74]
5.2 - 3.2 Eingabe- und Ausgabeblöcke [Seite 75]
5.3 - 3.3 Signalverbindungen - Informationsaustausch [Seite 78]
5.4 - 3.4 Algebraische Schleifen - Algebraic Loops [Seite 80]
5.5 - 3.5 S-Functions [Seite 87]
5.6 - 3.6 Maskieren von Systemen [Seite 90]
5.7 - 3.7 Embedded MATLAB Functions [Seite 95]
6 - 4 Modellbildung [Seite 100]
6.1 - 4.1 Das mathematische Modell [Seite 100]
6.2 - 4.2 Prozessanalyse [Seite 111]
6.3 - 4.3 Erhaltungssatz der Masse [Seite 112]
6.4 - 4.4 Erhaltungssatz der Energie - Energiebilanz [Seite 113]
6.5 - 4.5 Erhaltungssatz des Impulses - Impulsbilanz [Seite 122]
6.6 - 4.6 Beschreibung im Zustandsraum [Seite 122]
6.7 - 4.7 Linearisierung nichtlinearer zeitinvarianter Systeme [Seite 130]
6.8 - 4.8 Standardform linearer, zeitinvarianter Systeme [Seite 134]
7 - 5 Systeme und ihre Modelle [Seite 138]
7.1 - 5.1 Das System Stab-Wagen [Seite 138]
7.2 - 5.2 Antrieb [Seite 153]
7.3 - 5.3 Inverses Pendel [Seite 167]
7.4 - 5.4 Regelkreis [Seite 177]
7.5 - 5.5 Elektrisches Netzwerk - sprungfähiges System [Seite 200]
7.6 - 5.6 RLC-Netzwerk als Brückenschaltung [Seite 207]
8 - 6 Mathematische Beschreibung linearer, zeitinvarianter Systeme [Seite 216]
8.1 - 6.1 Lineare Übertragungsglieder [Seite 217]
8.2 - 6.2 Lineare Differenzialgleichungen und ihre Lösung [Seite 220]
8.3 - 6.3 Die Laplacetransformation [Seite 225]
8.4 - 6.4 Die Übertragungsfunktion [Seite 243]
8.5 - 6.5 Der Frequenzgang [Seite 250]
8.6 - 6.6 Das Frequenzkennlinien-Diagramm [Seite 261]
8.7 - 6.7 Das Wurzelortverfahren [Seite 282]
9 - 7 Testsignale und Zeitantworten [Seite 304]
9.1 - 7.1 Anfangswertantwort mit der M-function initial [Seite 304]
9.2 - 7.2 Sprungantwort - Übergangsfunktion [Seite 306]
9.3 - 7.3 Impulsantwort - Gewichtsfunktion [Seite 309]
9.4 - 7.4 Antwort auf beliebige Signale mit der M-function lsim [Seite 314]
9.5 - 7.5 Der LTI Viewer mit der M-function ltiview [Seite 318]
10 - 8 Systemeigenschaften [Seite 320]
10.1 - 8.1 Das Schwingungsglied [Seite 320]
10.2 - 8.2 Stationäre Verstärkung mit der M-function dcgain [Seite 326]
10.3 - 8.3 Eigenschaften der Systemmatrix A [Seite 328]
10.4 - 8.4 Stabilität linearer Systeme [Seite 333]
10.5 - 8.5 Normalformen der Systemmatrix [Seite 348]
10.6 - 8.6 Steuerbarkeit und Beobachtbarkeit [Seite 363]
10.7 - 8.7 Transformationen [Seite 383]
11 - 9 Kopplung von Systemen [Seite 398]
11.1 - 9.1 Beschreibung durch Übertragungsfunktionen [Seite 398]
11.2 - 9.2 Beschreibung durch Zustandsgleichungen [Seite 403]
12 - 10 Literaturverzeichnis [Seite 420]
13 - Index [Seite 430]
Zielstellung dieses Buches ist die Vermittlung von Wissen über die Möglichkeit das dynamische Verhalten technischer Systeme - Anlagen - mit Hilfe von Rechnern so zu simulieren, dass daraus Rückschlüsse auf ihre Steuerbarkeit möglich sind und Entscheidungskriterien für die Automatisierung, d. h. für den gefahrlosen, wirtschaftlichen und qualitätsgerechten Betrieb der real existierenden Systeme, gefunden werden.
Das in Abb. 1.1 dargestellte "Konkrete System" besteht aus einem abgeschlossenen Verband untereinander festverkoppelter Elemente mit Kopplungen zu seiner Umwelt. Zum näheren Verständnis der im weiteren Verlauf immer wieder verwendeten Begriffe werden diese nachfolgend definiert, was bei dem Auftreten neuer Begriffe fortgesetzt wird.
System
Unter einem System ist die Gesamtheit von Objekten (Elementen) zu verstehen, die sich in einem ganzheitlichen Zusammenhang befinden. Durch ihre Wechselbeziehungen untereinander grenzen sie sich gegenüber ihrer Umgebung ab. Die Kopplungen der einzelnen Objekte untereinander sind wesentlich stärker, als die Kopplungen bzw. Wechselwirkungen zur Umwelt.
Anlage
Die Gesamtheit der maschinellen und anderen Ausrüstungen eines Betriebes, die zur Produktion oder Fertigung (Produktions- oder Fertigungsanlage), zur Energieerzeugung (Kraftanlage), zu Förder- oder Transportzwecken (Förder- oder Transportanlage) u. a. erforderlich sind, werden als Anlage bezeichnet.
Technologischer Prozess
Ein technologischer oder auch technischer Prozess ist ein sich über eine gewisse Zeit erstreckender strukturverändernder Vorgang, bei dem Stoffe, Energien oder Informationen transportiert bzw. umgeformt werden. Ein Prozess läuft in einem konkreten System ab.
Die Simulation ermöglicht es, den in einem bereits vorhandenen bzw. noch zu entwerfenden System ablaufenden technologischen Prozess zu untersuchen. Sie kann dabei unabhängig von dem Gefahrenpotenzial des technologischen Prozesses, seinen materiellen Werten sowie den Geschwindigkeiten des Prozessablaufs durchgeführt werden. Die bei der Simulation gewonnenen Kenntnisse, auf den real existierenden Prozess übertragen, dienen dazu ihn so zu entwerfen, dass er die an ihn gestellten Forderungen erfüllt.
Simulation
Die Simulation eines Systems, gleichgültig welcher Art, erfordert sein physikalisches, technisches oder abstraktes bzw. mathematisches Modell. Die Simulation mit Hilfe eines abstrakten bzw. mathematischen Modells setzt die Analyse des Systems voraus! Ohne Systemanalyse, kein mathematisches Modell! Ohne mathematisches Modell, keine Computersimulation!
Analyse
Sie beinhaltet die Zerlegung eines Systems in seine Einzelteile bzw. Übertragungsglieder mit dem Ziel, die Wirkungswege der auf das System wirkenden oder im System herrschenden Signale aufzudecken und in ihrem Einfluss auf die Übertragungsglieder im Sinne des statischen und dynamischen Verhaltens des Gesamtsystems möglichst mathematisch zu beschreiben. Der Wirkungszusammenhang lässt sich anschaulich in Signalflussplänen darstellen.
Die hier behandelten Systeme lassen sich durch nichtlineare und lineare bzw. linearisierte mathematische Modelle beschreiben. Vielfach dient das geschaffene mathematische Modell dem Ziel, das dynamische Verhalten des betrachteten Systems - Regelstrecke - durch eine noch zu schaffende Regeleinrichtung - Regler - im Sinne der Automatisierung gezielt zu beeinflussen.
Die Synthese bzw. der Entwurf geeigneter Regler ist Gegenstand der Regelungstechnik. Sie beruht auf dem Prinzip der Rückkopplung. Die einfachste Struktur einer Regelung ist der in Abb. 1.2 dargestellte einschleifige Regelkreis.
Der einschleifige Regelkreis besteht aus der Regelstrecke mit der zu regelnden Größe y(t), die ständig gemessen und mit der Führungsgröße w(t) - Sollwert - verglichen wird. Der aus dem Vergleich resultierende Regelfehler e(t) = w(t) - y(t) wird im Regler entsprechend dessen Charakteristik zur Stellgröße u(t) verarbeitet.
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