
Die Interdependenz von Ressourcenförderung und Empowerment
Der Ressourcenbegriff der AdressatInnen
Beate Blank(Author)
Budrich UniPress
1st Edition
Published on 30. May 2012
243 pages
978-3-86388-166-5 (ISBN)
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Description
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Im Zuge der aktuellen gesellschaftlichen Debatten um Inklusion, Teilhabe und Verwirklichungschancen rücken zwei internationale Konzepte sozial-, gesundheits- und erziehungswissenschaftlicher Theorie und Praxis - Empowerment und Ressourcenförderung - erneut in den Blick der Fachöffentlichkeit. Empowerment-TheoretikerInnen und -KritikerInnen betonen seit jeher die Ressourcenabhängigkeit von Empowerment. Dennoch mangelt es an Versuchen der Dekonstruktion zweier, in ihren grundlagentheoretischen Vorstellungen so unterschiedlicher Konzepte, um sich von da aus ihrer wechselseitigen Bedingtheit annähern zu können. Die Autorin fragt nach der gegenseitigen Abhängigkeit von Ressourcenförderung und Selbster(be)mächtigung. Aufbauend auf sozialpsychologisch begründeten ressourcentheoretischen Zugängen werden philosophische Fragestellungen nach dem universellen Wirkprinzip von Ressourcen eingeführt und durch sozioökonomische sowie lebensweltlich-strukturbildende Dimensionen gerahmt. Daran schließen sich konstruktivistische und lerntheoretisch-kognitive Sichtweisen der Generierung von Wissen in Empowermentprozessen an. Die mehrperspektivische Vorgehensweise der Untersuchung mündet in der 'Entdeckung' eines unabhängigen personalen Ressourcenbegriffs, gleichsam als autonom und zirkulär gesteuertes Zentrum des Selbstermächtigungsgeschehens. In der Betonung von Selbstbestimmung, Eigensinnigkeit, Würdebehauptung und Einzigartigkeit wird dessen menschenrechtliche Dimension evident. Die Frage nach dem 'Wie' führt zu methodologischen Fragestellungen des handlungstheoretischen Bezugsrahmens. Es wird von Empowerment ermöglichenden oder verhindernden Hilfesystemen ausgegangen und es werden Werkzeuge vorgestellt, die auch in strukturellen Widersprüchen wirkungsmächtig werden können. Die Herausbildung eines Bewusstseins über eigene Ressourcen und Bewältigungsstrategien wird im Rahmen einer Praxisforschung modellhaft eingeführt. Aus dem Inhalt: Implizites Ressourcenwissen und Bewusstsein Das universale Wirkprinzip von Ressourcen Die Konstruktion des Ressourcenbegriffs Grundlagen einer Handlungstheorie von Ressourcenförderung Der handlungstheoretische Bezugsrahmen Curriculum Identifizierung personaler Ressourcen - eine "Schatzsuche" Teilhabe am digitalen Zeitalter Feldstudie: Partizipatives Ressourcenmanagement - ein Instrument der "Sozialen Stadt"
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In Tiefe wie Breite werden inter- und transdisziplinäre Diskurse zu Ressourcenförderung und Empowerment in der Sozialen Arbeit aufgefächert und verknüpft. [...] Wer sich ernsthaft - und nicht nur etikettenhaft - mit dem Begriff Empowerment und Ressourcenförderung beschäftigt, ist mit diesem Buch gut beraten. Socialnet.de, 05.02.2014 Die mehrperspektivische Vorgehensweise der Untersuchung führt zu einem unabhängigen personalen Ressourcenbegriff, als Zentrum des Selbstermächtigungsgeschehens. In der Betonung von Selbstbestimmung, Eigensinnigkeit, Würdebehauptung und Einzigartigkeit wird dessen menschenrechtliche Dimension evident. Methodologische Fragestellungen werden behandelt und Werkzeuge vorgestellt, ergänzt durch eine Praxisforschung. SuchtMagazin 4/2013 Das Buch von Beate Blank über die Ressourcen der sogenannten Klienten ist für den spannend zu lesen, der sich auf eine wissenschaftliche Erkundung des gesamten Feldes der Ressourcendefinition, Ressourcenförderung und Ressourdennutzung einlassen will. [...] Die Leserin und der Leser werden klüger und freuen sich über den entsprechenden Wissenszuwachs, den die Autorin als Lotsin ermöglicht. Blätter der Wohlfahrtspflege 2/2013 Beate Blank hat ein verdienstvolles, empfehlenswertes, da fundiert geschriebenes Buch vorgelegt. Wer die Engführung vielfältiger Praxis überwinden möchte, die sich trotz ihrer manchmal zweifelhaften Bemühungen das Etikett 'Empowerment' anheftet, tut gut daran, der hier fundiert aufgezeigten wechselseitigen Bedingtheit von Ressourcenförderung und Empowerment stärkere Beachtung zu schenken. Sozial Extra 1-2/2013 Ressourcenförderung und Empowerment sind die zentralen psychosozialen und sozialpädagogischen Maximen und Handlungsorientierungen des vergangenen Jahrzehnts und bleiben aktuelle und zukünftige Herausforderungen und Ziele jeder sozialen Arbeit. Beate Blank - in Deutschland eine Schlüsselperson zwischen empowermentorientierter sozialer Theorie und Praxis - spannt in ihrem Buch den großen Bogen von einer interdisziplinären und multidimensionalen konzeptionellen Grundlegung dieser häufig nur als `labels´ genutzten Modellvorstellungen bis hin zu konkreter Projektpraxis, innovativer Methodenentwicklung und interaktiver Ressourcenmanagementsoftware. Studierende wie PrakterInnen aus Sozial-, Erziehungs- und Gesundheitsberufen finden in diesem Buch eine breit fundierte Handlungstheorie auf der Basis eines autonomen und akteurszentrierten Ressourcen- und Empowermentverständnisses und insbesondere aufschlussreiche Beispiele und anregend neue Impulse für eine partizipative Praxis der Ressourcenarbeit. Ein Buch, das Ressourcen- und Empowermenttheorie praktisch werden lässt, hat in Deutschland gefehlt. Prof. Dr. Frank Nestmann, im Juli 2012More details
Language
German
Place of publication
Leverkusen-Opladen
Germany
Target group
Professional and scholarly
College/higher education
Lehrende und Forschende aus Sozialer Arbeit, Gesundheitswesen, Behindertenhilfe (Heilpädagogik), frei- und hauptberufliche BeraterInnen, TrainerInnen, Coaches sowie Personalverantwortliche
File size
2,82 MB
ISBN-13
978-3-86388-166-5 (9783863881665)
Schweitzer Classification
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Beate Blank
Die Interdependenz von Ressourcenförderung und Empowerment
Der Ressourcenbegriff der AdressatInnen
Book
05/2012
1st Edition
Budrich UniPress
€29.90
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Person
Beate Blank, Lehrbeauftragte an der HS Esslingen, Fakultät SAGP, Inhaberin des Beratungsbüros empowerment consult
Content
- Cover
- Die Interdependenz von Ressourcenförderung und Empowerment
- Inhaltsverzeichnis
- 1 Einführung
- 2 Überblick
- 3 Implizites Ressourcenwissen und Bewusstsein
- 3.1 Die sieben Schritte der Ressourcenidentifizierung
- 3.2 Einschätzung und Motivation
- 4 Das universelle Wirkprinzip von Ressourcen
- 4.1 Konstruktion und Wesensgehalt der Dinge
- 4.2 Ein pragmatisch-hermeneutisches Untersuchungsmodell
- 5 Die Konstruktion des Ressourcenbegriffs
- 5.1 Die philosophische Dimension: Existenz und Essenz
- 5.1.1 Die Frage nach dem Sinn und Nutzen
- 5.1.2 Dasein, Wesen und Würde menschlicher Existenz
- 5.2 Die evaluative Dimension: das schöpferische Prinzip
- 5.3 Die Würdedimension: Immanenz und Diversität
- 5.3.1 Der Name und die Würdebehauptung
- 5.3.2 Die Ressource Menschenwürde
- 5.3.3 Gender-Ressourcen
- 5.3.4 Die Ressourcen Einzigartigkeit und Vielfalt
- 5.3.5 Interkulturelle Ressourcen
- 5.3.6 Gemeingüter
- 5.4 Die sozioökonomische Dimension: Primat der Existenzsicherung
- 5.4.1 Die Ressourcen Hilfe- und Transferleistungen
- 5.4.2 Das Bild vom Man of Resources
- 5.4.3 Die Immanenz des Ressourcenbegriffs der AdressatInnen
- 5.4.4 Passung von Hilfesystem- und AdressatInnenressourcen
- 5.4.5 Ressourcenerschließung und Ressourcenförderung
- 5.4.6 Soziale Arbeit als Koproduzentin
- 5.5 Die strukturbildende Dimension: Wirkfaktor Lebenswelt
- 5.5.1 Der ressourcenhaltige Raum
- 5.5.2 Die Passung von Lebenswelt und Hilfesystem
- 5.6 Die handlungstheoretische Dimension: Geben und Nehmen
- 5.6.1 Handlungsmaximen: Ressourcenförderung und Reziprozität
- 5.6.2 Zwischen Mehrwert und Reziprozität
- 5.6.3 Nächstenliebe und Eigennutz
- 5.6.4 Die Ressourcen Liebe und Anerkennung
- 6 Grundlagen einer Handlungstheorie
- 6.1 Die Konzeptionalisierung von Ressourcenidentifizierung
- 6.1.1 Die Ressourceneinschätzung: Umwandlung undBearbeitung
- 6.1.2 Die Ressourcentaxonomie: Zuordnung und Definition
- 6.1.3 Die Ressourcenbewahrung: Minimierung von Stress
- 6.1.4 Die Ressourcenbalance: Investition und Ausgleich
- 6.1.5 Die Ressourcenvulnerabilität: Dynamik derVerlustspirale
- 6.1.6 Die Ressourcenpassung: Kontextressourcen als Medium
- 6.2 Merkmale von Ressourcenförderung Sozialer Arbeit
- 7 Der handlungstheoretische Bezugsrahmen
- 7.1 Das Ressourcen fördernde, lernende didaktische Modell
- 7.1.1 Das traditionelle didaktische Modell
- 7.1.2 Empowerment und Didaktik/Methodik - eine Kontradiktion?
- 7.1.3 Reframing Didaktik/Methodik: die Kunst, alle alles zu lehren
- 7.1.4 Das lernende didaktische Modell
- 7.1.5 Empowerment-Werkzeuge in der Hand der NutzerInnen
- 8 Curriculum: Identifizierung personaler Ressourcen
- 8.1 Die Bildsprache: Schatzmetaphorik
- 8.2 Schlüssel- und Ausgleichsressource Spiel
- 8.3 Geschichten der Stärke: Storytelling
- 8.3.1 Schatzgeschichte Zekeriya: ein Lehrbeispiel
- 8.3.2 Schatzgeschichte Büsra: ein Lehrbeispiel
- 9 Teilhabe am digitalen Zeitalter
- 9.1 Interaktive Software zum Selbst- und Ressourcenmanagement
- 9.2 Ressourcenmanagement zwischen Empowerment und Profiling
- 9.3 Teilhabe und Kontrolle
- 10 Feldstudie: Partizipatives Ressourcenmanagement
- 10.1 Ausgangslage und Auftragsgegenstand
- 10.2 Mikroprojekt: BewohnerInnen gewinnen - Wege aufzeigen
- 10.2.1 Modul 1/Phase A: Strukturbildung und Einpassung
- 10.2.2 Modul 1/Phase B: Maßnahmen und Instrumente
- 10.2.3 Modul 2: Umsetzungs- und Auswertungsphase
- 10.3 Mikroprojekt: Internationale Frauenteestube
- 10.3.1 Ziele
- 10.3.2 Gender-Mainstreaming
- 10.3.3 Netzwerkressourcen: KooperationspartnerInnen
- 10.3.4 Erfolgsindikatoren
- 10.3.5 Ergebnisse
- 10.3.6 Ein Lehrbeispiel
- 11 Schlussbetrachtung
- 12 Literatur
- Dank
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