
Karl Alexander von Müller
Historiker für den Nationalsozialismus
Matthias Berg(Author)
Vandenhoeck & Ruprecht (Publisher)
1st Edition
Published on 14. May 2014
572 pages
978-3-647-36013-3 (ISBN)
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Die erste wissenschaftshistorische Studie zum einflussreichsten deutschen Historiker im Nationalsozialismus erklärt dessen Aufstieg als Erfolg eines hochangesehenen, weil fachlich ausgewiesenen, literarisch begabten, öffentlichkeitswirksamen und institutionell überaus präsenten Wissenschaftlers. Nicht zuletzt als Herausgeber der »Historischen Zeitschrift« warb Müller für ein umfassendes Engagement der deutschen Historiker im NS-Staat. Keine bloße »Gleichschaltung«, sondern die Schaffung einer politisch, institutionell und paradigmatisch geeinten »Volksgemeinschaft« der Historiker strebte Müller an. Als Mittler zwischen traditioneller und nationalsozialistischer Geschichtswissenschaft setzte Müller sein vor 1933 erworbenes Ansehen in Wissenschaft und Öffentlichkeit bereitwillig als Historiker für den Nationalsozialismus ein. Ein Schwerpunkt der Darstellung, für die erstmals Müllers umfangreicher Nachlass, mehr als vierzig weitere Archive sowie die Schriften des Historikers und Publizisten ausgewertet worden sind, liegt in der Zeit des Nationalsozialismus. Ausgehend von Müllers Jugend um 1900 erfahren aber auch seine frühe Entwicklung, das publizistische Engagement im Ersten Weltkrieg und gegen die Weimarer Republik, sein Weg in den NS-Staat sowie seine Bemühungen um eine Rehabilitierung nach 1945 breite Aufmerksamkeit.
Karl Alexander von Müller (1882-1964) was a mediator between traditional and Nazi historical viewpoints. He was well known before 1933 and quickly put himself and his knowledge at the disposal of the Nazis. Especially in his role as Editor of the "Historische Zeitschrift" (History Journal) was he able to engage other German historians in this effort. Matthias Berg draws a picture of the life and works of von Müller from his early childhood onward, bringing to light his writings during World War I and his opposition to the Weimar Republic as well as his later path into the service of the Nazi regime and his efforts to be rehabilitated after 1945.
Karl Alexander von Müller (1882-1964) was a mediator between traditional and Nazi historical viewpoints. He was well known before 1933 and quickly put himself and his knowledge at the disposal of the Nazis. Especially in his role as Editor of the "Historische Zeitschrift" (History Journal) was he able to engage other German historians in this effort. Matthias Berg draws a picture of the life and works of von Müller from his early childhood onward, bringing to light his writings during World War I and his opposition to the Weimar Republic as well as his later path into the service of the Nazi regime and his efforts to be rehabilitated after 1945.
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Series
Edition
Aufl.
Language
German
Place of publication
Göttingen
Germany
File size
4,09 MB
ISBN-13
978-3-647-36013-3 (9783647360133)
Schweitzer Classification
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Book
05/2014
1st Edition
Vandenhoeck & Ruprecht
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Author
Dr. Matthias Berg ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.
Content
- Cover
- Title Page
- Copyright
- Table of Contents
- Body
- Vorwort
- 1. Einleitung
- 1.1 Biographik, Wissenschaftsgeschichte und Geschichte der Geschichtswissenschaft
- 1.2 Karl Alexander von Müller - Forschungsstand und Forschungsfragen
- 2. Aufbruch (1882 bis 1916)
- 2.1 Jugend- und Prägejahre im wilhelminischen Kaiserreich
- 2.1.1 Eine Jugend um 1900
- 2.1.2 Promotion und Kooptation
- 2.1.3 Nachwuchshistoriker vor dem Ersten Weltkrieg
- 2.2 Kriegsbegeisterung und fachliche Etablierung
- 2.2.1 Publizistisches »Augusterlebnis« - Herausgeber der Süddeutschen Monatshefte
- 2.2.2 Habilitation und Profession
- 3. Enttäuschung (1916 bis 1928)
- 3.1 Publizistik zwischen Politik und Historie
- 3.1.1 Historiker in der Kriegszieldebatte
- 3.1.2 Krieg im Frieden - Gegen Versailles und »Kriegsschuldlüge«
- 3.1.3 Von der Krise zur Hoffnung auf eine völkische Bewegung
- 3.2 Populäre und wissenschaftliche Geschichtsschreibung
- 3.2.1 Universitäre und historiographische Profilierung
- 3.2.2 Rückkehr in die »internationale Gelehrtenrepublik«
- 3.2.3 Deutsche Vergangenheit als Gegenwart
- 3.3 Institutionen und Konstitutionen
- 3.3.1 Berufene und Berufungen - Universitätspolitik in der Weimarer Republik
- 3.3.2 Akademische Netzwerke
- 4. Ankunft (1928 bis 1935)
- 4.1 Historiker in der Weimarer Republik
- 4.1.1 Professur und Wissenschaftspolitik
- 4.1.2 Angekommen in Weimar?
- 4.1.3 Geschichtsschreibung zwischen regionaler und internationaler Perspektive
- 4.2 Fünfzigster Geburtstag im Dezember 1932
- 4.3 Wege in den Nationalsozialismus
- 4.3.1 Neue Paradigmen - Südostforschung und »Judenforschung«
- 4.3.2 Verzicht und Gewinn - Politische Ankunft im NS-Staat
- 4.3.3 Für eine nationalsozialistische Universität
- 5. Erfolg (1935 bis 1943)
- 5.1 Historiker für den Nationalsozialismus
- 5.1.1 Universitäre Karriere
- 5.1.2 Herausgeber der Historischen Zeitschrift
- 5.1.3 Nationalsozialistische Geschichtswissenschaft und »Judenforschung«
- 5.2 Institutionalisierte Wissenschaft und NS-Staat
- 5.2.1 Der Präsident als Führer? Zur Bayerischen Akademie der Wissenschaften
- 5.2.2 Historische Kommission(en)
- 5.3 Geschichtswissenschaft im Krieg
- 5.3.1 Gegen England
- 5.3.2 Für »Deutsche Größe« und das Reich
- 5.4 Sechzigster Geburtstag im Dezember 1942
- 6. Untergang (1943 bis 1951)
- 6.1 Wege aus dem Nationalsozialismus
- 6.1.1 Ein Nationalsozialist als »Schutzschild«? Herausgeber der Corona
- 6.1.2 Resignation und Rückzug
- 6.2 Zusammenbruch 1945
- 6.3 Konsolidierung und Wiederbeginn
- 6.3.1 Entnazifizierung und Pensionierung
- 6.3.2 Publizistische Rückkehr und institutioneller Ausschluss
- 7. Rückkehr (1951 bis 1962)
- 7.1 Versuche der Annäherung
- 7.1.1 Selbstdeutung auf offener Bühne - Müllers Erinnerungen
- 7.1.2 Rekonstruktion eines wissenschaftlichen Netzwerkes
- 7.2 Siebzigster Geburtstag im Dezember 1952
- 7.3 Rehabilitierung zwischen Erfolg und Scheitern
- 7.3.1 Populärer Autor in der frühen Bundesrepublik
- 7.3.2 Rückkehr in die »akademische Provinz«?
- 8. Ende (1962 bis 1964)
- 8.1 Achtzigster Geburtstag im Dezember 1962
- 8.2 Fazit - Karl Alexander von Müller und die deutsche Geschichtswissenschaft
- Abkürzungen
- Schriftenverzeichnis Karl Alexander von Müller
- Verzeichnis betreuter Dissertationen
- Quellen- und Literaturverzeichnis
- Ungedruckte Quellen
- Gedruckte Quellen und Literatur
- Personenregister
- Back Cover
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