
Netzwerkmanagement
Description
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Netzwerke, Kooperationen und Verbünde gewinnen insbesondere für mittelständische Industrie und Dienstleister als Mittel zur Sicherung des Unternehmenserfolgs und der Zukunftsfähigkeit immer mehr an Bedeutung. Dieses Buch führt kompetent in Planung, Gestaltung und Management von Unternehmensnetzwerken ein und bietet eine wertvolle Handlungshilfe für Planer und Praktiker.
Erfahrene Netzwerkmanager und -betreuer geben einen umfassenden Überblick über die Netzwerkaktivitäten in unterschiedlichen Branchen, beschreiben umfassend und praxisorientiert die Grundlagen erfolgreichen Kooperierens und geben Einblicke in die konkrete Praxis branchen- oder themenbezogener Kooperationen. Das Buch eignet sich sowohl als Einführung in das Kooperationsmanagement wie auch als Nachschlagewerk. Der angefügte Serviceteil bietet zudem konkrete Hilfestellungen und Ansprechpartner für auftretende Probleme.
Reviews / Votes
Aus den Rezensionen zur 2. Auflage:
". Die Autoren führen praxisnah in die Planung, Gestaltung und das Management von Unternehmensnetzwerken ein. Erfahrene Netzwerkmanager und -betreuer geben·einen Überblick über Netzwerkaktivitäten unterschiedlicher Branchen und gewähren Einblick in die Praxis erfolgreicher z.B. themenbezogener Kooperationen. Sehr hilfreich ist der Serviceteil mit konkreten Hilfestellungen und Ansprechpartnern für Probleme." (in: wim - Wirtschaft in Mittelfranken, 2008, Issue 5, S. 112)
"... Das Buch . führt kompetent in Planung, Gestaltung und Management von Unternehmensnetzwerken ein und bietet eine Handlungshilfe für Planer und Praktiker. Erfahrene Netzwerkmanager und -berater beschreiben umfassend die Grundlagen erfolgreichen Kooperierens." (in: upgrade Donau-Universität Krems, 2008, Issue 2, S. 49)
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Entwicklungsphasen von Netzwerken und Unternehmenskooperationen (S. 23-25)
Jürgen Howaldt, Frank Ellerkmann
1 Einführung
Netzwerke und Unternehmenskooperationen sind eine Organisationsform eigener Art zwischen Hierarchie und Markt mit spezifischen Strukturmerkmalen, Regulierungsformen und Gesetzmäßigkeiten. Diese haben wesentlichen Einfluss auf die Entwicklungsdynamik von Netzwerken. Bisher finden wir kaum aussagekräftige Beschreibungen der Besonderheiten der Entwicklungsdynamik von Netzwerken und Unternehmenskooperationen. Mit ihrer wachsenden praktischen Bedeutung wird jedoch die Frage, wie sie aufgebaut und weiterentwickelt werden können, immer dringender. Um diese Frage beantworten zu können, ist der Blick auf die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Netzwerkbildung und deren Kernelemente unerlässlich. Die Beschreibung dieser Entwicklungsphasen ist Gegenstand dieses Beitrages. Dabei lassen sich folgende Phasen unterscheiden (vgl. Flocken u.a. 2001):
- Idee und Anstoß,
- Aufbau der Kooperation,
- Konstituierungsphase,
- die Arbeit im Netzwerk,
- Evaluation und Bewertung,
- Metamorphosen, Abschluss.
2 Idee und Anstoß
Am Anfang der Kooperation steht die Idee einer oder mehrerer Promotoren. Eine tragfähige Idee verbindet in der Regel konkrete Eigeninteressen der Promotoren mit Handlungsproblemen möglicher Kooperationspartner und übergreifenden Zielsetzungen. Neben einer guten Idee bedarf es zur erfolgreichen Netzwerkbildung jedoch auch ausreichender zeitlicher, finanzieller und ‚sozialer‘ Ressourcen und Kompetenzen der Promotoren.
Die Anstöße zur Kooperation gehen in der Regel von solchen Promotoren aus. Diese Promotoren kommen häufig aus den beteiligten Unternehmen. Anstöße zum Aufbau von Kooperationsbeziehungen können aber auch von Beratungseinrichtungen, Weiterbildungsträgern oder regionalen Wirtschaftsförderern kommen. Die Motive zum Aufbau von Kooperationen sind vielfältig und eng mit den konkreten Interessenlagen der beteiligten Partner verbunden. So stellen Kooperationen insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen ein Selbsthilfe-Instrument dar, mit denen größenbedingte Entwicklungsbarrieren (z. B. Finanzen) ausgeglichen werden können, sich Innovationsrisiken auf mehrere Schultern verteilen sowie Zeitvorteile in der Umsetzung strategischer Zielvorgaben realisieren lassen.
Eine andere, besonders kooperationsfördernde Motivation ergibt sich aus dem zunehmenden Wettbewerbs- und damit Kostendruck, der zu einer Konzentration auf die Kernkompetenzen eines Unternehmens führt und der Anspruchshaltung des Marktes, Komplettleistungen aus einer Hand zu empfangen. Diese Anforderungen lassen sich nur in einer kooperativen Zusammenführung der Leistungen einzelner Partner erfüllen. Damit diese Motivlage jedoch in Aktivitäten zur Netzwerkbildung umgesetzt werden kann, müssen beim Anstoßgeber ausreichende zeitliche, finanzielle und ‚soziale‘ Ressourcen sowie entsprechende Kompetenzen im Hinblick auf den Aufbau und das Management von Netzwerken vorhanden sein.
Erst diese Kombination bietet die notwendigen Voraussetzungen zum erfolgreichen Aufbau von Unternehmenskooperationen. Für die Promotoren solcher Unternehmenskooperationen ist es wichtig, im Vorfeld der konkreten Aufbauaktivitäten eine erste Zielklärung vorzunehmen. In diesem Kontext sollten auch Chancen und Risiken sowie der erwartete Aufwand und Nutzen für die eigene Institution abgewägt werden. Auch sollten bereits in dieser Phase erste Überlegungen zu den möglichen Partnern der Kooperation sowie zu dessen Struktur und Arbeitsweise gemacht werden. Bereits in dieser Phase können Gespräche mit Netzwerkberatern oder erfahrenen Netzwerkmanagern anderer Unternehmenskooperationen wertvolle Hilfestellung bieten.
3 Aufbau der Kooperation
Der Aufbau von Unternehmenskooperationen ist zeit- und ressourcenintensiv. Wichtige Elemente in der Aufbauphase ist die Auswahl und Gewinnung geeigneter Partner sowie die Sicherstellung der Unterstützung von Multiplikatoren. Zentrale Aufgabe ist in dieser Phase die Absicherung der finanziellen Grundlagen der Kooperation (Beiträge der Partner, Akquisition von Fördermitteln).
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