
Freunde und Feinde
Description
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Als "Schicksalsland" spielte Dänemark in den Augen der Forschung des 19. und frühen 20. Jahrhunderts die Rolle des Gegners der Hanse schlechthin. Jenseits der Politik unterhielten die Bewohner des skandinavischen Königreichs allerdings zu Niederdeutschen vielfältige Beziehungen, die geschäftliche wie persönliche Aspekte umfassten. Die Studie geht Formen, Bedingungen und Qualität dieser individuellen Beziehungen nach und fragt nach deren Wechselwirkungen mit der städtischen und der hansischen Diplomatie. Mittels eines Perspektivwechsels von der politischen hin zu einer akteurszentrierten Geschichte korrigiert und erweitert sie das bisherige Bild von den hansisch-dänischen Beziehungen um zahlreiche Facetten der Sozial-, Wirtschafts-, Rechts- und Diplomatiegeschichte.
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Content
- Cover
- Title Page
- Copyright
- Table of Contents
- Body
- Vorwort
- 1 Einleitung
- 2 Grundlagen: Forschung - Quellen - Terminologie
- 2.1 Die 'Meistererzählung': Dänemark, der "Hauptgegner der Hanse"
- 2.2 Einigkeit im Gegensatz - Forschungsgeschichte
- 2.2.1 Von 1864/71 bis 1945
- 2.2.2 Von 1945 bis heute
- 2.3 'Außenbeziehungen' im Spätmittelalter und die Hanse
- 2.4 Spätmittelalterliche Stadtbücher - Quellen
- 2.5 Niederdeutsche, Dänen und die Hanse: Terminologie
- 3 Niederdeutsche und Dänen vor den Stadtbüchern
- 3.1 Konflikte
- 3.1.1 in dem strande genomen: Strandgut und Bergelohn
- 3.1.2 capta in mari: Auslieger, Abnahmen, Beschlag
- 3.1.3 geforet in de bodelie: Gefangenschaft
- 3.1.4 dat hovet aff: Gewaltdelikte
- 3.2 Nachlassangelegenheiten
- 3.2.1 dat men myner dar dencke: Dänemark in niederdeutschen Testamenten
- 3.2.2 to Odensee in god uorstorue[n]: Ursachen und rechtliche Rahmenbedingungen für den Tod in der 'Fremde'
- 3.2.3 eyn touorsicht va[n] dem rade to Randerhusen vorsegelt: Zuversichtsbriefe
- 3.2.4 mechtich gemaket: die Vertretung Auswärtiger durch Prokuratoren
- 3.2.5 rechtliken bewyset: Bezeugung des Verwandtschaftsverhältnisses und Glaubhaftmachung der Forderungen
- 3.2.6 des grames unde unwillen halven: Nachlassstreitigkeiten
- 3.2.7 quitum et solutum: Beendigung der Nachlassangelegenheit
- 3.3 Gesellschaftliche Verbindungen
- 3.3.1 alse eyn vrom man bort to donde: Migration, Verwandtschaft, Hausbesitz
- 3.3.2 wyve nemen, wor se willen: Eheliche Verbindungen
- 3.4 Kredite
- 3.4.1 dat he vnde sine eruen sculdich sin: Schuldanerkenntnisse
- 3.4.2 nene betalinge: Absicherung und Schuldeneintreibung
- 3.5 Finanzdienstleistungen und Dienstleistungen
- 3.5.1 Finanztransaktionen
- 3.5.2 to truwer hant: Hinterlegungen
- 3.5.3 Altersvorsorge und Lebensversicherung: Renten
- 3.6 Dänen und andere Auswärtige vor dem Niederstadtbuch
- 3.7 Warenhandel
- 3.7.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
- 3.7.2 Ein- und Verkauf
- 3.7.3 to Arhuse[n] in rechte hange[n]: rechtliche Auseinandersetzungen
- 3.7.4 in wedderlegginge vnd[e] zelschopp: wirtschaftliche Kooperation
- 4 Hanseraum und Dänemark: zwei Räume, eine Gesellschaft? Zwischenresümee
- 5 Der kopman van der hense und die 'Älterleute zu Malmö'
- 5.1 Das Tätigkeitsfeld der 'Älterleute zu Malmö'
- 5.2 Die 'Älterleute des Kaufmanns zu Malmö' und die Deutsche Kompanie
- 5.3 Eine "Festung für deutsche Interessen"?
- 5.3.1 Kontore und Deutsche Kompanien im Vergleich
- 5.3.2 Dänische Maßnahmen gegen die Deutschen Kompanien
- 5.3.3 Papageienschießen, Maigrafenfest: die Alternative zur Deutschen Kompanie
- 5.4 Die Stellung der Deutschen Kompanien
- 6 Einzelne Akteure der hansisch-dänischen Beziehungen
- 6.1 Heyne Boltze: Gläubiger und Stellvertreter des dänischen Königs
- 6.1.1 Allgemeines
- 6.1.2 Ältermann der Lübecker Schonenfahrer
- 6.1.3 Heyne Boltze und sein Schuldner König Christian I.
- 6.1.4 Die 'causa Marinus de Fregeno'
- 6.2 Matthias Mulich: ein Oberdeutscher und Dänemark
- 6.3 Henning Pynnow: ein Lübecker Vogt auf Schonen
- 6.3.1 Allgemeines
- 6.3.2 Lübecker Vogt auf Schonen - individuelle Handlungsspielräume I
- 6.4 Hinrich Dringenberg: ein Münzmeister - individuelle Handlungsspielräume II
- 6.5 Lange Jacob: ein dänischer Bürgermeister, Lübeck und die Hanse
- 6.6 Reichsmarschall Olaf Axelsen Thott und die Kunst der Überzeugung
- 6.7 Aage Axelsen Thott: dänischer Reichsrat und Händler
- 6.7.1 Aage Axelsens wirtschaftliche Interessen
- 6.7.2 Briefkommunikation zwischen Dänen und Niederdeutschen
- 6.7.3 Hansische Konfliktbeilegung ohne die Hanse? Aage Axelsen vs. Herman Reyneman
- 7 Die 'hansischen Außenbeziehungen' zu Dänemark
- 8 Abkürzungen
- 9 Archivalische Quellen
- 10 Gedruckte Quellen
- 11 Literatur
- 12 Anhang
- 12.1 Verteilung der Stralsunder Zuversichtsbriefe
- 12.2 Prokuratoren und Stellvertreter in ndt.-dän. Angelegenheiten
- 12.3 Gesellschaftliche Verbindungen
- 12.4 Niederdeutsch-dänische Ehen
- 12.5 Kredite im Lübecker Niederstadtbuch
- 12.6 Zeugen im Lübecker Niederstadtbuch
- 12.7 Bürgschaften im Lübecker Niederstadtbuch
- 12.8 Verhandlungen in niederdeutsch-dänischen Auseinandersetzungen
- 12.9 Tabellen zu Heyne Boltze
- 12.9.1 Personen aus dem näheren Umfeld Heyne Boltzes
- 12.9.2 Heyne Boltze als Testamentsvollstrecker
- 12.9.3 Heyne Boltze als Vormund
- 12.9.4 Heyne Boltzes wirtschaftliches Handeln (außer nach Dänemark)
- 12.9.5 Vermittlungstätigkeiten, Streitsachen etc
- 12.9.6 Bürgschaften Heyne Boltzes
- 12.9.7 Heyne Boltze als Gläubiger
- 12.9.8 Heyne Boltze als Schuldner
- 12.10 Dänen an der Universität Rostock
- 12.11 Einträge mit Dänemarkbezug im Lübecker Niederstadtbuch (1400-1514)
- 12.12 Personenverzeichnis zu Anh. 12.11
- 13 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
- 14 Personen- und Ortsnamenverzeichnis zum Darstellungsteil und Anh. 12.1-12.9
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