
Der performative Expressionismus
Description
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Das zweite Heft der Zeitschrift Expressionismus widmet sich der performativen Seite expressionistischer Kunst. Expressionistische Arbeiten sind stark auf die Veränderung von Kunst und Gesellschaft ausgerichtet - ein Ziel, das sie sowohl programmatisch formulieren als auch aktiv umsetzen wollen. Entsprechend hoch ist die Zahl an Versuchen, spezifisch performative Formen von Kunst zu entwickeln, die sich auf mehrere Kunstformen erstrecken.
In vier Sektionen wird diese Breite mit internationaler Perspektive aufgezeigt. Das Heft versammelt Aufsätze zum deutschen wie zum spanischen Avantgardetheater, zur Beziehung von Tanz und Lyrik sowie zur performativen Ausrichtung der Bildenden Kunst in Polen. Außerdem wird der Blick über das expressionistische Jahrzehnt hinaus erweitert, wenn es um die Einflüsse des Expressionismus auf den amerikanischen Film der 1920er und 1930er Jahre geht und ein aktueller Versuch vorgestellt wird, wie man expressionistische Texte performativ wieder zum Leben erwecken kann.
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Kristin Eichhorn (Dr. phil.) ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Neuere deutsche Literatur an der Universität Paderborn. Sie hat in Kiel Germanistik und Nordistik studiert, zur deutschsprachigen Fabel der Aufklärung promoviert (Die Kunst des moralischen Dichtens. Positionen der aufklärerischen Fabelpoetik im 18. Jahrhundert, Ergon 2013) und arbeitet an einem Habilitationsprojekt zu Johannes R. Becher. Weitere Forschungsschwerpunkte sind die Literatur des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart sowie Trivial- und Unterhaltungsliteratur (populäres Theater um 1800, Historischer Roman, Heftroman).
Johannes S. Lorenzen studierte Literatur- und Medienwissenschaften sowie englische und nordische Philologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach dem Studium war er als Dozent für neuere deutsche Literatur und Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache tätig. Zu seinen Forschungsinteressen gehören u.a. Literatur des Expressionismus und der frühen Moderne und Popliteratur. Seit Mai 2015 ist er Mitherausgeber von Expressionismus (mit Kristin Eichhorn).
Content
- Cover
- Half Title
- Title Page
- Colophon
- Table of Contents
- Editorial
- Manifeste und Konzepte
- Gluchowska: "Nicht unsere Werke sind wichtig, sondern das Leben."
- Filmische Performanz: Der Expressionismus und sein Erbe
- Kikol: Das Problem mit dem 'Expressionistischen'
- Zappe: "The 'Caligarian' Works of a New Film Discovery"
- Expressionistische Theaterexperimente
- Carey: Der Sturm und die Wilden
- Jessen: 'Spielen ohne Geländer'
- Wie man Literatur performativ zum Leben erweckt
- Schönsee: "Opfer, atemloser Wege, blind"
- Bahn: Momente des Performativen im Projekt Tropfblut. Gedichte aus dem Krieg nach August Stramm
- Rezensionen
- Abbildungsverzeichnis
- Call for Papers: Expressionistinnen
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