
Lesbare Häuser?
Thomas Bernhard, Hermann Burger und das Problem der Architektursprache in der Postmoderne
Elias Zimmermann(Author)
Rombach Druck- und Verlagshaus
1st Edition
Published on 15. August 2017
Book
438 pages
978-3-7930-9881-2 (ISBN)
Description
Kann man Häuser lesen, können Gebäude sprechen? Die Metapher der Architektursprache hatte in der Postmoderne ihre letzte große Konjunktur und erregte damit nicht zufällig auch ein großes literarisches Interesse. Elias Zimmermanns Studie untersucht diese Konstellation von Literatur und postmoderner Architektur anhand von zwei exemplarischen Romanen: Thomas Bernhards Korrektur (1975) und Hermann Burgers Schilten (1976). Die Untersuchung verknüpft diskursanalytische und metaphorologische Fragestellungen mit genauen Lektüren, in denen sich die Texte als Reflexionsmedien problematischer architektonischer Kommunikation erweisen.
Zwei komplementäre, scheiternde Architekturkonzepte stehen sich mit den beiden Romanen gegenüber. Im größeren Zusammenhang offenbaren sich Hermann Burgers Maskenästhetik und Thomas Bernhards physiognomische Architektur als zwei Pole im architekturtheoretischen Diskurs der 1960er bis 1980er Jahre. Die Untersuchung endet darum mit einem Ausblick auf die postmoderne österreichische Architekturavantgarde, die Architekturphänomenologie und den architektonischen Dekonstruktivismus.
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Series
Language
German
Place of publication
Freiburg i.Br.
Germany
ISBN-13
978-3-7930-9881-2 (9783793098812)
Schweitzer Classification
Person
Author
ELIAS ZIMMERMANN, geb. 1987, Studium der Germanistik und Philosophie in Bern und Berlin. Mitarbeiter im ProDoc »Das unsichere Wissen der Literatur« des Schweizerischen Nationalfonds an der Universität Lausanne. Zurzeit Gastwissenschaftler an der Humboldt Universität zu Berlin. Veröffentlichungen zu Architektur und Literatur, Kannibalismus und Essen, Schweizer Literatur und Gegenwartsliteratur.