Im Zeichen des Tanzes
Zum Diskurs der darstellenden Künste zwischen 1760 und 1830
Monika Woitas(Author)
Centaurus Verlag & Media
Published on 12. March 2015
Book
Paperback/Softback
440 pages
978-3-8255-0421-2 (ISBN)
Description
Die Aufwertung des Theaters zur eigenständigen Kunstform avanciert in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zum zentralen Anliegen der darstellenden Künste, was zunächst zu einem bemerkenswerten Schulterschluss zwischen Sprech- und Tanztheater führt, da in beiden Sparten erstmals theaterspezifische Probleme ins Zentrum theoretischer Überlegungen rücken. Doch auch von Seiten der Musikästhetik wird im Umfeld der sich emanzipierenden Instrumentalmusik zunehmend das Ausdruckspotential des "Pantomimischen Stils" diskutiert, wobei man Musik und Tanz immer häufiger ein spezifisches Vokabular jenseits von Wortsprache und Begrifflichkeit zuspricht. "Im Zeichen des Tanzes" wird so ein grundlegender Paradigmenwechsel, der das Gestaltungsprinzip der Naturnachahmung zugunsten formalästhetischer Wertkriterien zunehmend in Frage stellt, problematisiert und spartenübergreifend diskutiert. Die Untersuchung stellt Veränderungen und Konstanten dieser Entwicklung vor, wobei deren Diskussion im zeitgenössischen Schrifttum als Grundlage dient. Inhaltlich spannt sich der Bogen dabei von Fragen nach dem Wandel des Naturbegriffs über die Erörterung dramaturgischer, choreographischer und musikalischer Aspekte bis hin zu den Auswirkungen dieses ästhetischen Diskurses auf die Darstellungspraxis in Theater- und Gesellschaftstanzformen des relevanten Zeitraumes.
More details
Series
Edition
2004
Language
German
Place of publication
Herbolzheim
Germany
Publishing group
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Target group
Research
Product notice
Paperback (trade)
Unsewn / adhesive bound
Dimensions
Height: 23.5 cm
Width: 15.5 cm
ISBN-13
978-3-8255-0421-2 (9783825504212)
Schweitzer Classification
Person
Dr. Monika Woitas, geb. 1961, studierte Musikwissenschaft, Publizistik/Kommunikationswissenschaft und Philosophie in Salzburg, 1988 Promotion (Leonide Massine - Choreograph zwischen Tradition und Avantgarde, Tübingen 1996). Sie war von 1988-89 Assistentin am Institut für Musikwissen-schaft der Universität Salzburg, von 1990-95 Wissenschaftliche Assistentin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität München und habilitierte 1995 mit der hier publizierten Untersuchung. Seit 1999 ist sie Hochschuldozentin für Musikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum sowie Fachbeirätin der Neuen MGG und Mitarbeiterin der Gluck-Gesamtausgabe, Correspondant des Larousse Dictionnaire de la Danse.
Forschungsschwerpunkte: Musik- und Tanztheater (Geschichte, Ästhetik), Musik im 20. Jahrhundert. Publikationen zu Monteverdi, Tanz im 18. Jahrhundert, Ballets Russes, Igor Strawinsky, Richard Strauss, ästhetischen Konzepten in der Musik des 20. Jahrhunderts.
Forschungsschwerpunkte: Musik- und Tanztheater (Geschichte, Ästhetik), Musik im 20. Jahrhundert. Publikationen zu Monteverdi, Tanz im 18. Jahrhundert, Ballets Russes, Igor Strawinsky, Richard Strauss, ästhetischen Konzepten in der Musik des 20. Jahrhunderts.