
Performanz
Zwischen Sprachphilosophie und Kulturwissenschaften
Uwe Wirth(Editor)
Suhrkamp (Publisher)
8th Edition
Will be published approx. on 1. May 2002
Book
Paperback/Softback
436 pages
978-3-518-29175-7 (ISBN)
Description
Nach seinem Erfinder, dem Sprachphilosophen John L. Austin, ist Performanz »ein neues Wort und ein garstiges Wort, und vielleicht hat es auch keine sonderlich großartige Bedeutung«. Mittlerweile findet dieser Begriff jedoch in unterschiedlichster Bedeutung Anwendung in den Kulturwissenschaften, von der Philosophie über die Linguistik, Soziologie, Anthropologie, Ethnologie, Theaterwissenschaft, Literaturtheorie, Medientheorie bis hin zu den Gender Studies. Der Band versammelt die Grundlagentexte von Austin bis Butler und zeigt in Originalbeiträgen Perspektiven der aktuellen Performanzdebatte auf.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Berlin
Germany
Product notice
Unsewn / adhesive bound
Dimensions
Height: 17.7 cm
Width: 10.8 cm
Thickness: 2.3 cm
Weight
273 gr
ISBN-13
978-3-518-29175-7 (9783518291757)
Schweitzer Classification
Persons
Editor
Uwe Wirth ist Professor für Neuere Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft am Institut für Germanistik der Universität Gießen.
ISNI: 0000 0001 1511 5933 GND: 130562998
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Introduction
Uwe Wirth ist Professor für Neuere Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft am Institut für Germanistik der Universität Gießen.
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Contributions
ISNI: 0000 0001 2025 3687
John R. Searle wurde in Oxford ausgebildet und war seit 1959 Slusser Professor für Philosophie an der University of California, Berkeley. Für sein umfangreiches Werk, das die Philosophie der Gegenwart auf vielen Gebieten maßgeblich beeinflußt hat, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Jean Nicod Preis und die National Humanities Medal. Er starb am 17. September 2025.
ISNI: 0000 0001 2283 9219 GND: 118612484
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Roland Barthes wurde am 12. November 1915 in Cherbourg geboren und starb am 26. März 1980 in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Er studierte klassische Literatur an der Sorbonne und war danach als Lehrer, Bibliothekar und Lektor in Ungarn, Rumänien und Ägypten tätig. Ab 1960 unterrichtete er an der École Pratique des Hautes Études in Paris. 1976 wurde er auf Vorschlag Michel Foucaults ans Collège de France auf den eigens geschaffenen Lehrstuhl »für literarische Zeichensysteme« berufen. In Essais critiques beschäftigt sich Barthes mit dem avantgardistischen Theater. Prägend für ihn waren unter anderem Brecht, Gide, Marx, de Saussure sowie Jacques Lacan. Zudem war Barthes ein musikbegeisterter Mensch, vor allem als Pianist und Komponist.
ISNI: 0000 0001 2100 9643 GND: 118506862
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Paul-Michel Foucault wurde am 15. Oktober 1926 in Poitiers als Sohn einer angesehenen Arztfamilie geboren und starb am 25. Juni 1984 an den Folgen einer HIV-Infektion. Nach seiner Schulzeit in Poitiers studierte er Philosophie und Psychologie in Paris. 1952 begann seine berufliche Laufbahn als Assistent für Psychologie an der geisteswissenschaftlichen Fakultät in Lille. 1955 war er als Lektor an der Universität Uppsala (Schweden) tätig. Nach Direktorenstellen an Instituten in Warschau und Hamburg (1958/1959) kehrte er 1960 nach Frankreich zurück, wo er bis 1966 als Professor für Psychologie und Philosophie an der Universität Clermont-Ferrand arbeitete. In diesem Zeitraum erschien 1961 seine Dissertationsschrift Folie et déraison. Histoire de la folie à l'âge classique (dt.: Wahnsinn und Gesellschaft). Er thematisierte darin die Geschichte des Wahnsinns und das Zustandekommen einer Abgrenzung von geistiger Gesundheit und Krankheit und die damit einhergehenden sozialen Mechanismen. 1965 und 1966 war er Mitglied der Fouchet-Kommission, die von der Regierung für die Reform des (Hoch-)Schulwesens eingesetzt wurde. 1966 wurde Les mots et les choses - Une archéologie des sciences humaines (dt.: Die Ordnung der Dinge) veröffentlicht, worin er mit seiner diskursanalytischen Methode die Wissenschaftsgeschichte von der Renaissance bis ins 19. Jahrhundert untersuchte. Nach einem Auslandsaufenthalt als Gastprofessor in Tunis (1965-1968) war er an der Reform-Universität von Vincennes tätig (1968-1970). 1970 wurde er als Professor für Geschichte der Denksysteme an das renommierte Collège de France berufen. Gleichzeitig machte er durch sein vielfältiges politisches Engagement auf sich aufmerksam. In diesem Kontext entstand die Studie Surveiller et punir (dt.: Überwachen und Strafen). 1975-1982 unternahm er Reisen nach Berkeley und Japan sowie in den Iran und nach Polen.
ISNI: 0000 0001 2146 278X GND: 11853453X
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Jacques Derrida wurde am 15. Juli 1930 in El-Biar in der Nähe von Algier als Sohn jüdischer Eltern geboren und starb am 8.Oktober 2004 in Paris. Während seiner Schulzeit war er antisemitischen Repressionen ausgesetzt. Ab 1949 lebte er in Frankreich und besuchte das Lycée Louis-le-Grand in Paris. Von 1952 bis 1954 studierte er an der École Normale Supérieure, wo er Vorlesungen bei Louis Althusser und Michel Foucault besuchte und sich mit Pierre Bourdieu anfreundete. 1956 gewann er ein Stipendium für einen Studienaufenthalt an der Harvard University. Während seines Militärdienstes von 1957 bis 1959 lehrte er Englisch und Französisch in Algerien. Von 1960 bis 1964 war er wissenschaftlicher Assistent an der Sorbonne. Ab 1965 bis 1984 bekleidete er eine Professur für Geschichte der Philosophie an der École Normale Supérieure. Den Durchbruch erlangte Derrida im Jahr 1967, als er nahezu zeitgleich in drei bekannten Verlagen drei wichtige Schriften veröffentlichte: De la grammatologie, La Voix et le phénomène sowie L'écriture et la différence. Auf Vortragsreisen in den USA lernte er Paul de Man und Jacques Lacan kennen. 1981 gründete er die Gesellschaft Jan Hus (eine Hilfsorganisation für verfolgte tschechische Intellektuelle). Im selben Jahr wurde er in Prag verhaftet und erst nach einer energischen Intervention François Mitterrands und der französischen Regierung von der Tschechoslowakei freigelassen. 1983 gründete er das Collège international de philosophie, zu dessen erstem Direktor er gewählt wurde. Im selben Jahr wurde er zum Forschungsdirektor an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris ernannt. Er starb am 9. Oktober 2004 in Paris.
ISNI: 0000 0001 2142 9146 GND: 118677888
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ISNI: 0000 0001 1061 3538 GND: 118914480
Paul de Man, geboren 1919 in Antwerpen (Belgien), wanderte während seines Studiums in die USA aus, wo er an der Harvard University promovierte. Er lehrte an der Cornell University, an der Universität Zürich und an der Universität Baltimore im US-Bundesstaat Maryland. Ab 1970 bis zu seinem Tod im Jahr 1983 lehrte Paul de Man an der Yale University als Professor für Komparatistik.
ISNI: 0000 0001 0913 5268 GND: 118887203
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Jürgen Habermas wurde am 18. Juni 1929 in Düsseldorf geboren. Von 1949 bis 1954 studierte er in Göttingen, Zürich und Bonn die Fächer Philosophie, Geschichte, Psychologie, Deutsche Literatur und Ökonomie. Er lehrte unter anderem an den Universitäten Heidelberg und Frankfurt am Main sowie der University of California in Berkeley und war Direktor des Max-Planck-Instituts zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt in Starnberg. Jürgen Habermas erhielt zahlreiche Ehrendoktorwürden und Preise, darunter den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2001) und den Kyoto-Preis (2004). Habermas verstarb am 14. März 2026 in Starnberg.
ISNI: 0000 0001 2146 8372 GND: 118544209
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Erving Goffman, geboren 1922 in Mannville (Kanada), studierte Soziologie in Toronto und Chicago. Er war als als Autor und Dozent, u.a. in Berkeley an der University of California, tätig. Goffman verstarb 1982 in Philadelphia (USA).
ISNI: 0000 0001 2134 779X GND: 118696076
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ISNI: 0000 0001 2283 9390 GND: 11852884X
Erika Fischer-Lichte, geboren 1943 in Hamburg, ist eine Theaterwissenschaftlerin, deren Forschungsschwerpunkte auf Ästhetik und Kunsttheorie, Theorie und Geschichte des Theaters, Ästhetik des Gegenwartstheaters sowie Verflechtungen von Theaterkulturen liegen. Seit 1996 ist sie Professorin am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin. Erika Fischer-Lichte wurde mehrfach ausgezeichnet, so mit der Ehrendoktorwürde der Universität Kopenhagen (2006), mit dem Berliner Wissenschaftspreis (2010). Außerdem ist sie seit 2018 Mitglied der American Academy of Arts and Sciences.
ISNI: 0000 0001 0871 695X GND: 120962144
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Judith Butler, geboren 1956, ist Maxine Elliot Professor für Komparatistik, Gender Studies und kritische Theorie an der University of California, Berkeley. 2012 erhielt Butler den Adorno- Preis der Stadt Frankfurt am Main.
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Sybille Krämer ist Professorin für Philosophie an der Freien Universität Berlin im Ruhestand und seit 2019 Gastprofessorin an der Leuphana Universität Lüneburg. Im Suhrkamp Verlag sind zuletzt erschienen: Medium, Bote, Übertragung. Kleine Metaphysik der Medialität (2008) und Figuration, Anschauung, Erkenntnis. Grundlinien einer Diagrammatologie (stw 2176).
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ISNI: 0000 0001 1061 5621 GND: 131423819
Niels Werber ist Professor für Neue deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Siegen.
ISNI: 0000 0001 1625 4732 GND: 133523349
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Uwe Wirth ist Professor für Neuere Deutsche Literatur und Kulturwissenschaft am Institut für Germanistik der Universität Gießen.
ISNI: 0000 0001 1511 5933 GND: 130562998
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Content
Der Performanzbegriff im Spannungsfeld von Illokution, Iteration und Indexikalität
Uwe Wirth
Zur Theorie der Sprechakte, Zweite Vorlesung
John L. Austin
Zur Theorie der Sprechakte, Elfte Vorlesung
John L. Austin
Was ist ein Sprechakt?
John R. Searle
Der Tod des Autors
Roland Barthes
Die Aussage definieren
Michel Foucault
Unabhängigkeitserklärungen
Jacques Derrida
Das Modell der Sprechakte
Wolfgang Iser
Semiologie und Rhetorik
Paul de Man
Universalisierungsanspruch und performativer Widerspruch
Jürgen Habermas
Moduln und Modulationen
Erving Goffman
Dramatisches Ritual, rituelles Theater. Performative und reflexive Ethnologie
Victor Turner
Eine performative Theorie des Rituals
Stanley J. Tambiah
Mimesis und Performanz
Wolfgang Iser
Semiotik der Theateraufführung
Umberto Eco
Grenzgänge und Tauschhandel. Auf dem Wege zu einer performativen Kultur
Erika Fischer-Lichte
Performative Akte und Geschlechterkonstitution. Phänomenologie und feministische Theorie
Judith Butler
Sprache ± Stimme ± Schrift: Sieben Gedanken über Performativität als Medialität
Sybille Krämer
Zwischen Szene und Schauraum ± Bildinszenierungen als Orte performativer Wirklichkeitskonstitution
Doris Kolesch und Annette Jael Lehmann
Vor dem Vertrag. Probleme des Performanzbegriffs aus systemtheoretischer Sicht
Niels Werber
Performativität und Performance
Eckhard Schumacher
Performative Rahmung, parergonale Indexikalität. Verknüpfendes Schreiben zwischen Herausgeberschaft und Hypertextualität
Uwe Wirth
Uwe Wirth
Zur Theorie der Sprechakte, Zweite Vorlesung
John L. Austin
Zur Theorie der Sprechakte, Elfte Vorlesung
John L. Austin
Was ist ein Sprechakt?
John R. Searle
Der Tod des Autors
Roland Barthes
Die Aussage definieren
Michel Foucault
Unabhängigkeitserklärungen
Jacques Derrida
Das Modell der Sprechakte
Wolfgang Iser
Semiologie und Rhetorik
Paul de Man
Universalisierungsanspruch und performativer Widerspruch
Jürgen Habermas
Moduln und Modulationen
Erving Goffman
Dramatisches Ritual, rituelles Theater. Performative und reflexive Ethnologie
Victor Turner
Eine performative Theorie des Rituals
Stanley J. Tambiah
Mimesis und Performanz
Wolfgang Iser
Semiotik der Theateraufführung
Umberto Eco
Grenzgänge und Tauschhandel. Auf dem Wege zu einer performativen Kultur
Erika Fischer-Lichte
Performative Akte und Geschlechterkonstitution. Phänomenologie und feministische Theorie
Judith Butler
Sprache ± Stimme ± Schrift: Sieben Gedanken über Performativität als Medialität
Sybille Krämer
Zwischen Szene und Schauraum ± Bildinszenierungen als Orte performativer Wirklichkeitskonstitution
Doris Kolesch und Annette Jael Lehmann
Vor dem Vertrag. Probleme des Performanzbegriffs aus systemtheoretischer Sicht
Niels Werber
Performativität und Performance
Eckhard Schumacher
Performative Rahmung, parergonale Indexikalität. Verknüpfendes Schreiben zwischen Herausgeberschaft und Hypertextualität
Uwe Wirth