
Mutterland Wort
Sprache, Spracherwerb und Identität vor dem Hintergrund von Entwurzelung
Christiane E. Winter-Heider(Author)
Brandes & Apsel (Publisher)
1st Edition
Published in March 2009
Book
Paperback/Softback
264 pages
978-3-86099-358-3 (ISBN)
Description
Welche psychischen und sozialen Konsequenzen hat es, wenn Menschen in keiner Sprache mehr "zu Hause" sind? Wie findet man zu einem produktiven Umgang mit Mehrsprachigkeit?
Die Autorin greift das hochaktuelle Thema des Spracherwerbs von Migranten auf, bei dem in der öffentlichen Diskussion der psychische Faktor meist vernachlässigt wird.
Das Fehlen der Worte bei Kindern kann nicht allein durch kognitive Mängel erklärt werden. Denn der Wechsel von einer Sprache zu einer anderen ist eine psychodynamische Erfahrung, die das Kind und den späteren Erwachsenen prägt. so kann missglückte Zweisprachigkeit zu psychischer Entwurzelung und der Beschädigung der sozialen Identität führen.
Ein umfassender Überblick stellt alle wichtigen Theorien zum Spracherwerb sowie Grundbegriffe der Semiotik, insbesondere die Semanalyse nach J. Kristeva, vor. Vor allem jedoch enthält das Buch eine fundierte Darstellung der kognitiven und psychoanalytischen Theorien zur Symbolbildung und wird damit zu einem Lehrbuch für Psychoanalytiker und analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten.
Die Autorin:
Christiane Eleonore Winter-Heider, analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in eigener Praxis, arbeitet zurzeit an einem Forschungsprojekt zum Thema 'Psychische Entwicklung, Intersubjektivität und Sprache'.
Die Autorin greift das hochaktuelle Thema des Spracherwerbs von Migranten auf, bei dem in der öffentlichen Diskussion der psychische Faktor meist vernachlässigt wird.
Das Fehlen der Worte bei Kindern kann nicht allein durch kognitive Mängel erklärt werden. Denn der Wechsel von einer Sprache zu einer anderen ist eine psychodynamische Erfahrung, die das Kind und den späteren Erwachsenen prägt. so kann missglückte Zweisprachigkeit zu psychischer Entwurzelung und der Beschädigung der sozialen Identität führen.
Ein umfassender Überblick stellt alle wichtigen Theorien zum Spracherwerb sowie Grundbegriffe der Semiotik, insbesondere die Semanalyse nach J. Kristeva, vor. Vor allem jedoch enthält das Buch eine fundierte Darstellung der kognitiven und psychoanalytischen Theorien zur Symbolbildung und wird damit zu einem Lehrbuch für Psychoanalytiker und analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten.
Die Autorin:
Christiane Eleonore Winter-Heider, analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin in eigener Praxis, arbeitet zurzeit an einem Forschungsprojekt zum Thema 'Psychische Entwicklung, Intersubjektivität und Sprache'.
More details
Edition
1., Aufl.
Language
German
Dimensions
Height: 20.7 cm
Width: 14.5 cm
Weight
334 gr
ISBN-13
978-3-86099-358-3 (9783860993583)
Schweitzer Classification
Content
A. Vorwort
B. Einführung: Migration und Einwanderung in der Bundesrepublik Deutschland
C. Themenstellung
D. Forschungsdesign
D.I. Theoretischer Teil
D.II. Qualitative Forschung und Psychoanalyse:
ein hermeneutisch-psychoanalytischer Ansatz
D.III. Einzelfallstudien
D.IV. Psychoanalytische Methoden als Forschungsinstrumente
E. Geschichte der Russlanddeutschen
E.I. Deutsche in Russland, der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten
E.II. Aussiedler - Heimkehrer oder Russen in Deutschland?
E.III. Statistische Angaben
F. Symbol und Sprache
F.I. Sigmund Freud: Wort und Ding
G. Psychoanalytische und kognitive Theorien der Symbolbildung
G.I. Anmerkungen zum Begriff des »Symbols« bei Sigmund Freud
G.II. Sigmund Freud - Die Verneinung
G.III. Sabina Spielrein
G.IV. Unbewusste Phantasie und Symbolbildung in der kleinianischen Schule
G.IV.1. Unbewusste Phantasie
G.IV.2. Symbolbildung
G.V. Wilfred Ruprecht Bion: Von der Körperlichkeit der Wörter
G.VI. Donald Wood Winnicott
G.VI.1. Übergangsobjekt und Potential Space
G.VI.2. Spiel und therapeutische Haltung
G.VI.3. Ich-Verzerrung in Form des wahren und des falschen Selbst
G.VII. René Arpad Spitz
G.VIII. Jean Piaget: Nachahmung als intelligente Koordinierung
G.IX. Alfred Lorenzer
G.X. Norbert Freedman
G.XI. Peter Fonagy und Mary Target: Metakognitive Steuerung
G.XII. Semiotische Regression und Progression
G.XIII. Traum und Erinnerung
G.XIV. Daniel Stern: »L'enveloppe prénarrative« - die proto-narrative Hülle
H. Grundbegriffe der Semiotik: F. de Saussure und C. S. Peirce
I. Sprache in der französischen Psychoanalyse
I.I. Die französische Psychoanalyse
I.II. Jacques Lacan: Register
I.II.1. »Es spricht«
I.III. Julia Kristeva
I.III.1. Linguistin, Psychoanalytikerin, Schriftstellerin -
Das Triebhafte im Text
I.III.2. Das weibliche Genie Melanie Klein
I.III.3. Negativität als Todestrieb und Muttermord
I.III.4. Die unbewusste Phantasie als inkarnierte Metapher
I.III.5. Immanenz und Stufen der Symbolisierung
I.III.6. Das Imaginäre zwischen Biologie und Sprache
I.III.7. Grammatik in der Phantasie
I.IV. Julia Kristeva zwischen Jacques Lacan und Melanie Klein
I.V. Didier Anzieu
I.V.1. Sprache zwischen Körper und Gesellschaft
I.V.2. Der Begriff des Symbols und der Symbolisierung bei D. Anzieu et al
I.VI. Symbol, Symbolisierung, das Symbolische, das Semiotische -
eine Gegenüberstellung
I.VII. Negativität, Trennung, Abwesenheit als Beginn der Sprache
J. Spracherwerb
J.I. Neurophysiologische Aspekte des Spracherwerbs
J.II. Spracherwerb beim Kind
J.III. Zweisprachigkeit
J.IV. Perspektiven der Psycholinguistik
J.V. Polyglotismus - Mehrsprachigkeit
K. Entwurzelung und Identität
K.I. Nationale, kulturelle und ethnische Identität
K.II. Identität und Differenz
K.III. Das Fremde als das heimliche Eigene
K.IV. Entwicklungspsychologischer Exkurs zur Adoleszenz
K.V. Identität und Adoleszenz
L. Migration - Wandern zwischen den Welten
L.I. Faktoren Migration
L.II. Bedeutung von Migration aus psychoanalytischer Sicht
L.III. Sprache in der Fremde
L.IV. Akkulturation
L.V. Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien: Bildung und Sprache
M. Aussiedler - deutsche Zuwanderer
M.I. Soziale und psychische Situation von Aussiedlern
M.II. Sprache der Aussiedler
M.III. Jugendliche Aussiedler
N. Spuren in der Psyche
N.I. Narzisstische Kränkung, Scham
N.II. Depression - Verleugnung von Trauer
N.III. Traumatisierung
O. Fallgeschichten
O.I. Übersicht
O.II. Georg
O.III. David
P. Auswertung im Vergleich
Q. Fallgeschichten der Studenten
R. Resüme
B. Einführung: Migration und Einwanderung in der Bundesrepublik Deutschland
C. Themenstellung
D. Forschungsdesign
D.I. Theoretischer Teil
D.II. Qualitative Forschung und Psychoanalyse:
ein hermeneutisch-psychoanalytischer Ansatz
D.III. Einzelfallstudien
D.IV. Psychoanalytische Methoden als Forschungsinstrumente
E. Geschichte der Russlanddeutschen
E.I. Deutsche in Russland, der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten
E.II. Aussiedler - Heimkehrer oder Russen in Deutschland?
E.III. Statistische Angaben
F. Symbol und Sprache
F.I. Sigmund Freud: Wort und Ding
G. Psychoanalytische und kognitive Theorien der Symbolbildung
G.I. Anmerkungen zum Begriff des »Symbols« bei Sigmund Freud
G.II. Sigmund Freud - Die Verneinung
G.III. Sabina Spielrein
G.IV. Unbewusste Phantasie und Symbolbildung in der kleinianischen Schule
G.IV.1. Unbewusste Phantasie
G.IV.2. Symbolbildung
G.V. Wilfred Ruprecht Bion: Von der Körperlichkeit der Wörter
G.VI. Donald Wood Winnicott
G.VI.1. Übergangsobjekt und Potential Space
G.VI.2. Spiel und therapeutische Haltung
G.VI.3. Ich-Verzerrung in Form des wahren und des falschen Selbst
G.VII. René Arpad Spitz
G.VIII. Jean Piaget: Nachahmung als intelligente Koordinierung
G.IX. Alfred Lorenzer
G.X. Norbert Freedman
G.XI. Peter Fonagy und Mary Target: Metakognitive Steuerung
G.XII. Semiotische Regression und Progression
G.XIII. Traum und Erinnerung
G.XIV. Daniel Stern: »L'enveloppe prénarrative« - die proto-narrative Hülle
H. Grundbegriffe der Semiotik: F. de Saussure und C. S. Peirce
I. Sprache in der französischen Psychoanalyse
I.I. Die französische Psychoanalyse
I.II. Jacques Lacan: Register
I.II.1. »Es spricht«
I.III. Julia Kristeva
I.III.1. Linguistin, Psychoanalytikerin, Schriftstellerin -
Das Triebhafte im Text
I.III.2. Das weibliche Genie Melanie Klein
I.III.3. Negativität als Todestrieb und Muttermord
I.III.4. Die unbewusste Phantasie als inkarnierte Metapher
I.III.5. Immanenz und Stufen der Symbolisierung
I.III.6. Das Imaginäre zwischen Biologie und Sprache
I.III.7. Grammatik in der Phantasie
I.IV. Julia Kristeva zwischen Jacques Lacan und Melanie Klein
I.V. Didier Anzieu
I.V.1. Sprache zwischen Körper und Gesellschaft
I.V.2. Der Begriff des Symbols und der Symbolisierung bei D. Anzieu et al
I.VI. Symbol, Symbolisierung, das Symbolische, das Semiotische -
eine Gegenüberstellung
I.VII. Negativität, Trennung, Abwesenheit als Beginn der Sprache
J. Spracherwerb
J.I. Neurophysiologische Aspekte des Spracherwerbs
J.II. Spracherwerb beim Kind
J.III. Zweisprachigkeit
J.IV. Perspektiven der Psycholinguistik
J.V. Polyglotismus - Mehrsprachigkeit
K. Entwurzelung und Identität
K.I. Nationale, kulturelle und ethnische Identität
K.II. Identität und Differenz
K.III. Das Fremde als das heimliche Eigene
K.IV. Entwicklungspsychologischer Exkurs zur Adoleszenz
K.V. Identität und Adoleszenz
L. Migration - Wandern zwischen den Welten
L.I. Faktoren Migration
L.II. Bedeutung von Migration aus psychoanalytischer Sicht
L.III. Sprache in der Fremde
L.IV. Akkulturation
L.V. Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien: Bildung und Sprache
M. Aussiedler - deutsche Zuwanderer
M.I. Soziale und psychische Situation von Aussiedlern
M.II. Sprache der Aussiedler
M.III. Jugendliche Aussiedler
N. Spuren in der Psyche
N.I. Narzisstische Kränkung, Scham
N.II. Depression - Verleugnung von Trauer
N.III. Traumatisierung
O. Fallgeschichten
O.I. Übersicht
O.II. Georg
O.III. David
P. Auswertung im Vergleich
Q. Fallgeschichten der Studenten
R. Resüme