
Gebäude als System
vdf Hochschulverlag AG
1st Edition
Published in November 2012
Book
Hardback
328 pages
978-3-7281-3519-3 (ISBN)
Description
Gelebte Zusammenarbeit durch Interdisziplinarität
- Vorwort von Gabriela Christen
Die Hochschule Luzern hat 2009 beschlossen, sich mit vier Interdisziplinären
Schwerpunkten 01 ] zu profilieren und die Zusammenarbeit
der Departemente 02 ] mit ihrer grossen Spanne von Fachbereichen
zu unterstützen und nach aussen sichtbar zu machen. Diese
Strategie beruht auf der Einsicht, dass die Lösung unserer aktu-
ellen Probleme in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur nur
mit interdisziplinärem Denken und Handeln möglich ist, da die Zusammenhänge
immer komplexer und herausfordernder werden.
Für die junge - 1997 gegründete - Zentralschweizer Fachhochschule
mit ihren traditionsreichen Departementen war dieses Vorgehen
sehr sinnvoll: Durch die Interdisziplinären Schwerpunkte
konnte das Potenzial der Diversität der einzelnen Departemente in
gemeinsame neue Projekte einfliessen. Der Wissenskanon in der
jungen Institution war in der neu konturierten Hochschullandschaft
noch zu bilden, und anders als an den Universitäten mussten und
müssen sich die Fachbereiche vor allem auch im neuen Auftrag
der Forschung ihre spezifischen, anwendungsorientierten Themen
und Projekte erst erschliessen. Gerade der Auftrag der Fachhochschulen,
praxis- und anwendungsorientiert sowohl zu lehren als
auch zu forschen, macht den Fokus auf die Interdisziplinarität unabdingbar.
Gleichzeitig stand hinter der Strategie, der Hochschule mit den Interdisziplinären
Schwerpunkten Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit
zu sichern, eine Utopie. Um eine solche Initiative zu starten und
zu finanzieren, gehört der Glaube, dass Neues und Relevantes entsteht,
wenn sich die Technikerin mit dem Künstler zusammensetzt
oder wenn der Wirtschaftsspezialist mit der Sozialwissenschaftlerin
und dem Designer forscht. Die Kultur der Hochschule Luzern
als einer mittelgrossen Fachhochschule begünstigt diese Formen
der Zusammenarbeit, und die Interdisziplinären Schwerpunkte haben
in den letzten Jahren massgeblich dazu beigetragen, dass das
Netzwerk zwischen den Forschenden und den Dozierenden in interdisziplinären
Projekten noch dichter geworden ist.
Der Interdisziplinäre Schwerpunkt 'Gebäude als System' unter der
Leitung von Elena Wilhelm hat diesen Glauben an die Kultur der
Interdisziplinarität verstärkt: Neue Netzwerke mit Forschenden aus
den verschiedenen Fachbereichen haben zu einer Vielzahl von Projekten
geführt, die in der vorliegenden Publikation dokumentiert
01 ] Die vier Interdisziplinären Schwerpunkte der Hochschule Luzern sind: Gesellschaftliche
Sicherheit und Sozialversicherungen, Tourismus und nachhaltige Entwicklung, Gebäude als
System und Creative Living Lab.
02 ] Die fünf Departemente der Hochschule Luzern sind: Technik & Architektur, Wirtschaft,
Soziale Arbeit, Design & Kunst, Musik.
Leseprobe aus: Elena Wilhelm, Ulrike Sturm (Hrsg.), Gebäude als System © vdf Hochschulverlag 2012
6 Vorwort
sind. Es sind vielfach Projekte, die sich in die neuen und neuesten
Forschungsgebiete hineinwagen, um herauszufinden, wie die Gesellschaft
und das Wissen von morgen zu gestalten sind.
Das inhaltliche Spektrum des Schwerpunkts 'Gebäude als System'
ist dabei weit gefasst: Es reicht von Städtebau, Siedlungsentwicklung,
Energiefragen und den Problemen der alternden Gesellschaft
bis hin zu Fragen der Visualisierungsmöglichkeiten, die uns die
neuen Technologien bieten. Die Themen wurden in regionalen Kontexten
angesiedelt oder beschäftigen sich mit den rasant wachsenden
Städten in China. Dass die Themen auch bei den nationalen
Institutionen der Forschungsförderung Anklang gefunden haben,
indem viele dieser Projekte mitfinanziert wurden, ist erfreulich.
Viel wichtiger jedoch sind die Signale, die gerade der Interdisziplinäre
Schwerpunkt 'Gebäude als System' an die jungen Studierenden
und Forschenden der Hochschule Luzern aussendet: Neue
Forschungsfelder und innovative Zugänge zu den aktuellen Problemen
entstehen häufig durch interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die Kompetenz der Vernetzung über die eigene Disziplin hinaus
und der Wille zu aufwendigeren Formen der Zusammenarbeit lohnt
sich für alle, die die Zukunft unserer (Wissens-)Gesellschaften mitprägen
wollen.
- Vorwort von Gabriela Christen
Die Hochschule Luzern hat 2009 beschlossen, sich mit vier Interdisziplinären
Schwerpunkten 01 ] zu profilieren und die Zusammenarbeit
der Departemente 02 ] mit ihrer grossen Spanne von Fachbereichen
zu unterstützen und nach aussen sichtbar zu machen. Diese
Strategie beruht auf der Einsicht, dass die Lösung unserer aktu-
ellen Probleme in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur nur
mit interdisziplinärem Denken und Handeln möglich ist, da die Zusammenhänge
immer komplexer und herausfordernder werden.
Für die junge - 1997 gegründete - Zentralschweizer Fachhochschule
mit ihren traditionsreichen Departementen war dieses Vorgehen
sehr sinnvoll: Durch die Interdisziplinären Schwerpunkte
konnte das Potenzial der Diversität der einzelnen Departemente in
gemeinsame neue Projekte einfliessen. Der Wissenskanon in der
jungen Institution war in der neu konturierten Hochschullandschaft
noch zu bilden, und anders als an den Universitäten mussten und
müssen sich die Fachbereiche vor allem auch im neuen Auftrag
der Forschung ihre spezifischen, anwendungsorientierten Themen
und Projekte erst erschliessen. Gerade der Auftrag der Fachhochschulen,
praxis- und anwendungsorientiert sowohl zu lehren als
auch zu forschen, macht den Fokus auf die Interdisziplinarität unabdingbar.
Gleichzeitig stand hinter der Strategie, der Hochschule mit den Interdisziplinären
Schwerpunkten Aufmerksamkeit und Sichtbarkeit
zu sichern, eine Utopie. Um eine solche Initiative zu starten und
zu finanzieren, gehört der Glaube, dass Neues und Relevantes entsteht,
wenn sich die Technikerin mit dem Künstler zusammensetzt
oder wenn der Wirtschaftsspezialist mit der Sozialwissenschaftlerin
und dem Designer forscht. Die Kultur der Hochschule Luzern
als einer mittelgrossen Fachhochschule begünstigt diese Formen
der Zusammenarbeit, und die Interdisziplinären Schwerpunkte haben
in den letzten Jahren massgeblich dazu beigetragen, dass das
Netzwerk zwischen den Forschenden und den Dozierenden in interdisziplinären
Projekten noch dichter geworden ist.
Der Interdisziplinäre Schwerpunkt 'Gebäude als System' unter der
Leitung von Elena Wilhelm hat diesen Glauben an die Kultur der
Interdisziplinarität verstärkt: Neue Netzwerke mit Forschenden aus
den verschiedenen Fachbereichen haben zu einer Vielzahl von Projekten
geführt, die in der vorliegenden Publikation dokumentiert
01 ] Die vier Interdisziplinären Schwerpunkte der Hochschule Luzern sind: Gesellschaftliche
Sicherheit und Sozialversicherungen, Tourismus und nachhaltige Entwicklung, Gebäude als
System und Creative Living Lab.
02 ] Die fünf Departemente der Hochschule Luzern sind: Technik & Architektur, Wirtschaft,
Soziale Arbeit, Design & Kunst, Musik.
Leseprobe aus: Elena Wilhelm, Ulrike Sturm (Hrsg.), Gebäude als System © vdf Hochschulverlag 2012
6 Vorwort
sind. Es sind vielfach Projekte, die sich in die neuen und neuesten
Forschungsgebiete hineinwagen, um herauszufinden, wie die Gesellschaft
und das Wissen von morgen zu gestalten sind.
Das inhaltliche Spektrum des Schwerpunkts 'Gebäude als System'
ist dabei weit gefasst: Es reicht von Städtebau, Siedlungsentwicklung,
Energiefragen und den Problemen der alternden Gesellschaft
bis hin zu Fragen der Visualisierungsmöglichkeiten, die uns die
neuen Technologien bieten. Die Themen wurden in regionalen Kontexten
angesiedelt oder beschäftigen sich mit den rasant wachsenden
Städten in China. Dass die Themen auch bei den nationalen
Institutionen der Forschungsförderung Anklang gefunden haben,
indem viele dieser Projekte mitfinanziert wurden, ist erfreulich.
Viel wichtiger jedoch sind die Signale, die gerade der Interdisziplinäre
Schwerpunkt 'Gebäude als System' an die jungen Studierenden
und Forschenden der Hochschule Luzern aussendet: Neue
Forschungsfelder und innovative Zugänge zu den aktuellen Problemen
entstehen häufig durch interdisziplinäre Zusammenarbeit.
Die Kompetenz der Vernetzung über die eigene Disziplin hinaus
und der Wille zu aufwendigeren Formen der Zusammenarbeit lohnt
sich für alle, die die Zukunft unserer (Wissens-)Gesellschaften mitprägen
wollen.
More details
Edition
1., Auflage
Language
German
Place of publication
Switzerland
Illustrations
zahlr. Abb., durchgehend farbig
zahlr. Abb., durchgehend farbig
Dimensions
Height: 24.5 cm
Width: 16.2 cm
Weight
798 gr
ISBN-13
978-3-7281-3519-3 (9783728135193)
Schweitzer Classification
Persons
Elena Wilhelm ist Leiterin des interdisziplinären Schwerpunkts "Gebäude als System", der Stabsstelle Forschung & Entwicklung der Hochschule Luzern und Leiterin des Euresearch Regional Office Luzern. Sie ist zudem Mitglied des Leitungsteams und Lehrbeauftragte des Professional MBA Sozialmanagement der Wirtschaftsuniversität Wien.
Ulrike Sturm ist stellvertretende Leiterin des Kompetenzzentrums Typologie und Planung der Hochschule Luzern - Technik & Architektur und Leiterin des Fokus "Living Context".
Ulrike Sturm ist stellvertretende Leiterin des Kompetenzzentrums Typologie und Planung der Hochschule Luzern - Technik & Architektur und Leiterin des Fokus "Living Context".
Content
Dank
Elena Wilhelm und Ulrike Sturm
Gelebte Zusammenarbeit durch Interdisziplinarität - Vorwort
Gabriela Christen
"Gebäude als System": Stichworte zu einem interdisziplinären Forschungsprogramm
Elena Wilhelm und Ulrike Sturm
Ein gutes Buch
Ronny Hardliz
I Vom "Gebäude als System" und von kooperativen Netzwerken
Interdisziplinäre Kooperation im (Auf-)Bau
Elena Wilhelm
Raum und Gebäude in der Modalen Strukturierungstheorie
Gregor Husi
"Gebäude als System" - Interdisziplinarität und ihre Bedingungen in der Lehre
Ulrike Sturm
Gedankensuppen und Buchstabengebäude
Ronny Hardliz im Gespräch mit Bernhard Huwiler
Wahrnehmen und Hervorbringen
Ronny Hardliz im Gespräch mit George Steinmann und Yorick Ringeisen
II Das Gebäude im gesellschaftlichen und sozialen Kontext
"Building for Diversity" - Wohnumgebungen als sozialräumlicher Kontext für vielfältige Nachbarschaften
Alex Willener und Angelika Juppien
Transfer von Wohnqualitäten des Einfamilienhauses auf das Mehrfamilienhaus
Amelie Mayer und Dorothe Gerber
"ImmoSol" - ein Vorgehensmodell zur strategischen baulichen Entwicklung von Quartieren
Myriam Barsuglia und Thomas Steiner
Kunst als Herstellung einer sozialräumlichen Erinnerungs- und Aneignungskultur
Elena Wilhelm und Angelika Juppien
III Das Gebäude als Ort der Kommunikation und Interaktion
Resonance Based Design Method - Learning from Evolutionary Principles and their Key Success Factors
Peter Schwehr und Natalie Plagaro Cowee
"Lost in Space" - Indoor-Navigation mit mobilen Endgeräten
Stefan Fraefel und Axel Vogelsang
Corporeal Housing
Stijn Ossevoort
Nutzerzentrierte Kommunikation von Energie- und Raumzustandsdaten
Christian Struck, Robert Bossart, Urs-Peter Menti und Roman Aebersold
"On Site" - Visualisierung von Entwurfs- und Bauprozessen am Entstehungsort
Simon Santschi
Human Centered Design for Ambient Assisted Living
Andrew Polaine und Rolf Kistler
"Office in Motion" - Arbeitsumgebungen für die Wissensarbeit der Zukunft
Sibylla Amstutz, Hartmut Schulze und Daniel Knöpfli
IV Das Gebäude in seiner Materialität, Wirtschaftlichkeit und kulturellen Ausdrucksgestalt
Gebäude als Sinngestalten - humanwissenschaftliche Bausteine zu einer angewandten Architekturtheorie
Michael Christian Müller
Ein bewohnbares Fenster
Christian Hönger
Methodik zur Umsetzung von solaren Strategien in der Architektur
Doris Ehrbar und Ulrike Sturm
Bauen ist eine wüste Sache - Thesen zum Thema der Bauerneuerung
Peter Schwehr, Doris Ehrbar und Robert Fischer
Entwicklung eines textilen Ausstellungs- und Eventpavillons - Untersuchungen zum Einsatz von Textilien bei der Gestaltung und Konstruktion
Dieter Geissbühler
"Indoor-Units" - ein symbiotisches Produkt als Lösung für ein raumplanerisches Problem
Matthias Bürgin und Christian Lars Schuchert
Gebäudehülle
Michèle Blätz und Christian Hönger
Exkurs: Von der Kritik des statischen Objekts zur Erkundung des bewegenden Projekts - Architekturkritik als Praxis
Elena Wilhelm
Das {Kraftwerk}3 - Nachwort
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IV Das Gebäude in seiner Materialität, Wirtschaftlichkeit und kulturellen Ausdrucksgestalt
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