dialog mit der kälte
gedichte
Klaus Wieser(Author)
Bibliothek der Provinz (Publisher)
1st Edition
Published on 16. July 2013
Book
Paperback/Softback
94 pages
978-3-99028-211-3 (ISBN)
Description
Klaus Wieser ist ein akribischer Beobachter. Er sieht mit dem Herzen und schreibt mit Verstand: Gedichte in kurzzeiligen freien Rhythmen, fast immer in Strophenform, zumeist mit prosaischem Unterton.
Der Blick des Betrachters konzentriert sich auf Gegenständliches: Fasst, ja wurzelt am und im Phänomen. Erscheinungen sind und geben Anlass für Metapher und Wortspiel. Persönliche Erfahrungen werden auf ihre Ursprünglichkeit hin überprüft, mit All-Gemeinem verglichen und/oder diesem ausgesetzt. Verdichtung geschieht im Vers(s)uch "mit einer Hand voll Worten vielen [zu] sagen" (Karl Krolow).
Blickte man in dieser Tradition des sogenannten "Naturgedichts" bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, stieße man unweigerlich auf Wilhelm Lehmann. Und wäre ein geneigter Leser nach wie vor in der Lage, dieser Magie von Worten zu folgen, dann stünde dem nichts entgegen, einzutauchen in Wiesers lyrische Welten.
In eine Mythologie, ausschließlich von Diesseitigem geprägt und durchdrungen: von "almen", "mit schweinen/zwischen mäusedreck und wespennestern"; . "gedanken [die] anhalten/neben granatapfel und mönchspfeffer"; oder: während "in plastikkübeln verroten/die küchenabfälle" . "betörend duftet der jasmin".
Manchmal beengt in und um Bad Hall, dann wieder unterwegs zwischen Skandinavien und der libyschen Wüste, bilden Fluss, See oder Sternenhimmel beziehungsweise stellvertretend das Biotop "Balkon" die Ausgangspunkte seiner Seelenwanderungen durch die Landschaft: bis und dann "wenn die asche/die letzte glut erstickt/beginnt der dialog der kälte".
(Till Mairhofer)
Der Blick des Betrachters konzentriert sich auf Gegenständliches: Fasst, ja wurzelt am und im Phänomen. Erscheinungen sind und geben Anlass für Metapher und Wortspiel. Persönliche Erfahrungen werden auf ihre Ursprünglichkeit hin überprüft, mit All-Gemeinem verglichen und/oder diesem ausgesetzt. Verdichtung geschieht im Vers(s)uch "mit einer Hand voll Worten vielen [zu] sagen" (Karl Krolow).
Blickte man in dieser Tradition des sogenannten "Naturgedichts" bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurück, stieße man unweigerlich auf Wilhelm Lehmann. Und wäre ein geneigter Leser nach wie vor in der Lage, dieser Magie von Worten zu folgen, dann stünde dem nichts entgegen, einzutauchen in Wiesers lyrische Welten.
In eine Mythologie, ausschließlich von Diesseitigem geprägt und durchdrungen: von "almen", "mit schweinen/zwischen mäusedreck und wespennestern"; . "gedanken [die] anhalten/neben granatapfel und mönchspfeffer"; oder: während "in plastikkübeln verroten/die küchenabfälle" . "betörend duftet der jasmin".
Manchmal beengt in und um Bad Hall, dann wieder unterwegs zwischen Skandinavien und der libyschen Wüste, bilden Fluss, See oder Sternenhimmel beziehungsweise stellvertretend das Biotop "Balkon" die Ausgangspunkte seiner Seelenwanderungen durch die Landschaft: bis und dann "wenn die asche/die letzte glut erstickt/beginnt der dialog der kälte".
(Till Mairhofer)
More details
Edition
1. Aufl.
Language
German
Place of publication
Weitra
Austria
Edition type
New edition
Product notice
Klappenbroschur
With flaps
Unsewn / adhesive bound
Illustrations
m. Abb.
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 12.5 cm
Weight
200 gr
ISBN-13
978-3-99028-211-3 (9783990282113)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Klaus Wieser: geboren 1958, Gymnasium in Waidhofen/Ybbs und St. Pölten. Päd. Ak. in Linz, seit 1980 Lehrer in Bad Hall (NMS). Zwei tolle Kinder. Seit über 30 Jahren Beschäftigung mit Literatur in verschiedenster Form (Leser, Vortragender, Schreiber, Diskutant, Sammler). Zahlreiche Reisen in Europa und in "ferne" Länder (Indien, Mongolei, Libyen, China), auch auf den Spuren literarisch und/oder philosophisch interessanter Personen.
Wanderer und Müßiggänger, Jazz-Hörer und "Standard"-Leser, Pfeifen- und "Moods"-Raucher, Wein- und Whisky-Trinker, Pendler zwischen Übergewicht und Trennkost, Natur- und Landschafts-Liebhaber, ohne religiöses Bekenntnis, aber dem östlichen Weg zugetan. Übender in Sachen Gelassenheit und "Nicht Anhaften". Attac-Mitglied, aber bei keinem Sparverein. Viel allein, aber nicht wirklich traurig darüber.
Gewann 1979 den "Tag der jungen Lyrik" (2000 Schilling). Es folgte eine ca. 25 Jahre dauernde Schreibblockade ausgelöst durch diesen unerwarteten Erfolg.
2004 Wiederaufnahme der schriftstellerischen Arbeit, hauptsächlich Natur- und Landschaftsgedichte. Zahlreiche Gedichte in den "Facetten" (2007 bis 2011), auch in der "Rampe" (2009, 2010) und in vielen anderen Anthologien.
Seit 2010 Arbeiten an den "Gruber-Geschichten" (Kurzprosa).
ISNI: 0000 0004 1832 7386
ISNI: 0000 0004 1832 7386
Illustrated by
Erich Fröschl: geboren 1956 in Steyr, aufgewachsen in Leonstein/Steyrtal
1976 mehrmonatiger Aufenthalt in Venedig als Straßenzeichner
1977 Sommerakademie Salzburg
1978-82 tätig als Schmuckdesigner für Modeschmuck in Enns
seit 1982 freiberufliche Tätigkeit als Zeichner und Graphiker (Prof. Karl Mostböck und Horst Janssen wurden zu beeinflussenden Vorbildern)
1982-95 Designs für Beleuchtungskörper (u.a. für König Saud; Saudi Arabien)
1984-97 Ausführungen von Wand-, Textil- und Glasmalereien als: Kunst am Bau für Hotels und Casinos in: Istanbul; Ankara; Kairo; Kopenhagen; Warschau; Aruba NA; und Casinos Austria
seit 1989 eigene Radierwerkstatt
1993 Gründung der Galerie Steyrdorf
2000 Gründungsmitglied des Marlen-Haushofer-Literaturforums
2011 Ehrenzeichen der Stadt Steyr für besondere Verdienste im Kulturellen Bereich