
Fools Crow
James Welch(Author)
Freies Geistesleben (Publisher)
2nd Edition
Published on 11. March 2011
Book
Hardback
500 pages
978-3-7725-1896-6 (ISBN)
Description
In "Fools Crow" schildert James Welch fesselnd und mit großer Sprachkraft das Leben und das Schicksal seiner eigenen Vorfahren aus dem Stamm der Blackfeet. Ein Roman, der ganz aus der Sichtweise und dem Denken der Indianer erzählt ist, der ihre Bräuche und ihre Spiritualität unmittelbar lebendig werden lässt.
More details
Language
German
Place of publication
Germany
Target group
Children/juvenile
Dimensions
Height: 22 cm
Width: 14.3 cm
Weight
772 gr
ISBN-13
978-3-7725-1896-6 (9783772518966)
Schweitzer Classification
Persons
Author
James Welch kam 1940 in Browning in Montana zur Welt als Sohn eines Blackfeet-Indianers und einer Gros-Ventre-Mutter. Sein Lehrer beim Studium an der University of Montana war der amerikanische Dichter Richard Hugo, der ihm den entscheidenden Hinweis gab, dass er für die zunächst ziellose Art seiner ersten Gedichte einen Inhalt, nämlich seinen eigenen Lebenshintergrund, das Leben der Blackfeet-Indianer wählen sollte.Zu Beginn der 60er-Jahre ging dieser Umschwung in Welchs Lebenslauf einher mit dem neu erwachenden Selbstbewusstsein der Native Americans.Welchs erster Gedichtband erschien 1971 unter dem Titel Riding the Earthboy 40. Mit der 40 waren die 40 Hektar Land der Familie der Earthboys gemeint, um die es in dem Gedichtzyklus ging. Bekannt wurde Welch aber erst durch seine Romane. 1974 erschien sein Erstling Winter in the blood, 1979 The death of Jim Looney und 1986 dann Fools Crow.James Welch hat mehrere Romane verfasst, für die er den Lifetime Achievement Award of the Native Writer's Circle, den Los Angeles Times Book Price und den Pacific Northwest Booksellers Award erhielt.Den ausführlichen Artikel über James Welch am Schreibtisch aus dem Lebensmagazin a tempo 03/2011 können Sie hier lesen.
Cover design or artwork
Translation
Content
. Fools Crow hörte Donnerhäuptlings Grollen in der Ferne und spürte, wie sein Gang leichter wurde. Aus seinem Herzen, im Rhythmus des Trommelschlags, stieg eine sonderbare Art von Heiterkeit auf - eine Heiterkeit, die sich mit Schwermut paarte. Und dieses Gefühl machte ihn benommen, so dass er sich von den anderen entfernte, allein tanzte und ein Lied sang, das mit seinem Leben in dieser Welt zu tun hatte, aber auch mit seinem Leben in jener anderen Welt, die er in seiner Vision besucht hatte. Und dann sah er das weiße Tipi und das blasse, blaue Licht und die Frau, die ihm gegenübersaß. Er wusste, dass sie hier war, irgendwo war sie und beobachtete ihn, beobachtete die Prozession, und er sah sie lächeln im blauen Licht, und er lächelte zurück. Denn selbst wenn er das Wissen über seine Leute, über ihr Leben und das Leben ihrer Kinder zu tragen hatte, so hatte er auch gesehen, dass sie überleben würden, da sie auserwählt worden waren.