
Staatstheorie
Description
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Die Neuerscheinung erläutert das moderne Staatswesen, das mit allgemeinen Gesetzen Verwaltung, Gerichte und politische Institutionen an eine impersonale Form der Regelhaftigkeit und Ordnung bindet. Mit universalen, subjektiven Rechten eröffnet es den Individuen den Zugang zur Gesellschaft und ihren Möglichkeiten.
Auf dieser systematischen Grundlage werden dann die Wandlungsprozesse des modernen Staates dargestellt: der Übergang vom liberalen Rechts- und Verfassungsstaat zum Sozial- und Wohlfahrtsstaat, sowie die Herausforderungen, die die Europäisierung und Globalisierung der modernen Staaten aufwerfen.
Vorteile auf einen Blick
- Systematische Beschreibung des Staatswesens sowie seiner Einrichtungen und Prozesse
- Berücksichtigt die Erkenntnisse der Kulturwissenschaften und der Medientheorie

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Content
Inhaltsverzeichnis
Vorwort ................................................. V
Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . XI
Abbildungsverzeichnis ...................................... XXVII
§ 1 Staat und Staatstheorie .................................... 1
I. Annäherungen an den Staat ............................. 1
1. Eigennamen – und ihre Tücken ....................... 1
2. 10 Minuten Begriffsgeschichte ........................ 3
3. Staat und moderner Staat ............................ 6
II. Die interdisziplinäre Tradition der Staatslehre . . . . . . . . . . . . . . . . 10
1. Das Erbe der Allgemeinen Staatslehre . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
2. Der politische Hintergrund der Monarchie . . . . . . . . . . . . . . . 13
3. Zwei-Seiten-Lehre des Staates . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
III. Staatstheorie als experimentelles Forschungsfeld . . . . . . . . . . . . . . . 19
1. Staatslehre oder Staatsrechtslehre? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
2. Experimentalkultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
3. Staatstheorie als Kulturwissenschaft . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
§ 2 Das Leitbild der liberalen Demokratie ....................... 26
I. Der kulturelle Rahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
1. Individualismus und Nationalismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
2. Nationale und monarchische Souveränität . . . . . . . . . . . . . . . . 30
3. Das theologisch-politische Erbe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
II. Die repräsentative Form der Demokratie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
1. Die Notwendigkeit der Repräsentation . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
2. Die Idee der Republik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
3. Parlamentarische und präsidiale Demokratie . . . . . . . . . . . . . . 42
4. Wahlen und Öffentlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
III. Die Demokratie als Rechts- und Verfassungsstaat . . . . . . . . . . . . . . 50
1. Bindung an Recht und Gesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
2. Die Bedeutung der Gewaltenteilung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
3. Die ideengeschichtlichen Grundlagen der Gewaltenteilungslehre 56
4. Druckpresse und Verschriftlichung des Gesetzes . . . . . . . . . . . . 59
§ 3 Gewaltmonopol: Der frühmoderne Territorialstaat ........... 62
I. Die Schaffung einer neuen Welt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
1. Buchdruck und Reformation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
2. Staat als Kunstwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
3. Staat und Religion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
II. Zentralisierung öffentlicher Gewalt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
1. Souveränität als Rechtsbegriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
2. Vicos iura imaginaria . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
3. Körperschaft als persona ficta . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
III. Die gelehrte literarische Diskussion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
1. Der neue Fürst bei Machiavelli . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
2. Bodins droit gouvernement . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
3. Hobbes‘Artificial Man . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83
4. Der Gesellschaftsvertrag als absolute Metapher . . . . . . . . . . . . . 88
§ 4 Selbstorganisation der Gesellschaft: Der Verfassungsstaat .... 91
I. Die Kultur des bürgerlichen Individualismus . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
1. Nation als Vereinigung von Individuen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
2. Historische Varianten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93
3. Der Bourgeois . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
II. Die rechtliche Mobilisierung individueller Freiheit . . . . . . . . . . . . . 104
1. Das moderne Naturrecht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
2. Bürgerliche Freiheitsrechte als gesellschaftliche Freiheitsrechte . . 107
3. Bürgerrechte und Menschenrechte . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 109
4. Romane und Autobiografien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 111
III. Die sozialphilosophische Diskussion . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
1. Der impartial spectator bei Adam Smith . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
2. Nation bei Sieyès . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 118
3. Kants allgemeines Gesetz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 123
§ 5 Erweiterung von Staatsaufgaben: Der Wohlfahrtsstaat ....... 128
I. Die Kultur der Massenkultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128
1. Eine Welt aus Bezügen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 128
2. Industrialisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131
3. Der Organisationsmensch . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 134
II. Rechtsbildung in der Massenkultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
1. Zum Begriff des Wohlfahrtsstaates . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137
2. Der Ausbau der Leistungsverwaltung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 140
3. Kooperation mit Parteien und Verbänden . . . . . . . . . . . . . . . . 143
4. Zur Bedeutung kollektiver Freiheitsrechte . . . . . . . . . . . . . . . . 144
III. Die Diskussion in der Staats- und Verfassungslehre . . . . . . . . . . . . 147
1. Der umkämpfte Pluralismus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147
2. Integration bei Rudolf Smend . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 150
3. Politische Einheitsbildung: Heller/Hesse . . . . . . . . . . . . . . . . . 153
§ 6 Ordnungsbildung in Fragmenten: Der Netzwerkstaat ......... 157
I. Die Kultur der Netzwerkkultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
1. Fragmentierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157
2. Postindustrielle Gesellschaft und Ökonomie . . . . . . . . . . . . . . 161
3. Die personale Wende des Individualismus . . . . . . . . . . . . . . . . 165
II. Bedingungen der Rechtsbildung in der Netzwerkkultur . . . . . . . . . 168
1. Verfassungsstaat, Wohlfahrtsstaat, Netzwerkstaat: Ein
Dreischichtenmodell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 168
2. Fragmentierung der Öffentlichkeit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 170
3. Desaggregation des herkömmlichen Parteiensystems . . . . . . . . . 173
III. Die Diskussion in der Staatswissenschaft und Staatstheorie . . . . . . . 177
1. Schupperts Governance . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 177
2. Die Bedeutung des Wissens bei Ladeur . . . . . . . . . . . . . . . . . . 179
3. Das Recht als (Produkt der) Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181
§ 7 Ausblick: Die bleibende Bedeutung des Staates in der
Globalisierung ............................................. 184
I. Weltgesellschaft oder Globalisierung des Nationalismus? . . . . . . . . 184
II. Staatliches Recht in der globalen Rechtsordnung . . . . . . . . . . . . . . 187
1. Ausgangspunkte und Prinzipien des Völkerrechts . . . . . . . . . . . 187
2. Der eigenständige Charakter des globalen Rechts . . . . . . . . . . . 189
3. Die Fragmentierung der globalen Rechtsordnung . . . . . . . . . . . 190
III. Der Nationalstaat und die Europäische Union . . . . . . . . . . . . . . . . 193
Personenverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .197
Quellenangaben . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 199
Sachverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .201