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Unternehmensanalyse für Anleger
Geschäftsberichte, Bilanzen und Finanzkennzahlen richtig beurteilen
Bob Vause(Author)
Campus (Publisher)
1st Edition
Published on 17. March 1999
Book
Hardback
353 pages
978-3-593-36183-3 (ISBN)
Description
Bob Vause erläutert praxisnah und leicht zugänglich die Grundlagen und Techniken zur Beurteilung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage von Unternehmen. Die Kennzahlen werden anhand eingängiger Beispiele dargestellt. Für ausgewählte Branchen auf den größten Aktienmärkten findet der international orientierte Anleger aktuelle Kennzahlen als Benchmarks.
More details
Language
German
Edition type
New edition
Dimensions
Height: 15.2 cm
Width: 22.8 cm
Weight
684 gr
ISBN-13
978-3-593-36183-3 (9783593361833)
Persons
Content
Dieses Buch will aufzeigen, wie der Investor den Erfolg eines Unternehmens auf der Grundlage allgemein zugänglicher Informationen analysieren und beurteilen kann.
Die Finanzanalyse, die wir in diesem Zusammenhang einsetzen, ist zugleich Wissenschaft und "Kunst". Wenn Sie zwei Zahlen aus einem Geschäftsbericht kombinieren, erhalten Sie eine Kennzahl. Das eigentliche Geschick besteht darin, zu wissen, welche Zahlen man verwenden sollte, wo sie zu finden sind und wie man das Ergebnis beurteilt. Ehe man ein Unternehmen konstruktiv analysieren kann, muss man die grundlegenden Finanzbegriffe kennen. Daher werden in Teil I dieses Buches Inhalt und Zielsetzung des Jahresabschlusses erklärt, soweit er im Geschäftsbericht (Kapitel 1) veröffentlicht wird: die Bilanz (Kapitel 2), die Gewinn- und Verlustrechnung (Kapitel 3) sowie die Cashflow-Rechnung (Kapitel 4).
Obgleich die Aufstellung des Jahresabschlusses in den meisten Ländern und Unternehmen nach den gleichen Grundregeln erfolgt, ist die Darstellung beziehungsweise Gliederung keineswegs einheitlich. Der Grundriss, den wir in Teil I liefern, ist auf jedes Unternehmen und jedes Land anwendbar. In diesem Zusammenhang werden auch einige Unterschiede zur englischen und amerikanischen Rechnungslegung erklärt. Die gängigsten Begriffe findet der Leser in Anhang 2 in einem Glossar in vier Sprachen vor.
Ich habe mich bemüht, möglichst einfache Beispiele zu verwenden. Im Allgemeinen konzentrieren sich diese Beispiele auf Fertigungs-, Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen anstatt auf Banken oder andere Finanzdienstleister, weil diese anderen Vorschriften zur Rechnungslegung unterliegen. Wenn Sie die grundlegende Theorie und Praxis verstanden haben, sollte es kein Problem sein, zu detaillierteren und anspruchsvolleren Analysen überzugehen.
Teil II behandelt die verschiedenen Methoden zur Analyse des Unternehmenserfolgs durch Kennzahlen. Für alle Methoden gelten drei wichtige Grundregeln:
* Beurteilen Sie ein Unternehmen nie auf der Grundlage von Zahlen eines einzigen Jahres, sondern betrachten Sie stets einen Zeitraum von drei oder idealerweise fünf Jahren.
* Beurteilen Sie ein Unternehmen nie isoliert, sondern vergleichen Sie seine Ergebnisse mit jenen von Unternehmen der gleichen Branche und anderer Länder.
* Wenn Sie mehrere Unternehmen vergleichen, sollten Sie stets darauf achten, dass Sie Gleiches mit Gleichem vergleichen - mit anderen Worten, dass die Basis der analysierten Daten konsistent ist.
In der Führung erfolgreicher Unternehmen stehen Gewinn und Finanzierung in einem engen Zusammenhang. Sie bilden auch die Grundlage für die Analyse eines Unternehmens. Jeder dieser Aspekte ist wichtig und muss berücksichtigt werden. Es wäre sinnlos, die Rentabilität eines Unternehmens zu analysieren, ohne seine Finanzlage zu berücksichtigen. In ähnlicher Weise gilt, dass es wenig sinnvoll ist, die Finanzierungsstruktur eines Unternehmens detailliert zu untersuchen, ohne seinen Erfolg zu berücksichtigen. Der Gewinn allein reicht nicht aus. Ein Unternehmen muß vielmehr über die Ressourcen verfügen, die es ihm erlauben, seine Geschäftstätigkeit fortzusetzen und zu florieren.
In Kapitel 6 werden Leitlinien zur praktischen Durchführung der Finanzanalyse behandelt. Kapitel 7 stellt die Renditekennzahlen dar. In Kapitel 8 werden Wirtschaftlichkeits- Kennzahlen analysiert. Kapitel 9 ist den Liquiditätskennzahlen gewidmet. In Kapitel 10 diskutieren wir die Kapital- beziehungsweise Finanzierungsstruktur. Kapitel 11 behandelt Fragen der Unternehmensstrategie und Aspekte der Messung des Unternehmenserfolgs.
Wenn die praktische Analyse eines Unternehmens abgeschlossen ist, dann können Sie Ihre Ergebnisse mit den in Teil III vorgestellten 36 Kennzahlen für sechs Branchen in sieben Ländern vergleichen.
Um Anlegern ein breites Branchenspektrum zu bieten, haben wir die wichtigsten Finanzkennzahlen für folgende Branchen aufbereitet:
* Autoindustrie
* Baugewerbe
* Pharmaindustrie
* Einzelhandel
* Brauereien
* Hotels.
Die Analyse der Finanzkennzahlen in Kapitel 12 bezieht sich auf die sieben wichtigsten Aktienmärkte.
Die Finanzkennzahlen wurden anhand der Jahresabschlüsse 1994 bis 1996 erfolgreicher börsennotierter Aktiengesellschaften ermittelt und stellen daher echte Benchmarks dar. Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass Finanzkennzahlen nicht als absolute Indikatoren betrachtet werden können, die anzeigen, ob die Lage des Unternehmens gut, schlecht oder unbestimmt ist. Eine derartige Wertung setzt Vergleichsmaßstäbe und die Einhaltung der oben genannten Finanzkennzahlen voraus. Nichtsdestotrotz kann es zweckmäßig sein, Finanzkennzahlen zunächst einmal nur für ein Unternehmen zu betrachten, um Entwicklungstrends zu erkennen.
Ich habe mich bemüht, dieses Buch mit einem Schuss Ironie beziehungsweise Humor zu schreiben. Unternehmen erhalten ihren Schwung von Menschen, selbst wenn die Finanzanalyse ihrer Tätigkeit als Kunst zu betrachten ist.[...]
Die Finanzanalyse, die wir in diesem Zusammenhang einsetzen, ist zugleich Wissenschaft und "Kunst". Wenn Sie zwei Zahlen aus einem Geschäftsbericht kombinieren, erhalten Sie eine Kennzahl. Das eigentliche Geschick besteht darin, zu wissen, welche Zahlen man verwenden sollte, wo sie zu finden sind und wie man das Ergebnis beurteilt. Ehe man ein Unternehmen konstruktiv analysieren kann, muss man die grundlegenden Finanzbegriffe kennen. Daher werden in Teil I dieses Buches Inhalt und Zielsetzung des Jahresabschlusses erklärt, soweit er im Geschäftsbericht (Kapitel 1) veröffentlicht wird: die Bilanz (Kapitel 2), die Gewinn- und Verlustrechnung (Kapitel 3) sowie die Cashflow-Rechnung (Kapitel 4).
Obgleich die Aufstellung des Jahresabschlusses in den meisten Ländern und Unternehmen nach den gleichen Grundregeln erfolgt, ist die Darstellung beziehungsweise Gliederung keineswegs einheitlich. Der Grundriss, den wir in Teil I liefern, ist auf jedes Unternehmen und jedes Land anwendbar. In diesem Zusammenhang werden auch einige Unterschiede zur englischen und amerikanischen Rechnungslegung erklärt. Die gängigsten Begriffe findet der Leser in Anhang 2 in einem Glossar in vier Sprachen vor.
Ich habe mich bemüht, möglichst einfache Beispiele zu verwenden. Im Allgemeinen konzentrieren sich diese Beispiele auf Fertigungs-, Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen anstatt auf Banken oder andere Finanzdienstleister, weil diese anderen Vorschriften zur Rechnungslegung unterliegen. Wenn Sie die grundlegende Theorie und Praxis verstanden haben, sollte es kein Problem sein, zu detaillierteren und anspruchsvolleren Analysen überzugehen.
Teil II behandelt die verschiedenen Methoden zur Analyse des Unternehmenserfolgs durch Kennzahlen. Für alle Methoden gelten drei wichtige Grundregeln:
* Beurteilen Sie ein Unternehmen nie auf der Grundlage von Zahlen eines einzigen Jahres, sondern betrachten Sie stets einen Zeitraum von drei oder idealerweise fünf Jahren.
* Beurteilen Sie ein Unternehmen nie isoliert, sondern vergleichen Sie seine Ergebnisse mit jenen von Unternehmen der gleichen Branche und anderer Länder.
* Wenn Sie mehrere Unternehmen vergleichen, sollten Sie stets darauf achten, dass Sie Gleiches mit Gleichem vergleichen - mit anderen Worten, dass die Basis der analysierten Daten konsistent ist.
In der Führung erfolgreicher Unternehmen stehen Gewinn und Finanzierung in einem engen Zusammenhang. Sie bilden auch die Grundlage für die Analyse eines Unternehmens. Jeder dieser Aspekte ist wichtig und muss berücksichtigt werden. Es wäre sinnlos, die Rentabilität eines Unternehmens zu analysieren, ohne seine Finanzlage zu berücksichtigen. In ähnlicher Weise gilt, dass es wenig sinnvoll ist, die Finanzierungsstruktur eines Unternehmens detailliert zu untersuchen, ohne seinen Erfolg zu berücksichtigen. Der Gewinn allein reicht nicht aus. Ein Unternehmen muß vielmehr über die Ressourcen verfügen, die es ihm erlauben, seine Geschäftstätigkeit fortzusetzen und zu florieren.
In Kapitel 6 werden Leitlinien zur praktischen Durchführung der Finanzanalyse behandelt. Kapitel 7 stellt die Renditekennzahlen dar. In Kapitel 8 werden Wirtschaftlichkeits- Kennzahlen analysiert. Kapitel 9 ist den Liquiditätskennzahlen gewidmet. In Kapitel 10 diskutieren wir die Kapital- beziehungsweise Finanzierungsstruktur. Kapitel 11 behandelt Fragen der Unternehmensstrategie und Aspekte der Messung des Unternehmenserfolgs.
Wenn die praktische Analyse eines Unternehmens abgeschlossen ist, dann können Sie Ihre Ergebnisse mit den in Teil III vorgestellten 36 Kennzahlen für sechs Branchen in sieben Ländern vergleichen.
Um Anlegern ein breites Branchenspektrum zu bieten, haben wir die wichtigsten Finanzkennzahlen für folgende Branchen aufbereitet:
* Autoindustrie
* Baugewerbe
* Pharmaindustrie
* Einzelhandel
* Brauereien
* Hotels.
Die Analyse der Finanzkennzahlen in Kapitel 12 bezieht sich auf die sieben wichtigsten Aktienmärkte.
Die Finanzkennzahlen wurden anhand der Jahresabschlüsse 1994 bis 1996 erfolgreicher börsennotierter Aktiengesellschaften ermittelt und stellen daher echte Benchmarks dar. Dies trägt dem Umstand Rechnung, dass Finanzkennzahlen nicht als absolute Indikatoren betrachtet werden können, die anzeigen, ob die Lage des Unternehmens gut, schlecht oder unbestimmt ist. Eine derartige Wertung setzt Vergleichsmaßstäbe und die Einhaltung der oben genannten Finanzkennzahlen voraus. Nichtsdestotrotz kann es zweckmäßig sein, Finanzkennzahlen zunächst einmal nur für ein Unternehmen zu betrachten, um Entwicklungstrends zu erkennen.
Ich habe mich bemüht, dieses Buch mit einem Schuss Ironie beziehungsweise Humor zu schreiben. Unternehmen erhalten ihren Schwung von Menschen, selbst wenn die Finanzanalyse ihrer Tätigkeit als Kunst zu betrachten ist.[...]