
Baumängel und Bauschäden in der Wertermittlung
Description
Gemäß ImmoWertV sind Baumängel und Bauschäden bei der Verkehrswertermittlung eines Grundstücks marktgerecht zu berücksichtigen. In Ballungszentren, also Gegenden mit hohem Bodenrichtwertniveau, führt die zunehmende Nachfrage nach Immobilien zu erheblichen Preissteigerungen. Das Angebot wird immer knapper. Aus diesem Grund wirken sich Baumängel und Bauschäden in diesen Gebieten wenig bis gar nicht auf den Kaufpreis aus. Dennoch reagiert der Markt bei einigen Schäden, wie etwa Feuchteerscheinungen, durchaus emotional.
Für Immobiliensachverständige ist es daher essentiell, das eigene Gutachten bzw. den Ansatz der Bauschäden nachvollziehbar aufzubauen. In den Richtlinien und der Fachliteratur gibt es hierzu kaum Ansatzpunkte. In der ImmoWertV wird zwar ein marktgerechter Ansatz der Bauschäden gefordert, es gibt aber bislang keine validen und verwertbaren Marktuntersuchungen zu diesem Thema.
In enger Zusammenarbeit mit den Gutachterausschüssen hat die Autorin einen neuen Fragebogen zur künftigen Erfassung von relevanten Daten erarbeitet. Zudem werden zahlreiche Datensätze der Gutachterausschüsse hinsichtlich des Einflusses von Baumängeln und Bauschäden auf den Verkehrswert erstmals ausgewertet. Diese Auswertung gibt - getrennt nach Teilmärkten (Einfamilienhaus, Mehrfamilienhaus etc.) sowie nach Jahr des Kaufabschlusses - Aufschluss darüber, inwieweit sie Auswirkungen auf die Kaufpreisbildung in Ballungsgebieten, Randgebieten und auf dem Land haben und welche Rolle die Energiekrise und die Zinserhöhungen der letzten Jahren dabei spielten.
Ihre Vorteile
- Erstmalig Wertminderungsansätze für Bauschäden auf Basis von tatsächlichen Kauffällen
- Erstmals Auswertung nach Jahren möglich
- Auswertungen bezüglich des Einflusses der Energiekrise sowie der Zinserhöhung auf die Wertabschläge
- Auswertung von über 1.100 Praxisfällen
- Die wichtigsten Bauschäden und Baumängel im Überblick
- Schadensursachen und Sanierungsmethoden
- Berücksichtigung der Novellierung der Gefahrstoffverordnung in der Wertermittlung
- Schemata zur besseren Nachvollziehbarkeit

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Person
Dipl.-Ing. Daniela Unglaube ist Inhaberin des Ingenieurbüros Unglaube für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken sowie Bauschadenbewertung in Frankfurt am Main.
Nach ihrem Bauingenieurstudium an der Technischen Universität Darmstadt sowie dem Politecnico di Torino und der Universitá degli Studi di Firenze arbeitete sie über 15 Jahre in der Bauleitung und im Projektmanagement. In 2015 wurde sie von der DEKRA als Sachverständige für Bauschadenbewertung zertifiziert.
Seit 2017 ist sie von der IHK Frankfurt öffentlich bestellt und vereidigt für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken.
Zu dem Thema Baumängel und Bauschäden hat sie bereits Studien durchgeführt und beschäftigt sich weiterhin intensiv damit. Frau Unglaube schreibt Fachartikel und ist als Dozentin tätig. Zuletzt hatte sie einen Lehrauftrag an der University of Applied Science, Frankfurt.
Sie ist Mitglied des Gutachterausschusses für Immobilienwerte für den Bereich der Landkreise Bergstraße, Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Offenbach und des Odenwaldkreises sowie des Gutachterausschusses für den Bereich der Stadt Frankfurt am Main.
Content
Aus dem Inhalt:
- Gesetzliche Grundlagen
- Baumängel und Bauschäden
- Baukonstruktionen und Bauteile
- Schadstoffe in Gebäuden
- Marktuntersuchungen
- Ermittlung von Minderwerten
- Wertermittlung in der Praxis
- Erfahrungswerte
- Näherungsmethoden