
Das Problem heißt institutioneller Rassismus
Vielfalt statt Ausgrenzung
VSA (Publisher)
1st Edition
Published in September 2023
Book
176 pages
978-3-96488-086-4 (ISBN)
Description
In den Debatten um die »Black Lives Matter-Bewegung« und die erschreckenden Enthüllungen von rassistischen Vorstellungen und Drohungen in Polizei (»NSU 2.0«), Verfassungsschutz und Bundeswehr werden außer dem Alltagsrassismus bestenfalls einzelne »Sündenböcke« herausgestellt. Sie werden für Übergriffe und Gewalttaten gegen Politiker*innen, Migrant*innen und deren Vertreter*innen verantwortlich gemacht.
Schon lange jedoch reihen sich Wortmeldungen ranghoher Staatsvertreter*innen, Bundestagsabgeordneter und politischer Prominenz in die rassistischen Äußerungen eines Thilo Sarrazin ein - von der alltäglichen Praxis des »Racial Profiling« bei Polizei und Sicherheitskräften ganz zu schweigen.
Die Herausgeber haben vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen als Menschenrechtsanwalt bzw. Politikberater Beiträge von engagierten Expert*innen und rassistisch diskriminierten Menschen und ihren Organisationen zusammengetragen, die deren kritische Sicht auf die aktuelle Debatte als Betroffene darstellen.
Die Autor*innen belegen einmal mehr: Ohne den institutionellen Rassismus in Gesetzen und Verordnungen, in der Justiz und Verwaltung, in der Bildung, dem Gesundheitswesen sowie auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt ins Visier zu nehmen, lässt sich auch der Alltagsrassismus nicht wirksam bekämpfen. Die Beiträge in diesem Band behandeln zentrale Themen für die Zukunft unserer Demokratie, denn Hass und Rassismus vergiften nicht nur die Gesellschaft, sondern zerstören auch unser alltägliches Leben. Und sie geben Antworten auf die Frage: Ist eine Gesellschaft ohne rassistische Diskriminierung vorstellbar?
More details
Language
German
Place of publication
Hamburg
Germany
Dimensions
Height: 207 mm
Width: 137 mm
Thickness: 16 mm
Weight
246 gr
ISBN-13
978-3-96488-086-4 (9783964880864)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Gün Tank ist Autorin (Debütroman: »Die Optimistinnen. Roman unserer Mütter«) und Moderatorin. Sie war Kuratorin der Ausstellung »22:14 ...und es kamen Frauen« (2011), zu den ersten Arbeitsmigrantinnen der Bundesrepublik. Heute ist sie im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg Beauftragte für Menschen mit Behinderung.
ISNI: 0000 0005 2892 8457
ISNI: 0000 0005 2892 8457
Biplab Basu ist Historiker, seit 2001 Mitarbeiter bei ReachOut, einer Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt in Berlin. 2002 gründete er die »Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt« (KOP) und 2019 das Bündnis »Death in Custody«, das Fälle von Tod in Gewahrsam dokumentiert.
Editor
Eberhard Schultz streitet als engagierter Rechtsanwalt und Menschenrechtler für seine Mandant*innen und gegen Menschenrechtsverletzungen.
Klaus Kohlmeyer ist Politikberater zum Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung beim Zugang zum Arbeitsmarkt in Berlin. Beide sind Vorstandsmitglieder der Eberhard-Schultz-Stiftung für Soziale Menschenrechte und Partizipation in Berlin.