
James Simon
The Man Who Made Nefertiti a Berliner
Dietmar Strauch(Author)
Edition Progris (Publisher)
1st Edition
Published on 4. March 2020
Book
Hardback
96 pages
978-3-88777-036-5 (ISBN)
Description
James Simon (1851-1932) gave more exhibits to the unique Museum Island in the heart of Berlin than any other benefactor. In 1912 an expedition he financed in Egypt unearthed the bust of Nefertiti that still inspires visitors from all over the world.
This book sketches the life of a man who set a fine example, not only with his passion for collecting art but also with his social commitment in aid of children and the deprived. The biography also grants an insight into the turbulent history of Berlin's museums.
More details
Language
English
Place of publication
Berlin
Germany
Target group
Berlin-Besucher, Museumsbesucher, Kulturwissenschaftler, Kunsthistoriker, Historiker
Product notice
Unsewn / adhesive bound
Illustrations
16
diverse Portraits und Illustrationen
Dimensions
Height: 19 cm
Width: 12.5 cm
Weight
210 gr
ISBN-13
978-3-88777-036-5 (9783887770365)
Schweitzer Classification
Persons
Author
Sachbuchautor und Informationswissenschaftler
Strauch studierte Geschichts- und Informationswissenschaft sowie Chemie und Mathematik an der Freien Universität Berlin. Er lebte lange in Caputh bei Potsdam und heute in Berlin, war Dozent an der Universität Potsdam und ist Geschäftsführer eines Unternehmens der Informationswirtschaft (Progris). Er hat zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen und Bücher geschrieben.
ISNI: 0000 0001 0914 667X GND: 13385048X
Strauch studierte Geschichts- und Informationswissenschaft sowie Chemie und Mathematik an der Freien Universität Berlin. Er lebte lange in Caputh bei Potsdam und heute in Berlin, war Dozent an der Universität Potsdam und ist Geschäftsführer eines Unternehmens der Informationswirtschaft (Progris). Er hat zahlreiche wissenschaftliche Abhandlungen und Bücher geschrieben.
ISNI: 0000 0001 0914 667X GND: 13385048X
Translation
Übersetzerin
Content
Bei der Erwähnung des Namens James Simon fällt unweigerlich der Name Nofretete, jener ägyptischen Schönheit, deren bemalter Porträtkopf 1912 in Armana am Ostufer des Nils gefunden wurde und seitdem aus Berlin nicht mehr wegzudenken ist. Bis heute wird die Königin von vielen Millionen Museumsbesuchern bewundert und ist ein fester Bestandteil der kulturellen Identität Berlins.
Über den Entdecker der Nofretete und Mäzen James Simon ist dagegen nur wenig bekannt. Er selbst wollte nie im Mittelpunkt stehen, sondern blieb bescheiden im Hintergrund. Aus Freude und Begeisterung für die Kunst, die Wissenschaft und das menschliche Miteinander leistete er schier Unglaubliches. Seine Verdienste sind einmalig, obwohl es neben ihm weitere engagierte Bürger gab, die den Ruf der Berliner Museen mit Schenkungen aufpolierten. James Simon ist auch deswegen zwischenzeitlich weitgehend vergessen worden, weil nach 1933 die nationalsozialistischen Machthaber alle Erinnerungen und Hinweise auf diesen Preußen jüdischer Herkunft systematisch tilgten und er damit aus dem öffentlichen Bewusstsein verschwand.
Das hat sich erst in jüngster Zeit geändert. Mit der »James-Simon-Galerie« auf der Museumsinsel Berlin wird wieder der Mann geehrt, der nicht nur Mäzen und Wohltäter war. Die Ehrentafel zu seinem Gedenken am Tiergarten formuliert es so: »Er stand für einen Gemeinsinn, der 1933 gewaltsam zerstört wurde.«
Die Liste der Schenkungen Simons an die Berliner Museen ist kaum zu fassen: 350 Kunstwerke der deutschen und niederländischen Holzplastik des Spätmittelalters, mehr als 30 Gemälde der Renaissance und mehrere Flügelaltäre, 24 Hausmodelle und rund 900 Sammelstücke für die Volkskundliche Sammlung von Schmuck bis Herbergsschildern, 1500 japanische Farbholzschnitte, chinesisches Porzellan, 493 Skulpturen, Bronzen und Majoliken, mehr als 1000 neu- und altbabylonische Tontafeln, die riesige Sammlung aus Ägypten mitsamt der Nofretete und immer wieder viel, viel Geld für Stiftungen, Ausgrabungen und Ankäufe weiterer Kunstwerke. Die einzigartigen Sammlungen der Museumslandschaft im Zentrum Berlins auf der Museumsinsel bleiben damit für immer mit dem Namen James Simon verknüpft.
Diese Verdienste um die Kunst und Kultur würden allemal für eine Lebensbilanz reichen, doch nicht bei ihm. Neben seinen zahlreichen Schenkungen für die Berliner Museen war sein soziales Engagement beispiellos. Hier ist sein Einsatz für arme Kinder besonders hervorzuhaben. Weitere Stichworte sind: Verein zum Schutze der Kinder vor Ausnutzung und Misshandlung, Haus Kinderschutz in Zehlendorf, Verein für Volksbäder und Gründung des Stadtbads Berlin-Mitte, Berliner Verein für Ferienkolonien, Spenden für Waisenhäuser und Kurhospitäler und vieles mehr. Auch in der Wissenschaft findet sich sein Name an prominenter Stelle: Bei der Gründung der Kaiser-Wilhelm-Institute (heute: Max-Planck-Gesellschaft) war er der erste Spender.
Die Leser dieses Buches sind bei einem Rundgang durch die Berliner Museen herzlich eingeladen, den Spuren dieses außergewöhnlichen Berliners zu folgen.