Die Farbe Weiß
Farbenrausch und Farbverzicht in der Architektur. Mit Beiträgen von Ursula Baus, Klaus Jan Philipp, Max Stemshorn, Ralph Stern und Richard Meier
Mann, Gebr. (Publisher)
Published in 2003
Book
Paperback/Softback
112 pages
978-3-7861-2470-2 (ISBN)
Description
Farbe begleitet Architektur als Materialfarbe oder als applizierte Farbe seit den ersten Anfängen. Bauten werden bunt geschmückt, bedacht auf ihre Umgebung farbig gefasst oder sind monochrome Solitäre, auf denen sich die Farben der Umgebung abzeichnen. Immer ist Farbe mit im Spiel. Eine farblose Architektur gibt es nicht.
Die Beiträge in diesem Band stellen erstmals zusammenhängend die Geschichte architektonischer Farbkonzepte vom 18. Jahrhundert bis in die aktuelle Gegenwart vor. Der Band erscheint anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Stadthauses Ulm von Richard Meier, nimmt also ein weißes Gebäude zum Ausgangspunkt. Mit dem programmatischen Einsatz der Farbe Weiß knüpft Meier an die Architektur der Moderne um 1920 an. So wie damals Weiß mit Wahrheit, Sachlichkeit und Klarheit assoziiert wurde, so war 150 Jahre zuvor während der Aufklärung ebenfalls Weiß zum Maßstab einer der bürgerlichen Welt entsprechenden Architektur genommen worden. Seit damals wird Farbe in der Architektur programmatisch eingesetzt und seit damals stehen sich monochrome und polychrome Farbkonzepte in der Architektur gegenüber. In den Beiträgen wird der unterschiedliche Einsatz von Farbe in der Architektur vom 18. Jahrhundert bis in die aktuelle Gegenwart verfolgt. Schwerpunkte liegen auf dem Polychromiestreit im 19. Jahrhundert, der reduzierten Farbigkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der ausschließlichen Verwendung der Farbe Weiß bei Richard Meier und den Farbkonzepten zeitgenössischer Architekten.
From the early beginnings, colour has always accompanied architecture, either as the colour of the materials, or as applied paint. Buildings are decorated in different colours, adopt a colour to match their surroundings, or are monochrome solitaires, which reflect the colours of their surroundings. Colour always plays a certain role. There is no colourless architecture.
Die Beiträge in diesem Band stellen erstmals zusammenhängend die Geschichte architektonischer Farbkonzepte vom 18. Jahrhundert bis in die aktuelle Gegenwart vor. Der Band erscheint anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Stadthauses Ulm von Richard Meier, nimmt also ein weißes Gebäude zum Ausgangspunkt. Mit dem programmatischen Einsatz der Farbe Weiß knüpft Meier an die Architektur der Moderne um 1920 an. So wie damals Weiß mit Wahrheit, Sachlichkeit und Klarheit assoziiert wurde, so war 150 Jahre zuvor während der Aufklärung ebenfalls Weiß zum Maßstab einer der bürgerlichen Welt entsprechenden Architektur genommen worden. Seit damals wird Farbe in der Architektur programmatisch eingesetzt und seit damals stehen sich monochrome und polychrome Farbkonzepte in der Architektur gegenüber. In den Beiträgen wird der unterschiedliche Einsatz von Farbe in der Architektur vom 18. Jahrhundert bis in die aktuelle Gegenwart verfolgt. Schwerpunkte liegen auf dem Polychromiestreit im 19. Jahrhundert, der reduzierten Farbigkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, der ausschließlichen Verwendung der Farbe Weiß bei Richard Meier und den Farbkonzepten zeitgenössischer Architekten.
From the early beginnings, colour has always accompanied architecture, either as the colour of the materials, or as applied paint. Buildings are decorated in different colours, adopt a colour to match their surroundings, or are monochrome solitaires, which reflect the colours of their surroundings. Colour always plays a certain role. There is no colourless architecture.
More details
Language
German
Illustrations
56
33 s/w Abbildungen, 56 farbige Abbildungen
Dimensions
Height: 27 cm
Width: 21 cm
ISBN-13
978-3-7861-2470-2 (9783786124702)
Schweitzer Classification
Persons
Max Stemshorn, geb. 1964 in Karlsruhe, Studium der Architektur an der Universität Stuttgart, freier Architekt und Ausstellungsmacher in Ulm. Seit 1998 Kurator am Stadthaus Ulm. 2001 Promotion über Ludwig Mies van der Rohe und Karl Friedrich Schinkel. Seit 2002 Lehraufträge an der Fachhochschule Biberach. - Klaus Jan Philipp, geb. 1957 in Erlangen, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Klassischen Archäologie in Marburg und Berlin. 1985 Promotion zu einem Thema der mittelalterlichen Architektur. Stipendiat der DFG, freier Mitarbeiter am Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main. Von 1989 bis 2003 Dozent am Institut für Architekturgeschichte der Universität Stuttgart. 1996 Habilitation zum Thema "Um 1800: Architekturtheorie und Architekturkritik in Deutschland". Seit 2003 Professor für Baugeschichte an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.