Fachsprachen / Languages for Special Purposes
De Gruyter Mouton (Publisher)
1st Edition
Published on 1. January 1998
Book
Mixed media product
XLIII, 1369 pages
978-3-11-916200-5 (ISBN)
Article exhausted; check different version
Description
Die Reihe HANDBÜCHER ZUR SPRACH- UND KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT erschließt einen Wissensbereich, der sowohl die allgemeine Linguistik und die speziellen, philologisch orientierten Sprachwissenschaften als auch diejenigen Wissenschaftsgebiete umfasst, die sich in den letzten Jahrzehnten aus der immer umfangreicher werdenden Forschung über die vielfältigen Erscheinungen des kommunikativen Handelns entwickelt haben. In der klassischen Disziplin der Sprachwissenschaft erscheint eine Zusammenfassung des Wissensstandes notwendig, um der im Wechsel der Theorien rasch voranschreitenden Forschung eine Bezugsbasis zu geben; in den neuen Wissenschaften können die Handbücher dem Forscher Übersicht geben und Orientierung verschaffen. Um diese Ziele zu erreichen, wird in der Handbuchreihe, was· die Vollständigkeit in der Darstellung,· die Explizitheit in der Begründung,· die Verlässlichkeit in der Dokumentation von Daten und Ergebnissen und· die Aktualität im Methodischenangeht, eine Stufe der Verwirklichung angestrebt, die mit den besten Handbuchkonzeptionen anderer Wissenschaftszweige vergleichbar ist. Alle Herausgeber, die der Reihe und diejenigen der einzelnen Bände, wie auch alle Autoren, die in den Handbüchern ein Thema bearbeiten, tragen dazu bei, dieses Ziel zu verwirklichen. Veröffentlichungssprachen sind Deutsch, Englisch und Französisch. Wenngleich als Hauptzweck der Handbuchreihe die angemessene Darstellung des derzeitigen Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Ausschnitten der Sprach- und Kommunikationswissenschaft zu gelten hat, so wird doch bei der Abgrenzung der wissenschaftlichen Bereiche, die jeweils in einem Handbuchband erschlossen werden sollen, keine starre Systematik vorausgesetzt. Die Reihe ist offen; die geschichtliche Entwicklung kann berücksichtigt werden. Diese Konzeption sowie die Notwendigkeit, dass zur gründlichen Vorbereitung jedes Bandes genügend Zeit zur Verfügung steht, führen dazu, dass die ganze Reihe in loser Erscheinungsfolge ihrer Bände vervollständigt werden kann. Jeder Band ist ein in sich abgeschlossenes Werk. Die Reihenfolge der Handbuchbände stellt keine Gewichtung der Bereiche dar, sondern hat sich durch die Art der Organisation ergeben: der Herausgeber der Reihe bemüht sich, eine Kollegin oder einen Kollegen für die Herausgabe eines Handbuchbandes zu gewinnen. Hat diese/r zugesagt, so ist sie/er in der Wahl der Mitherausgeber und bei der Einladung der Autoren vollkommen frei. Die Herausgeber eines Bandes planen einen Band inhaltlich unabhängig und werden dabei lediglich an bestimmte Prinzipien für den Aufbau und die Abfassung gebunden; nur wo es um die Abgrenzung zu anderen Bänden geht, ist der Reihenherausgeber inhaltlich beteiligt. Dabei wird davon ausgegangen, dass mit dieser Organisationsform der Hauptzweck dieser Handbuchreihe, nämlich die angemessene Darstellung des derzeitigen Problem- und Wissensstandes in den durch die jeweiligen Handbuchbände abgedeckten Teilbereichen, am besten verwirklicht werden kann. Zum Tode von Herbert Ernst Wiegand Wir trauern um unseren langjährigen Herausgeber Herbert Ernst Wiegand. Die Anfänge der überaus fruchtbaren Zusammenarbeit mit den Verlagen de Gruyter und Niemeyer reichen bis in die 1970er Jahre zurück. Ein Herausgeber wie Herr Prof. Wiegand, der vier Jahrzehnte als Herausgeber und auch als Autor dem Haus sehr verbunden war und der die germanistische Linguistik entscheidend geprägt hat, hinterlässt große Fußstapfen und ein so umfangreiches Werk, dass es unmöglich ist, dieses bis ins Detail zu würdigen. Nicht zuletzt deshalb, weil Herbert Ernst Wiegand enorm produktiv war, und viele seiner Aufsätze bereits einen für Monographien üblichen Umfang erreichten. Allein seine Artikel in den verschiedenen internationalen Zeitschriften, Sammelbänden, Buchreihen und Handbüchern umfassen wohl circa 20.000 Seiten. Auch als Kooperationspartner war Herbert Ernst Wiegand hoch geschätzt und hat über die Jahre Projekte mit vielen namhaften Kollegen und Kolleginnen angestoßen und verfolgt. Zu den wichtigsten Herausgeberschaften zählt seine mit 2699 Seiten in vier Bänden erschienene "Internationale Bibliographie zur germanistischen Lexikographie und Wörterbuchforschung". Hinzu kommen Wiegands vielfältige Tätigkeiten im Rahmen der von ihm initiierten und mitinitiierten Publikationen: die "Handbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft" (HSK), die "Wörterbücher zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft" (WSK), das "Wörterbuch zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" (WLWF), das internationale Jahrbuch "Lexicographica" und die angeschlossene Reihe "Lexicographica Series Maior", die "Zeitschrift für germanistische Linguistik" sowie die "Reihe Germanistische Linguistik". Darüber hinaus war Herbert Ernst Wiegand ein engagierter Wissenschaftsorganisator, der zahlreiche Kolloquien, Workshops und Konferenzen organisierte und initiativ ins Leben rief, wie z.B. das "Lexikographische Kolloquium" in Heidelberg, das "Internationalen Kopenhagener Kolloquium" sowie das internationale "Kolloquium zur Lexikographie und Wörterbuchforschung" in Osteuropa. Für sein Engagement und seine unermüdliche Tätigkeit wurde er mehrfach mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet: im Jahre 1996 an der "Aarhus School of Business" (Dänemark), im Jahre 2000 an der Universität Sofia (Bulgarien) und im Jahre 2006 an der Universität Stellenbosch (Südafrika). Wir haben Herrn Prof. Wiegand sehr geschätzt. Er war geradlinig, arbeitete unermüdlich und außerordentlich diszipliniert, manchmal bis zur Erschöpfung, und scheute sich nicht, sich auch mit schwierigen und unangenehmen Angelegenheiten auseinanderzusetzen. Er hatte einen kritischen, wachen Geist und war energiegeladen und unerschrocken, was große Projekte und Publikationen anging. Er war überhaupt als Mensch sehr aktiv, auch im ganz wörtlichen Sinne: Er liebte den Sport, insbesondere Tennis und Skifahren, und wusste die schönen Seiten des Lebens zu schätzen. Er züchtete Rosen, liebte gute Weine, die Sonne und das Leben selbst. Herbert Ernst Wiegand hat nicht nur der Lexikographie, sondern auch der germanistischen Linguistik unzählige wertvolle Impulse gegeben und seine vitale Präsenz im Miteinander wird uns sehr fehlen.
Die Stärken der Fachsprachenforschung lagen bisher in der sorgfältigen quantitativen und qualitativen Analyse umfangreicher Materialkorpora sowie in den zahlreichen Versuchen, neue linguistische Theorien und Methoden auf ihren spezifischen Untersuchungsgegenstand anzuwenden. Kritik ist daran geübt worden, daß diese Forschung keine eigene Theorie und keine selbständigen Methoden entwickelt hat. Diese Einwände wurden im Handbuch berücksichtigt. Gleichzeitig verweist das Handbuch auf noch wenige erforschte Gebiete und eröffnet so zukünftige Forschungsperspektiven. All das und noch vieles andere führte zur Formulierung der folgenden Hauptaufgaben: Schaffung eines deutlichen Bewußtseins dafür, welche vergangenen und gegenwärtigen Forschungsaktivitäten trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte und Zielsetzungen und trotz der äußerlichen Zugehörigkeit zu anderen Disziplinen als Beiträge zur Fachsprachenforschung aufzufassen sind. Vermittlung der Einsicht in die Notwendigkeit, daß die Fachsprachenforschung eine weitestgehend konsensfähige Theorie der Fachsprachen erarbeiten muß, aus der Methoden und Forschungsprogramme abgeleitet werden können. Repräsentative Darstellung des Forschungsgegenstandes ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit dem Ziel, theoretische Fragestellungen, Problemfelder und empirische Befunde so auszuwählen, daß vorsichtige Schlüsse vom dargestellten Teil auf das Ganze gezogen werden können. Verklammerung der Fachsprachenforschung und der Terminologiewissenschaft, auch mit Blick auf (inter-) kulturelle Spezifika. Bemühen, die einzelphilologischen Grenzen zu überschreiten. Kritische Einschätzung von Hypothesen, Methoden und ihrer Anwendung sowie der bisherigen Ergebnisse. Konzeptionelle und darstellerische Verbindung diachroner und synchroner Aspekte. Anregung, Konzeption und Perspektivierung künftiger Forschung. Unterbreitung von Angeboten für die Umsetzung in die Praxis, z.B. durch Vorschläge für die Optimierung fachlicher Kommunikation, für die Standardisierung von Terminologien und Fachtextsorten und durch Empfehlungen zu Zielen, Inhalten und Methoden der Fachsprachenausbildung. Beachtung interdisziplinärer Aspekte. Erschließung der für die Kenntnis der Fachsprachenforschung und für die sprachliche Handlungsfähigkeit im Fach wesentlichen Literatur. Dokumentation der für die Fachsprachenforschung und Terminologiewissenschaft wichtigen nationalen und internationalen Organisationen.
Die Stärken der Fachsprachenforschung lagen bisher in der sorgfältigen quantitativen und qualitativen Analyse umfangreicher Materialkorpora sowie in den zahlreichen Versuchen, neue linguistische Theorien und Methoden auf ihren spezifischen Untersuchungsgegenstand anzuwenden. Kritik ist daran geübt worden, daß diese Forschung keine eigene Theorie und keine selbständigen Methoden entwickelt hat. Diese Einwände wurden im Handbuch berücksichtigt. Gleichzeitig verweist das Handbuch auf noch wenige erforschte Gebiete und eröffnet so zukünftige Forschungsperspektiven. All das und noch vieles andere führte zur Formulierung der folgenden Hauptaufgaben: Schaffung eines deutlichen Bewußtseins dafür, welche vergangenen und gegenwärtigen Forschungsaktivitäten trotz unterschiedlicher Ausgangspunkte und Zielsetzungen und trotz der äußerlichen Zugehörigkeit zu anderen Disziplinen als Beiträge zur Fachsprachenforschung aufzufassen sind. Vermittlung der Einsicht in die Notwendigkeit, daß die Fachsprachenforschung eine weitestgehend konsensfähige Theorie der Fachsprachen erarbeiten muß, aus der Methoden und Forschungsprogramme abgeleitet werden können. Repräsentative Darstellung des Forschungsgegenstandes ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber mit dem Ziel, theoretische Fragestellungen, Problemfelder und empirische Befunde so auszuwählen, daß vorsichtige Schlüsse vom dargestellten Teil auf das Ganze gezogen werden können. Verklammerung der Fachsprachenforschung und der Terminologiewissenschaft, auch mit Blick auf (inter-) kulturelle Spezifika. Bemühen, die einzelphilologischen Grenzen zu überschreiten. Kritische Einschätzung von Hypothesen, Methoden und ihrer Anwendung sowie der bisherigen Ergebnisse. Konzeptionelle und darstellerische Verbindung diachroner und synchroner Aspekte. Anregung, Konzeption und Perspektivierung künftiger Forschung. Unterbreitung von Angeboten für die Umsetzung in die Praxis, z.B. durch Vorschläge für die Optimierung fachlicher Kommunikation, für die Standardisierung von Terminologien und Fachtextsorten und durch Empfehlungen zu Zielen, Inhalten und Methoden der Fachsprachenausbildung. Beachtung interdisziplinärer Aspekte. Erschließung der für die Kenntnis der Fachsprachenforschung und für die sprachliche Handlungsfähigkeit im Fach wesentlichen Literatur. Dokumentation der für die Fachsprachenforschung und Terminologiewissenschaft wichtigen nationalen und internationalen Organisationen.
More details
Series
Language
German
Place of publication
Berlin/Boston
Publishing group
de Gruyter Mouton
Target group
College/higher education
Illustrations
Includes a print version and an ebook
ISBN-13
978-3-11-916200-5 (9783119162005)
Schweitzer Classification
Other editions
Additional editions

Hugo Steger | Lothar Hoffmann | Hartwig Kalverkämper
Fachsprachen / Languages for Special Purposes
E-Book
07/2008
1st Edition
De Gruyter Mouton
€1,190.00
Available for download

Hugo Steger | Lothar Hoffmann | Hartwig Kalverkämper
Fachsprachen / Languages for Special Purposes
Book
12/1997
1st Edition
De Gruyter Mouton
€1,190.00
Shipment within 5-7 days