
Zur Analyse der Tyrannis
Manès Sperber(Author)
Wilhelm W. Hemecker(Editor)
Leykam (Publisher)
1st Edition
Published in 2006
Book
128 pages
978-3-7011-7549-9 (ISBN)
Description
Habent sua fata libelli - selten trifft die Sentenz, die Büchern Schicksale bescheinigt, so sehr zu, wie auf Manès Sperbers "Zur Analyse der Tyrannis": Wenige Monate nach Sperbers Trennung von der Kommunistischen Partei verfasst, konnte die Schrift 1938 mit dem Einmarsch von Hitlers Truppen in Österreich nicht mehr erscheinen. Später in Paris wurde die gesamte Auflage von der Gestapo vernichtet. Der eigentliche Sinn der Sentenz, dass die Leser/innen das Schicksal der Bücher sind, ist hier auf paradoxe Weise aufgehoben. Ohne die Namen Stalin und Hitler auch nur einmal zu erwähnen, arbeitet der Autor "das totalitäre Modell . so scharf wie möglich heraus". - "Der nach Macht strebende, der von ihr berauschte und der von der Macht des anderen faszinierte Mensch ist ihr Gegenstand", sagt Sperber selbst von seiner Studie, die er später, im Rückblick, als seine wichtigste Schrift überhaupt bezeichnet. In einem ausführlichen Nachwort legt die Politologin Esther Marian vom Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie eine fulminante Interpretation dieser Schrift vor, die zugleich Sperbers Stellung zum Kommunismus in neues Licht rückt. Ein grundlegender Beitrag zur Sperber-Forschung!
More details
Series
Edition
1., Aufl.
Language
German
Target group
Professional and scholarly
College/higher education
Dimensions
Height: 19.5 cm
Width: 13 cm
ISBN-13
978-3-7011-7549-9 (9783701175499)
Schweitzer Classification
Persons
Manès Sperber, geboren am 12. 12. 1905 in Zablotow am Pruth (Ostgalizien), gest. am 5. 2. 1984 in Paris; die Familie Sperber floh vom Kriegsschauplatz 1916 nach Wien, 1927 Übersiedelung nach Berling, 1933 Flicht ins Exil nach Frankreich und in der Folge weiter in die Schweiz. 1937 Bruch mit der Kommunistischen Partei; nach dem 2. Weltkrieg kulturpolitischer Berater der französischen Regierung und Lektor beim Verlag Camann-Lévy; in seinen zumeist autobiographisch, essayistisch gehaltenen Schriften reflektierte Sperber die großen Katastrophen dieses Jahrhunderts, aber stets mit dem Hinweis auf die Verbesserbarkeit des Individuums. (Hauptwerke: Romantrilogie "Wie eine Träne im Ozean", Autobiographie "All das Vergangene")