
Die Kinder der Gerechten
Christian Signol(Author)
Urachhaus (Publisher)
1st Edition
Published on 11. October 2017
Book
Hardback
219 pages
978-3-8251-7868-0 (ISBN)
Description
Als der Bootsbauer Virgile und seine Frau Victoria im Mai 1942 gebeten werden, Flüchtlingen über den Fluss zu helfen, verändert sich das Leben des kinderlosen Paares von einem Tag auf den anderen. Sie nehmen die zehnjährige Sarah und den gleichaltrigen Élie bei sich auf und verstecken sie - vor den Deutschen wie vor den kollaborierenden Landsleuten.
More details
Language
German
Place of publication
Stuttgart
Germany
Target group
Leser von "Marie des Brebis"
Dimensions
Height: 216 mm
Width: 144 mm
Thickness: 25 mm
Weight
418 gr
ISBN-13
978-3-8251-7868-0 (9783825178680)
Schweitzer Classification
Other editions
Additional editions

Christian Signol
Die Kinder der Gerechten
E-Book
10/2017
1st Edition
Urachhaus
€16.99
Available for download
Persons
Author
Christian Signol wurde 1947 in einem kleinen Dorf der Dordogne geboren. Als er mit elf Jahren in ein Internat geschickt wurde, litt er sehr unter der Trennung von seiner Familie und seiner Heimat. Dieses Gefühl der Entwurzelung wurde später zum Auslöser für seine schriftstellerische Tätigkeit.Nach dem Studium der Literatur- und der Rechtswissenschaften widmete er sich bald dem Schreiben. In seinen Romanen schildert er oft das urtümliche, naturverbundene Leben, nach dem sich heute viele Menschen sehnen. Seine Bücher wurden in Frankreich von Millionen von Menschen begeistert gelesen, erfolgreich verfilmt und mit Preisen ausgezeichnet. Die Saga von den letzten Schiffern der Dordogne wurde 1995 als opulentes 13-Stunden-Epos von José Dayan für den Sender France 2 verfilmt und war einer der erfolgreichsten Mehrteiler, die in Frankreich je ausgestrahlt wurden.
ISNI: 0000 0003 7430 8668 GND: 120006359
ISNI: 0000 0003 7430 8668 GND: 120006359
Translation
Corinna Tramm
Content
» Da Judith zögerte, nahm Victoria die Scheine und legte sie zurück in ihre Hand.
»Nun, nehmen Sie sie wieder zurück. Es wäre mir eine Freude.«
»Seit wir Paris verlassen haben, habe ich immer bezahlt«, murmelte Sarahs Mutter.
»Vielleicht«, sagte Victoria, »aber bei uns werden Sie nicht bezahlen.«
Judith streichelte den Kopf ihrer Tochter, die ihn endlich mit einem neugierigen Schimmer
in den Augen hob.
»Warum tun Sie das?«, fragte sie.
»Warum tun wir was?« Victoria drehte sich zu Virgile, als wollte sie ihn um Hilfe bitten.
»Würden Sie das nicht tun? Es ist keine Freude, Menschen im Leid zu sehen. Wir sind
nicht so erzogen worden. Bei uns waren wir viele zu Hause, aber jeder ist satt geworden.«
»Aber wir gehören nicht zu Ihrer Familie.«
»Und welche Rolle spielt das? Alles, was ich weiß, ist, dass es Leute gibt, die Ihnen Böses
wollen, und Sie sehen nicht aus, als hätten Sie irgendjemandem etwas getan. So, wir reden
nicht mehr darüber, ich zeige Ihnen, wo die Kleine schlafen wird.«
Ungläubig blieb Virgile sitzen. Sollte sein Haus nun tatsächlich ein Kind beherbergen,
über das sie Tag und Nacht zu wachen hätten?«