Botschaft und Anruf
Gedichte
Léopold S. Senghor(Author)
Peter Hammer Verlag
1st Edition
Published on 15. September 2006
Book
Hardback
200 pages
978-3-7795-0073-5 (ISBN)
Description
Léopold Sédar Senghor, dessen 100. Geburtstag wir in diesem Jahr feiern, war nicht nur ein brillanter Redner und Diplomat, ein hervorragender Politiker und Gelehrter, er ist auch einer der bedeutendsten Dichter unserer Zeit. Für Senghor war Lyrik "Gesang, wenn nicht gar Musik" und er forderte, dass die Dichtung wieder zu ihren Ursprüngen zurückfinden müsse, zu den Zeiten, in denen sie gesungen und getanzt wurde, wie noch heute im schwarzen Afrika. Und so sind Senghors Verse getragen von einem besonderen Rhythmus, der nicht ein metrischer ist und Silben oder Betonungen zählt, sondern "unermüdlich fortschreitet, die Silben sprudeln und tropfen lässt" (Janheinz Jahn). Dieser Rhythmus und die vielbewunderte Magie seiner Sprachbilder wirken wie eine "Beschwörungformel, die die Wahrheit der wesentlichen Dinge erschließt: die Kräfte des Kosmos." In Senghors Gedichten wird seine Heimat lebendig, die Landschaften seiner Kindheit in Senegal, die Tradition der Eingeborenen, ihre Geister und Riten. So wie Senghor als Politiker zeitlebens ein Brückenbauer zwischen Afrika und Europa war, so hat er auch mit seiner Dichtung versucht, afrikanisches Denken und Fühlen für Europäer anschaulich zu machen: "In Senghors Versen", so Janheinz Jahn, "offenbart sich Tiefe und Schönheit der afrikanischen Kultur, er 'betet zu den Masken', er grüßt den 'löwenköpfigen Ahn', er hat die französische Sprache auf afrikanische Weise tanzen gelehrt".
More details
Edition
1., Aufl.
Language
German
Dimensions
Height: 21 cm
Width: 13.2 cm
Weight
403 gr
ISBN-13
978-3-7795-0073-5 (9783779500735)
Schweitzer Classification
Persons
Léopold Sédar Senghor wurde 1906 in Joal-la-Portugaise an der afrikanischen Westküste geboren. Er studierte in Dakar und Paris und war von 1935 bis 1944 Lehrer für Griechisch und Latein an französischen Gymnasien.1940 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft, wurde wegen Krankheit entlassen und Mitglied der Widerstandsbewegung in Paris. 1944 lehrte er als Professor afrikanische Sprachen in Paris. 1946 wurde er Abgeordneter in der französischen Nationalversammlung, 1955 berief man ihn als Staatssekretär ins französischen Kabinett. 1959 wurde er Parlamentspräsident der Föderation Mali, von 1960 bis 1980 Präsident der Republik Senegal. Senghor, der neben Aimé Césaire die wichtigste poetische Stimme der 'Négritude' war, wurde 1968 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Bis 1984 war er Präsident der regierenden Sozialistischen Partei. Léopold Sédar Senghor starb am 20. Dezember 2001 in der Normandie.